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    Ich glaube einfach wir sind an einem Punkt an dem ich nicht mehr machen kann als ich schon tue, ich bin durchaus bereit ihm seinen Freiraum zu lassen, aber ich kann auch nicht nur zurückstecken ohne jemals das einzufordern, was für mich zu einer glücklichen Beziehung dazu gehört...

    Und das ist auch richtig so! Ich wollte mit nichts hier sagen, dass du irgendwie an der Sache "Schuld" bist - ihr zwei tickt einfach nur ganz anders und ich ticke schlichtweg eher wie dein Freund als wie du, weswegen ich seine Sicht besser nachvollziehen kann. Ihr beide habt total verschiedene Bedürfnisse und es kommt halt drauf an, bis zu welchem Grad sich jemand bei einem Kompromiss noch wohlfühlt und ab welchem Punkt es - zumindest bei dauerhaften Kompromissen - es jemanden auf die Dauer zermürbt, weil man gefühlsmäßig den Kompromiss eben nicht wirklich will bzw. es einen zu unglücklich macht. Und das gilt für euch beide. Es gibt Menschen, die wollen nunmal zusammenleben; es gibt Menschen, die wollen eine Beziehung, aber nicht zusammenleben sondern nur nahe beieinander in jeweils eigenen Wohnungen ("Living apart together"); es gibt die, denen Fernbeziehungen total guttun, weil man sich vermissen kann und jede Menge Zeit für sich hat... und es gibt halt die, bei denen es für ein Zusammenleben wirklich mit dem anderen in den Einstellungen harmonieren muss, damit man sich wohlfühlt. Und anscheinend fühlt er sich nunmal an den Wochenenden mit dir nicht so "heimisch" und zufrieden, dass er sich vollends für dich entscheiden kann.


    Aber das ist auch nicht dein Fehler, denn du sagst ja selbst, dass du ihm schon so weit entgegengekommen bist, wie du es vor dir selbst und deinen Bedürfnissen verantworten kannst. Es kann halt nur leider sein, dass er das auch schon gemacht hat - indem er eine Woche mit dir wegfährt und gerade am Wochenende Zockerpausen macht. Vielleicht ist für ihn einfach nicht "mehr drin", so wie für dich auch nicht "mehr drin" ist. Und dann ist es besser, wenn die Reißleine jetzt gezogen wird, bevor du zu ihm ziehst, obwohl es für ihn eigentlich schon klar ist, dass es nicht klappt und er dann nach kürzester Zeit die Trennung ausspricht, weil er unglücklich ist und du dann deine Wohnung aufgegeben hast.


    Ich würde euch beiden wirklich vorschlagen, ein Gespräch zu führen. Was ich vielleicht machen würde: Ich würde ihn bitten, doch mal seine "perfekte Woche" aufzuschreiben, und zwar zweimal - einmal so, wie es jetzt ist (wo ihr euch am Wochenende seht) und einmal so, wie er sich eine perfekte Woche vorstellen würde, wenn ihr zusammen wohnen würdet. Also eine normale Woche mit allen regelmäßigen Verpflichtungen wie Arbeit und dann, wie er drumrum planen würde. Und er soll keine Rücksicht a la "Nee, wenn ich das mache, dann ist sie sauer" nehmen, sondern nur das aufschreiben, was ihm guttun würde. Und wenn das 100% zocken und 0% du bist, dann ist es so.


    Und du machst das gleiche aus deiner Sicht, damit ihr euch dann zusammensetzt und sehen könnt, wo ihr komplett auseinanderdriftet und wo nicht. Wenn er ehrlich schreibt, dass er zwar gerne mit dir zusammen die Mahlzeiten einnehmen will, aber ansonsten lieber zocken und unabhängig von dir ins Bett gehen möchte, dann weißt du, woran du bist. Aber wenn auf seiner Liste plötzlich zwei gemeinsame Abende stehen und auf deiner fünf, dann kann man ja vielleicht an einer goldenen Mitte arbeiten.


    Das funktioniert aber nur, wenn beide Seiten ehrlich sind und nicht versuchen, es dem anderen recht zu machen.

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    Er hat seine Großeltern hier die wichtige Bezugspersonen für ihn sind und einen Wald, in dem er immer wieder mal Holz schlägert...

    hm, und mal umgekehrt gefragt - wo leben deine grosseltern/eltern? gibst du nicht auch was auf, wenn du aus deinem jetzigen wohnort weg ziehst?

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    Ich finde es übrigens toll dass du es geschafft hast das Zocken zu minimieren und zu erkennen, dass auch echte freundschaften und vor allem deine freundin wichtig ist! :)^

    ach, das war nicht schwer als mir bewusst wurde, dass es auch spass machen kann, an seiner freundin herum zu spielen. ;-D


    nee, und abgesehen davon ist es doch wichtig, in allem nen ausgleich zu finden.

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    Du hast mich jetzt trotz meiner Lage zum Lachen gebracht- ich bin nämlich tatsächlich Vegetarierin ;-D

    gern geschehen :)*


    ja, und zu deiner lage: sich so zu fühlen ist echt kacke. eine beziehung, die so in der schwebe und quasi "auf widerruf" ist, ist für den aushaltenden teil nicht einfach.


    ich kann dir aber nur raten, einfach mit ihm zu reden und zu versuchen, eine lösung zu finden. und sei es, dass ihr euch trennt. ja, klar, das täte dann weh. aber irgendwo wäre es eben ein ende mit schrecken. und wie gesagt - vielleicht wäre es für ihn ja auch der schuss vor den bug, damit er mal über ein paar grundlegende einstellungen nachdenkt.


    ich drück dir/euch aber auf jeden fall die daumen, dass ihr das geregelt bekommt. wie gesagt: reden, reden und nochmals reden. auch, wenn du im moment verletzt bist und gar keine lust hast, dich so richtig zu offenbaren.

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    Er fragt sich wohl ob es da noch "mehr" gibt als das was wir haben und ob er mit einer Freundin mit den gleichen Interessen eine glücklichere Beziehung hätte....

    naja, das klingt eben nach kalten füssen. ":/


    wäre meine beziehung besser mit ner blondine/schwarzhaarigen?


    wäre mein sex besser mit einer freundin mit grösserer/kleinerer oberweite?


    wäre mein leben glücklicher mit einer freundin, die weniger/mehr nörgelt?


    wäre ich glücklicher, wenn ich eine freundin hätte, die kein/24 kind(er) möchte?


    und, und, und...


    der punkt ist aber, dass er grade gedanklich ganz falsch drauf ist. daher kam ich auch mit dem thema sucht.


    soll heissen: er externisiert grade sehr viel. du bist verantwortlich dafür, dass es ihm gut geht und weil es ihm nicht gut geht fragt er sich eben, ob eine andere den job nicht besser machen könnte, als du.


    fakt ist aber, dass nur er alleine dafür verantwortlich ist, dass es ihm gut geht. vielleicht ist es ja ein trost für dich, dass er vermutlich nichtmal mit einer partnerin glücklich werden würde, die seine interessen teilt.

    Schneeflocke1234

    Zitat

    Er sagt zwar einerseits, er weiß was er an mir hat und wie viel ich ihm bedeute, andererseits weiß er mich ob es reicht... Das ist ziemlich schlimm wenn man davon ausgegangen ist dass einen der andere liebt und eine gemeinsame Zukunft will...

    Das ist ja kein Widerspruch. Liebe ist aber nicht genug, um eine glückliche Beziehung zu führen.

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    Er fragt sich wohl ob es da noch "mehr" gibt als das was wir haben und ob er mit einer Freundin mit den gleichen Interessen eine glücklichere Beziehung hätte....

    Ich find es ja schon sehr beachtlich, dass du dir diese Gedanken machst. Ich hätte da ganz andere, wenn mir mein Partner nach 4 Jahren sagt, dass er gerade nicht weiß, ob unsere beziehung seine Zockerei nicht zu sehr stört.

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    Er fragt sich wohl ob es da noch "mehr" gibt als das was wir haben und ob er mit einer Freundin mit den gleichen Interessen eine glücklichere Beziehung hätte....

    Sorry, aber er hat keine Interessen – er hat nur ein einziges Interesse, wie er sich am wenigsten von der Zockerei unterbrechen lässt und natürlich würde eine freundin, die mitzockt noch weniger auffallen, als du es schon tust.


    Ich würde mich an deiner Stelle Fragen, ob ihr überhaupt zusammen wärt, wenn du nicht ständig zu ihm fahren würdest. Du schreibst, dass es für dich selbstverständlich ist, Kompromisse in einer beziehung einzugehen. Schön, nur sehe ich hier nur eine Person, die Kompromisse macht und die bist du. Hättet ihr beschlossen zusammenzuziehen, wenn du nicht zu ihm ziehen würdest? Das ist kein Kompromiss. Er bewegt sich keinen schritt, nur du.

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    ich würde deinen vergleich daher ein bisschen umformulieren - der freund der TE isst gern jeden tag fleisch und hat sich im vollbesitz seiner geistigen fähigkeiten (!) eine vegetarische freundin gesucht, die ab und an sogar ihm zuliebe widerwillig in ein schnitzel beisst - und nun macht er ihr einen vorwurf daraus, dass sie vegetarierin ist und sagt ihr, dass ihm nach 4 jahren beziehung mal eben klar geworden ist, dass es doch viel besser mit einer freundin wäre, die keine vegetarierin ist.

    Hmm, das finde ich jetzt aber doch sehr negativ formuliert.


    Wie wäre es mit: Er hat sich in eine Frau verliebt, die nunmal Vegetarierin ist und auch, wenn er es schon immer lästig fand, separat für sie kochen zu müssen, so hat er das ihr zuliebe gerne getan, gerade weil sie auch immer diejenige war, die zu ihm gekommen ist. Und da es nur zwei Tage die Woche waren, hat es ihn auch nicht so gestört, auch wenn doppelt kochen am Wochenende nochmal extra-lästig ist. Aber mit der Zeit, wenn die große Verliebtheit nachlässt, wurde ihn das immer lästiger und jetzt, wo er sich mit dem Thema "Zusammenziehen" auseinandersetzen muss, wird ihm immer mehr klar, wie sehr er es hassen wird, das dann noch öfter machen zu müssen. Klar sagt seine Freundin, dass sie auch ab und zu mal kochen wird, aber er weiß, dass er derjenige ist, der deutlich mehr in der Küche stehen und das machen muss. Und er fürchtet schlichtweg, dass diese eine Tatsache, die ihn echt unglücklich macht und das mehr und mehr, bei weiterer "Ausbreitung" durch ein tägliches Zusammensein seine Liebe für seine Freundin irgendwann verschwinden lassen wird.


    Denn das ist doch der normale Gang der Dinge und zwar in jeder Beziehung - auch in einer Freundschaft, wo man dann vielleicht als WG zusammenziehen will. Am Anfang steht die Verliebtheit/das Kennenlernen, wo man Unterschiede und (subjektiv wahrgenommene) Macken des anderen übersieht bzw. noch nicht kennt und man einfach glücklich ist, einen tollen, neuen Menschen gefunden zu haben. Dann kommt der Alltag, wo man sich trifft und den anderen gut kennenlernt, aber alles zeitlich noch begrenzt ist und die Zeit miteinander noch "Quality Time", auch wenn einen vielleicht die Macken jetzt schon eher stören. Aber wenn man dann zusammenzieht, dann ist man mit den Macken dauernd konfrontiert und was zuerst "naja, irgendwie ja ganz süß" und dann immerhin noch "nicht so prickelnd, aber das Positive überwiegt und wir sehen uns ja nicht jeden Tag" ist, wird dann ganz schnell "Oh man, sie ist ja echt eine tolle Person, aber ich kann Charakterzug X echt nicht mehr aushalten."

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    Hättet ihr beschlossen zusammenzuziehen, wenn du nicht zu ihm ziehen würdest? Das ist kein Kompromiss. Er bewegt sich keinen schritt, nur du.

    Bei solchen Fragen finde ich es immer wichtig, dazuzufragen: Wie schnell wurde denn von seiner Seite aus angesprochen, dass er nicht zur Freundin ziehen würde? Wenn er das schon beim Kennenlernen gesagt hat, dann wäre das für mich kein "Sich nicht bewegen wollen", sondern schlichtweg etwas, was für ihn eine Grundvoraussetzung für eine Beziehung ist. Sollte ihm das natürlich erst eingefallen sein, als das Thema brandaktuell wurde und davor war es eher ein "Naja, schauen wir mal", woraus sie keine klare Tendenz hat sehen können, ist das eine komplett andere Sache.

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    Ich hätte da ganz andere, wenn mir mein Partner nach 4 Jahren sagt, dass er gerade nicht weiß, ob unsere beziehung seine Zockerei nicht zu sehr stört.

    Man kann sagen: Nach vier Jahren ist das eine Frechheit, man solle nach spätestens einem Jahr, wenn die große Verknalltheit vorbei ist, wissen, ob es passt oder nicht!


    Man kann auch sagen: In einer Wochenend-Beziehung sieht man sich maximal etwa 100 Tage im Jahr. Da sind vier Jahre etwa so viel zum richtigen, echten Kennenlernen des anderen mit allen nicht-so-passenden Wesenszügen, die man im Zusammensein zeigt, wie ein Jahr in einer Beziehung, wo man sich jeden Tag sehen kann. Denn so, wie man Online-Verknalltheit nicht in die Realität übertragen kann, sind Telefone und Skype kein Vergleich zum echten Beisammensein.


    Kann man alles sehen, wie man möchte. Vier Jahre sind natürlich trotzdem vier Jahre, die man mit jemandem geteilt hat. :-/

    Schneeflocke, dein Freund zockt praktisch rund um die Uhr.


    Das wird nur unterbrochen durch Schlafen, Arbeit, Essen und kurze Ausflüge/Beschäftigung mit dir.


    Das ist nach meinem Empfinden schon eine Sucht.


    Für mich wäre das kein Partner.

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    Er spielt IMMER wenn er zu Hause ist. Spöö heißen unter der Woche täglich ab ca. 15 Uhr bis cs 23 Uhr und am Wochenende wie ich's oben beschrieben hab. Ich kann schwer einschätzen wo die sucht anfängt...

    Hmm, das kann ja eigentlich nicht sein. Irgendwann muss er einkaufen, Essen zubereiten oder auch mal sauber machen, organisatorische Dinge erledigen und andere Termine wahrnehmen.


    Wie muss ich das verstehen, dass er täglich 15-23 Uhr zockt? Wenn darunter sein Leben leidet und er Dinge vernachlässigt, dann ist die Grenze zur Sucht überschritten.


    Wenn du mit dieser Aussage Recht hast, dann frage ich mich, was du mit so einem Partner willst. Ich glaube aber eher, dass es etwas übertrieben dargestellt ist, nämlich so, wie du es wahrnimmst. Probier hier nochmal, seine Zockerzeiten ganz objektiv zu bewerten, wie gut er das mit dem Sozialleben usw. vereinbaren kann. Und wenn dabei herauskommt, dass er 80% seiner Freizeit zwingend mit Zocken verbringt, dann ist das beziehungsuntauglich.

    Hallo,


    Ich glaube, es ist einfach ganz gru dsätzlich so, dass man nicht davon ausgehen kann dass sich jede Fernbeziehung in eine "verwandeln" lässt, in der man glücklich zusammenlebt. Ich bin zum Beispiel mittlerweile zum Schluss gekommen, dass ich zwar gerne in WG lebe, aber nicht (mehr) mit einem Partner.


    So hat jeder seinen Freiraum (und dazu zähle ich nicht nur Arbeitszeiten und zwei Stunden mal getrennt sein, sondern ganze Tage, Abende, Nächte - Wochen) Sich dann aufeinander zu freuen, dass man sich sieht kann ich deutlich besser genießen als wenn die Liebe vom Alltag erstickt wird und sich um Dinge wie Einkäufe und Dinge wie wann schlafengegangen wird gestrittten wird.


    Sorry, ich bin dahingehend absolut voreingenommen, aber - natürlich muss man zusammenpassen, aber ob man zusammenzieht ist eher Typsache als selbstverständlich. Und besser man sieht vorher das es nicht funktioniert als das erst festzustellen wenn es zu spät ist.

    Ich spiele auch WOW, kenne mich also ein bisschen mit der 'Szene' aus ;-) Ich finde, es geht hier gar nicht ums Zocken an sich, sondern darum, dass er ein verdammt zeitintensives Hobby hat, an dem du nicht teilhaben kannst.


    Ideen, die mir dazu einfallen:


    - Hast du WOW schon einmal ausprobiert? Ich habe z.B. vor WOW nur Die Sims gespielt und konnte/kann absolut nichts mit Shootern anfangen. In WOW kann man ganz viele Sachen machen, da geht's nicht nur darum Krieg zu spielen. Da ist ganz viel Geschichte (wenn man sich darauf einlassen will) drin, usw. Ich hätte NIE gedacht, dass mir das Spaß machen würde! Habe mich damals von meinem Bruder dazu überreden lassen.


    Das heißt jetzt nicht, dass du dann 16h mit ihm spielen sollst/wirst, aber eventuell könnt ihr so ein bisschen gemeinsam spielen UND du kennst dann die Materie und so kann er auch mit dir darüber reden.


    - Die Idee mit einem zusätzlichen gemeinsamen Hobby finde ich sehr gut!


    - Ich würde weiter versuchen, alles zeitlich besser einzuteilen bzw. Grundregeln für ein erwaschsenes Zusammenleben zu finden. Zum Beispiel Essenszeiten ohne Handy/TV/PC oder sonstige Ablenkungen und auch gemeinsame Aktivitäten am Wochenende. Wenn es für dich ok ist, dass er die restliche Zeit zockt, super, aber "sich ein paar Minuten zu dir zu legen" klingt nicht gerade erfüllend/ausreichend für eine gemeinsame Zukunft.

    Danke euch für die vielen Beiträge! Mit dem zusammenziehen war das so dass er von vornherein gesagt hat er will nicht in den Ort ziehen wo ich wohne. Das hat zwar unterm Strich dazu geführt, dass es an mir hängen geblieben ist, umzuziehen, aber nachdem jetzt seit ca 1 1/2 Jahren auch meine Arbeit in der Nähe seines Wohnortes ist wäre das ok da es die sinnvollste Lösung ist.


    Zu den Spielzeiten muss ich leider sagen dass es nicht übertrieben von mir ist. Klar geht er zwischendurch mal Einkaufen und so, aber das sind kurze Zeiträume von vielleicht 30min, in der Zeit läuft der PC durch und danach sitzt er wieder davor. Vielleicht muss ich da auch einfach meine Wünsche genauer definieren, zb dass wir eben gemeinsam Mittag essen... derzeit versucht er es zumindest, sagen wir so. Gestern ist er freiwillig mit mir gemeinsam schlafen gegangen und er ist auch bemüht mir mehr Zuneigung zu geben. Es ist halt momentan schwer einen Mittelweg zu finden, da ich ja nicht möchte, dass er Schluss macht, versuche ich eben auch nicht so fordernd zu sein. Ich habe ihm zb heute gesagt ich gehe eine Runde spazieren und einen Kaffee trinken und habe es ihm freigestellt mitzukommen. Er meinte dann er hat mich doch vor ca einer Stunde gefragt ob ich heute was machen möchte und jetzt muss er sich extra herrichten. Naja jetzt sitze ich wieder alleine im Cafe :-/ vielleicht auch mein Fehler, aber da unsere Beziehung sich derzeit ohnehin auf sehr dünnem Eis bewegt traue ich mich nicht zu sagen "Ich WILL aber dass du das jetzt machst!"


    Ich hab sogar schon überlegt mir WoW mal anzuschauen, derzeit scheitert das aber daran dass ich selbst nur einen uralten Laptop habe der das Spiel nicht mal schaffen würde ":/ dennoch weiß ich dass ich nie mit solcher Begeisterung dabei sein kann da es mir persönlich einfach leid um meine Freizeit ist... derzeit genieße ich zb lieber einen guten Kaffee in der Sonne am Marktplatz ;-)

    Schneeflocke1234

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    Es ist halt momentan schwer einen Mittelweg zu finden, da ich ja nicht möchte, dass er Schluss macht, versuche ich eben auch nicht so fordernd zu sein.

    Ich frage mal anders. Was macht ihr in einer Woche gemeinsam, was unternimmt ihr gemeinsam, wie viel Zeit verbringt ihr durchschnittlich gemeinsam?

    Und ja, ich bin natürlich auch sauer, immerhin wirft man 4 Jahre Beziehung nicht einfach so weg und der Gedanke dass er sich darüber mal früher Gedanken machen hätte können ist mir natürlich auch gekommen. Ich hab ihn auch gefragt was er eigentlich noch will da ich eigentlich der Meinung bin ihm eh in jeglicher Hinsicht schon entgegen zu kommen und ob er meint dass so eine Freundin wie er sie sich vorstellt überhaupt existiert, woraufhin er meinte ich hätte eh Recht, eine Freundin die gleich ist wie ich und zusätzlich noch seine Interessen teilt wäre wohl zu perfekt. Also scheinbar ist er sich da selbst unsicher was er eigentlich will ...

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    Zu den Spielzeiten muss ich leider sagen dass es nicht übertrieben von mir ist. Klar geht er zwischendurch mal Einkaufen und so, aber das sind kurze Zeiträume von vielleicht 30min, in der Zeit läuft der PC durch und danach sitzt er wieder davor.

    Schneeflocke, das ist wirklich Suchtverhalten, was du beschreibst.


    Dass dein Freund ständig in kurzen Hosen in der Wohnung sitzt und für die Außenwelt nicht hergerichtet ist, ist ein weiteres Symptom.


    http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/gamer-suchtambulanz-computerspieler-auf-entzug-a-550328.html


    https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article112274531/Wie-der-Teufelskreis-der-Computersucht-beginnt.html


    Du findest im Internet zahlreiche Informationen über die PC- oder Spielsucht.


    Das wird leider nicht besser, sondern er wird immer mehr in der Onlinewelt versinken.


    Im Grunde ist es jetzt schon sichtbar. Wenn du zu ihm ziehst, wird das nochmal deutlicher für dich werden.