Den letzten Kommentaren möchte ich mich uneingeschränkt anschließen: unser Fotoalbum meiner Tochter zieren noch die Bilder der stolzen Großeltern, als sie mich im Krankenhaus besucht haben und das erste Enkelbaby im Arm halten durften. x:)


    Und ich hoffe sehr, dass ich mal ebenso Anteil bei meiner Tochter haben darf, sollte sie mal Mama werden!

    Im Arm nehmen darf sie doch und auch alle anderen. Ich habe es so verstanden das die TE einfach nur nicht mag das sie weg gehen mit ihrem Baby.


    Wieso sollen andere meine Kinder lieben wieso soll es keinem gegönnt sein die Zeit die erste Zeit alleine mit seinem Kind zu genießen? Nein gepachtet nicht aber immerhin hat man das kleine Menschlein 9Monate in sich aufwachsen gehabt und möchte anfangs genießen... Sie kommen früh genug in Gesellschaft und so weiter. Zu Hause soll erst einmal ihr Nest sein Flügge werden se flott genug.

    Hunterli, bei der TE ist das so, aber da gab es hier ja andere Meinungen zum "Kind halten".


    Ich habe das als sehr schönes Gefühl empfunden, das Wissen, dass mein Kind von so vielen Menschen geliebt wird. Und nur, weil ich das mit meinen Eltern oder meinen Schwiegereltern geteilt habe, wurde mir doch nichts weggenommen?


    Aber da prallen hier wohl Welten aufeinander.

    Ja das macht stolz wenn man weiß das Kind wird geliebt. Habe das wohl falsch verstanden das auch "andere" nicht Verwandte auch diese Rechte haben. Ein Kind gehört einem nie, aber man möchte es dennoch behüten und beschützen. Kommt drauf an wie dominant die sind geht es schon an die Nerven. Ja so wird es sein jeder sieht halt die Erziehung, Liebe da sein anders. Dafür sind wir Menschen alle irgendwie anders und doch manchmal ähnlich :-)

    Zitat

    Ja das macht stolz wenn man weiß das Kind wird geliebt.

    Das ist ja auch schon wieder so wahnsinnig ichbezogen. Was soll einen denn daran stolz machen? froh, ja - froh für das Kind und froh für die anderen, die es ebenfalls lieben. Aber stolz? ":/

    Zitat

    Ein Kind gehört einem nie, aber man möchte es dennoch behüten und beschützen.

    Vor was denn genau beschützen in dem Fall, dass man es erst mal ganz für sich haben will? Vor der Liebe anderer Menschen??

    Das ist ja auch schon wieder so wahnsinnig ichbezogen. Was soll einen denn daran //stolz machen? froh, ja - froh für das Kind und froh für die anderen, die es ebenfalls lieben. Aber stolz? ":///


    Nö finde ich nun gar nicht was ist daran bitte ich bezogen, man liebt doch dieses Kind. Gut stolz vielleicht das falsche Wort. Muss man immer alles auf die Goldwaage legen ":/ klar ist das schön für das Kind .


    Vor was denn genau beschützen in dem Fall, dass man es erst mal ganz für sich haben will? Vor der Liebe anderer Menschen??


    Hallooo muss ich dich verstehen, nein denke nicht. Alles wird hier so ausgelegt wie man es gerade braucht finde ich mal wieder ganz toll, echt prima. Ob ihr es nun so seht oder nicht, ich finde anfangs ist am allerwichtigsten die Bindung zu den Eltern ob es euch gefällt oder nicht... Ist halt meine Meinung. Die Verantwortung liegt nun mal bei den Eltern zu Beginn eines Lebens. Ich kann das Kind auch immer abgeben was manche machen sollen sie es tun habe ich auch nichts gegen. Jeder wie er sich gut dabei fühlt. Nee nicht vor liebe schützt man sein Kind.... Es ist schwer zu erklären

    Bei uns hatte meine Mutter die Drachenrolle (während meine Schwiegermutter die Großmutter par excellence war, aber eben viel weiter weg wohnte), und als ich bei meiner Mutter zum ersten Mal mit Kind zu Besuch war, habe ich ihr mein Baby No. 1 gerne mitgegeben zu einem Besuch bei ihrer Schwester, immerhin war die frische Großtante eine ganz liebe.


    Als ich dazukam, saß meine Mutter fröhlich am Kaffeetisch - aber wo war mein Kind? Den Kinderwagen hatte sie einer Nachbarin (=ihrer Freundin) mitgegeben, die noch zum Bäcker blablablaoderso musste. Sie fand das völlig normal "schließlich kenne ich die Anni". Ich auch, aber das Kind nicht. >:(


    Aufgrund dieser Erfahrung kann ich ein gewisses Verständnis für die TE aufbringen - und daher auch mein Vorschlag: Wenn es so ist, lass sie lieber vorlesen, vorsingen, Spielchen machen etc. Das hat bei uns dann gut geklappt. Aber der eigenen Verwandschaft kann man vermutlich viel besser und unbefangener Grenzen vermitteln.

    Macht doch einfach mal einen thread auf wo ihr euch über überspannte Mütter auslassen könnte und warum wer wen nicht anfassen lassen will etc.


    Ich finde es unglaublich wie die te und ihr Fragestellung hier ignoriert werden.

    Zitat

    Als ich dazukam, saß meine Mutter fröhlich am Kaffeetisch - aber wo war mein Kind? Den Kinderwagen hatte sie einer Nachbarin (=ihrer Freundin) mitgegeben, die noch zum Bäcker blablablaoderso musste. Sie fand das völlig normal "schließlich kenne ich die Anni". Ich auch, aber das Kind nicht. >:(

    Uff - das ist echt ne harte Nummer. Trudelte das Kind denn bald darauf wieder ein?
    Da hätte ich tatsächlich auch nicht so superentspannt reagiert.

    Zitat

    Ich finde es unglaublich wie die te und ihr Fragestellung hier ignoriert werden.

    Wie kann man denn jemanden ignorieren, der gar nicht anwesend ist???


    Und die Fragestellung von Alias… wurde ja nun wirklich voll allen Seiten beleuchtet, wenn auch einigen die Antworten nicht passen.

    Zitat

    Fehlen noch Eier und Tomaten, dann wärs perfekt.

    Danke, die haben auf meiner Einkaufsliste noch gefehlt :-p

    Mirsanmir


    Zitat

    Ich musste heute an diesen Faden denken, als die Kollegin mit ihrem neugeborenen Kind kam (ich glaube, es ist 4 Wochen alt oder so), um uns zu besuchen. Die begeisterten Kolleginnen hatten das Kind wohl alle mal kurz auf dem Arm und saßen stolz wie Oskar damit herum. Die völlig entspannte Mami hat sich mit uns unterhalten und war wohl auch froh, dass sie einfach mal wieder "normale" Gespräche führen konnte, weg von den Windeln. Sie ging sogar für längere Zeit in die Chefetage und ließ das Kind bei uns. Hätte es geschrien, hätte man sie ja holen können.

    Das könnte meine Schwiegertochter sein!

    Die Frage der TE wurde hier auf vielen Seiten schon umfassend beleuchtet, wie Taps schreibt.


    Außerdem finde ich, dass die Diskussion gar nicht so weit von der ursprünglichen Fragestellung abweicht. Im ursprünglichen Thread las ich etwas vom 'Attachment Parenting' - das m.E. besser 'Possession Parenting' heißen sollte. Denn bei all diesem Bestreben, dem Kind ganz nah zu sein und es immer bei sich zu haben, geht es doch - bewusst oder meistens wahrscheinlich unbewusst - genau darum, sich das Kind einzuverleiben, mit ihm zu verschmelzen, es zur Verlängerung seines Selbst zu machen, wie Shojo so treffend schrieb. Wenn ich das Kind nicht als mein Eigentum betrachte, komme ich auch nicht auf die Idee, dass es niemand außer mir halten darf. Der gesamte Diskurs vom "Weggeben", ob an die Großeltern, in die Kita o.Ä., basiert auf der Annahme, dass das Kind ein Teil der eigenen Person ist, den man eben "weggibt" - und was einem naturgemäß wehtut. Leider ist dieses Denken heutzutage weit verbreitet, nicht nur in Bezug auf die Kinder, sondern auch auf den/die Ehepartner/-in. Man erhebt - wie gesagt, oft wohl unbewusst - den Anspruch, andere Menschen zu besitzen. Und während sich eine erwachsene Person dagegen wehren kann, kann ein Kind das nicht. Es wird zur Geisel des symbiotischen Anspruchs der Mutter. Sehr bedenklich, wie ich finde.

    Liebe Alias,


    Suche dir am besten ein anderes Forum für Themen, die dein Kind betreffen. Hier wirst du immer im besten Fall belächelt, im schlimmsten Fall gehässig abgewertet, weil du es nicht so machst wie die vorherrschende Meinung hier bei med1. Da gehen selbst die sonst so schlauen und reflektierten Mitschreiberinnen auf Angriff und ich frage mich schon, woher die heftigen Reaktionen kommen. Keine ist hier dafür angegangen worden, ihr Kind zu früh zu diversen Leuten mitgegeben zu haben. Sehr wohl aber andersherum. Würde man sich die Mühe machen und sich ein wenig einlesen, würde man recht schnell erkennen, dass kein Neugeborenes auf dieser Welt ein Bedürfnis nach Trennung von seinen Bezugspersonen hat und das Loslassen von selber regelt, sobald es älter wird. Die Kolleginnen Geschichte von Mirsanmir ist insofern interessant, als dass die exakt gleiche Situation mit einem Kleinkind zwischen 1 und 2 wohl ziemlich anders ablaufen würde. Wenn keine Bindungsstörung vorliegt, würde sich ein Kleinkind niemals nie von mehreren ihm vollkommen fremden Personen herzen lassen, dann auch noch dort bleiben, während die Mutter woanders geht. Es würde sich wohl auch nicht von anderen trösten lassen, und eine Mutter die sich in einer solchen Situation noch seelenruhig weiter unterhält, obwohl das Kleinkind nach ihr ruft, würde wohl von vielen als etwas herzlos eingestuft. Ein Neugeborenes empfindet genau so, kann sich ja aber noch nicht körperlich oder verbal differenziert ausdrücken. So eine Rumreicherei unter Fremden ist für das Baby Stress pur, gehört aber wohl irgendwie dazu, wenn man nicht so eine unentspannte Übermutter sein will. Ich hatte das übrigens auch so gehandhabt, bis mir irgendwann auffiel, dass es wohl kein Zufall ist, wenn mein Kind immer nach Rumgereiche hysterisch bis panisch den ganzen Abend brüllt und sonst nicht.


    Eigentlich wollte ich hier gar nichts mehr schreiben, mein Bedürnis danach, verarscht und belächelt zu werden ist nicht besonders gross, und die hämischen Kommentare werden sicherlich bald folgen. Aber vielleicht liest das jemand, der dann so wie ich damals auch mehr Empathie für Neugeborene empfinden kann. Dass es eben nicht nur ausreicht, dass es von irgendjemandem liebevoll versorgt wird, sondern dass es die feste Basis zur ersten Bezugsperson braucht, um sich sicher zu fühlen.


    Es gibt tatsächlich auch Foren, wo man das nicht mühsamst von vorne erklären muss, und die Haarer Pädagogik auch nicht mehr ganz so präsent. Gerne per PN, liebe TE. *:)