Natürlich passt das zusammen. Man kann sich sehr wohl wünschen, dass die Angehörigen es verurteilen, wenn einen jemand angreift, unabhängig davon, ob einen der Angriff wirklich kratzt. Da sehe ich nun gar keinen Widerspruch.


    Ein Angriff wird ja nicht dadurch entschuldigt, dass er misslingt. Was zählt, ist der Versuch. Die moralische Bewertung von F ist unabhängig von der Wirkung, die das auf M hat.

    Zitat

    Man kann sich sehr wohl wünschen, dass die Angehörigen es verurteilen, wenn einen jemand angreift, unabhängig davon, ob einen der Angriff wirklich kratzt.

    Gut, das stimmt.


    Aber auch W lässt das Reden von F kalt, sie verurteilt es im Grundsatz ebenfalls. Somit hält sie doch zu M, indem sie das "Geschwätz" von F über M nicht ernst nimmt. Und ich bin mir sicher, dass sie das F auch mitteilt. Beziehungsweise F bekommt das doch sowieso mit, immerhin reden wir hier von mindestens 10 Jahren? Warum reicht das M jetzt nicht mehr aus?


    Für mich klingt das auch mehr und mehr nach einer Spitze des Eisberges. Als würde M Gründe suchen.

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    Und ich bin mir sicher, dass sie das F auch mitteilt

    da irrst Du Dich. es wird stillschweigend hingenommen.

    Zitat

    Als würde M Gründe suchen.

    da irrst Du Dich auch. Gründe wofür überhaupt?


    M möchte ledigich erfahren, wie andere Leute in solchen Situationen fühlen, und was wohl ein "normales, moderates Maß" wäre.

    W und F scheinen sich ja schon lange zu kennen. Und M und W sind offenbar auch mindestens genauso lange zusammen. (Verstehe ich so.) F versucht (wenn ich das richtig verstanden habe) immer mal wieder, W deutlich zu machen, dass sie nicht versteht, wieso W mit M zusammen ist. W ist es aber dennoch seit vielen Jahren und geht überhaupt nicht auf dieses Gerede ein - so verstehe ich das jedenfalls, wenn Du schreibst, W würde das, was F so von sich gibt, stillschweigend hinnehmen.


    Ist es nicht an sich Beweis genug, dass W hinter M steht, dass das Geschwätz von F offenbar spurlos an ihr vorbei rauscht?


    Ist es nicht eigentlich ein Zeichen dafür, dass W F (zumindest auf bestimmten Gebieten) nicht sonderlich ernst nimmt, wenn bestimmte Verhaltensweisen der F zu keinerlei Reaktion bei W führen? Würde sie aufbrausend reagieren - "wie kannst du das sagen!" - sähe das für mich eher nach getroffenem wunden Punkt aus..

    das ist aber unlogisch. Wenn man eine Beziehung beenden will, hat man dafür Gründe. Wenn man sie nicht beenden will, ist es unsinn, Gründe zum Beenden zu suchen.


    Wie geschrieben geht es lediglich darum, das Empfinden von M abzugleichen mit dem, was andere in der Situation empfinden würden (mangels eigenem Zutrauen, was da "Normal und angemessen") ist.

    Das ist nicht unlogisch, weil "Passt einfach nicht mehr wirklich" vielen kein handfester Grund genug ist.

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    Wie geschrieben geht es lediglich darum, das Empfinden von M abzugleichen mit dem, was andere in der Situation empfinden würden

    Ja, das haben denke ich mal alle verstanden. Aber stellt es M zufrieden, würden jetzt alle sagen "Das ist normal"? Oder würde er die Beziehung sofort beenden, wenn alle sagen "Das ist nicht normal"?

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    Ja, das haben denke ich mal alle verstanden

    und warum antwortet ihr dann nicht darauf?


    Anstelle dessen wird hier wieder die med1-übliche Metadiskussion a la "was sind WIRKLICH seine Absichten gestartet".

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    Kann man nicht vom Partner erwarten, sich zu distanzieren von Freunden, die den Partner beleidigen und sonstwie mistig behandeln?

    Ab eine gewissen Grad an "mistigem" Verhalten, würde ich das definitv erwarten. Aber was hier als Beispiel genannt wurde (z.B. die Computersache) fällt für mich bei weitem noch nicht darunter.

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    Ist es nicht ein Indiz für eine gewisse Unterwürfigkeit von M, dies einfach so hinzunehmen?

    Unterwürfig fände ich es, immer wieder mit zu Treffen zu gehen und sich von F ohne Kontra zu geben "beleidigen" lassen, nur um nicht mit der Partnerin zu streiten.


    Was an einem Kontaktabbruch zu F Unterwürfig sein soll (selbst wenn sich W noch mit F treffen sollte) erschliesst sich mir nicht.

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    Sicherlich kann M von W nicht erwarten, sich von der Freundin zu trennen, aber verbietet es nicht der gesunde Selbstrespekt, dann weiter eine Beziehung zu führen?

    Das kann man tatsächlich nicht erwarten und für mich hat es nichts mit Selbstrespekt zu tun, wenn der Partner mit Menschen befreundet ist, mit deren schwierigen Art ich nicht umgehen möchte, der Partner aber keine Probleme damit hat.


    Wenn überhaupt, würde ich es als fehlender Selbstrespekt sehen, F nicht selbst die Meinung zu sagen, wenn sie sich wieder einmal daneben benimmt (obwohl ich sie schlicht nicht mehr treffen würde).

    Alias 750430

    Meine Freundin hat eine Freundin, die ich nicht ausstehen kann (beruht auf Gegenseitigkeit und ist auch nicht selten) und anstatt die einfach abzuhaken, werfe ich meiner Freundin vor, dass die nicht das tut, was meine Aufgabe wäre?

    M wirft W ja gar nichts vor sondern hinterfragt nur bestimmte Dinge..


    fragt sich ausserdem ja auch, aus welchem Grund man sich nicht ausstehen kann.


    Was sagt denn Deine Freundin zu der Situation? Sitzt sie auch einfach neutral dazwischen?

    @ Alias

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    Und ich bin mir sicher, dass sie das F auch mitteilt

    da irrst Du Dich. es wird stillschweigend hingenommen.

    F wird ja wohl mitbekommen, dass ihre Interventionen gegen M über 10 Jahre nicht auf fruchtbaren Boden fallen.

    Zitat

    und warum antwortet ihr dann nicht darauf?

    Es wird ständig darauf geantwortet. Es findet eine Reflexion statt, die M offensichtlich nicht bereit ist einzugehen.


    Deshalb auch:

    Zitat

    Anstelle dessen wird hier wieder die med1-übliche Metadiskussion a la "was sind WIRKLICH seine Absichten gestartet".

    Das ist keine wie auch immer übliche Diskussion, sondern ein Hinterfragen im Sinn von Reflektieren.


    Was hast du denn sonst erwartet?