wonderful

    Zitat

    Das sehe ich anders. Man könnte hier nämlich auch sagen: das Problem ist die häufige Lust oder der enorme Trieb meines Freundes.

    Zu anderen Zeiten aber stellten die "häufige Lust und der enorme Trieb" deines Freundes wohl kein Problem dar.


    Das Problem ist die Trennung von Sex und Liebe. Ich liebe meinen Freund, aber ich hab momentan keine Lust auf Sex... Abgesehen mal davon, dass Phasen in einer Beziehung, wo Bedürfnisse unterschiedlich sind, wohl immer wieder vorkommen, finde ich es grundsätzlich wichtig wie man damit umgeht. Zumal es offensichtlich Phasen gab, wo eure Bedürfnisse sich ja trafen.


    Und dann die Unlust des einen, den anderen in dem in Frage stellt, was er bisher als "normal" wahrgenommen hat.

    Zitat

    Bedeutet, wir haben "nur uns" um Lust zu bekommen und auszuleben.

    Das schränkt natürlich auch die Möglichkeiten deines Freundes ein, deine Lust zu wecken, dir helfen und gerade das finde ich schade. Denn so bleibst du in deinem Problem mit dir allein. Es liegt allein an dir daran zu arbeiten, wenn du es möchtest.

    Zitat

    Das freut mich für dich, dass du Spaß daran hast etwas zu tun worauf du grade keine Lust hast. Mir ergeht es jedoch nicht so.

    Vielleicht ist der Unterschied, dass ich grundsätzlich Lust habe, aber nicht immer in Stimmung bin. Deshalb macht es mir auch grundsätzlich nichts aus, mich unmittelbar verantwortlich zu fühlen, für das Wohlergehen meines Partners in jeglicher Beziehung. Und da das keine Einbahnstrasse ist, fühle ich eine tiefe Verbundenheit.


    Es gibt tausend Dinge im Haushalt zu denen ich nie Lust habe, mich aber dennoch aufraffe, sie zu erledigen.

    Zitat

    Zu anderen Zeiten aber stellten die "häufige Lust und der enorme Trieb" deines Freundes wohl kein Problem dar.

    Nunja, zu anderen Zeiten gibt es ja auch kein Problem ;-) denn andere Zeiten bedeutet ja Zeiten in denen ich nicht so "unlustig" bin wie derzeit.


    Aber es kommt ja darauf an aus welcher Sicht man es dann sieht wenn Zeiten sind wie sie eben grade mal sind. Aus meiner Sicht ist er das Problem, weil er Druck ausübt und aus seiner Sicht bin ich das Problem weil ich grad nicht mag.


    So kommen wir aber nicht weiter.


    Generell ist es schon so, dass er eher mehr Lust hat als ich. Wenn es aber (ich sag mal grob) 2mal die Woche was gibt, dann ist er zufrieden und glücklich, auch wenn es wenn es nach ihm ginge auch täglich mehrmals sein könnte.


    Ich möchte mich aber nicht darauf festlegen, dass die Welt nur in Ordnung ist und er nur zufrieden ist, wenn er garantiert bekommt, dass er 2 mal die Woche befriedigt wird!


    Es gibt ja auch noch andere Aspekte in einer Beziehung zwischen zwei Menschen die wichtig sind. Wenn er mit mir eine langfristige Beziehung führen möchte, dann wäre es für uns beide von Vorteil, wenn er lernt solche Durststrecken zu überstehen und sich dann eben "Abhilfe" zu schaffen.


    Auch ich muss mal dursten, an anderen Stellen, an Dingen zu denen auch er mal keine Lust hat. Ich sorge dann auch dafür, dass ich trotzdem glücklich sein kann, versuche aber nicht ihm anzukreiden, dass er ja "schuld" ist.

    Zitat

    Denn so bleibst du in deinem Problem mit dir allein. Es liegt allein an dir daran zu arbeiten, wenn du es möchtest

    Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.


    Warum liegt es allein an mir?


    Mein Freund kann auch Dinge tun um "mir zu helfen"... Er könnte wenn er denn will dafür sorgen, dass ich Entspannung finde (Bsp. Füße massieren oder irgendwas an lästiger Arbeit abnehmen), er könnte auch eine entspannte Atmosphäre schaffen und versuchen mir die momentane "Last des Alltags" von den Schultern zu nehmen, damit würde er mich schon erotisieren.


    Aber das sind zum Teil Dinge die er nicht tun möchte und zu denen ich ihn auch nicht zwinge. Ich erwarte das nicht und fordere es nicht ein.


    So dauert es aber mitunter auch etwas länger bis ich wieder in meiner Mitte bin. ;-)


    Es gibt Dinge auf die kann ich nicht bestehen, dass er sie für mich tut und es gibt Dinge auf die kann er nicht bestehen, dass ich sie tue.


    Wenn ich Lust dazu habe ihm dabei zu helfen seinen Druck abzubauen, dann tue ich es und hat er Lust dazu mir die Füße zu massieren, dann tut er es.


    Mit Forderungen ist uns beiden aber nicht geholfen, weil man dann das Gefühl verliert es gern für den anderen zu tun.

    Zitat

    Deshalb macht es mir auch grundsätzlich nichts aus, mich unmittelbar verantwortlich zu fühlen, für das Wohlergehen meines Partners in jeglicher Beziehung

    Mir würde das hier eine ganze Menge ausmachen. Ich wünsche mir von meinem Freund, dass er auch allein für sein Wohlergehen sorgen kann und auch glücklich sein kann wenn ich ihm dabei grade nicht helfen kann.


    Genauso sorge ich auch dafür, dass es mir gut geht und ich glücklich bin, auch unabhängig von meinem Freund.


    Zusammen können wir dann natürlich auch glücklich sein und füreinander was tun um noch mehr Wohlgefühl zu spüren, aber hier sollte man nicht vergessen, dass dies keine Pflicht ist, sonder freiwillig geschieht.


    Aber es ist ja nichts Neues, dass sich auch hier die Gemüter erhitzen und die Meinungen auseinander gehen...

    @ KMoody

    Zitat

    Es gibt tausend Dinge im Haushalt zu denen ich nie Lust habe, mich aber dennoch aufraffe, sie zu erledigen.

    Merkst du was? ???


    Und das mit dem "Aufraffen und Erledigen" tust du dann gelegentlich auch beim Sex? Na herzlichen Glückwunsch!


    :-X

    Zitat

    Es gibt ja auch noch andere Aspekte in einer Beziehung zwischen zwei Menschen die wichtig sind. Wenn er mit mir eine langfristige Beziehung führen möchte, dann wäre es für uns beide von Vorteil, wenn er lernt solche Durststrecken zu überstehen und sich dann eben "Abhilfe" zu schaffen.

    Ich denke das ist eine Frage, welche Wertigkeit man der Sexualität in einer Beziehung generell einräumt. Wenn es da zu unterschiedlichen Einstellungen kommt, muss man sich fragen, ob man wirklich kompatibel ist und ob es dann für eine Beziehung "reicht".


    Ich denke, ich hätte grundsätzlich ein Problem damit, wenn mein Partner mir sagen würde, dass meine sexuellen Bedürfnisse "mein" Problem sind und ich mich selbst darum kümmern soll. Das würde ich dann wohl auch tun, aber vielleicht anders, als sich das mein Partner vorstellt.


    Natürlich gibt es Phasen der Unlust, aber wenn sich dann nicht beide fragen, was jeder einzelne tun kann, ist das kein "miteinander" mehr, sondern ein einzelnes vor sich hin leben und dass kann man auch ohne Beziehung.

    Zitat

    Auch ich muss mal dursten, an anderen Stellen, an Dingen zu denen auch er mal keine Lust hat. Ich sorge dann auch dafür, dass ich trotzdem glücklich sein kann, versuche aber nicht ihm anzukreiden, dass er ja "schuld" ist.

    Geht es um Schuld? Das ist mir neu. Ich empfinde das als unterschiedliche Einstellung.

    Zitat

    Mein Freund kann auch Dinge tun um "mir zu helfen"... Er könnte wenn er denn will dafür sorgen, dass ich Entspannung finde (Bsp. Füße massieren oder irgendwas an lästiger Arbeit abnehmen), er könnte auch eine entspannte Atmosphäre schaffen und versuchen mir die momentane "Last des Alltags" von den Schultern zu nehmen, damit würde er mich schon erotisieren.


    Aber das sind zum Teil Dinge die er nicht tun möchte und zu denen ich ihn auch nicht zwinge. Ich erwarte das nicht und fordere es nicht ein.

    Wie du schon schreibst, das kann man nicht einfordern, aber ich würde mich fragen, an deiner Stelle, warum mein Partner nicht gewillt ist mir etwas Gutes zu tun.


    Irgendwie kommt mir bei euch die Sexualität wie eine Art Handel vor. Du machst Arbeit für mich und ich hab dann Lust mit dir zu schlafen. Keine schöne Atmosphäre.


    Generell würde ich mich an deiner Stelle fragen, welche Rolle ich in dieser Beziehung habe wenn dein Partner nicht das Bedürfnis verspürt, dich zu entlasten, dir zu helfen, deinen Alltag mit zu gestalten.

    Zitat

    Zusammen können wir dann natürlich auch glücklich sein und füreinander was tun um noch mehr Wohlgefühl zu spüren, aber hier sollte man nicht vergessen, dass dies keine Pflicht ist, sonder freiwillig geschieht.

    Eben. Und wenn keiner für den anderen wichtige Dinge freiwillig tut, stimmt doch grundsätzlich etwas nicht, in dieser Beziehung. Dann ist die Unlust ein Symptom für eine Schieflage, die man auch nur durch Gespräche beheben kann, in denen man vielleicht doch deutlich machen muss, was man sich wünscht.

    Zitat

    Merkst du was?


    Und das mit dem "Aufraffen und Erledigen" tust du dann gelegentlich auch beim Sex? Na herzlichen Glückwunsch!

    Nö. Ich schrieb ja, dass es beim Sex anders ist. Grundsätzlich habe ich Lust, bin aber nicht immer in Stimmung, wobei die Stimmung dann beim Sex kommt.


    Haushalt ist das Negativbeispiel. Das sind Dinge, zu denen ich nie Lust habe und da kommt auch keine Lust, während ich es tue.

    Zitat

    Natürlich gibt es Phasen der Unlust, aber wenn sich dann nicht beide fragen, was jeder einzelne tun kann, ist das kein "miteinander" mehr, sondern ein einzelnes vor sich hin leben und dass kann man auch ohne Beziehung.

    Das ist doch das Tolle in einer Beziehung. Jeder ist erstmal seines eigenen Glückes Schmied, ist für die eigene Zufriedenheit zuständig, denn dadurch gerät niemand in den Zugzwang für den Partner irgendwas tun zu müssen, was man eigentlich gar nicht will. Eine Partnerschaft sollte das Leben nicht schön machen, sondern es lediglich verschönern. :)_

    @ wonderfull

    Ich hab seit Tagen hier mitgelesen und manchmal innerlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen was für Forderungen zum Teil an dich rangetragen werden.


    Ich weiss für dich keinen wirklichen Rat. So einen potenten Drängler hatte ich in meiner Jugend auch für ein paar Monate in meinem Bett. Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, je aus eigenem Antrieb Sex mit ihm gehabt zu haben. Als er mich dann auch noch heiraten wollte hab ich die Beziehung beendet. So wollte ich nicht leben.


    Bei dir ist es ja nicht so schlimm. Immerhin kannst du mit deinem Partner reden und ihr scheint den Standpunkt des jeweils anderen zu verstehen. Mir ging durch den Kopf, dass sich in ein paar Jahren vieleicht das Ganze wendet und er kann nicht mehr so oft, wie du gerne möchtest ;-)


    Aber Spass beiseite.


    Was mir später im Leben in solchen Stress-Situationen (mit einem anderen Partner) enorm geholfen hat war eine lange und kräftige Fussmassage. Ne Art Reflexzonenmassage. Ich sass eingekuschelt unter der Decke und er hat abwechselnd hauptsächlich meine Fusssohlen und meine Zehen bearbeitet. Wenn ich erzählt habe, sagte er nach ner Zeit nichts mehr und guckte mich verliebt an. Manchmal sagte er "Schliess die Augen und geniess einfach". Oft war diese Zeremonie der Anfang von einem langen, sehr lustvollen Abend. Aber nicht zwingend.


    Ich hab meine Zweifel ob dir meine Zeilen weiterhelfen. Aber solche lustlosen Phasen hat wohl jede Frau manchmal im Leben. Glaub mir, sie gehen vorbei und es wird wieder schön für dich sein, einen leidenschaftlichen Partner im Bett zu haben! Die Frage ist lediglich, ob ihr solche Phasen als zeitlich begrenzt betrachtet, sie nicht zur Katastrophe hochredet und sie gemeinsam durchsteht.


    Alles Gute für dich @:) :)*

    Wenn die Beziehung trotz wenig Sex gut läuft und beide glücklich sind, muss man ja nichts tun und kann die "Durststrecken" sicher gut überstehen. Meistens ist es aber doch so, dass ein Partner eben nicht damit umgehen kann. Und dann kommt der Punkt, wo man sich fragt, ob man es frustriert erträgt, fremdgeht oder die Beziehung beendet. Natürlich kann man immer sagen "Ich wünsche mir einen Partner, der mich versteht", "Ich will, dass mein Partner selbst für sein Wohlergehen sorgt", "Er muss meine Gefühle respektieren", "Ich mach doch für ihn nicht einfach die Beine breit" usw. Allerdings kenne ich keinen, wirklich keinen Mann, der es auf Dauer ohne Sex aushält bzw. für den eine Beziehung ohne Sex glücklich ist. Ergo, wenn man als oft lustlose Frau eine glückliche Beziehung haben möchte, muss man entweder damit leben, dass er frustriert ist und früher oder später für Abhilfe sorgen wird oder wenigstens gerne würde. Oder man muss an sich arbeiten und überlegen "Was kann ich tun, damit es anders wird. Kann ich mich vielleicht auch mal überwinden und einfach mal mitmachen, trotz Stress. Vielleicht kommt der Spaß ja dabei. Kann ich mir vielleicht irgendwelche Anregungen holen, um besser in Stimmung zu kommen. Hilft mir vielleicht mal ein Glas Wein, um zu entspannen." usw. Natürlich kann man immer auf sein Recht pochen, dass eigene Gefühle berücksichtigt werden. Aber ich befürchte, das geht nicht auf Dauer.


    Partnerinnen von lustlosen Männern machen das Gleiche durch, aber öfter hört man ja von Männern, deren Frauen keine mehr Lust haben. Wenn mein Mann plötzlich nur noch sehr selten und nur auf mein Drängen mit mir schlafen wollte, würde ich erwarten, dass er irgendwas ändert. Stress hat man sein ganzes Leben lang. Das könnte ich nur als Entschuldigung für eine kurze extreme Zeit (Prüfung o.ä.) akzeptieren. Da müsste irgendetwas passieren. Notfalls eine Therapie.

    Zitat

    Natürlich gibt es Phasen der Unlust, aber wenn sich dann nicht beide fragen, was jeder einzelne tun kann, ist das kein "miteinander" mehr, sondern ein einzelnes vor sich hin leben und dass kann man auch ohne Beziehung.

    *hust* Wir fragen uns doch beide was wir tun können... Wir reden miteinander und versuchen Wege zu finden... Oder steht hier irgendwo was anderes?

    Zitat

    Geht es um Schuld? Das ist mir neu.

    Eben nicht, siehe:

    Zitat

    Aber es kommt ja darauf an aus welcher Sicht man es dann sieht wenn Zeiten sind wie sie eben grade mal sind. Aus meiner Sicht ist er das Problem, weil er Druck ausübt und aus seiner Sicht bin ich das Problem weil ich grad nicht mag.


    So kommen wir aber nicht weiter.

    Zitat

    Ich empfinde das als unterschiedliche Einstellung.

    Auch das habe ich bereits geschrieben...

    Zitat

    warum mein Partner nicht gewillt ist mir etwas Gutes zu tun.

    Wer sagt, denn dass er generell nicht gewillt ist?

    Zitat

    Irgendwie kommt mir bei euch die Sexualität wie eine Art Handel vor. Du machst Arbeit für mich und ich hab dann Lust mit dir zu schlafen. Keine schöne Atmosphäre.

    Natürlich kommt dieser Gedanke auf, wenn man versucht abstrakt aufzuführen wann man sich wo und wie fühlt und was man tun kann, damit man sich besser fühlt, etc.


    Aber dem ist natürlich nicht so. Ich sage ja nicht zu ihm: "Wenn du meine Füße massierst, dann schlafe ich danach mit dir." Und er sagt auch nicht zu mir: "Wenn du mit mir schläfst massiere ich deine Füße".


    Es kann passieren, dass das eine das andere bedingt, dadurch, dass man sich einfach gut fühlt wenn man ein Bedüfrnis befriedigt hat. Bedeutet ja aber nicht, dass man versucht mit dem anderen darum zu handeln.


    Es ist nunmal hier nur möglich das Ganze theoretisch rüber zu bringen. Da kann man schonmal auf diese Idee kommen. Dem ist in der Realtität bei uns aber nicht so.

    Zitat

    Generell würde ich mich an deiner Stelle fragen, welche Rolle ich in dieser Beziehung habe wenn dein Partner nicht das Bedürfnis verspürt, dich zu entlasten, dir zu helfen, deinen Alltag mit zu gestalten.

    Ich habe nicht gesagt, dass er nicht das Bedürfnis verspürt mich zu entlasten. Vielleicht kommt er auf einige Sachen nicht und vielleicht sehe ich einige Dinge nicht die er bereits tut. Es gibt definitiv Dinge die er mir derzeit "abnimmt" oder bei denen er mich unterstützt. Anderherum genauso.


    Generell herrscht bei uns ein geben und nehmen, es ist eher selten, dass ein Ungleichgewicht auftritt und wenn es passiert, dann bekommen wir es meistens auch relativ schnell gelöst.


    Dieses Thema hier ist jedoch aus besagten Gründen (wiederholte Krankheitsphasen und momentane Stresssituation wegen Arbeit und Studium) bereits öfter aufgetaucht. Und wir haben beide erkannt, dass es eben per se nicht mal eben aus dem Ärmel eine Lösung dafür gibt. Ich mags nicht sonderlich, ein Thema einfach Thema sein zu lassen und keine Lösung finden zu können, das nervt mich, das rumort in mir.


    Aber wie ich merke grade mal wieder: solange man darüber nachdenkt warum man gerade keine Lust auf Sex hat, wird man einfach keine Lust bekommen. Die entsteht meistens erst dann, wenn man aufhört darüber nachzudenken...

    Zitat

    Und wenn keiner für den anderen wichtige Dinge freiwillig tut, stimmt doch grundsätzlich etwas nicht, in dieser Beziehung.

    Und auch hier wird etwas reininterpretiert was ich nicht gesagt habe.

    Zitat

    Und auch hier wird etwas reininterpretiert was ich nicht gesagt habe.

    Nun ja. Du schriebst:

    Zitat

    Mein Freund kann auch Dinge tun um "mir zu helfen"... Er könnte wenn er denn will dafür sorgen, dass ich Entspannung finde (Bsp. Füße massieren oder irgendwas an lästiger Arbeit abnehmen), er könnte auch eine entspannte Atmosphäre schaffen und versuchen mir die momentane "Last des Alltags" von den Schultern zu nehmen, damit würde er mich schon erotisieren.

    Aber offensichtlich tut er das nicht. Bisher und nach Lektüre des Stranges dachte ich, ihr hättet darüber gesprochen:

    Zitat

    Aber das sind zum Teil Dinge die er nicht tun möchte und zu denen ich ihn auch nicht zwinge.

    Und dann:

    Zitat

    Ich habe nicht gesagt, dass er nicht das Bedürfnis verspürt mich zu entlasten. Vielleicht kommt er auf einige Sachen nicht und vielleicht sehe ich einige Dinge nicht die er bereits tut. Es gibt definitiv Dinge die er mir derzeit "abnimmt" oder bei denen er mich unterstützt.

    Also, was denn jetzt?


    Das macht es etwas schwierig herauszufiltern, was jetzt tatsächlich das Problem ist...

    Zitat

    Aber dem ist natürlich nicht so. Ich sage ja nicht zu ihm: "Wenn du meine Füße massierst, dann schlafe ich danach mit dir." Und er sagt auch nicht zu mir: "Wenn du mit mir schläfst massiere ich deine Füße".

    Natürlich handelt ihr das nicht wortwörtlich aus, aber genau darauf läuft es letztendlich hinaus. Und dann fehlt der Beziehung etwas sehr Grundsätzliches.

    Adriahana

    hat es ganz gut auf den Punkt gebracht:

    Zitat

    Wenn mein Mann plötzlich nur noch sehr selten und nur auf mein Drängen mit mir schlafen wollte, würde ich erwarten, dass er irgendwas ändert. Stress hat man sein ganzes Leben lang. Das könnte ich nur als Entschuldigung für eine kurze extreme Zeit (Prüfung o.ä.) akzeptieren. Da müsste irgendetwas passieren.

    Zitat

    Das ist doch das Tolle in einer Beziehung. Jeder ist erstmal seines eigenen Glückes Schmied, ist für die eigene Zufriedenheit zuständig, denn dadurch gerät niemand in den Zugzwang für den Partner irgendwas tun zu müssen, was man eigentlich gar nicht will. Eine Partnerschaft sollte das Leben nicht schön machen, sondern es lediglich verschönern

    Danke Tabris das wollte ich mit einigen meiner Worte auch sagen. :)*

    Zitat

    Glaub mir, sie gehen vorbei und es wird wieder schön für dich sein, einen leidenschaftlichen Partner im Bett zu haben! Die Frage ist lediglich, ob ihr solche Phasen als zeitlich begrenzt betrachtet, sie nicht zur Katastrophe hochredet und sie gemeinsam durchsteht.

    Und auch die Bambiene vielen Dank für deine Zeilen, da hast du mir schon auch sehr geholfen. Mit positivem Blick in die Zukunft wird wirklich vieles leichter :)z

    Zitat

    Allerdings kenne ich keinen, wirklich keinen Mann, der es auf Dauer ohne Sex aushält bzw. für den eine Beziehung ohne Sex glücklich ist

    Ich glaube ich erwähnte es schon, aber ich schreibe es auch gerne nochmal:


    unsere Beziehung ist nicht auf Dauer sexlos und daher lebt mein Freund auch nicht in einer Beziehung ohne Sex.


    Wir reden hier (nur um das nochmal klar zu stellen) über eine eher seltene "Pause" von derzeit etwa 3 Wochen! Ich empfinde einige Posts hier wirklich als eine wahnsinnige Übertreibung in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine solche kurze Zeit handelt.


    Ich finde 3 Wochen Flaute ist im Hinblick auf eine Beziehung die bisher über ein Jahr andauert doch eine recht kurze Zeit.

    Zitat

    Ergo, wenn man als oft lustlose Frau eine glückliche Beziehung haben möchte, muss man entweder damit leben, dass er frustriert ist und früher oder später für Abhilfe sorgen wird oder wenigstens gerne würde

    Und auch hier nochmal: Ich bin nicht oft lustlos. Ich bin derzeit etwas lustlos. Was schlicht und einfach daran liegt, dass ich müde bin und kaputt. Ich denke, dass es nachvollziehbar sein sollte, wenn man bedenkt, dass das Studium gerade seit knapp 2 Monaten läuft und sich eben jetzt bemerkbar macht, dass ich ein wenig zu tun habe die Umstellung von 40 auf ca 60 Stunden in der Woche wegzustecken.

    Zitat

    Kann ich mich vielleicht auch mal überwinden

    Kann und werde ich nicht. Ich werde mich - und das habe ich mir selbst für mein eigenes Wohlbefinden bereits versprochen - nie wieder dazu überwinden Sex zu haben! Ich überwinde mich vielleicht meinem Schatz den Rücken zu massieren, wenn er Schmerzen hat und ich eigentlich grade lieber spazieren gehen möchte, ich überwinde mich auch gerne dazu ihm seine Wohnung zu putzen, wenn er krank im Bett liegt, aber ich werde mich ganz sicher nie wieder zum Sex überwinden und jede Frau die das nach wie vor macht, tut mir eigentlich eher leid. Wenn sie damit gut leben kann, schön und gut, aber ich finde man sollte sich nicht zu einer intimen Sache überwinden müssen, man sollte sich nicht überwinden müssen jemanden in sich aufnehmen und ihm Nähe zu gewähren. Das sollte wirklich niemand tun müssen.


    Wenn ich es möchte, dann ja, aber überwinden ist für mich in Bezug auf Sex einfach nicht (mehr) möglich.

    Zitat

    Notfalls eine Therapie.

    Auch das kommt nicht zum ersten Mal in diesem Faden.


    Ist das tatsächlich euer Ernst, dass ihr einer Frau die nach Hilfe im Forum sucht sich entspannen zu können und sich vom Druck zu befreien weil sie seit 3 Wochen keine sonderliche Lust auf Sex hat eine Therapie empfehlt?


    __


    Dazu gebe ich mal zu bedenken, dass in diesen drei Wochen eigentlich nur an ca. 6 bis 8 Tagen überhaupt die Möglichkeit bestand Sex zu haben. Von diesen 6 bis 8 Tagen gab es einige Tage an denen wir entweder unterwegs waren, er sogar noch krank war oder einen Kater hatte oder oder oder...


    Mal abgesehen davon, dass es eben Momente gab in denen ich ihn abgewiesen habe, gab es in diesen Tagen auch Momente in denen selbst ihm nicht nach Sex war...


    Vielleicht wird es ja so nochmal deutlich worum wir hier eigentlich reden.

    Das man generell in einer Beziehung daran arbeiten muss auch in stressigen Zeiten den Partner nicht ganz aus den Augen zu verlieren ist ihr glaube ich klar.


    Hier geht es doch nicht um dauerhafte Lustlosigkeit, oder habe ich da was falsch verstanden?

    Zitat

    Wir reden hier (nur um das nochmal klar zu stellen) über eine eher seltene "Pause" von derzeit etwa 3 Wochen! Ich empfinde einige Posts hier wirklich als eine wahnsinnige Übertreibung in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine solche kurze Zeit handelt.


    Ich finde 3 Wochen Flaute ist im Hinblick auf eine Beziehung die bisher über ein Jahr andauert doch eine recht kurze Zeit.

    Dann verstehe ich deinen Faden noch weniger. Wo ist das Problem?

    Zitat

    Natürlich handelt ihr das nicht wortwörtlich aus, aber genau darauf läuft es letztendlich hinaus. Und dann fehlt der Beziehung etwas sehr Grundsätzliches.

    Aha. Und was genau meinst du fehlt in meiner Beziehung?


    Welcher grundsätzliche Baustein ist bei uns aus deiner Sicht nicht vorhanden?

    Zitat

    Das könnte ich nur als Entschuldigung für eine kurze extreme Zeit (Prüfung o.ä.) akzeptieren. Da müsste irgendetwas passieren.

    Hier ist doch ein Ansatz! Davon mal ab, dass sich in meinen Augen niemand dafür entschudligen muss, wenn ihm nicht so nach Sex zumute ist, sehe ich hier, dass es verständlich ist in einer Prüfungszeit wenig Lust zu haben. Warum ist es dann nicht verständlich, wenn sich ein Lebensumstand verändert hat, der gezwungener Maßen mehr Stress ins Leben bringt und an den man sich noch nicht so recht gewöhnt hat, an den man sich aber gewöhnen wird, es bedarf nur einfach etwas Geduld.