• Gleichberechtigung der Geschlechter

    Ich habe einen Beitrag auf Youtube gesehen, indem eine hübsche junge Frau Männern Tipps gibt wie man Frauen behandeln soll. Darin heißt es auch, dass Männer unbedingt immer das Essen der Frau bezahlen müssen. Ich finde das schon ein "starkes Stück", vor allem weil ich beinahe täglich im Fernsehen Beiträge höre, wo Frauen fordern endlich den Männern…
  • 699 Antworten
    Zitat

    Wenn ich will kann ich so nerdig wie beide sein, aber ich kann eben auch anders ;-)

    Ich als (noch) Hobbyinformatiker, bald studierter, passe auch nicht in das Klischee. ;-D

    mond&sterne


    nein überzeugen will ich dich nicht, aber mir ist es aufgefallen. Vielleicht ist meine "Stichprobe" zu klein umd araus gültige Rücksclüsse zu ziehen, aber aufgefallen ist es mir. Und ie Worte die ich verwendet habe sind natürlich so nicht gefallen, aber sinngemäß kam es so rüber.


    Was mich am meisten wundert ist die doch wiederkehrende Zwueosung von eideutig tlw. übersteigert männlich/weiblich Rollen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen (wieder nicht in allen, aber in eingen stärker als in allen Hetero-beziehungen die ich kenne).


    Vielleicht ist es auch "einfacher" eine Rolle zu übernehmen die nicht qua Gesellschaft zugewiesen ist?


    Keiner der Erfahrungen damit hat hier in der Runde?

    Zitat

    Ich als (noch) Hobbyinformatiker, bald studierter, passe auch nicht in das Klischee.

    Mein Hauptklischee ist: du wechselst höchstens einmal pro Jahr deine Schuhe ;-D. (außer zu ganz besonderen Anlässen)

    Meine Beobachtungen in der Firma wo ich arbeite belegen dass diese Annahme falsch ist. Hier arbeiten fast nur Informatiker und die wechseln die Schuhe mehrmals pro ja, einer sogar mehrmals am Tag ;-D

    Die kommen aus 4 verschiedenen Ländern und aus verschiedenen Teilen Deutschlands.


    Ich glaube eher deine Annahmen über Informatiker sind falsch ]:D


    Ich möchte glaube ich nicht wissen,was du über Physiker denkst ;-D

    Was ich über Physiker denke? Also die die ich kenne trinken auf Festen und Seminaren der Studivertretung noch mehr als Chemiker, Maschinenbauer und Elektrotechniker (und das will was heißen...) und tanzen auf Physikerfesten irgendwann nackt auf der Bar. Im Rudel.


    Also ich find das super ]:D

    Ok, und ich dachte diese Eskapaden wären ein Feature meines Lehrstuhls gewesen.


    Oha, bei Kollaborationstreffen ging der Punk ab das war schon nicht mehr feierlich ]:D


    Um jetzt mal wieder zum Thread zurückzukommen, in der Physik gibt es keine Gleichberechtigung der Geschlechter. Da gibt es definitiv einen Frauenbonus, oft weil eben jene die Beurteilen und Zensuren vergeben Männer sind, und weil Frauen Mangelware in der Physik sind und gewünscht wird den Frauenanteil zu erhöhen.


    Von den Frauen selbst wurde diese Situation so gut wie nie ausgenutzt. Dann gibt es noch eine ganze Reihe von Fördermitteln und Professuren die exklusiv an Frauen vergeben werden, eben auch eine Maßnahme des BMBF und der DFG den Frauenanteil zu erhöhen. Ich denke solche Strukturen gibt es in vielen Berufsfeldern.

    Ich hab ein Studium gemacht, das je nach genauer Richtung zwischen 15% und 2% Frauenanteil schwankt. Also ich weiß durchaus wie das läuft.


    Man hat natürlich einen fruaenbonus - aber besodners bei Vorlesungen in denen 30-60 Leute sitzen und du bist die einzige Frau oder eine von maximal drei - natürlich kennt dich jeder.


    Du hast den Nachteil dass du dich nicht in der Masse "verstecken" kannst, aber den Vorteilw enn du zB einmal fehlst die ausgehändigten Unterlagen von mindestens zwei Kollegen für dich aufgeheoben haben, auch wenn du teilweise nicht mal weißt wie diese heißen ;-D.


    Und obwohl ich mit meiner Studienrichtung aus einem halben Dutzend Jobangeboten aussuchen konnte, wurde mir mal von einem Studienkollegen (der eigentlich mehr von mir wollte - daruas ist dann nicht geworden :=o) um die Ohren geworfen dass ich meinen ersten Job nur bekommen hätte "weil ich eine Frau bin".


    Ich bin gut in dem was ich tue, trotzdem wirst du manchmal als Frau sltsam behandelt. Mein "Lieblingsbeispiel" ich habe eine Sitzung geleitet (mit vorher unbekannten Teilnehmern) und einer von denen meinte mir nicht die Hand geben zu müssen, allen anderen im Raum (sonst nur Männer & alle älter als ich) schon. Wahrscheinlich aht er sich gedacht ich bind ie Sekretärin doer so (und auch der "darf" man die Hand geben). Dass er sich damit ordentlich in die Nesseln gesetzt hat, hat er gemerkt als ich die Sitzung eröffnet habe.


    Manchmal werde ich auch mit "Herr that's amore" angeschrieben, weil "nur" zwei Buchstaben tauschen und aus meinem Vorbnamen wird ein männlicher. Und kann ja nicht sein dass in meinem Bereich eine Frau tätig ist.


    Also es gibt durchaus auch Punkte wo man gerade als Techniker keine Gleichberechtigung erlebt - auf der Uni hatte ich damit aber nie Probleme, da hatte ich eher das Gefühl ich hatte Maskotchenstatus.

    Das ist dann auch eine Facette der Ungleichbehandlung, dass eben Frauen unterstellt wird nur deswegen in der Position zu sein wo sie sind bloß weil sie eine Frau sind. Und eben in so Positionen oft unterschätzt werden.


    Ok, das mit dem Maskotchenstatus kenne ich auch. Bei mir im Studium gab es da auch eine äußerst gutaussehende Studentin, die allerdings nicht ernsthaft studierte. Diese nannten wir wenig schmeichelhaft "Fachschaftsdeko" ]:D

    Nein Fachschaftsdeko war ich keine, nur deren Zierde ;-D .


    Wir hatten am Anfang des Studiume ein Pärchen, die aussahen wie Barbie und Ken (rate einmal wie wir sie genant haben...), und alle haben wir gewitzelt dass Barbie es alleine zu hause ohne Ken nicht aushält. Und jetzt rat einmal wer von den beiden nach 2 Semestern aufgegeben hat und wer in kanpp über Mindestzeit das Studium geschafft hat...

    Ich fühlte mich an der Uni als heterosexueller deutscher Mann auch unterrepräsentiert. Denn es gab ein Frauenreferat, ein Ausländerreferat und ein Schwulen- und Lesbenreferat an der Uni. ;-D


    Wenn du schon so fragst, dann hat Barbie wohl das Studium durchgezogen ;-)


    Bei mir war es auch so, dass eine Frau die ich Anfang des Studiums kennenlernte später meine Chefin war als ich PostDoc war :-) In meinem Studium war es zumindest so, dass keine Frau die da abgeschlossen hat es ohne den Frauenbonus nicht geschafft hätte, die hatten alle was drauf.

    Lord Hong

    Zitat

    Ich fühlte mich an der Uni als heterosexueller deutscher Mann auch unterrepräsentiert. Denn es gab ein Frauenreferat, ein Ausländerreferat und ein Schwulen- und Lesbenreferat an der Uni. ;-D

    Auch wenn ich verstehe, dass du es als Witz und nicht ernst meintest, ist das ja durchaus etwas, was immer wieder ernsthaft genannt wird. Ich finde das immer ziemlich peinlich. Diese Referate und auch andere Vereine und Strukturen, die sich für dieses oder jenes einsetzen, Ansprechpartner sind etc. sind nicht vom Himmel gefallen. Die sind auf Eigeninitiative und mit jede Menge Einsatz entstanden. Da haben Leute Zeit und Nerven investiert.


    Der "heterosexuelle deutsche Mann" fühlt sich dann benachteiligt? Warum? Weil er im Feinripp auf dem Sofa sitzt und niemand für ihn ein Referat einrichtet? Cry me a river. %-|

    Ich sehe, ich hätte das als Satire besser kennzeichnen sollen...


    Mir ist natürlich klar, das Majoritäten kein Referat brauchen und die Referate eben Ansprechpartner für Minderheiten sind, die eben sonst keinen Ansprechpartner haben.