Freundschaft zwischen Mann und Frau / Partner ist dagegen

    Hi :)


    Das Thema ist für mich grade recht aktuell, weil ich mit meinem Partner ein Gespräch darüber hatte.


    Es geht um Freundschaften zwischen Mann und Frau. Ich bin gerade so ein bisschen dabei mir einen Freundeskreis aufzubauen und mein Partner ist strikt dagegen, dass sich dort auch männliche Personen befinden.


    Ich habe einen Kumpel, den ich zwar bislang nur telefonisch, online usw. kenne, aber mit dem ich nahezu jeden Tag per Whatsapp schreibe, wir quatschen fast täglich und auch mit seiner Schwester verstehe ich mich gut. Allerdings ist ein Sicherheitspuffer von 400 Kilometern zwischen uns, weswegen mein Freund wohl zähneknirschend hinnimmt, dass ich mich mit ihm gut verstehe.


    Problematisch würde es werden, wenn ich den Kumpel oder auch den Kumpel und seine Schwester treffen wollen würde. Grundsätzlich vertritt mein Freund die Ansicht, dass besagter Kumpel gar nicht auf die Idee kommen dürfte, sich mit einer vergebenen Frau (mir) zu treffen, weil er eben ein Mann ist und er bei meinem Partner ja quasi noch nicht "vorstellig" geworden ist, er ihn somit nicht kennt.


    Es gab mal ne Situation, da hatte ich mit meinem Partner streit und mein Kumpel meinte (sogar nur aus Scherz, denn er wohnt noch bei seiner Mutter, da wäre das eh nicht möglich gewesen), "komm halt zu mir, wir unternehmen was". Das war für meinen Partner fast ein Exitus-Kommentar, denn er findet es dreist, unverschämt und mies, wenn ein fremder Mann eine Frau einlädt, obwohl sie einen Partner hat.


    Komischerweise wäre das was anderes wenn ne Frau gesagt hätte "komm doch her".


    Nun rührt das aus zweierlei Gründen. Zum einen hab ich Fehler gemacht in der Beziehung, so dass das Vertrauen angeknackt ist. Zum anderen ist mein Freund aber zu 99,9 Prozent davon überzeugt, dass eine Freundschaft zwischen Mann und Frau absolut unmöglich ist. Die "Anschlüsse" sind vorhanden, werden also seiner Meinung nach irgendwann zwingend genutzt. Oder einer von beiden verliebt sich etc. Er SELBST behauptet aber von sich, dass ER durchaus in der Lage wäre eine reine Freundschaft mit einer Frau zu führen. Lustigerweise glaube ich ihm das sogar. Daher hätte ich auch kein Problem damit, wenn er eine Frau als Freundin hätte.


    Übrigens wäre es genauso "tabu" für ihn, dass ich mich mit einer lesbischen Frau anfreunde, weil ich bi bin.


    Für mich ist das aber ein ziemliches Problem, da ich eher so ein "Männertyp" bin. Ich versteh mich mit den meisten Frauen einfach nicht. Das was Frauen so in der Freizeit unternehmen liegt mir nicht. Ich sitz lieber relaxed irgendwo auf der Wiese, am grillen in der Sonne und laber Unsinn, als dass ich mit Sektchen beim Frisör sitz und die neuste Mode durchkaue (Ja, die Klischees sind überspitzt und beabsichtigt ;-) )


    Was tut man denn in einer solchen Situation? Ich will nicht einfach nur Weiber um mich scharen, auch wenn ich zur Zeit dran bin, ein echt nettes Mädel kennenzulernen und mit ihr demnächst was unternehmen. Aber rein theoretisch könnte ich die ja dann auch versuchen "umzudrehen" oder rauszukitzeln ob sie bi wäre und sie flachlegen ^^.


    Wie seht ihr das eigentlich, darf ein männlicher Bekannter überhaupt wagen eine Frau zu treffen, die einen Partner hat, ohne dass er den Partner kennt?


    Ich zock mit dem Kumpel oft abends was und mein Freund kritisiert, dass mein Kumpel noch nie nachgehakt hat, ob mein Freund überhaupt damit einverstanden ist, dass ich mit einem Mann spiele.


    Solche Themen führen bei uns fast immer nur zum Streit, deswegen vermeide ich sie, aber mittlerweile bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob ich im Unrecht bin?!


    Ist es wohl echt so, dass es frech ist von meinem Kumpel nicht zu fragen, ob für meinen Freund das zocken mit einem Mann ok ist? Ist es wohl echt dreist, wenn ein Kumpel sagt "komm doch zu mir", wenn man zu Hause grade Probleme hat?


    Ich bin 100 Prozent sicher, dass mein Kumpel absolut nichts von mir will und ich will auch nichts von ihm. Auch wenn das jetzt oberflächlich klingt, aber so ist es nicht gemeint. Mein Kumpel ist nicht besonders hübsch. Er ist ein Stückchen kleiner als ich, sehr dünn, hat eine riesige Nase und wurde von der Natur einfach nicht beglückt. Mir ist das kackegal wie einer aussieht, aber warum gibt das meinem Freund nicht ein Stück Sicherheit? Ich meine, ich bin ja jetzt nicht mit einem "Beau" befreundet, sondern mit einem eher nicht so attraktiven Typen.


    Für MICH wäre es auf jeden Fall ein Unterschied ob mein Freund mit der vollbusigen, schwarzhaarigen rumzieht, also genau der Typ Frau bei dem er anfängt zu schnurren oder mit einer dicklichen Blonden, auf die er eben nicht so steht. Wobei ich ihm nur des aussehens der Frau wegen auch nicht sagen würde "Die ist zu hübsch für eine Freundschaft". Hat mit dem Aussehen eigentlich null zu tun.

  • 24 Antworten
    Zitat

    mein Freund kritisiert, dass mein Kumpel noch nie nachgehakt hat, ob mein Freund überhaupt damit einverstanden ist, dass ich mit einem Mann spiele.

    in welchem Jahrhundert lebt dein Freund denn?? warum sollte dein Freund überhaupt die Erlaubnis geben bevor du irgendwas machen darfst mit Menschen die er nicht kennt? bist du sein Eigentum?? ":/

    In eurer Beziehung scheint es nicht viel Vertrauen zu geben. Er vertraut dir schon mal gar nicht und dein letzter Absatz beweist auch einen Mangel davon. Es geht doch nicht um Äußerlichkeiten bei einem möglichen Fremdgehn, sondern um das Vertrauen dass der Partner sowas nicht tut. Dein Freund ist diesbezüglich extrem und ich würde an deiner Stelle diese Beziehung hinterfragen.

    ich finde dein partner übertreibt etwas, aber im grunde genommen geb ich ihm recht....ist dir so langweilig in eurer beziehung, dass du tgl stundenlang mit anderen männern schreiben und zocken musst ":/

    Ich habe von Anfang an klargestellt, dass ich meine männlichen Freunde (bzw. vor allem meinen besten Freund) weiterhin treffen will und werde. Das war allerdings für meinen Freund (jetzt Mann) auch überhaupt kein Problem - immerhin kann ich doch jetzt nicht alle meine Freundschaften aufgeben, die "vor ihm" da waren... Er fand es nur komisch, wenn ich mich alleine mit ihm bei sich zu Hause getroffen hätte. Nicht, weil er mir misstraut, aber er hatte trotzdem ein doofes Gefühl. Das habe ich dann selbstverständlich auch respektiert und ihm stattdessen vorgeschlagen, dass er mal zu einem Treffen mitkommt, um ihn kennenzulernen. Seitdem unternehmen wir entweder was zu dritt bzw. zu viert (der Freund war bis vor kurzem Single, hat jetzt eine Freundin) oder ich war dann doch mal alleine bei ihm - die "Gefahr" war dann schlagartig weg, als er ihn kennengelernt hat ;-D


    Ich finde, da müssen beide Seiten etwas aufeinander zugehen. Also den Kontakt verbieten lassen würde ich mir von niemandem, allerdings wäre so jemand warhrscheinlich auch gar nicht mein Partner, weil wir dann einfach nicht zusammenpassen würden. Im Gegenzug würde ich seine Bedenken aber auch ernst nehmen und versuchen, sie aus der Welt zu schaffen. Dein Freund benimmt sich gelinde gesagt wie ein Kind :=o

    Wie sieht denn ansonsten eure Freizeitgestaltung aus? Macht ihr viel allein, so dass du dir einen Freundeskreis aufbauen willst, oder gibt es auch gemeinsame Freunde? Das hat zwar mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun, aber ich würde es gern verstehen. Ich kann jetzt nicht einmal rauslesen, ob ihr zusammen wohnt oder ob du umgezogen bist und deswegen neue Freundschaften schließt. Wie ist es denn mit den Kumpels deines Freundes? Sind die alle doof, dass du mit denen keine Freundschaft pflegst, oder einfach zu wenig?


    Davon ganz abgesehen finde ich es ein bisschen beschämend von deinem Freund, dass er deine Treue durch Kontaktverbote sicherstellen will. Ich weiß zwar nicht, was du mal angestellt hast, dass sein Vertrauen so angeknackst ist, aber wenn man mit einem anderen was anfangen will dann sagt man ja vermutlich gar nicht, mit wem man sich trifft. Er kann sich also nie sicher fühlen, insofern ist diese Kontaktsperre kindisch und albern. Du lässt dich doch nicht darauf ein, oder?

    Zitat

    Wie sieht denn ansonsten eure Freizeitgestaltung aus? Macht ihr viel allein, so dass du dir einen Freundeskreis aufbauen willst, oder gibt es auch gemeinsame Freunde? Das hat zwar mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun, aber ich würde es gern verstehen. Ich kann jetzt nicht einmal rauslesen, ob ihr zusammen wohnt oder ob du umgezogen bist und deswegen neue Freundschaften schließt. Wie ist es denn mit den Kumpels deines Freundes? Sind die alle doof, dass du mit denen keine Freundschaft pflegst, oder einfach zu wenig?


    Davon ganz abgesehen finde ich es ein bisschen beschämend von deinem Freund, dass er deine Treue durch Kontaktverbote sicherstellen will. Ich weiß zwar nicht, was du mal angestellt hast, dass sein Vertrauen so angeknackst ist, aber wenn man mit einem anderen was anfangen will dann sagt man ja vermutlich gar nicht, mit wem man sich trifft. Er kann sich also nie sicher fühlen, insofern ist diese Kontaktsperre kindisch und albern. Du lässt dich doch nicht darauf ein, oder?

    Wir leben zusammen, seit 17 Jahren.


    Kumpels hat mein Freund keine, er ist nicht so der Fan von sozialen Kontakten.


    Ich bin fremdgegangen in der Beziehung, deswegen ist das Vertrauen so angeknackst.


    Ich unternehme eigentlich NIE etwas mit anderen wo mein Freund nicht wüsste wann ich wo bin. Mit Männern halt gar nicht.


    Naja, es ist ja keine Kontaktsperre, er schließt mich ja nicht ein, aber ihn mit dem Gefühl zurücklassen dass er entweder vor Wut schäumt oder aber vor Angst, dass ich fremdgehe, wahnsinnig wird, will ich ja auch nicht.

    Ich finde es immer etwas suspekt, wenn der eigene Wille des Partners derart wenig ernst genommen wird.


    So nach dem Motto, wenn der Andere es will, wird er den Partner verführen, dann schafft er das auch ... selbst wenn der Partner ja in einer Beziehung ist und treu sein will.


    Und ganz besonders stößt mir dann sauer auf, dass der Partner dann auch noch der Meinung ist, dass er selber in der umgekehrten Situation selbstverständlich imun dagegen ist.


    Ich glaube das eigentliche "Problem" ist, man kann dem Partner nicht in den Kopf sehen.


    Für sich selber weiß man wie man tickt, bzw. wie anfällig man für Andere wäre, selbst wenn der Andere sogar ins "Beutschema" passt.


    (Und aus eigener Erfahrung weiß ich, wie man bei sich selber völlig daneben liegen kann)


    Beim Partner weiß man das nicht, man muss sich auf sein Wort verlassen und da weiß man dann nicht, wie viel Wahrheit dabei ist ... ob er nicht vielleicht doch schwach werden könnte.


    Mir persönlich fehlt da einfach (komplettes) Vertrauen und gleichzeitig Selbstbewußtsein ... das hatte ich schonmal bei einer Partnerin, und es war super anstrengend (am Ende war sie es noch, die dann untreu war) ... inzwischen lebe ich offen/polyamor, aber würde ich noch einmal eine "normale" Beziehung eingehen, dann wäre so eine Einstellung ein Ausschlusskriterium.

    Grundsätzlich stimme ich mit meinen Vorschreibern überein, dass man keine Freundschaften/Kontakte verbieten oder unterbinden sollte - das zeugt schon von einem geringen Selbstbewusstsein und ich persönlich würde mich von meinem Partner stark eingeengt fühlen, sollte er so etwas von mir verlangen. Ich kann dich auch verstehen, da ich mich mit Männern teilweise auch besser verstehe, als mit Frauen.


    "Leider" kenne ich aber auch deinen anderen Faden.... Das stellt die ganze Sache schon in ein anderes Licht - ohne dich jetzt angreifen zu wollen.

    Zitat

    Ich bin fremdgegangen in der Beziehung, deswegen ist das Vertrauen so angeknackst.

    Wie lange ist das jetzt her - und wie war er zu freundschaftlichen Kontakten davor eingestellt? 17 Jahre ist ja eine lange Zeit, da wird ein Fremdgehen entweder sehr lange zurückliegen oder du wirst schon mal eigenständig Freundschaften gepflegt haben. Warum ist das ausgerechnet jetzt so ein Problem?

    Zitat

    aber ihn mit dem Gefühl zurücklassen dass er entweder vor Wut schäumt oder aber vor Angst, dass ich fremdgehe, wahnsinnig wird, will ich ja auch nicht.

    Es liegt ja auch an dir, ihm zu zeigen, dass du sein Vertrauen verdient hast. Da du ohnehin bi bist, muss ihm doch klar sein, dass jedes Treffen ein für dich kompatibles Gegenstück darstellt. Oder fragt er dich zu allen Freundinnen, ob diese wenigstens 100% hetero sind?


    Ich habe jetzt auch mal deinen anderen Faden gelesen - es wäre für dich hilfreich, dass du vor allem deine eigene Tauglichkeit für eine monogame Beziehung prüfen solltest. Nicht, dass ich wegen der Kontaktbedenken anderer Meinung wäre als vorher, aber wenn ihr durch die "harte Prüfung freundschaftlicher Kontakte" durchwollt, müsst ihr sie angehen und euch daran gewöhnen, dass etwas auf Freundschaftsbasis funktionieren kann. Auch für dich selbst, denn du bist ja nicht immer so ganz diszipliniert gewesen, was das angeht.

    Zitat

    Ich habe jetzt auch mal deinen anderen Faden gelesen - es wäre für dich hilfreich, dass du vor allem deine eigene Tauglichkeit für eine monogame Beziehung prüfen solltest. Nicht, dass ich wegen der Kontaktbedenken anderer Meinung wäre als vorher, aber wenn ihr durch die "harte Prüfung freundschaftlicher Kontakte" durchwollt, müsst ihr sie angehen und euch daran gewöhnen, dass etwas auf Freundschaftsbasis funktionieren kann. Auch für dich selbst, denn du bist ja nicht immer so ganz diszipliniert gewesen, was das angeht.

    Ich tauge grundsätzlich für eine monogame Beziehung, da ich ohnehin nie aus sexuellen Gelüsten fremdgegangen bin. Mein Problem war, dass ich eben immer gedacht habe, ich müsste "besondere" Leistungen bieten, damit ich die Freundschaft der anderen nicht wieder verliere.


    Diesbezüglich werde ich eine Therapie machen, um mein eigenes Selbstvertrauen zu steigern und zu stärken und auf Freunde, die nur meiner "Brüste" wegen mit mir befreundet sind einfach verzichten.


    Aber selbst wenn man mal von meiner "Vergangenheit" absieht, hat mein Freund ja GRUNDSÄTZLICH die These, dass Mann und Frau einfach nicht geht und wird auch richtiggehend böse, wenn andere das anders sehen.


    Da sind wir wieder an dem Scheidepunkt, klar, er misstraut mir, zurecht. Aber wie lange bin ich dann quasi auf Bewährung und wie bewährt man sich, wenn man etwas einfach unterlässt?

    Zitat

    Grundsätzlich vertritt mein Freund die Ansicht, dass besagter Kumpel gar nicht auf die Idee kommen dürfte, sich mit einer vergebenen Frau (mir) zu treffen, weil er eben ein Mann ist und er bei meinem Partner ja quasi noch nicht "vorstellig" geworden ist, er ihn somit nicht kennt.

    Zuerst mal verstehe ich nicht, welchen Unterschied es machen soll, ob der Partner den Freund kennt oder nicht. Zweitens wäre für mich eine Beziehung mit jemandem, der mich auf eine Weise einsperren bzw. von meinen Freunden (egal ob Mann oder Frau) fernhalten wollen würde, absolut ausgeschlossen.


    VG

    Ok da ich jetzt auch deinen anderen Faden gelesen habe sieht die Sache leider völlig anders aus....und was ich dort vor ner Weile schrieb hat immer noch Gültigkeit.


    in diesem konkreten Fall solltest du dir überlegen ob du diesen Mann (die Online-Bekanntschaft) wirklich als Freund brauchst oder nur der Aufmerksamkeit wegen......