Klingt alles danach, als wenn er den Köder ausgeworfen und du ihn geschnappt hat.


    Am Anfang in der Kennenlernphase sagen viele schnell mal das was der Andere hören will.


    Wie ist er denn außerhalb des Bettes? Energiegeladen oder eher jemand der am liebsten nur auf dem Sofa abhängt?

    Zitat

    halt nur schon 4 Wochen um ohne... und von ihm kommt nichts.


    Er sagt, ich soll ruhig die Initiative ergreifen und mich nicht "entmutigen" lassen, aber das sagt sich so leicht, wenn man wiederholt abgewiesen wird und weiß, dass man ihn eigentlich gar nicht erregt, sondern nur bestimmte Settings. Ich hatte gehofft, endlich wieder einen Partner gefunden zu haben, der mich begehrt und jetzt ist es nach so wenigen Wochen schon so kompliziert.

    Oh ok, das ist gar nicht gut. Und nein, wenn er dich abweist, solltest du eigentlich nicht weiter die Initiative ergreifen sondern dich zurückziehen.


    Sex alle 2-3 Wochen finde ich echt hart...man muss nicht jeden Tag miteinander schlafen, aber jeden zweiten oder dritten Tag, ist doch super schön.


    Schwierige Situation...bist du sehr in ihn verliebt? Du musst dich wirklich fragen, ob du mit alle 2-3 Wochen zu Recht kommen würdest.


    Gab es andere Dinge, in denen er am Anfang etwas vorgespielt hat?

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    dass es durchaus Trieb starke Frauen gibt, die Sex gern genießen, sich auf die Art gern mit dem Partner auspowern, die den Quickie zwischendurch als "Powerdrink" als den gute Launemacher empfinden

    :)z


    Dazu sollte aber auch der passende Partner gehören- sonst gibt es wie geschrieben: Frust.

    Zitat

    Ja. Und er gibt mir im Grunde das Gefühl, dass ich "falsch" reagiere, denn mich erregen seine Berührungen spürbar. Er lacht dann und sagt, dich braucht man ja nur angucken und du gehst ab...

    Was für ne Pfeiffe. Klingt für mich insgesamt eher nach Psychospielchen als nach Sexproblem. Ich wette dass sich die Nudel nicht regt ist noch das kleinste Problem bei dem Typen ;-) Sei froh dass er sich so schnell "geoutet" hat. Da fällt der Abschied noch nicht so schwer.

    Zitat

    Vielleicht könnt ihr euch auf 2-3x die Woche einigen? Das klingt zwar ziemlich unromantisch, aber vielleicht sollte man das wirklich ganz offen kommunizieren.

    Klingt vor allen Dingen ungeil. Also wirklich. Extrem ungeil. Da vergehts mir ja schon beim Lesen nachhaltig.

    Zitat

    Wie ist er denn außerhalb des Bettes? Energiegeladen oder eher jemand der am liebsten nur auf dem Sofa abhängt?

    Total energiegeladen und alles andere als ein Couchpotatoe.


    Deshalb trifft das mit dem "Panda" m.E. auch nur bedingt zu. Ich meine, dass bei den meisten der Drang nach einigen Monaten nachlässt, war mir schon bekannt, aber was mich irritiert, ist, dass wir im Grunde 1 Woche durchgev*gelt haben und es dann so abrupt endete. Es wurde nicht langsam weniger, sondern seit meinem Urlaub spielt es überhaupt keine Rolle mehr für ihn. Ich könnte vielleicht schon damit leben, dass er einfach seltener Lust hat als ich, aber die "Begründung" macht mir ziemlich zu schaffen. Denn unterm Strich sagt er ja, dass ICH ihn letztlich gar nicht geil mache. Ich bin zwar nett anzusehen, aber mein Anblick und meine Berührungen lösen einfach nichts aus bei ihm. Er findet es angenehm, aber nicht erregend. Ist das "normal" und hat mit dem Pandasyndrom zu tun? Ich werde einfach immer unsicherer und zweifle an mir. Denn ich "verstehe" einfach nicht: wenn der Sex soooo phänomenal war, wie er sagt, wieso will man ihn dann nicht immer wieder erleben? Zumindest in der Anfangszeit? Ich meine, noch können wir es fast an den Händen abzählen, wie oft wir miteinander geschlafen haben. Wie kann da schon die Luft so raus sein? Ich kann das einfach nicht nachvollziehen.

    Zitat

    Gab es andere Dinge, in denen er am Anfang etwas vorgespielt hat?

    Mhm, ich sag mal so, er hat sich auch in manch anderer Hinsicht "besser" dargestellt in gewisser Weise, ja, z.B. was Zigaretten- und Alkoholkonsum angeht. Angeblich nur selten/wenig, dabei ist es schon relativ viel und stört mich auch.


    Nicht gut, ich weiß...

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    Er meinte in unserem Gespräch dann auch, dass ihn meine Aussage zu Beginn fast ein bisschen erschreckt hätte - also von wegen täglich Sex.

    Ich glaube, es ist ein Fehler, einem Mann zu sagen, dass man am liebsten täglich Sex haben könnte. Das würde ich beim nächsten Mann vermeiden.


    Da kommen ganz schnell Ängste auf, versagen zu können.


    Aber ich glaube, dass eure Ansprüche auch sonst zu verschieden sind.

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    Ich glaube, es ist ein Fehler, einem Mann zu sagen, dass man am liebsten täglich Sex haben könnte. Das würde ich beim nächsten Mann vermeiden.


    Da kommen ganz schnell Ängste auf, versagen zu können.

    Ich halte es nicht für so verkehrt, weil der Mann dann weiß, woran er sexuell gesehen ist. Es kann durchaus auch eine angenehme Information sein.


    Auch wenn meine Frau und ich nie darüber so direkt gesprochen haben, so merkten wir ziemlich früh, dass wir sehr ähnlich (fast genauso) ticken- es geht auch so ??und das mit täglichem Sex und an freien Tagen noch öfter haben wir auch nach über 30 Jahren noch so- einfach weil es schön ist??.


    Also, man muss darüber nicht sprechen, ich sehe es aber nicht als Fehler.

    So einen Schöngeist der Erotik hatte ich jahrelang an meiner Seite.


    Sex musste zelebriert werden, Verbalerotik war wichtiger als der Akt an sich. Seine Phantasie wollte ständig gefüttert werden- mir war das zu anstrengend bzw ich habe mich überfordert gefühlt. Ich fühlte mich eher als Projektionsfläche, es ging nicht um mich als Person.


    Die ersten 6 Monate lief es super, dann wurde die Sexfrequenz immer weniger- hinzu kamen Erektionsprobleme seinerseits. Ich reichte ihm als sexuelles Appetihäppchen nicht , das habe ich aber erst viel später erfahren. Irgendwann waren wir nur noch eine Wohngemeinschaft.


    Nun zu deiner Situation:


    Du solltest nicht darauf hoffen dass es besser wird....wird es nicht!


    Du verschwendest Lebenszeit und Energie.


    Ihr seid sexuell auf Dauer nicht kompatibel. :(v

    Zitat

    Ich glaube, es ist ein Fehler, einem Mann zu sagen, dass man am liebsten täglich Sex haben könnte. Das würde ich beim nächsten Mann vermeiden.


    Da kommen ganz schnell Ängste auf, versagen zu können.

    Na ja, aber wenn er direkt fragt bzw. sagt, dass es ein großes Thema für ihn ist? Ich weiß nicht, ob es dann wirklich besser ist, zu lügen, denn eigentlich wünsche ich mir ja schon einen Partner, der da ähnlich tickt wie ich. Wobei ich auch dazu gesagt habe, dass es täglich sein KANN, aber nicht muss. Nur "regelmäßig", fester Bestandteil des Paarlebens, weil ich nicht wieder jahrelang Hingehaltenwerden werden und nicht ohne Sex leben möchte.


    Was Leistungsdruck und Versagensängste angeht, ist es übrigens nicht so, dass ich täglich GV erwarte. Für mich ist Sex weit mehr. Also in der Hinsicht bin ich überhaupt nicht "anspruchsvoll", so dass er Angst haben/bekommen müsste, seinen Mann nicht zu stehen. Im Gegenteil. Ich habe eher den Eindruck, dass er immer das ganz große Ballett erwartet und dass es deshalb dann nur alle paar Wochen dazu kommen "kann", weil die Rahmenbedinungen perfekt passen müssen, man mindestens 3 Stunden Zeit braucht, Zubehör usw. usf.


    Dabei wünsche ich mir in erster Linie Nähe. Den Partner spüren, ihm nahe sein, ihn sinnlich erleben - das hat für mich viele Facetten und muss nicht immer stundenlanger GV mit allem Pipapo sein. Weniger Technik, weniger Programm. Das wäre für mich in dieser ausgeprägten Form, wie er es zelebriert, gar nicht nötig. Vielleicht kann ich da nochmal ansetzen, wobei es mir im Grunde genau so geht:

    Zitat

    Ich fühlte mich eher als Projektionsfläche, es ging nicht um mich als Person.

    Das trifft es ziemlich gut, leider :-(

    Zitat

    Das ist es eben auch, was mir Bauchschmerzen bereitet. Ich sagte ihm am Anfang, dass ich im Grunde täglich Sex haben könnte und er meinte noch, dass das ein Traum wäre

    Nunja das mag halt in der Theorie total toll klingen vor allem wenn er vorher zu wenig Sex bekommen hat, die Praxis sieht dann anders aus. Vor allem bedeutet, dass das sen Traum ist nicht unbedingt, dass er dann wirklich jeden tag mit dir Sex haben will, das könnte auch bedeuten das er damit assoziiert, dass er jedesmal mit dir vögeln kann, wenn er will, weil du ja immer willst.


    Dazu passt auch, dass er ein paar Tage lang richtig zulangen will und dann wieder seine Ruhe will. Ich finde das übrigens nicht unnormal, nicht jeder ist dauergeil, einige brauchen auch die richtigen Umstände, also Zeit, Gelegenheit und Entspannung um es richtig krachen zu lassen. Und dann wieder ne Pause um wieder Geilheit anzusammeln. Das sind dann einfach andere Typen. Und dann stellt sich die Frage ob man sich auf nen Kompromiss einigen kann. Wobei es rein praktisch wohl leichter ist Geilheit nicht auszuleben, als sie künstlich zu erzeugen.

    Wobei es auch genügend Männer gibt die über viel Trieb verfügen und auch mal nur die Nähe beim Sex genießen können. Ganz ohne Erfolgsdruck oder Spielereien. Warum nicht jemand passenden wählen? Ich glaube auf Dauer macht ein so unterschiedliches Bedürfnis wenig Sinn.


    Wobei meine Meinung gefärbt und nicht unbedingt Objektiv ist, da auch ich eine Beziehung zu einem Mann hatte, der Lust nur durch bestimmte Szenarien aufbauen konnte. Ich habe dann fast sexlos gelebt, was mich unglücklich gemacht hat und er hat es sich wo anders geholt, da ich ihm für die Szenarien irgendwann nicht mehr spannend genug war. Aber das muss bei deinem nicht auch so sein. War nur ne üble Erfahrung meinerseits.

    Grüngrau, es gibt nicht wenige Männer, die sich bedroht fühlen, wenn Frau signalisiert, dass sie wirklich gerne Sex mag.


    Ich habe keine Ahnung, was da in denen abgeht, ob das althergebrachte Verhaltensmuster sind, die da greifen? Sowas wie, also drei Tage Sex ist ja ganz toll, aber danach ist dann auch mal gut und sie sollte sich doch wohl mal ein wenig keuscher benehmen? Ich werde das nie verstehen.


    Aber ich fürchte, mit diesem Mann, wie nett er auch immer sein mag, bekommst du den Rausch der ersten Tage nicht wieder.


    Mein Eindruck ist dieser:

    Zitat

    Ich fühlte mich eher als Projektionsfläche, es ging nicht um mich als Person.