Gemeinsames Kind mit einem Psychopathen

    Betrifft nicht mich, aber eine Bekannte. Sie leidet quasi Höllenqualen, weil sie den Fehler begangen hat, mit einem psychopatischen Stalker ein Kind zu bekommen. Nun verfolgt der Kerl sie, und radikal Kontakt blocken, wie es ja an sich notwendig ist, geht kaum, da das gemeinsame Kind da ist (was meistens bei ihm lebt).


    Was kann man denn da theoretisch überhaupt tun? Dass der Kontakt zu dem Kerl radikal beendet werden muss ist klar, aber wie geht man dann mit der Tatsache um, dass da ein Kind ist? Meiner Meinung nach gibts da nur zwei Varianten - dafür kämpfen dass das Kind zu einem kommt und er jeden Zugriff verliert (was wohl schwierig ist) oder selber für sich das Kind "aufgeben" und Kontakt beenden (was emotional ebenfalls schwierig ist).


    Was bloß tun da? Gibts da vernünftige Beratungsstellen? Die Frau geht wirklich zugrunde an der Thematik grad, ich mach mir Sorgen.

  • 48 Antworten

    Ich würde das Jugendamt verständigen und das Recht für das Kind Einklagen. Kein normaler Richter wäre auf der Seite des Vaters. Sie soll sich nicht den Kopf zerbrechen sondern einfach sich einfach einen guten Anwalt besorgen. Wie alt ist das Kind. Ab einem gewissen Alter kann sich das Kind selbst aussuchen wo es leben will. Den Vater den vollständigen Kontakt zu verbieten wird nur schwer bis garnicht möglich sein. Aber es gibt per Jugendamt so genannte geregelte Zeiten die man sich mit dem Vater ausmachen kann.


    Ansonsten wenn er ein Stalker ist wird der dafür zuständige Mitarbeiter des Jugendamtes sicher auf der Seite der Mutter sein.


    Ich wünsche deiner Bekannten viel Glück und viel Kraft.


    Eines ist sicher es wird ein langer Prozess der über Jahre gehen kann und mit den Anwalts und Gerichtskosten auch ziemlich Teuer werden kann. Ich hoffe ich konnte helfen.

    In der Tat müsste man wohl zuerst klären, warum das Kind überwiegend bei ihm und nicht bei ihr ist.


    Vielleicht ist sie ja nicht in der Lage, das Kind zu nehmen, aber nur weil er es nehmen kann bzw. nimmt, heißt das nicht, dass das für das Kindeswohl eine gute Lösung ist.


    Auch verstehe ich nicht, warum er stalkt bzw. er sie verfolgt, wenn er das Kind hat, dann hat er doch eigentlich keine Veranlassung dazu ... und mich wundert auch, dass er dann dafür Zeit hat.


    Oder verfolgt er sie nur, in der Zeit, wo sie das Kind hat?


    Wie schon gesagt, das Jugendamt kann da vielleicht helfen, zumindest kann man sich da beraten lassen und zum Wohle des Kindes versuchen eine Lösung zu finden.


    Und dafür kann es sehr hilfreich sein, wenn sie ein Tagebuch führt, wo mit Datum und Urzeit alles Gegebenheiten notiert sind, die ihr Angst machen, wo sie sich verfolgt fühlt usw.


    Das ist auch ein wichtiges Hilfsmittel, wenn man später rechtliche Wege eingeschlagen will/muss.


    Wie dann genau diese Lösung aussieht, dass lässt sich hier schwer sagen, das hängt immer vom Einzelfall ab und leider ist da oft das Einschalten von Anwalt/Gericht nötig, aber ich würde es immer erst einmal so, mit Hilfe des Jugendamtes versuchen, weil das vielleicht noch so geregelt werden kann, ohne dass das Kind davon viel mitbekommt


    Und das wäre sicher das Beste für das Kind.

    Er ist wohl ein ziemlicher Narzisst und nach aussen hin der Strahlemann den jeder mag und sie erlebt oft, dass man ihr einfach nicht glaubt..


    Geld+Nerven für lange Prozesse sind nicht vorhanden.


    Das Problem bei einer Regelung mit klaren Kind-Besuchszeiten ist doch, dass da weiterhin ein Band zwischen Vater und Mutter ist, und das wird er immer und immer wieder als Mittel nutzen, um sie zu fassen zu kriegen. Die einzige Möglichkeit bei solchen Menschen ist doch, den Kontakt radikal zu kappen, ggf auch mit rechtlichen Mitteln, und genau das ist es, was wegen des Kindes mir sehr schwierig erscheint.

    Zitat

    dass da weiterhin ein Band zwischen Vater und Mutter ist, und das wird er immer und immer wieder als Mittel nutzen, um sie zu fassen zu kriegen.

    Auch das kann man im Notfall über das Jugendamt regeln, dass man sich nicht persönlich begegnen muss.

    der begriff psychopath wird ja gerne gebraucht...ist er denn tatsächlich einer im sinne der persönlichkeitsstörung?


    es fehlt zu viel hintergrundwissen, warum das kind bei ihm wohnt, was zwischen den eltern abgeht usw.

    Es geht doch um: Wie kann man es hinbekommen, dass man mit so einem Menschen nie, nie, nie, nie wieder zu tun hat, er nicht weiss wo man wohnt und es wäre als ob man sich nie begegnet wäre, komplett aus dem Leben getilgt, wenn man ein gemeinsames Kind hat!? Kommt mir vor wie die Quadratur des Kreises.

    jugendamt, die können auch besuchskontakte entsprechend regeln.


    allerdings halte ich es für alles andere als gut, wenn ein kind bei einem psychopathen aufwächst. das alleinige sorgerecht zu erhalten ist mitunter nicht so leicht, gerade, wenn er so manipulativ ist. der erste weg wäre auch hier wieder das jugendamt, ggf. anwalt. viel mehr optionen bleiben nicht, außer sie will keinen kontakt mehr zum kind.

    Zitat

    Nun verfolgt der Kerl sie, und radikal Kontakt blocken, wie es ja an sich notwendig ist, geht kaum, da das gemeinsame Kind da ist (was meistens bei ihm lebt).

    Ich verstehe nicht so ganz, warum sie einem Menschen, den sie als so krank empfindet, das gemeinsame Kind überlässt?


    Was hat sie denn bisher unternommen? War sie überhaupt schon mal beim JA und hat sich dort beraten lassen. Wäre so die erste Anlaufstelle.


    Darüber hinaus gilt: Natürlich kann der Kontakt, solange sich beide in irgendeiner Form ums Kind kümmern, nicht Null sein.


    Aber es ist durchaus möglich, entweder nur auf Informationen zu reagieren, welche das Kind betreffen (sich da an die Fakten zu halten und den Rest zu ignorieren und nicht darauf einzugehen) oder aber sich einen Beistand fürs Kind zu suchen, über den alle wichtigen Dinge in Bezug auf das Kind laufen. Selbst der Wechsel des Kindes von einem Elternteil zum anderen kann auch über Dritte organisiert werden, so dass sich die Eltern nicht begegnen müssen.

    Es ist so, dass zum einen die ganze "Beziehung" mit dem Kerl sie ziemlich entkräftet hat, dazu kommt dass sie bereits depressiv vorgeschädigt war, sonst wäre sie vermutlich eh gar nicht an den geraten (die suchen ja immer "weiche" Opfer). Die Frau ist mit den Kräften bereis jetzt am Ende. Ich bin eigentlich der Meinung, eine Weile stationär in eine Klinik, die auch fachkundig beraten kann, was da nun das beste ist, ist der richtige Weg. Sie ist nicht mehr so richtig handlungsfähig und sich selbstbewusst für eigene Bedürfnisse einsetzen war noch nie so richtig ihr Ding.


    Ändert aber auch nix dran dass es auf "Kind ganz bei ihr oder sie schreibt das Kind ab" hinausläuft. Ja, ich finde es auch absolut problematisch dass ein Kind bei so einem Kerl aufwächst (da ist das Drama ja vorprogrammiert).


    Kinderschutzbund klingt gut, danke.

    wenn die mutter allerdings psychich so extrem angeschlagen ist, ist die frage, ob sie sich denn auch um das kind kümmern kann, wenn sie es hätte?


    ich denke auch, dass sie sich auch dringend um ihre psychische gesundheit kümmern muss...das, was ihr bevorsteht, wenn sie es richtig angeht, kann sehr kräfteraubend sein. kinderschutzbund kann eine gute anlaufstelle sein, aber an das jugendamt sollte sie auch heran treten.


    sollte sie psychologische unterstützung in anspruch nehmen, sollte sie versuchen, dass ihr ex davon nix mitbekommt, sonst wird es vermutlich ewig ausschlachten, um es gegen sie zu verwenden.


    ich denke, die nächsten schritte könnten sein: psychische gesundheit angehen, beim jugendamt anklopfen und möglichkeiten finden, dass der umgang mit dem kind möglich ist ohne, dass sie in kontakt mit ihm treten muss. wenn der kontakt erstmal wegfällt, wird das ihrer psychischen gesundheit auch gut tun und dann, wenn sie es will und kann, alleiniges sorgerecht angehen.

    Danke für alle Antworten. ich hab ihr nun geraten, sich an eine Ambulanz eines renommierten psychiatrischen Krankenhauses zu wenden, um die ganze Problematik mit Fachleuten besprechen zu können (zumal sie eh stationäre Therapie gar nicht so abwegig findet).