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    Ich wäre auch bereit mit ihr zur Therapie zu gehen, aber sie macht da glaube ich nicht mit (ein Versuch wäre es wert...)

    Viele Versuche wären es wert. Nur musst du ihr das Angebot erst einmal machen und nochmal - wie ich schon schrieb - die Zeit nochmal zurückdrehen, dass ihr es anders nochmal probieren könnt. Und du dich in einer Aussprache auch nochmal erklären kannst, warum du so reagiert hast und dass auch du Zeit brauchst, dich mit dieser Situation zu arrangieren. Am Ende sollte ein gemeinsames Vorgehen stehen, bei dem ihr beide wisst, wir ihr kommunizieren könnt und wie sie dir Feedback gibt, was für sie in Ordnung ist und was nicht.


    In dem Gespräch können auch Grenzen genannt werden. Von beiden Seiten. Letztendlich musst du es aushalten, weil du freiwillig bleibst. Sie kann vor ihrer Situation eben nicht weglaufen. Das ist der Unterschied. Und wenn du Grenzen hast (egal ob in Zeit oder Handlungen ausgedrückt), musst du diese ihr auch offen nennen. Was euch bleibt, ist die Schnittmenge innerhalb deiner und ihrer Grenzen. Und ihr werdet schnell merken, dass dies eine recht schmale Schnittmenge werden wird und dass ihr viel Energie dafür aufbringen müsst, diese mit Taten zu füllen.

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    Natürlich habe ich SB, aber das ist eben nicht dasselbe und es nagt auch an meinem Selbstbewusstsein ehrlich gesagt.

    Es gibt viele Gründe, warum man keinen Sex hat. Und diese liegen nicht immer zwangsläufig in der eigenen Person. Lass mal das Selbstbewusstsein aus dem Spiel. Natürlich darfst du ihr jederzeit sagen, was du gerne möchtest und dass du gerne Sex mit ihr hättest. Aber die Kunst besteht darin, es so zu vermitteln, dass glaubwürdig daraus kein Vorwurf und kein Drängen wird. Das ist nicht einfach, und es hilft, absolute Offenheit und Vertrauen aufzubauen. Das muss eure Basis werden.

    ich finde den beitrag von minimia auf seite 3 unheimlich gut! lies dir den noch einmal gut durch :)_


    normalerweise hasse ich den spruch, dass manchmal liebe alleine nicht reicht, aber ich werde das gefühl nicht los, dass ihr beiden das bei aller liebe nicht schaffen werdet!?

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    weil sie mich eben aus diese Sache raushält, dabei geht mich UNSERE Sexualität doch wohl was an

    [...]


    Ich bin noch nie dafür gewesen, die Flinte zu schnell ins Korn zu werfen, aber bei euch hat die "Beziehung" doch noch gar nicht angefangen. [...]

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    weil sie mich eben aus diese Sache raushält, dabei geht mich UNSERE Sexualität doch wohl was an

    In ihrer Therapie geht es nicht um Eure Sexualität, sondern um ihre Erlebnisse. Es ist ganz richtig, wenn sie sich dafür entscheidet, Dich da rauszuhalten, das ist ihr gutes Recht. Es ist schon schwer genug für sie, dass sie überhaupt mit Dir darüber gesprochen hat bzw. eine Therapie macht.


    Sie hat aufgrund ihrer Erlebnisse eine Art Schutzmauer um sich herum gebaut, deshalb kommt niemand an sie heran bzw. ist sie sehr verschlossen. Dies dient zu ihrem Selbstschutz vor weiteren Verletzungen.


    Am Wahrscheinlichsten erscheint mir, dass ein paar Jahre ins Land gehen, bis sie soweit ist, dass sie mit ihrer Vergangenheit umgehen kann. Trotzdem kann es danach bei Intimitäten wieder zu einem Flash-Back kommen. Dies kann durch außerordentliche Reaktionsverhalten zum Ausdruck kommen.


    Trotzdem wünsche ich Dir viel Kraft und Weisheit, mit dieser Situation umzugehen.

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    und es nagt auch an meinem Selbstbewusstsein

    Du bist nicht schuld an der ganzen Sache. Du tust, was im Rahmen Deiner Möglichkeit steht. Darauf kannst Du stolz sein!

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    [(...) Bezug auf gelöschte Inhalte]


    Ich weiß nicht, ob das eine Zukunft hat... ich glaube, dass sie mich liebt, aber vielleicht ist sie noch nicht soweit und ich bin nicht bereit mich aufzuopfern, das ish einfach so.... Ich dachte eben (da sie sich wieder Sexualität wünscht, wie sie sagt), dass sie das in der Therapie aufarbeitet und mich dann eben auch mit einbezieheb möchte, dass das bei uns klappt. Vielleicht hat sie mich da aber auch angelogen... ich mein sie ist ja schon sehr lange bei der psychologin

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    Ich dachte eben (da sie sich wieder Sexualität wünscht, wie sie sagt), dass sie das in der Therapie aufarbeitet und mich dann eben auch mit einbezieheb möchte, dass das bei uns klappt. Vielleicht hat sie mich da aber auch angelogen... ich mein sie ist ja schon sehr lange bei der psychologin

    Vielleicht macht sie sich da auch selbst etwas vor. Denn es ist sicherlich kein schöner Gedanke für sie, dass sie ihr Trauma nicht so schnell wieder los wird.


    Auch für Dich ist es vermutlich ein sehr unangenehmer Gedanke, oder?

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    Sie möchte die Beziehung zu mir, sagt sie zumindest und für mich käme ein Ventil schon in Frage, für sie jedoch nicht... wenn ich das mache, wäre es vorbei.

    Dass sie die Beziehung möchte, lag auf der Hand, nur kann sie eben kaum voraussetzen, dass du sie in dieser Form (der, die ihr Trauma vorgibt) auch so möchtest. Oder so führen kannst.


    Vorwürfe von Egoismus sind weder zur einen noch zur anderen Seite angebracht.


    Ob du dich auf u. U. jahrelanges Warten, und das u. U. ohne Zielerreichung, einstellen kannst und willst - das weißt nur du. Und es ist dein Recht, dich dagegen zu entscheiden, so wie es ihres ist, auf jemanden zu hoffen, der mit ihr zusammen auf eine Heilung hinlebt.


    Nach drei Monaten Bekanntschaft wäre eine Trennung aus einem solchen Grund auf eine Art vielleicht sogar verantwortungsvoller als ein frustriertes und unterschwellig vorwurfsvolles Warten.

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    [...]

    Ich denke damit war eher gemeint, dass es passieren könnte, dass deine Freundin dir zuliebe Sex zulässt, obwohl sie es gar nicht will. Und am ende würde es sich für sie dann genauso anfühlen wie eine Vergewaltigung. Zumindest würde ich die Aussage so verstehen.


    Aus meiner Sicht hast du den Schwarzen Peter gezogen und kannst ihn auch nicht mehr los werden. Entweder du verzichtest auf Sex ihr zuliebe und wartest bis sie soweit ist. Das kann aber noch Jahre oder Jahrzehnte dauern wenn es überhaupt soweit kommt. Und es besteht die Gefahr dass du irgendwann später anfangen wirst zu bereuen gewartet zu haben. Schließlich ist man in deinem Alter auf dem Höhepunkt sexueller Leistung und will auch viel erleben.


    andererseits kannst du sie verlassen weil du eben nicht warten kannst/ willst und dann bekommt deine Freundin einen weiteren seelischen Schaden zu dem bestehenden, da sie jetzt nicht nur als Kind missbraucht wurde, sondern deshalb unfähig ist eine sexuelle Bindung einzugehen was darin resultiert, dass sie keine Beziehung führen kann. Und du hast das Pech der Verursacher diesen zweiten Schadens zu sein.


    Letzten Endes musst du abwägen wie weit du bereit bist dich aufzugeben, aber ich denke, dass in so einer Situation hat jeder das recht komplett egoistisch zu sein, da es ganz klar ist, dass ihr zu 99% da nicht herauskommt ohne, dass nicht mindestens einer von euch weiteren Schaden erleidet.

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    Ich dachte eben (da sie sich wieder Sexualität wünscht, wie sie sagt), dass sie das in der Therapie aufarbeitet und mich dann eben auch mit einbezieheb möchte, dass das bei uns klappt. Vielleicht hat sie mich da aber auch angelogen... ich mein sie ist ja schon sehr lange bei der psychologin

    weißt du, ich glaube eher, dass sie sich da selber nicht einschätzen kann! es kann wohl niemand ermessen, was alles bei ihr zu verarbeiten ist, wie lange sie die sexuellen übergriffe ertragen musste, wie lange sie das ertragen musste, ob ihr die famile das dann überhaupt geglaubt hat... da steckt so viel drin, dass man das gar nicht auf "sie erträgt keinen sex" reduzieren kann - auch, wenn das für dich natürlich am spürbarsten ist!


    insgesamt habe ich das gefühl, dass du bei der therapie nur einen platz hättest, wenn sie sich das aus tiefster seele wünscht - das ziel der therapie kann aber nicht sein "sex klappt wieder"!