Nein, ich bin eher in der Position, zu schauen was sie tun kann; tun muss sie dann schon selber (wobei ich sie ggf begleiten würde zu einer Beratungsstelle oder so). Alles in allem finde ich ja eine "richtige Psychiatrie" am sinnvollsten, zumal sie so entkräftet ist dass da dringend Handlungsbedarf ist. Hier gibts ein renommiertes Krankenhaus in der Nähe. Ihre Hauptsorge ist ob ihr das Jugendamt dann die Kinder wegnimmt (wenn sie eine Weile stationär ist) und sowas, aber genau das soll sie ja mit den Fachleuten besprechen ohne da vorher endlos drüber rumzugrübeln.


    Natürlich wäre eine Lösung die für alle, auch das Kind, gut ist, die beste, aber ich hab so meine Zweifel ob das irgendwie geht, und wenn ja, wie die aussieht (und auch hier - das wissen eher die Fachleute als unsereins). Mir kommt es so vor dass man hier ohne fachkundige Beratung, die die Gesamt-Situation und -Persönlichkeit mit einbezieht nicht weiter kommt.


    was für das Kind das Beste ist weiss ich auch nicht. Sicher weder eine überforderte Mutter noch ein psychopatischer (nicht psychotischer!!) Vater. Vermutlich ist eine Pflegefamilie da die beste Wahl, ja. das Kind hat irgendwie die a-Karte, in so einer Konstellation zur Welt gekommen.. da dürfte es keine einwandfreie, "gute" Lösung geben.

    Zitat

    Ihre Hauptsorge ist ob ihr das Jugendamt dann die Kinder wegnimmt (wenn sie eine Weile stationär ist) und sowas, aber genau das soll sie ja mit den Fachleuten besprechen ohne da vorher endlos drüber rumzugrübeln.

    Oh. Das heißt, es gibt noch mehr Kinder? Und die leben bei ihr?


    Meiner Erfahrung nach ist das JA in erster Linie daran interessiert, dass Kinder bei ihrer Mutter (alternativ natürlich dem Vater) bleiben können. Das ist immer oberstes Ziel.


    Und das kann natürlich auch heißen, dass sie vorübergehend - bis es der Mutter besser geht - in einer Pflegefamilie untergebracht werden.


    Fakt ist jedoch auch, dass es jeweils besser ist, wenn die Mutter sich rechtzeitig ans JA wendet und um Hilfe bittet, als wenn erst alles komplett so den Bach runter geht, dass die Mutter nur notgedrungen irgendwann Hilfe annehmen muss, weil es nicht mehr geht.


    Diese Eigeninitiative signalisiert dem Amt, dass die Mutter überhaupt in der Lage ist, Probleme zu erkennen und dass sie immerhin noch so aktiv ist, sich selbstständig Hilfe zu suchen, damit es besser werden kann. Das sind bessere Karten als auf den Zusammenbruch zu warten.


    Deine Bekannte könnte sich vorerst mal einen Termin bei einem Psychiater suchen, um mal abklären zu lassen, wie es ihr geht und wie ihr geholfen werden kann. Ob das nun stationär oder ambulant geht, sollte der Fachmann entscheiden. Heißt ja auch nicht gleich, dass sie irgendwer in eine Klinik zwingen kann. Aber vielleicht kann ihr ja der Psychiater bei Bedarf klar machen, dass es notwendig wäre. Wenn der erste Schritt getan ist, ist es oft leichter.


    Dein Anteil könnte sein, ihr Mut zu machen, aktiv zu werden und ein wenig drauf zu schauen, dass sie den Termin auch macht und vor allem wahrnimmt. Starthilfe sozusagen.

    Ach, sie hat gar nix gegen stationär. im Gegenteil, grad würde sie das als sehr erleichternd empfinden, glaube ich. Aber die Frage ist dann halt "was ist mit den Kindern". Evtl eine Mutter-Kind-Kur mit der Tochter und den Sohn temporär bei Pflegeeltern kommt mir nicht wie die schlechteste Variante vor.


    Sie hat noch eine Tochter mit der auch soweit alles ok ist (von einem anderen Vater).

    Zitat

    Dein Anteil könnte sein, ihr Mut zu machen, aktiv zu werden und ein wenig drauf zu schauen, dass sie den Termin auch macht und vor allem wahrnimmt. Starthilfe sozusagen.

    Ja, so sehe ich meine Rolle auch. Checken was geht und bisschen anschieben. Sie hat halt so wenig "Ego".. lässt immer mit sich machen, steht kaum auf und kämpft für ihre eigenen Bedürfnisse.

    Zitat

    Hat die Mutter das sorgerecht? Und wenn nicht. Warum nicht? Ohne diese Antwort ist es schwer die Chancen von ihr zu beurteilen.

    Lies einfach was da steht:

    Zitat

    da das gemeinsame Kind da ist (was meistens bei ihm lebt).

    nicht immer. Sprich gemeinsames Sorgerecht.

    Ja gut, also gehen wir von einem gemeinsamen Sorgerecht aus obwohl das bisher nicht eindeutig bestätigt ist. Das wirft aber direkt die nächste Frage auf: Wieso lässt die Mutter das Kind "meistens" bei dem Vater wenn der, laut ihrer Aussage, der Horror in Person ist? Mir ist, ehrlich gesagt, schleierhaft wie man das dem Jugendamt verkaufen möchte sodass sie das alleinige bekommt.

    @ auflaufform:

    Was ich immer nich nicht verstanden habe: Was genau meinst Du damit, er wäre ein Sadist? Und wie äußerts sich, dass er ein Stalker ist? Was stellt er denn Furchtbares an?


    Wäre gut, wenn Du dazu Bespiele nennen könntest, damit wir das Problem besser verstehen. Das wären dann auch verwertbare Belege fürs Jugendamt!

    Zitat

    steht kaum auf und kämpft für ihre eigenen Bedürfnisse.

    Da würde ich auf jedenfall ansetzen: Das muss sich bessern. Wenn sie nicht in der Lage ist ihre eigenen Bedürfnisse durchzusetzen dann wird sie das wahrscheinlich auch nicht bei ihren Kindern können. Ich könnte mir vorstellen dass das Jugendamt das genauso sieht von daher würde ich diese Baustelle angehen "bevor" ich da was in die Wege leite sonst könnte das, bezüglich der anderen Kinder, echt zum Bumerang werden.

    Zitat

    Wieso lässt die Mutter das Kind "meistens" bei dem Vater wenn der, laut ihrer Aussage, der Horror in Person ist?

    sollte der vater tatsächlich ein psychopath im pathologischen sinn sein, ist es nicht weiter verwunderlich. psychopathen haben ein sehr hohes "empathievermögen" (im grunde aber keine echte empathie), was sie zum manipulieren einsetzen und sind dabei recht skrupellos. zudem suchen sie sich eben auch häufig einen bestimmten typ frau, der leichter zu manipulieren ist, sich in eine abhängigkeit bringen und kontrollieren lässt. selbst für "starke" persönlichkeiten ist es mitunter sehr schwer sich dem zu entziehen. psychopathen führen häufig ein perfides spiel, das von außen schwer zu durchblicken und zu enttarnen ist. es geht einfach um macht und die befriedigung eigener bedürfnisse. dass psychopathen ihr nahes umfeld maßlos aussaugen ist nun nichts neues.


    sollte er tatsächlich einer sein, ist die situation nun wirklich nicht sonderlich verwunderlich - auch nicht, dass sie völlig entkräftet ist und ihm nichts entgegen bringen kann. auch, dass das umfeld auf seiner seite ist und allein ihm glaubt, ist jetzt für einen psychopathen aus genannten gründen nichts ungewöhnliches.


    im übrigen ist die frau depressiv und nicht psychotisch. in ihrem momentanen gesundheitszustand kann sie natürlich eher nicht noch für den jungen sorgen bzw. diese angelegenheit angehen.


    was mich allerdings aufhorchen lässt...was ist damit gemeint, dass sie zu ihrem sohn eine ambivalente beziehung hat?


    und falls mal jemand einen eindruck von einem psychopathen kriegen will, empfehle ich diese doku: ich bin ein psychopath . sollte der vater definitiv einer sein, dann macht diese doku vielleicht ein bisschen verständlicher wie solche situationen entstehen können.

    Vielleicht käme eine Tagesklinik für deine Freundin in Frage? Dann könnten die Kinder Ganztags im Kindergarten sein und abends bei der Mutter. Sie würde dann ja zu Hause schlafen und wie zur Arbeit zur Therapie geht.

    Hallo,


    wir können hier alle nicht beurteilen, wer hier was gemacht hat.


    Ein paar Beispiele, warum eine Mutter, die eh schon angeschlagen ist, nicht kämpfen kann:


    - der Mann hat ihr gedroht, sie umzubringen, wenn sie ihm das Kind "wegnimmt"


    - der Mann hat sie wiederholt zusammengebrüllt und sie damit so angeknackst, dass sie zuviel Angst hat, gegen ihn vorzugehen


    kommt gar nicht so selten vor. Die einen können sich wehren, aber so, wie die Betroffene hier beschrieben wird, seh ich da eher schwarz. Eine stationäre Behandlung macht ihr vielleicht viel Angst, weil sie das Kind dann komplett verlieren könnte, denn wenn der Vater tatsächlich narzistisch veranlagt ist, wird er das zu seinem Vorteil zu nutzen wissen. Er hat die Mutter ja wohl eh schon öffentlich demotiert.


    Wenn sie ganz viel Pech hat, erzählt der Vater dem Kind von klein auf, die Mutter hätte es nicht gewollt...


    Ich kann selber dazu nicht soviel sagen. Dich, liebe TE ehrt, dass Du ihr helfen willst und ein guter Weg wird sein, ihr sehr behutsame Hilfe angedeihen zu lassen. Wenn Deine Vermutungen stimmen, dann pass auf, dass Du nicht selber noch mit ihm zu tun bekommst.


    Ich wünsche dem Kind einen riesengrossen Schutzengel, der Start ins Leben ist ja nicht so rosig ausgefallen :|N

    @ auflaufform

    Zitat

    Ach, sie hat gar nix gegen stationär. im Gegenteil, grad würde sie das als sehr erleichternd empfinden, glaube ich. Aber die Frage ist dann halt "was ist mit den Kindern". Evtl eine Mutter-Kind-Kur mit der Tochter und den Sohn temporär bei Pflegeeltern kommt mir nicht wie die schlechteste Variante vor.

    Eine Mutter-Kind-Kur kann nicht all das auffangen, was da bei Deiner Bekannten im Argen ist. Damit wären sie dort mit Sicherheit überfordert und der Zeitrahmen wäre auch viel zu kurz.


    Abgesehen davon dauert es oft eine ganze Weile, ehe überhaupt eine Kur bewilligt werden kann. Und ehe sie dann wirklich losgeht, dauert es nochmal.


    Den Vorschlag von danae finde ich sehr gut. Tagesklinik! Macht euch da mal genauer schlau.

    @ vivida

    Die Reportage kenne ich. War sehr informativ und erhellend! :)z


    Nur weiß man eben nicht, wie der Kindsvater hier wirklich drauf ist und selbst wenn man es wüsste, kann der TE hier (der ja auch nicht direkt betroffen ist) nichts ausrichten.




    Ich finde auch, es sollte mehr um die Mutter und deren Unterstützung gehen als um den Vater, auf den man eh keinen Einfluss hat. Wird der Mutter geholfen (und sei es durch Hilfe zur Selbsthilfe) hilft man immer automatisch den Kindern mit.

    Ja, es ist wohl so, wie vivida schreibt, so ein Typ. Bombardiert sie mit Nachrichten, steht unaufgefordert bei ihr vor der Tür, droht ihr mit Kind wegnehmen usw, manipuliert andere Leute im Ort gegen sie usw usf. Macht und Kontrolle (über sie) ist das, worum es ihm und seinesgleichen geht. Blutsauger.


    Das beinhaltet sicherlich auch ein Manipulieren des Sohnes gegen die Mutter. Ehrlich, mit so nem Kerl ein Kind zu zeugen ist wirklich die A-Karte für jede Frau. Gefangen in einer unheilvollen Verbindung die dauer-entkräftet ohne greifbaren Ausweg. Schmerzen und Qualen ohne Ende.


    Stimmt, Tagesklinik klingt ganz gut.


    ??ich kanns auch verstehen, wenn auch natürlich nicht gutheissen, wenn da jemand als ultima ratio in seiner Hilflosigkeit den Übeltäter umbringt. Also wenn er z.b. einem Unfall zum Opfer fallen würde, wäre man sicherlich nicht nur traurig.??