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    Mein Mann, meine beste Freundin und ich. Ich sehe darin keine Nachteile. Was soll es meinem Baby bringen, wenn ich der Großmutter das Kind reiche und dann mich unwohl fühlend daneben hocke? Ich erwarte jedoch generell keine Hilfe, dafür wohnen die Omas und Opas auch zu weit weg. Selbst wenn sie näher dran wohnen würden, würde ich das Baby unter einem Jahr vermutlich nur im äußersten Notfall bei den Großeltern abgeben.

    Das kann ja jeder handhaben, wie er will.....


    meine Schwester wurde von ihren Schwiegereltern auch nie richtig akzeptiert ( oder empfand es zumindest so) und hat daher eine Distanz geschaffen und sie wenig bei ihren Kindern einbezogen. Jahre / Jahrzehnte später spüren ihre Kinder sehr genau, dass sie bei den Großeltern die "Enkel 2ter Klasse" sind und bedauern das sehr. Denn natürlich haben die Großeltern zu den Enkeln, bei deren Entwicklung sie von Anfang an einbezogen wurden, einen engeren Kontakt und empfinden auch mehr Liebe und Verantwortung für sie.

    mich würde rasend interessieren, ob das, um es mal ganz einfach zu formulieren "nicht hergeben können und wollen" im Nachhinein die richtige Methode ist.


    Ich meine, das weiß man ja jetzt nicht, jede Generation macht es so gut sie kann und nach dem Wissen, was gerade so in ist. Ich würde sehr gerne 30 Jahre nach vorn schauen können und hören oder sehen, was dann darüber gedacht wird, was man dann für Erkenntnisse hat, die man jetzt nicht weiß.


    Ist offtopic ich weiß, aber spannend wäre es schon

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    Das kann ja jeder handhaben, wie er will.....

    Eben drum... ;-)

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    meine Schwester wurde von ihren Schwiegereltern auch nie richtig akzeptiert ( oder empfand es zumindest so) und hat daher eine Distanz geschaffen und sie wenig bei ihren Kindern einbezogen. Jahre / Jahrzehnte später spüren ihre Kinder sehr genau, dass sie bei den Großeltern die "Enkel 2ter Klasse" sind und bedauern das sehr. Denn natürlich haben die Großeltern zu den Enkeln, bei deren Entwicklung sie von Anfang an einbezogen wurden, einen engeren Kontakt und empfinden auch mehr Liebe und Verantwortung für sie.

    Das Problem wird hier aus mehreren Gründen nicht entstehen und gruselig finde ich es auch. Für mich gäbe es niemals "Enkel 2ter Klasse" (Emotional.).


    Schade ist es.

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    mich würde rasend interessieren, ob das, um es mal ganz einfach zu formulieren "nicht hergeben können und wollen" im Nachhinein die richtige Methode ist.

    Ich glaube nicht, dass es die "richtige Methode" diesbezüglich überhaupt gibt. Dafür sind Menschen einfach zu verschieden (Kinder, Eltern, Großeltern).

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    Das Problem wird hier aus mehreren Gründen nicht entstehen und gruselig finde ich es auch. Für mich gäbe es niemals "Enkel 2ter Klasse" (Emotional.).

    natürlich kann so etwas entstehen. In dem von mir genannten Beispiel haben die Großeltern insges. 12 Enkel, von denen sie in den letzten 10-20 Jahren 3 nur zu Feiertagen -auch nicht immer- gesehen haben. Die anderen 9 sind und waren regelmäßig sehr present in ihrem Leben, d.h. sie kennen diese 3 Menschen kaum.

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    Zwei Stunden ALLEIN mit dem Papa, weil sie dann wieder gestillt werden will.

    Mit 6 Monaten? Mein Glückwunsch!

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    ich verstehe immer mehr, wieso unsere Dorf-Grundschule im letzten Jahr den Müttern der Erstklässler pauschal Geländeverbot erteilt hat.

    DAS sollte Schule machen! Gut, dass ich nicht Lehrerin geworden bin.

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    Jahrzehnte später spüren ihre Kinder sehr genau, dass sie bei den Großeltern die "Enkel 2ter Klasse" sind und bedauern das sehr.

    Naja, es werden niemals alle Kinder gleich behandelt. Kinder sind doch auch ganz eigene Persönlichkeiten. Auch Eltern/ Großeltern können mit dem einen mehr, mit dem andere weniger gut umgehen.


    Und Enkel, die direkt um die Ecke wohnen, sind meist sowieso näher dran.

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    natürlich kann so etwas entstehen. In dem von mir genannten Beispiel haben die Großeltern insges. 12 Enkel, von denen sie in den letzten 10-20 Jahren 3 nur zu Feiertagen -auch nicht immer- gesehen haben. Die anderen 9 sind und waren regelmäßig sehr present in ihrem Leben, d.h. sie kennen diese 3 Menschen kaum.

    Ich sagte, dass das Problem HIER nicht entstehen kann. Dass es passieren kann, glaube ich. Und ich finde es fatal. (Und zwar nicht zwangsläufig großelternseitig verortet, sondern auch als Problem der Eltern der drei Enkel und der Enkel selbst.)

    Mich interessiert ganz ehrlich, wie gestillte Babys stundenlang weg von der Milchquelle fremdbetreut werden können? So logistisch gesehen. An all' diejenigen, die hier schreiben, dass ihre Kinder schon ab ersten Tag nach der Geburt ganz viel Zeit allein mit der Oma oder dem Vater oder dem Postboten verbracht haben: habt ihr nicht gestillt oder literweise abgepumpt oder wie hat das funktioniert?


    Mein Baby ist fünf Monate alt und schafft an guten Tagen 2,5 Stunden ohne Stillen. Wenn viel Action ist, dann möchte er öfter an die Brust. Also zum Beispiel, wenn die Oma da ist.


    Und hier beißt sich die Katze in den Schwanz: Oma betreut Baby, Baby erlebt viel, möchte mehr trinken, Mama ist noch öfter gefordert "dank" der Oma'schen Betreuung.


    Wie ich schon schrieb, mir bringt eine Fremdbetreuung wirklich nicht so viel - außer ein aufgewühltes Kind, das weniger schläft und mehr stillt.


    Der Papa passt übrigens gern und oft auf, auch allein. Dennoch hat das Baby unberechenbar Hunger und Durst und fordert das Stillen ein, so dass ich nicht einfach mal stundenlang weg kann. Deshalb bin ich doch noch lange keine "Übermutter".

    ich habe mein Kind gestillt und nach kurzer Zeit hatte ich das gut raus, und dann konnte Oma es spazierenfahren. Nicht 3 Stunden, aber locker eine. War sie da und wollte das Kind abholen, musste sie warten, bis das Kind satt war, eigentlich ganz einfach

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    An all' diejenigen, die hier schreiben, dass ihre Kinder schon ab ersten Tag nach der Geburt ganz viel Zeit allein mit der Oma oder dem Vater oder dem Postboten verbracht haben: habt ihr nicht gestillt oder literweise abgepumpt oder wie hat das funktioniert?

    Ich bin eines dieser armen Kinder, das von Anfang an viel von der Oma betreut wurde. Meine Eltern haben noch studiert, beide. Mit Muttermilch wurde ich auch ein halbes Jahr lang gefüttert. Von der Oma halt mit abgepumpter Milch. Meine Oma ist nach wie vor eine ganz wichtige Bezugsperson für mich x:)