• Gleichaltrige Kontakte fehlen

    Hallo zusammen, ich dachte, ich frag euch Mal nach ein paar Anregungen, da ich (w/51) mir mittlerweile relativ verloren vorkomme. Nicht ganz überraschend, aber doch heftig, sind mir nun alle altersähnlichen Kontakte um die 50, wie Freundschaften und Bekannte, weggebrochen. Es gibt noch ein paar lockere Kontakte, rund 10 Jahre älter oder vereinzelt auch…
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    Alias 974483 schrieb:

    Es gab eben vor allem die beiden „besten Freundinnen“,später auch noch eine Dritte. Sie wanderte aus und mir war die Distanz dann zugroß. Da ich sie aus der Schule und Grundschule kannte, war das Alter auchentsprechend. Ausschließlich gute Erfahrungen habe ich dabei nicht Malunbedingt, ich denke zwar gerne an die tollen Zeiten und Momente, aber es gabauch schwierige Situationen, wo ich mich manchmal schon gefragt habe, ob dasüberhaupt passt für eine Freundschaft.

    Das würde ich schon als normal ansehen, dass Sandkastenfreundschaften nicht unbedingt ein Leben lang halten. Wenn die Freundschaften sich allerdings ohne große Streitereien auseinander gegangen sind, wäre es auf jeden Fall ein Option mal den Kontakt zu suchen. Man weiß ja nie, was daraus wird bzw. ob überhaupt eine Antwort kommt.

    Alias 974483 schrieb:

    Jetzt kann ich Freundschaft wieder neu definieren, denke ich, aber vielleicht bin ich da auch auf dem Holzweg. Wenn ich jedoch die unguten Gefühle nicht mehr haben möchte, muss ich raus aus meiner „Komfortzone“, das ist so im Moment meine Erkenntnis. Was dabei das eigentliche Ziel ist, muss ich mir aber noch genauer überlegen.

    Ja und es hängt ja auch davon ab, wie du die Dinge siehst. Für mich z. B. ist es völlig normal und natürlich, dass ich in einer Umgebung von Menschen bin, die unterschiedlichen Altersgruppen angehören. Der einzige Ort, wo man bewusst in eine Altersgruppe zusammengefügt wird, ist der Kindergarten und die Schule, allerdings doch auch nicht so, dass da nicht alle Altersgruppen vorhanden sind. Alles außerhalb dieser Systeme ist doch eher gemischt. Einen Vorteil habe ich darin auch nie gesehen. Nur, weil jemand im selben Alter war wie ich, hieß es nicht, dass ich mich auch automatisch mit ihnen verstanden habe. Es waren die Interessen und Sympathien, die zusammengeführt haben. Wenn ich meine heutigen Kontakte auf das Alter prüfe, dann kann ich nicht erkennen, dass da eine Altersklasse ist, bei der ich davon ausgehen könnte, ich würde eine bestimmte Altersklasse bevorzugen. Auch der Anteil an Freunden und Bekannten hat sich in den Jahren nicht sonderlich geändert. Ich hatte bzw. habe wenig Freunde und einige Bekannte. Als ich noch jünger war, hatte ich kurz mal den Gedanken, dass ältere Menschen festgefahren sind, aber auch schnell verworfen. Letztlich ist jeder in seiner Weltsicht festgefahren und nicht jede ist kompatibel. Ich hatte eine Großmutter, die völlig offen war und eine, die es nicht war. Das waren sich auch wohl 50 Jahre davor bzw. gibt es 20 jährige, die einfach andere Interessen haben und diese Interessen werden auch anders sein, wenn sie 70 sind. Dass ich oder wir da keine Gesprächsebene finden, hat nichts mit dem Alter zu tun. Umgekehrt kenne ich Leute in meiner Altersklasse, die ich stinkfad finde und die gleiche Altersgruppe reicht mir nicht aus, um Kontakte zu knüpfen oder Freundschaften zu vertiefen. Es gingen auf mich Leute mit 60 zu, als ich 20 war und wir hatten vieles gemeinsam. Das Wesen eines Menschen hat nach meiner Erfahrung nichts mit seinem Alter zu tun, sondern ob da ein gegenseitiges Interesse besteht.