• Gemeinsame Hobbys und Interessen...

    Hallo an alle! Mich würde eure Meinung zu einem Thema interessieren dass mich gerade sehr beschäftigt... mein Freund und ich sind seit 4 Jahren zusammen und wollten demnächst endlich zusammen ziehen... Jetzt hat er mir plötzlich eröffnet, dass er Zweifel hat, ob das mit uns funktioniert, er "weiß nicht ob es reicht". Begründet hat er das damit, dass…
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    Mit den Kompromissen hab ich ja auch überhaupt kein Problem... Ich mache ich jetzt schon viele Dinge alleine oder mit Freundin die ihn halt nicht so interessieren, ich würde auch keinen Partner wollen der ständig an mir klebt und bei dem ich gar nix alleine machen kann. Er soll auch zocken dürfen, was mich eher stört ist halt dass er entweder keine Lust hat zusätzlich auch mal was mit mir zu machen bzw es eben nur widerwillig "mir zuliebe" tut. Deshalb hab ich ihm auch gesagt er soll nachdenken wie wir beide gemeinsame Paarzeit verbringen können. Wenn sich das ungefähr die Waage hält ist das für mich in Ordnung. Es ist auch ok wenn wir den Tag miteinander verbringen und am Abend zockt er dann. Er muss nur mal wissen was er will, denn die Freundin mit den gleichen Hobbys (die "animeliebende Zockerin" wie so schön gesagt wurde) werde ich ihm nie sein können und ich möchte mich auch nicht so verbiegen.

    Eine Zeitlang habe ich auch ziemlich viel gezockt. Mit 14 hatte ich meinen ersten Computer, den C64, später dann einen Amiga 500, ein Spielecomputer. Als Teenager, der in der Schule nicht all zu viel Stress hatte, ging das prima. So viele Freunde hatte ich in der Zeit ohnehin nicht. Später an der Uni war sowieso viel Zeit für alles mögliche. Dann hatte ich eine Freundin und später Kinder. Mit meiner Frau habe ich eine Weile gemeinsam Diablo2 gezockt, aber ansonsten ist das mein Hobby geblieben, mit dem sie nichts anfangen kann. Bis heute. Ich hab letztes Jahr zeimlich viel Zeit verbracht, auf der PS3 GTA5 durchzuspielen.


    Beziehungstauglich kann das trotzdem sein. Man muss sich "nur" Prioritäten setzen. Bei mir war das "echte Leben" immer wichtiger. Der Besuch im Freibad, das Bier mit einem Kumpel in der Kneipe, der Spaziergang mit der Freundin oder was auch immer. Zocken war dann angesagt, wenn nichts weiter anlag, die Freundin einen Frauenfilm im TV geguckt hat, schon schlief oder was auch immer. Wenn man zusammen wohnt, muss man nicht 24h am Tag aufeinander hocken. Aber wenn man neben Job und Schlaf nur 5 gemeinsame Stunden hat, dann sollte man doch dem Partner Priorität einräumen.


    Mit der Zockerei muss man umgehen können. Genauso wie ich gerne hin und wieder ein Bier trinke, kann ich hin und wieder zocken ohne dass ich süchtig bin.


    Zur Zeit liegt das eher komplett brach, ich hab seit gut einem Jahr ein Klavier... Will sagen, es ist immer eine Frage, was denn sonst interessanteres anliegt. Wenn große Langeweile herrscht, ist der Bildschirm verführerisch, das merke ich schon an meinen Kindern. Aber diese Langeweile gehört in Kreativität umgesetzt, in Überlegungen, was man denn sonst so machen könnte.


    Wenn Du Deinen Freund mit zur Familie schleppst oder zum spazieren gehen zwingst, wird er sich weiter auf den PC freuen. Wen ihr beide überlegt, was ihr gerne gemeinsam macht, dann findet sich da bestimmt etwas, wo er nicht nach 1 Stunde auf die Uhr guckt und sich zurück an den Bildschirm wünscht.


    Aber diese Art von Paarleben muss man auch erst lernen. Von allein kommt die nicht. Solange ihr in getrennten Wohnungen lebt, ist das schwer vorstellbar, wie das laufen könnte. Also versucht das mal. Verbringt die Tage gemeinsam, mal bei Dir, mal bei ihm, als Regelfall, nicht als hin und wieder zu Besuch.


    Die Frage "was machen wir heute" drängt sich täglich auf. Und die darf auch gerne mal mit "heute mache ich was für mich" beantwortet werden, er zockt, du machst was anderes. Aber das darf nicht ständig die alleinige Antwort sein. Dann wirst Du vermutlich schnell an den Punkt kommen, wo Du erkennst, dass Du Dir ein Zusammenleben so nicht vorgestellt hast. Die Frage ist dann, ob er das auch so sieht und als Single glücklicher wäre oder ob er an mehr Zweisamkeit gefallen findet.

    Und nun kommt der weibliche Suchti.


    Ich bin auch Zocker. Wegen einigen privaten Umständen ist es zur Zeit eingeschränkt aber ich zocke seit ich klein bin und ich liebe es. Wenn ich in Urlaub bin vermisse ich es nicht und wenn ich mal einen Tag krank daheim bin, zocke ich auch nicht. Aber Abends, wenn die Freunde (davon sind inzwischen viele reale Freunde) online kommen dann muß ich dabei sein. Ich verbringe sehr viel Zeit mit diesen Leuten. Da sind zu 99% Kerle und ich werde da auch voll akzeptiert ohne die üblichen Sprüche oder Anmachen. Dein Freund wird Angst haben, dass er sich einschränken muß. Ich verstehe das. Ich hätte auch Sorge wenn ich mit jemandem zusammen ziehe, dass ich dann nicht mehr bis 4 Uhr Nachts vor der Kiste hängen kann. Oder dass man sich zumindest dann einen blöden Spruch anhören muß. Es ist ja nicht so als wenn ich sonst nichts mache. Ich liebe es zu grillen, was zu unternehmen, Filme gucken, kochen usw. Aber das rumalbern und gamen mit den Freunden würde ich auch nicht einschränken wollen.


    Meinst du nicht du würdest ihm unter der Woche dann Druck machen, ein schlechtes Gewissen usw weil er vorm PC sitzt anstatt mit dir schlafen zu gehen. Weißt du, ob er in der Woche vielleicht mal bis 1 Uhr am gamen ist und dann morgens müde ist. Würdest du ihm dann darüber einen Vortrag halten?


    Hast du mal versucht zu zocken? Vielleicht findest du ja gefallen dran. Vielleicht nicht Battlefield, aber WOW oder Lego Batman auf der Xbox oder sowas. Ansonsten mußt du auch für dich überlegen ob du jemanden der so ein Vollzeit gamer ist haben willst oder ob dich das auf Dauer nur unglücklich machen würde.


    Ich kann euch beide verstehen und ich finde es gut, dass er seine Bedenken geäußert hat bevor man wild zusammen zieht und dann genau das eintrifft, was man heimlich befürchtet hat.


    So oder so viel Erfolg @:)

    @ Shiny82

    Ich habe weder den PC, mich die Zeit um zu zocken ;-) und ich muss ehrlich sagen mehr als ab und zu mal ein paar Stunden am Wochenende wären für mich auch nicht drin, dafür interessiert es mich einfach zu wenig. Ich will nicht bei schönstem Wetter drinnen im finsteren Zimmer vorm Bildschirm hocken...


    Wir haben auch sehr lange überlegt wie wir unser Wohnproblem (vor allem wegen der Entfernung) lösen und ich hab mich dann bereit erklärt zu ihm zu ziehen da das auch näher an meiner Arbeit ist als meine Wohnung. Also von "wild zusammenziehen" kann da nicht mehr die Rede sein...


    Ich halte ihm da auch keine Vorträge wenn er wieder ewig zockt, je nachdem wie viel Zeit wir in letzter Zeit miteinander verbracht haben kann es aber natürlich vorkommen, dass es mich dann nervt, vor allem wenn wir uns länger nicht gesehen haben, weil ich mich dann einfach "vernachlässigt" fühle.


    Unter der Woche spielt er so bis 23 Uhr herum, er muss ja am nächsten Tag auch arbeiten. Am Wochenende kanns dann natürlich schon mal 4 Uhr früh werden ...


    Ich sehe den Unterschied zu dir jetzt vor allem darin, dass du auch noch Lust hast andere Sachen zu unternehmen, dich mit Freunden zu treffen usw. Bei ihm ist das halt immer so in die Richtung "Wenn DU unbedingt willst machen wir das halt".

    Zitat

    Ich kann mich nur wundern, dass Du als junge Frau Dich mit so wenig Gemeinsamkeiten bisher zufriedengeben kannst, zumal Du ihn als aktiven und Dir zugewandten Partner kennen- und lieben gelernt hast.

    Ich will noch mal darauf zurückkommen, ich habe ja etwas ähnliches geschrieben und gemeint.


    Was ich nicht verstehe ist, warum du jetzt auf seine Entscheidung wartest. Du siehst das alles so positiv und denkst, dass wird schon alles klappen, wenn ihr nur ein gemeinsames Hobby findet, wo ihr ab und zu mal gemeinsam ein paar Stunden verbringt. Bist du wirklich so naiv? Siehst du nicht, dass alles noch viel schlimmer kommen kann, wenn ihr zusammenwohnt?


    Der Mann hat gesagt, er will lieber eine Freundin, die ganz anders ist als du! Und du denkst nach, ob du ihn zu gemeinsamer Zeit im Fitnessstudio überreden kannst um das zu kitten?


    Der will zocken und Zeit mit seinen Internetfreunden verbringen. Ich kann da keine Freude auf dich und Bereitschaft erkennen, dass er etwas ändern möchte. Stattdessen freust du dich, wenn er sich breit schlagen lässt um "dir zuliebe" ewas zu unternehmen? Hast du keinen Stolz? Was würdest du sagen, wenn dir eine Freundin diese Geschichte erzählen würde?

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    Ich reise gerne oder unternehme etwas, er ist am liebsten zu Hause und spielt Computer

    Also ganz ehrlich, sehe ich darin schon ein Problem.


    Schon das Reisen - nur einer , er andere nicht - unternehmungslustig sein, also abends ausgehen, nur einer - der andere nicht.........das finde ich für eine Beziehung schon problematisch.


    Bei Freunden von uns ist es so: Sie reisen beide gern - und ja - sie sind sehr oft weg - beide , manchmal nur für ein Kurztrip über WE - oder auch sonst mal für ein / zwei Wochen - wenn BEIDE davon profitieren, also beide gemeinsam verreisen , finde ich das toll!


    Bei uns wäre das undenkbar - wir sind BEIDE totale Reisemuffel - und das ist auch wirklich gut so!!!


    Auf Dauer sind die Unterschiede einfach zu groß. Der eine hockt nur daheim - eben WEIL er nicht Reisen mag, der andere ist nur auf Achse - auch ein sogenannter "Kompromiss" wird hier wohl nichts - weil einer sich für den anderen "verbiegen" muss - auch dann wenn dieses "Verbiegen" abwechselnd für jeden mal dran ist - dafür sind die Interessen ZU gegensätzlich........


    Wenn ER außer dem Comuterspielen, noch ein paar andere Interessen hätte, die der mit Dir teilen könnte, dann wäre das Computerspielen an sich sicherlich das kleinste Problem......


    Aber ich denke, ein oder zwei gemeinsame Hobbies sind für eine Beziehung unbedingt wichtig. Man muss nicht alles mit dem anderen Teilen, und es ist auch wichtig,, den anderen so sein zu lassen wie er ist. - Aber hier sieht es so einseitig aus....... ":/ :-/


    Bei uns ist es so: Mein Mann ist ein Holz- und Heimwerker-Freak, er sammelt Holz, um die schönsten Kunstwerke daraus zu machen mittels Drehbank. Ich dagegen liebe die Musik - ich spiele mehrere Instrumente und komponiere.


    ABER: Zusammen halten wir vertretungsweise Gottesdienste in der Kirche ab, wo ich meine Musik einbringe. Zusammen machen wir Ausflüge, gehen wandern. Zusammen kümmern wir uns um unsere Tiere. Zusammen haben wir ein sehr raumfüllendes Hobby: Das Malen. Wir haben ein gemeinsames Atelier, wo wir gemeinsam malen, er mit Ölfarben, ich mit Acrylfarben.


    Ich finde es schon sehr wichtig für eine Beziehung, in der es auch immer wieder gemeinsame Aktivitäten gibt.


    Vielleicht gibt es ja bei Deinem Partner außer Computer noch was anderes, was Ihr gemeinsam machen könnt - dann wäre seine Computerspielerei kein so großes Problem mehr, weil Ihr ja dann auch etsas gemeinsam machen könnt.


    Aber wenn er außerhalb des Computers so gar nichts findet, was ihm spaß macht und wenn er sich dafür zu sehr verbiegen müsste, dann sehe ich da kaum Chancen.


    So sehr unterschiedliche Interessen, bei denen es keinerlei Schnittmenge gibt, sehe ich dann doch zu problematisch an. ":/ :-/

    Gegenfrage- mir ist durchaus bewusst dass unsere Situation schwierig ist und ich bin auch nicht naiv, aber würdet ihr eure 4 jährige Beziehung sofort einfach so hinwerfen ohne zumindest zu hoffen und zu versuchen, das Gespräch mit dem Partner zu suchen und eine gemeinsame Lösung zu finden, vor allem wenn ihr ihn noch liebt? Ich denke nicht, und wenn doch war die Liebe wohl nicht mehr so groß würde ich mal behaupten. Also ja, ich hab durchaus meinen Stolz, und wenn ich sehe dass es völlig zwecklos ist und wir gar keine praktikable Lösung finden werde ich auch meine Konsequenzen daraus ziehen müssen, aber ich bin nicht bereit die Beziehung sofort hinzuwerfen!


    Und er hat auch nicht gesagt er will eine Freundin die "ganz anders ist als ich", sondern dass er gerne eine Freundin hätte die sein Hobby teilt. Mir ist durchaus mehr als bewusst dass wir ein Problem haben, ich denke viel darüber nach und ich hoffe er tut das auch und ist bereit etwas zu ändern und daran werde ich letztlich auch meine Entscheidung festmachen.


    Ich danke euch für eure Beiträge und langen Antworten, ihr habt mir mit euren Sichtweisen und Erfahrungen sehr geholfen! @:)

    Bei so großen Unterschieden würde ich, wenn die Liebe riesig wäre, nicht zusammenziehen sondern auf gezielte gemeinsame Verabredungen setzen. Lieber nicht die Liebe mit Erwartungen erschlagen. Enger werden, jeden. Tag zusammen einschlafen erwarten, wenn der andere eben abends gerne zockt, kann da nur danebengehen. Wenn eher eine WG mit benefits und Gefühlen, kein Selbstverständliches fast die gesamte Freizeit auf den Partner abestellen, sondern ein liebevolles Nebenher statt miteinander ,bei dem man ab und zu doch Zueinander findet.

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    Also ja, ich hab durchaus meinen Stolz, und wenn ich sehe dass es völlig zwecklos ist und wir gar keine praktikable Lösung finden werde ich auch meine Konsequenzen daraus ziehen müssen, aber ich bin nicht bereit die Beziehung sofort hinzuwerfen!

    Du bist ja erst darauf gestoßen, weil er dich damit konfrontiert hat. Ansonsten war für dich ja eigentlich alles OK, aber er zweifelt ja gerade, ob das alles das Richtige ist. Eigentlich geht es da weniger um dich. Was bedeutet das jetzt im Umkehrschluss, wie groß du seine Liebe zu dir siehst? Welche Kompromisse, die er einfordern könnte, würdest du mittragen können?


    Inkompatibilität ist meistens keine Sache, bei der einer etwas falsch macht, sondern wo man sich einfach nicht trifft.


    Nichtsdestotrotz meine ich, dass in diesen 4 Jahren ja irgendwas gewesen sein muss, was euch abgesehen von den Hobbies verbindet. Nur müsst ihr das nochmal ergründen. Wenn dabei herauskommt, dass ihr für euch nur ein Zeitvertreib wart, dann ist das eine schwache Basis. Wenn ihr aber diese emotionale Gemeinsamkeit wiederentdeckt, könnte das der Schlüssel sein, wie ihr trotz der unterschiedlichen Freizeitvorstellungen zumindest nochmal den Kompromiss ergründen könnt. Nur muss sich für einen Kompromiss jeder bewegen.

    Ich möchte an der Stelle nochmal betonen, dass ich mit meiner Frau so gut wie keine Hobbies teile. Ich teile mit ihr das Leben - das ist viel mehr gemeinsames Interesse als irgendeine Freizeitgestaltung. Und ich möchte auch nochmal anmerken, dass das Leben neben der (gesund portionierten) Freizeitgestaltung deutlich überwiegt. Was mich ein bisschen irritiert ist, dass du, Schneeflocke, zu diesen gemeinsamen Lebenszielen und den gemeinsamen Alltagstätigkeiten bei euch nichts sagen konntest. Möglicherweise liegt das daran, dass dein Partner tatsächlich eine ungesund portionierte Freizeitgestaltung betreibt. Das lässt dann anderen Dingen wenig Raum, und das wird ein Problem. Es kann aber auch sein, dass ihr tatsächlich eure Beziehung auf Kurzweil, Zerstreuung und Unterhaltung aufgebaut habt, d.h. eure Beziehung einen reinen Freizeitaspekt hat. Wenn ihr keine gemeinsamen Visionen, Ziele und Lebensvorstellungen in den Mittelpunkt der Beziehung stellt, kann das auch zum Problem werden. Weil eurer Beziehung der Treibstoff ausgeht. Denn letztendlich entscheidet auf lange Sicht nicht die Frage "Mit wem kann ich viel Fun haben?", sondern "Mit wem möchte ich alt werden?". :)z

    @ Comran:

    Natürlich haben wir derzeit keine gemeinsamen Alltagstätigkeiten da wir uns unter der Woche ja selten sehen und nicht zusammen wohnen. Das heißt unser Alltag hat sich bisher auf das Wochenende beschränkt. Das ist eben nicht vergleichbar mit einer Beziehung einmal vielleicht ein gemeinsames Haus und Kinder hat, am Wochenende gemeinsam den Pool verrichtet oder dergleichen. Und bisher war ich immer der Meinung dass wir durchaus gemeinsame Lebensziele haben, zunächst das Zusammen ziehen und später evtl wirklich das Haus bauen mit Einstellbetrieb für Pferde. Klar war das noch alles sehr theoretisch aber ich konnte mir unsere gemeinsame Zukunft so vorstellen.... und war eigentlich der Meinung dass auch er das so kann...

    Zitat

    Natürlich haben wir derzeit keine gemeinsamen Alltagstätigkeiten da wir uns unter der Woche ja selten sehen und nicht zusammen wohnen.

    Daher hatte ich ja gefragt, ob ihr am Wochenende nichts gemeinsam erledigt, was über die Woche mal liegengeblieben ist? Das ist ja dann wie Urlaub. Leider erkennt man seine gemeinsame Alltagstauglichkeit erst, wenn man es ausprobiert. In das kalte Wasser muss man schon springen, bei der Entscheidung hilft nur das Bauchgefühl.

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    Und bisher war ich immer der Meinung dass wir durchaus gemeinsame Lebensziele haben, zunächst das Zusammen ziehen und später evtl wirklich das Haus bauen mit Einstellbetrieb für Pferde.

    Siehst du ihn in der Lage, sein intensives Hobby dafür zurückzustellen? Was meint er selbst dazu?


    Eigentlich hatte er ja mit seinen Zweifeln angefangen - was glaubst du, wer aktuell die größeren Bedenken hat und warum?

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    Und er hat auch nicht gesagt er will eine Freundin die "ganz anders ist als ich", sondern dass er gerne eine Freundin hätte die sein Hobby teilt.

    Bei aller Liebe...bei so einer Aussage (die mich zutiefst getroffen hätte), hätte ich meine gesamte Beziehung mit diesem Menschen überdacht und das Thema Zusammenziehen wäre für mich gestorben. Außerdem hätte ich den Herren mal gefragt, warum ihm das nach der langen Zeit so plötzlich einfällt und wie er sich eine weitere Zukunft vorstellt! Es geht erstmal darum, eine weitere Beziehungsgrundlage nach dieser Aussage zu schaffen. Das kannst du mit einem erzwungenem gemeinsamen Hobby nicht kitten. Denn diese Aussage stellt ihn menschlich in Frage. Denn Vertrauen hätte ich nun nicht mehr.

    @ Comran:

    Doch, da würde er bestimmt zurückstecken, geht dann ja auch nicht anders, wenn die Tiere zb gefüttert werden müssen müssen sie gefüttert werden, da bleibt keine andere Option. Nur das könnte noch ein paar Jahre dauern bis das umgesetzt ist und ist ja auch noch nicht sicher dass es klappt, also daran alleine will ich unsere Beziehung jetzt auch nicht aufhängen....


    Zu den Erledigungen am Wochenende, klar gehen wir gemeinsam einkaufen, aber dann sind wir eigentlich was gemeinsamen Haushalt und so betrifft schon am Ende, da zb putzen und Wäsche waschen halt jeder für sich erledigt.

    @ Userin1982:

    Habe ich oben bereits beschrieben dass mich das natürlich sehr getroffen hat, und genau deshalb stelle ich ja jetzt alles in Frage, das ist ja das schlimme an der Situation dass er damit alle unsere Pläne zerstört hat, da ich natürlich das Vertrauen nicht mehr habe, wie auch....

    Zitat

    Nur das könnte noch ein paar Jahre dauern bis das umgesetzt ist und ist ja auch noch nicht sicher dass es klappt, also daran alleine will ich unsere Beziehung jetzt auch nicht aufhängen...

    An was hast du sie denn die letzten Jahre aufgehangen, und was hat sich seitdem geändert?

    Zitat

    dass er damit alle unsere Pläne zerstört hat

    Er hat ja noch nichts zerstört, oder hat er eine Trennung ausgesprochen? Das hatte ich nicht so gelesen.


    Wie geht ihr jetzt eigentlich miteinander um? Das Wochenende naht. Dein Freund hatte Zweifel geäußert. Im Nachgang hattest du Zweifel geäußert. Steht das jetzt stumm zwischen euch, oder seid ihr im Dialog, was eure Zukunft betrifft? Konntest du durch die letzten Tage eine klarere Sicht gewinnen?


    Wie ich ganz am Anfang schrieb, habe ich den Eindruck, als hätte er kalte Füße, dass sein liebgewonnenes Hobby unter dem Zusammenleben leiden wird. Was in diesem Ausmaß für mich schon etwas nach Sucht klingt. Du warst für ihn gut, aber in kontrollierten Dosen. Vor zu viel Schneeflocke hat er offenbar Angst. Oder weil es "ernst" wurde hat er erstmalig eure freizeitorientierte Beziehung auf den Prüfstand gestellt. Ich meine, eins ist klar: wenn die Bereitschaft nicht auf beiden Seiten da ist, zusammenzuleben, dann würde ich das auch nicht erzwingen. Was ja noch keine Trennung bedeutet. Manche kommen mit getrennten Wohnungen prima klar. Ich bin mir sogar fast sicher, dass er die Beziehung wieder entspannter sehen würde, wenn das Thema Wohnen vom Tisch wäre. Was dann wieder für meine erste These der kalten Füße sprechen würde.


    Nur was DU willst, wenn er aktuell nicht mit dir einen Haushalt begründen möchte, das musst du schlussendlich entscheiden.