Wir stimmen getrennte Aktivitäten immer vorher miteinander ab, die Kinderbetreuung muss ja gesichert sein ;-) . Haben wir aber auch vor den Kindern schon so gemacht, war aber dann immer nur ein reiner Informationsaustausch. Ich bin durch mein Hobby regelmäßig ohne Mann und Kinder unterwegs und gehe gelegentlich mit einer Freundin ins Kino oder was essen, mein Mann ist ebenfalls hier und da mal mit Freunden unterwegs - mit kleinen Kindern sind wir jetzt mangels Babysitter tatsächlich mehr getrennt unterwegs als zu zweit.


    Dein Mann hat ein ziemliches Vertrauensproblem - du machst nichts falsch, er sollte an sich und seiner übertriebenen Eifersucht arbeiten und sein Trauma überwinden. Du bist nicht seine Ex.

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    Wenn du seinen Gefühlen jedesmal nachgibst und Zuhause bleibst, wirst du unglücklich und irgendwann wütend auf ihn

    Ich habe noch nie nachgegeben. Der Spruch von heute war umgekehrte Psychologie, ich wusste, dass er es mir nicht verbieten wird.


    Es gab jedes Mal dieses Theater. Sprüche wie "sag mir aber bitte Bescheid, wenn du fremdgegangen bist!", "viel Spaß mit dem und dem!", ....kann ich unzählig weiterführen. Und das schlimmste, einige seiner Freunde und sein Bruder sind genauso. Die eigene Freizeit genießen, die Frau darf aber gern zu Hause bleiben. Das ist doch total bekloppt.


    Und nein, es gibt keine Vorgeschichte.


    Ich komme sogar meistens schon 23 Uhr nach Hause, weder betrunken, noch irgendwie schuldig. Wenn er weggeht, ist er total hinüber und kommt erst in den Morgenstunden.

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    Das gibt ihn jedoch nicht das Recht, seine neue Partnerin damit so zu belasten oder gar einzuschränken.

    Gefühle fragen nicht danach ob sie berechtigt sind oder nicht. Sie sind einfach da.


    Er versucht ja sie nicht einzuschränken, indem er sie dann zähnenirschend doch gehen lässt, aber er leidet darunter. Das kann er nunmal nicht steuern.


    Er könnte aber einsehen das seine Gefühle der Situation unangemessen stark sind und das Problem bei sich suchen und angehen - tun allerdings erfahrungsmäß die wenigsten Männer. Die Schuld liegt immer beim anderen - manchmal wäre ich gerne ein Mann, es muss herrlich sein, mit so wenig Selbstzweifeln und Unsicherheit durchs Leben zu gehen wie die meisten von ihnen es tun.

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    Sprüche wie "sag mir aber bitte Bescheid, wenn du fremdgegangen bist!", "viel Spaß mit dem und dem!",

    So etwas würde ich mir nicht gefallen lassen. Du bist nicht vorab schuldig zu erklären. Alleine, dass er Dir das zutraut ist SEHR enttäuschend.


    Ich würde ihm das so sagen, ihr habt dann wirklich ein ernsthaftes Problem miteinander...


    Er darf Dich nicht so verächtlich behandeln, das ist schon respektlos...

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    Wir stimmen getrennte Aktivitäten immer vorher miteinander ab, die Kinderbetreuung muss ja gesichert sein

    Wir normalerweise auch, aber seit der Kleine problemlos bei Oma schläft, hab ich es diesmal nicht gemacht. Ich wusste ja, dass er Besuch hat und eh hier ist und als Zweitoption ist ja die Oma da.

    Du hast es verarbeitet und die Wunden geheilt - auch wenn es lange gedauert hat. Er hat es wohl einfach verdrängt und weiter. So ist es nach Trennungen doch oft - die Frau leckt jahrelang ihre Wunden, analysiert und interpretiert und heilt irgendwann. Die meisten Männer leiden kurz aber heftig, betäuben sich mit Alkohol, und bald gibt's ne neue Freundin mit der das angeknackste Selbstwertgefühl wieder geflickt wird. Verdrängen und weiter geht's.

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    Er versucht ja sie nicht einzuschränken, indem er sie dann zähnenirschend doch gehen lässt, aber er leidet darunter. Das kann er nunmal nicht steuern.

    Na und?


    Dann hat er eben die Verantwortung sich professionelle Hilfe zu suchen, um nicht zur Belastung zu werden.


    Die Zeiten und denen Frau alles mit "hach, so sind sie halt die Männer" nachsehen und erdulden sind doch hoffentlich vorbei.

    Ich würde auch mal in einem ruhigen Moment ansprechen, ob er nicht mit professioneller Hilfe an seiner Eifersucht arbeiten will.


    Denn es belastet dich, macht dich wütend und traurig, so etwas unterstellt zu bekommen, obwohl du keine Absicht hast es zu tun.


    Hast du es ihm jemals so deutlich gesagt? Dass es dich verletzt, dass er über dich denkt, als wärst du eine Schl... die mit jedem ins Bett hüpft, der einmal 5 Minuten mit dir redet?


    Weil das lese ich bei dir jetzt heraus...es verletzt dich, schränkt dich ein und verleitet dich zu "umgekehrter Psychologie"-Spielchen (die übrigens langfristig ihm nicht helfen werden, denke ich.)

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    Er könnte aber einsehen das seine Gefühle der Situation unangemessen stark sind und das Problem bei sich suchen und angehen - tun allerdings erfahrungsmäß die wenigsten Männer. Die Schuld liegt immer beim anderen - manchmal wäre ich gerne ein Mann, es muss herrlich sein, mit so wenig Selbstzweifeln und Unsicherheit durchs Leben zu gehen wie die meisten von ihnen es tun.

    Ja das stimmt. Die böse Frau, die einfach weggeht und womöglich flirtet, fremde Männer, die es wagen die eigene Frau anzuquatschen,....

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    Oha. Und das als Papa?


    Nicht gut.

    Kommt mittlerweile sehr selten vor, es gab aber auch schon ganz andere Phasen... da gab es aber auch viel Streit zwischen uns.

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    Na und?


    Dann hat er eben die Verantwortung sich professionelle Hilfe zu suchen, um nicht zur Belastung zu werden.


    Die Zeiten und denen Frau alles mit "hach, so sind sie halt die Männer" nachsehen und erdulden sind doch hoffentlich vorbei.

    Finde ich auch. Nur habe ich es schon so oft erlebt: Frau rät dem Mann, eine Therapie zu machen, Mann blockt ab, er hat kein Problem, die anderen wären schuld.


    Erst, wenn es richtig knallt, die Scheidung auf dem Tisch liegt oder sie drohen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, dann sieht der ein oder andere Mann ein, das er Hilfe braucht. Leider oft zu spät.

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    Kommt mittlerweile sehr selten vor, es gab aber auch schon ganz andere Phasen... da gab es aber auch viel Streit zwischen uns.

    Das ist gut, dass er sich da geändert hat.


    Einmal im Jahr (am lokalen Weinfest o.ä.) mag das vielleicht noch irgendwie zu tolerieren sein.


    Allerdings finde ich, dass man dann als verantwortungsvoller Vater auswärts übernachten sollte, damit die Kinder das auf keinen Fall mitbekommen.

    @ :)