Auf was legt W bei einem Partner wert? Vielleicht ist sie nicht nur konfliktscheu, sondern will auch für einen Mann nicht mit dem Nudelholz schwingen müssen. Viele Frauen, vor allem die, die auf "Beschützertypen" stehen, fänden das wahrscheinlich wahnsinnig abturnend.

    Zitat

    Nudelholz schwingen

    es geht nicht ums TUN bei dieser Fragestellung.


    Sondern um "würde man nicht von sich aus Distanz zu einer Person einnehmen, die den eigenen Partner herabwürdigt/beleidigt, und was sagt es aus, wenn dies nicht der Fall ist".


    Es geht auch nicht um ein Lösen eines Konfliktes zwischen F und M (so wichtig ist F für M nicht als dass da dringend klärungsbedarf bestehen würde).


    W ist keine Frau die auf Beschützertypen steht.

    Es war doch offensichtlich nicht wortwörtlich gemeint. Aber doch, auch sich zu distanzieren ist ein "Tun".


    Was das aussagt, dass sie das nicht tut, findet man letztlich vermutlich nur raus, wenn man mit W persönlich spricht. Was sagt sie denn dazu? Das war doch in 10 Jahren bestimmt schon oft Thema.

    Zitat

    W ist keine Frau die auf Beschützertypen steht.

    Na dann.

    Also, ich verstehe den Unmut von M schon, und frage mich zur selben Zeit, wie das hier gesehen würde, wenn W diejenige wäre, die sich von einem Freund ihres Partners so behandelt sieht. Obwohl es in der Sache ja keinen Unterschied macht.


    Ich habe mal eine Situation beobachtet, da ist die Frau mit jemandem aneinander geraten (es ging um gute Stehplätze bei einem Konzert), und da stand der Mann unbeteiligt daneben, während die Frau versuchte, ihren Platz gegen eine dreiste Dränglerin zu verteidigen. Sie hat ihrem Freund aber überhaupt nicht übel genommen, dass er daneben stand als wäre nichts, und der Umgang zwischen den beiden ließ mich jetzt auch absolut nicht auf eine irgendwie seltsam geartete Beziehung schließen. Mich hat das irritiert, und ich habe mich gefragt, ob ich da eben meine eigene Erwartungshaltung in dieses Paar rein projiziert habe. Vermutlich.

    Hm, also meine Erwartungshaltung wäre, dass der Partner da schon klar Stellung bezieht (im Übrigen auch, wenn er nicht meiner Meinung ist - ich will einfach wissen woran ich bin), anstatt einfach so neutral daneben zu stehen. Vermutlich ist das einer gewissen eigenen Unsicherheit geschuldet. Aber Aktivitäten erwarte ich keine (wie z.B. in dem Beispiel), das kann ich auch alleine regeln.


    Man kann natürlich ganz generell die Frage in den Raum stellen "was erwartet man von einer Partnerschaft", daraus folgt dann "wozu hat man sie überhaupt". Vermutlich sehen die Leute das unterschiedlich. Ich finde allerdings ein "emotionales Auffangen" da elementar wichtig.

    Ok, verstehe. Also Du erwartest nicht, dass sie in dem Moment dazwischen springt, aber dass sie grundsätzlich eine Meinung dazu hat und auch äußert und nicht so tut als ginge sie das alles nichts an. Und evtl. vermutest Du hinter ihrem Schweigen, dass sie zumindest teilweise das Verhalten von F gutheißt, dies aber aus irgendeinem Grund lieber verschweigt, denn wenn sie auf Deiner Seite wäre, gäbe es ja keinen Grund zu schweigen. Richtig?

    möglicherweise bin ich M ;-)

    Zitat

    Und evtl. vermutest Du hinter ihrem Schweigen, dass sie zumindest teilweise das Verhalten von F gutheißt

    Eine wichtige Frage ist in der Tat "wie interpretiere ich die Äusserungen der anderen, wenn sie gar keine tätigen". Es gibt sicher psychologische Muster, wo in solchen Situationen Bestätigung erwartet wird, und wenn keine erfolgt, wird dies tendenziell immer als Ablehnung/Widerspruch interpretiert.


    Die Frage ist also "welcher Film läuft bei M im Kopf ab, wenn W einfach gar nichts tut".


    Und genau das ist die Problematik an dieser Sache. Ein mögliches emotionales Missinterpretieren des nichts-tuns von W ist ja nur die halbe Miete, es ist ja nicht so, dass emotionaler Beistand in Partnerschaften nich ganz allgemein wünschenswert und auch irgendwie zu erwarten wäre. Die Wahrheit liegt irgendwie in der Mitte. Nur wo?

    Für mich wäre das in diesem speziellen Fall, dass ich nicht unbedingt erwarten würde, dass sie sich unaufgefordert äußert, aber wenn ich nachfrage, wäre eine klare Stellungnahme dann schon toll.

    Zitat

    Vermutlich ist das einer gewissen eigenen Unsicherheit geschuldet. Aber Aktivitäten erwarte ich keine (wie z.B. in dem Beispiel), das kann ich auch alleine regeln.

    Hm, kann sein. Kann aber auch andersherum sein. Ich kenne auch Leute, die gerade weil sie sehr sicher sind und in sich Ruhen gar nicht das Bedürfnis haben, sich überall einzumischen und eine Meinung kundzutun.

    Zitat

    Man kann natürlich ganz generell die Frage in den Raum stellen "was erwartet man von einer Partnerschaft", daraus folgt dann "wozu hat man sie überhaupt". Vermutlich sehen die Leute das unterschiedlich.

    Ich habe auch den Eindruck, dass F überhaupt nicht die Wurzel des Problems ist, sondern nur das Sahnehäubchen, an dem sich vieles manifestiert.

    Zitat

    Ich finde allerdings ein "emotionales Auffangen" da elementar wichtig.

    Ist es ja auch, grundsätzlich. Nur gibt es auch Punkte, wo so ein Auffangen eher wie Verhätscheln wäre. Ein erwachsener Mensch sollte mit blöden Sprüchen ja eigentlich selbst umgehen können, ohne dass gleich die Notwendigkeit des Auffangens besteht.

    @ Alias

    @ Morwena

    Zitat

    nämlich die klare Ansage an F, dass sie M eben liebt und auf Fs Gerede nichts gibt.

    Vielleicht ist das die Schnittstelle? Der Auslöser für diesen Faden? Dass M genau das nicht sagt?


    Andererseits, wenn das Ganze schon mindestens seit 10 Jahren so läuft: Dann sollte doch klar sein, dass M sowieso nichts auf das Gerede von F gibt. Sonst hätte sie sich schon längst getrennt.

    @ Emotionale

    Zitat
    Zitat

    ..."Warum stellst Du Fragen, wenn Du Dir die Antwort gar nicht anhörst?" und F darauf geantwortet "Du solltest Dich langsam mal dran gewöhnen, dass es Menschen gibt, die schneller denken als Du".

    Da wäre m. E. die passende Antwort: "Prima, wenn Du so schnell denken kannst, dann kannst Du Dir ja die Antworten auf Deine Fragen sicher auch selber googeln." Und Abgang.


    Wenn jemand schon so nett ist, mir etwas zu erklären, dann drücke ich ihm doch nicht noch rein, dass ich ihn für doof halte? Hallo? Klingt eigentlich sogar danach, dass sie seine Zeit in Anspruch genommen hat, um eine Bestätigung für ihre Abwertung seiner Person zu bekommen.

    Komisch. Ich habe das gar nicht als Abwertung gegenüber M empfunden. Schon gar nicht als "M du bist doof". Ich habe es so verstanden, dass F damit gemeint hat, dass sie selbst die Antworten schneller verstanden hat als M sie erklären musste.


    Dreht doch das Alles mal um:


    Vielleicht ist M ein Mensch der sehr weitschweifend erklärt? So erklärt, als hätte sein Gegenüber ein Brett vor dem Kopf? Dass er mehr erklärt als er erklären muss? Vielleicht kommen diese Erklärungen ebenfalls für F so rüber, als sei F schwer von Begriff? Ein solches Verhalten kann auch überheblich, arrogant und so weiter rüber kommen. Schon mal daran gedacht? ;-)


    Denn ganz ehrlich Alias, du kommst hier schon selbst ein wenig überheblich rüber. Auf eventuelle Gefühle von W, Probleme die es ihr bereiten könnte weil du, entschuldigung, M und F nicht miteinander auskommt gehst du überhaupt nicht ein.


    Ich weiß, ich habe anfangs anders geschrieben. Aber genau deswegen auch meine Nachfrage auf spezifischere Angaben.

    @ Alias

    Zitat

    Du findest es übergriffig und bemutternd, wenn man seinem Partner zur Seite steht, wenn dieser von jemandem angegriffen wird!?

    Ich sehe hier noch immer keinen wirklichen Angriff. Eine weitere aus objektiver Sicht gestaltete Möglichkeit wie das PC-Beispiel abgelaufen sein könnte schreibe ich weiter oben.


    Wäre vielleicht hilfreich wenn es hier deinerseits eine Antwort geben würde: Kann es sein, dass M selbst ein etwas überheblich erklärende Art und Weise drauf hat? Die eine solche Reaktion ebenfalls erklären könnte? Und nicht nur eine solche Reaktion, sondern auch das gesamte Problem zwischen M und F? Dass hier W zwischen zwei Menschen steht die sich sehr ähnlich sind und da Beide nichts geben? Für diese Antwort müsste M möglicherweise ein wenig ehrlich zu sich selbst sein. ;-)

    Zitat

    Sondern um "würde man nicht von sich aus Distanz zu einer Person einnehmen, die den eigenen Partner herabwürdigt/beleidigt, und was sagt es aus, wenn dies nicht der Fall ist".

    Ich schreibe am Anfang des Fadens ziemlich genau wie ich darüber denke. Nur kann ich im Laufe deiner Beitrage immer weniger weder Herabwürdigung noch Beleidigung sehen.

    Zitat

    Ich finde allerdings ein "emotionales Auffangen" da elementar wichtig.

    Ein "emotionales Auffangen" ist in meinen Augen etwas völlig Anderes als sich für den Partner offen gegen eine andere Person zu stellen. Oder stellen zu müssen weil der Partner etwas gegen ihn hat.


    Warum zieht sich M nicht einfach raus? Wenn W und F sich treffen ist er eben nicht dabei.

    Zitat

    Vielleicht ist M ein Mensch der sehr weitschweifend erklärt? So erklärt, als hätte sein Gegenüber ein Brett vor dem Kopf? Dass er mehr erklärt als er erklären muss? Vielleicht kommen diese Erklärungen ebenfalls für F so rüber, als sei F schwer von Begriff? Ein solches Verhalten kann auch überheblich, arrogant und so weiter rüber kommen. Schon mal daran gedacht? ;-)

    Den Gedanken hatte ich auch schon. Vielleicht denken beide voneinander, der jeweils andere halte sich selbst für schlauer und den anderen für blöd. Das würde auch Fs Reaktion Erklärung - gegenschießen, weil F das Gefühl hatte, M würde es ihr so ausschweifend erklären, weil er denkt, F sei zu doof es sonst zu kapieren.