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    Ich finde es sogar generell wichtig das Thema Sexualität anzusprechen.

    Ich finde das höchst unerotisch. Hatte ich mal bei einem Date, es gab kein weiteres. Ich will das herausfinden und nicht im Vorfeld "abklären", was jemand mag und was nicht. Das macht für mich keinen Sinn, ich spüre und erfahre, ob es sexuell klappt oder nicht und wenn nicht, dann wird da nicht viel daraus werden. Aber andere machen es eben anders, das ist jedem seine Sache, sein Körper, ich finde eben nicht, dass es das eine Pflicht gibt darüber zu reden. Manche können und mögen das nicht, ist doch ein Teil der Persönlichkeit eines jeden Menschen und diese Persönlichkeit mag man entweder oder nicht.

    Meine persönlichen Erfahrungen werde ich hier NICHT ausbreiten. Die gehen niemanden was an, ebenso wie mich die persönliche Frigidität von Frauen nichts angeht. Ich werde mich auch nicht auf Gezanke einlassen. Möchte aber die ernsthaften Antworter ermutigen, sich nicht abschrecken zu lassen, von dem, was bestimmt noch bei diesem brisanten Thema hochkommen wird.


    Hast Du doch schon. Es ist doch nichts anderes als Deine persönliche Erfahrung und Deiner persönliche Meinung.

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    Ich meine mit "Frigidität" nichts Abwertendes, sondern das, was es Jahrzehnte bedeutet hat, mehr nicht.

    Genau das hat es bedeutet – eine Frau war frigide, wenn sie den Mann nicht hat zum Zug kommen lassen und natürlich war es dann auch seine subjektive Wertung, wie sie auch hier Deine ist. Ansonsten sollte schlichtweg eine fachliche Diagnose bezüglich der Lustlosigkeit vorhanden sein. Ich gehe aber mal davon aus, dass Du kein Arzt bist. Also ist es einfach mal Deine persönliche Diagnose.

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    Meine Frage ist nach wie vor in erster Linie: Wie lange darf eine Frau (oder ein Mann) ihre(seine) Frigidität bei Anbahnung einer Beziehung verheimlichen?

    Wie soll jemand verheimlichen, wie oft er Lust auf seinen Partner hat? Geht doch gar nicht.

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    Wann wird es gegenüber dem anderen menschenverachtend oder verletzende, vorsätzliche Täuschung?

    Ich denke nicht, dass ich mich täuschen lassen würde. Ist es von Anfang an in der Beziehung so, dann habe ich es ja gewusst und akzeptiert, wenn ich die Beziehung eingegangen bin. Gibt es eine Änderung und hat sie nichts mit mir zu tun, dann würde ich es akzeptieren. Sex ist für mich keine tragende Säule in einer Beziehung. Ansonsten hätte ich es meinem Partner ja gleich gesagt und die Konsequenzen wären klar, wenn er seine Leistung nicht brächte.


    Es kommt ja oft vor, dass ein Partner/Partnerin irgendwann in einer Beziehung die Lust auf den Partner/der Partnerin verliert, sie aber durchaus beim nächsten Partner wieder da ist.

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    Meine Frage zielt ja darauf ab, was ist, wenn sie von Anfang an nicht bereit ist, niemals. Dies aber nicht zu erkennen gibt.

    Ist für mich ein Widerspruch, denn es ist doch erkenntlich.

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    Geh doch der Einfachheit und Klarheit davon aus, daß es tatsächlich frigide Frauen (und Männer) gibt.

    Ja, gibt es ja. Nennt sich das nicht asexuell? Egal, denn irgendeine Bezeichnung führt sowieso oft nur zu irgendeinem Urteil.


    Wir reden also hier von Fällen der kompletten Täuschung. Zu sagen "das gibt es nicht", würde ich nicht wagen.


    Jaja, genauso wie geschminkte Frauen vortäuschen, wie sie aussehen. Genauso wie dort sehe ich auch hier den, der sich täuscht. Könnte mir überhaupt nicht passieren, dass ich mich täusche.


    Da ich schon älter bin, kann ich auf einiges zurückblicken.


    Daher auch die Verwendung des Begriffes "Frigidität".


    Ich bin inzwischen zum Schluß gekommen, daß sie niemals ein normales Sexualleben hatte


    Normalität liegt im Auge des Betrachters.

    @ monika

    Es gibt keine Pflicht, jeder handhabt das anders. Ich finde es aber toll bevor man Intim wird, wenn man weiss was dem anderen gefällt. Dabei gehts nicht ins Detail, es geht auch nicht um die exakte Ausführung "wie" genau es zu funktionieren hat. Es sind grobe Anhaltspunkte. Ich finde es aber schön, wenn er weiß was ich gerne habe, rausfinden wie es sich bei ihm anfühlt, mit ihm, ist dann immernoch eine Erkundungssache und wegen der Aussprache nicht weniger interessant ;-) . Denn bei jedem fühlt es sich anders an, es ist nie genau gleich.

    Ja genau, das trifft auch mein Empfinden am ehesten.


    Insgesamt denke ich: Man sollte von Anfang an signalisieren, was man möchte oder vermeiden will. Das sollte nicht exakt Punkt für Punkt so wie ein Vertrag ausgehandelt werden, das würde die meisten und mich ebenfalls total abtörnen. Aber die Signale sollen deutlich und vor allem ehrlich sein. Es geht niemals, daß ein Frau, die frigide ist (ich kann es auch gerne "A-sexuell" nennen) sich als sexuell interessiert ausgibt. Das kann sie bei der Anbahnung schon vermeiden, falls die Kontakte per Mail stattfinden. Alles andere ist unehrlich. Und wenn sie diese Täuschung dann noch über Monate aufrecht erhält, ist das menschenverachtend und verwerflich. Damit muß ich aber in mir selber klar kommen und kann das nicht zum Allgemeinanspruch machen. Es gibt eben auch solche Menschen.


    Wer Vegetarier ist, sollte sich nicht klammheimlich in einen "Club für beste Fleischgerichte" einschleichen.

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    Es gibt keine Pflicht, jeder handhabt das anders. Ich finde es aber toll bevor man Intim wird, wenn man weiss was dem anderen gefällt. Dabei gehts nicht ins Detail, es geht auch nicht um die exakte Ausführung "wie" genau es zu funktionieren hat. Es sind grobe Anhaltspunkte. Ich finde es aber schön, wenn er weiß was ich gerne habe, rausfinden wie es sich bei ihm anfühlt, mit ihm, ist dann immernoch eine Erkundungssache und wegen der Aussprache nicht weniger interessant ;-) . Denn bei jedem fühlt es sich anders an, es ist nie genau gleich.

    Wenn der Mann denn das auch so sieht. Viele Männer scheinen eine virtuelle Liste zu befolgen, die da heißt "so funktioniert eine Frau und so bekommt sie einen Orgasmus". Das ist so mit das Abturnendste, was es so gibt. Dass da vielen Frauen die Lust vergeht, wundert mich nicht. Manche finden es noch bei ihrer Frau heraus und standardisieren dieses Vorgehen in - so funktioniert meine Frau ;-D . Dass es da vielen Frauen vergeht, ist auch klar. Es sind nicht alle mechanisch und auch nicht gleich mechanisch. ;-D

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    Viele Männer scheinen eine virtuelle Liste zu befolgen, die da heißt "so funktioniert eine Frau und so bekommt sie einen Orgasmus". Das ist so mit das Abturnendste, was es so gibt. Dass da vielen Frauen die Lust vergeht, wundert mich nicht. Manche finden es noch bei ihrer Frau heraus und standardisieren dieses Vorgehen in - so funktioniert meine Frau ;-D . Dass es da vielen Frauen vergeht, ist auch klar. Es sind nicht alle mechanisch und auch nicht gleich mechanisch.

    Das ist wohl dann das Pendant zu "wie kriege ich ihn dazu zu putzen", "wie schaffe ich es, dass mir jeden Tag Blumen kauft!", "wie....".


    Lustigerweise glauben die Frauen, die Männer würde diese Manipulationsversuche nicht bemerken oder gar kennen. ;-)

    Es ist ja auch wissenschaftlich bewiesen, dass Frauen in Bezug auf die Gefühle wahnsinnig große Kapazitäten haben, aber in Sachen Sex sehr eingeschränkt sind. Bei Männern ist es umgekehrt. In einem Artikel hieß mal sinngemäß: Bei den Gefühlen haben die Frauen eine sechsspurige Autobahn, während die Männer gerade einmal eine Nebenstraße besitzen. Beim Thema Sex allerdings, ist bei den Frauen ein kleiner Sport-Flugzeugplatz vorhanden, während die Männer ein Drehkreuz wie Heathrow besitzen. Ich denke, dass erklärt so einiges.

    Kleio da sagst du was ;-) . Das stimmt, solche Kandidaten hatte ich auch schon allerdings ;-) ...denen kannst du sagen was du willst, sie sind der Meinung das man beim bloßen Anblick total abgeht ;-D , bloße Anwesendheit reicht :=o . Allen ernstes..ich denke die wenigsten Männer sind wirklich gute Liebhaber ]:D

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    Und Frauen zu unterstellen sie hätten generell weniger Bedürfnis nach Sex ist wahnsinnig veraltet und einfach falsch

    dann solltest du das der Autorin mal unbedingt sagen. https://books.google.de/books?id=CeYRAAAAQBAJ&pg=PP145&lpg=PP145&dq=Frauen+%C3%BCber+eine+achtspurige+Autobahn+verf%C3%BCgen&source=bl&ots=Zlpyjajb0A&sig=LPxPMCJexLrNojYby1VVwaA2-MQ&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiolJ7b3tzMAhUNkRQKHbzgCD0Q6AEINDAE#v=onepage&q=Frauen%20%C3%BCber%20eine%20achtspurige%20Autobahn%20verf%C3%BCgen&f=false

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    Allen ernstes..ich denke die wenigsten Männer sind wirklich gute Liebhaber ]:D

    Ja, also wenn eine Frau "guter Liebhaber" auf ihrer Kriterienliste hat, dann könnte sie es schwer haben, einen potentiellen Partner zu finden. Umgekehrt erklärt sich für mich durchaus so manche Lustlosigkeit, wenn sie diesbezüglich einen Kompromiss in der Beziehung eingeht bzw. das Pech hat, immer nur Männern zu begegnen, mit denen sie keine erfüllende Sexualität leben kann und z. B. noch nie mit einem Mann einen Orgasmus hatte. Das hat sich zwar angeblich geändert, aber in der Generation meiner Mutter z. B. war das noch sehr verbreitet. Als wären das Knöpfe, die ein Mann nur zu drücken hätte und alle Frauen die gleichen erogenen Zonen hätten. Ganz schlimm finde ich das bei Männern, die meinen, sie wären gute Liebhaber und dann mit so einer Liste aufwarten, womöglich noch meinen, wenn sie ein Essen vorbereiten und Blumen auf den Tisch stellten, wäre die Frau schon knapp vor dem Orgasmus. {:(