• Gleichberechtigung der Geschlechter

    Ich habe einen Beitrag auf Youtube gesehen, indem eine hübsche junge Frau Männern Tipps gibt wie man Frauen behandeln soll. Darin heißt es auch, dass Männer unbedingt immer das Essen der Frau bezahlen müssen. Ich finde das schon ein "starkes Stück", vor allem weil ich beinahe täglich im Fernsehen Beiträge höre, wo Frauen fordern endlich den Männern…
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    Genau hier liegen doch die Benachteiligungen. Warum kann ein Mensch, dem die Kinderaufzucht egal ist, in einer Gesellschaft damit einen Karrierevorteil erlangen?

    Weil Kinderaufzucht unbezahlte Privatsache ist. Das kannst du nur ändern indem du einen Lohn für Kinderaufzucht einführst.

    Zitat

    Wie willst du die Menschen dazu zwingen, sich fort zu pflanzen?

    Ich will niemanden zu etwas zwingen, ich will nur eine Gesellschaft, wo die Kinderaufzucht keine beruflichen und finanziellen Nachteile mehr erzeugt. Eine Gesellschaft, in der die Kinderaufzucht geachtet und nicht geächtet wird.

    Zitat

    Ich will niemanden zu etwas zwingen, ich will nur eine Gesellschaft, wo die Kinderaufzucht keine beruflichen und finanziellen Nachteile mehr erzeugt. Eine Gesellschaft, in der die Kinderaufzucht geachtet und nicht geächtet wird.

    Den meisten VorgesetztInnen wird es aber egal sein ob du Kinder haben möchtest, sondern dich nur nach deine Leistung in der Arbeit messen. Für einen Chef oder eine Chefin zählt nur der Profit.

    Zitat

    Weil Kinderaufzucht unbezahlte Privatsache ist. Das kannst du nur ändern indem du einen Lohn für Kinderaufzucht einführst.

    Nein, das reicht nicht (und es gibt zudem auch andere Möglichkeiten- z.B. bei steuerlichen Regelungen ...), weil es nicht unbedingt berufliche und zeitliche Nachteile ausgleicht. Im Übrigen ist das in meinen Augen ein entscheidender Punkt beim Vergleich zwischen den Staaten, wenn man die Löhne und Gehälter von Frauen und Männern vergleicht. In Staaten, in denen die Kinderaufzucht mit weniger finanziellen, beruflichen und zeitlichen Nachteilen verbunden ist, sind auch die Differenzen im Einkommen zwischen Mann und Frau geringer (und die Geburtenraten ausgeglichener).

    Zitat

    Den meisten VorgesetztInnen wird es aber egal sein ob du Kinder haben möchtest, sondern dich nur nach deine Leistung in der Arbeit messen. Für einen Chef oder eine Chefin zählt nur der Profit.

    ... und hier fängt das gesellschaftliche Problem an: Unternehmen müssen stärker auch gesellschaftliche Verantwortung mittragen, weil sie diese auch nutzen. Solange Unternehmen versuchen, sich aus dieser Verantwortung zu stehlen und sich aus dieser Verantwortung stehlen können (und die Politik ist da zu hörig und dümmlich), ist die Gesellschaft in Schieflage, weil die Unternehmen Leistungen mitbeanspruchen (Kinderaufzucht) ohne dafür eine hinreichende Gegenleistung an die Gesellschaft zurückzugeben.

    sensibelman

    Zitat

    ich will nur eine Gesellschaft, wo die Kinderaufzucht keine beruflichen und finanziellen Nachteile mehr erzeugt.

    Und was tust du konkret dafür? Oder war das nur so daher geredet?


    Zum anderen, wird ja niemand dazu gezwungen Kinder zu haben. Wem die angeblichen beruflichen oder finanziellen Nachteile zu gravierend sind, darf doch in freier Entscheidung seine Prioritäten anders setzen.


    Ist es nicht auch so, dass diejenigen, die sich für Kinder entschieden haben, dieses wegen der Vorteile eigener Kinder bewusst so getan haben?


    *:)

    Was ich konkret dafür tue? Das "richtige" wählen, ausreichend Kinderbetreuung einfordern und wieder die Monetarisierung aller Werte reden, sowohl an Mänenr als auch an Frauen den Anspruch stellen dass sie ihre Haltung zumindest überdenken.


    Ansonsten in einem Job sein, in dem ich mich eben nicht freiwillig ausbeute.


    Und ja, die niedrige Gebrutenrate ist ein gesamtgesellschaftliches Problem - sptäestens ei der Innivationskraft von Gesellschaften und beim Rentensystem wird es problematisch.


    Und heir noch die ganz konkreten Zahlen wie es sich auswirkt wenn Frauen in einer Gesellschaft gleichberechtigter sind und ein funktionierendes Kinderbetrueungssystem da ist:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Geburtenziffer


    Frankreich mit Abstand die höchten Gebrutenraten,d ann die nordischen Länder. der einzige Ausreißer bei den konservativen Ländern ist Irland - da dürfte das "klassische" System noch funktionieren ansosnten schaut es im deutschprachigen Raum und auch im "bambini"-freundlichen Italien sehr düster aus.


    Interessanterweise genau die Länder wo Frauen sobal sie ein Kind haben, nur mehr primär als Mutter gesehen werden und ansosnten alle anderen Eigenschaften (Mensch, Frau, Arbetinehmer, ...) "verlieren".

    sensibelman

    Zitat

    Unternehmen müssen stärker auch gesellschaftliche Verantwortung mittragen, weil sie diese auch nutzen. Solange Unternehmen versuchen, sich aus dieser Verantwortung zu stehlen ... ist die Gesellschaft in Schieflage, weil die Unternehmen Leistungen mitbeanspruchen (Kinderaufzucht) ohne dafür eine hinreichende Gegenleistung an die Gesellschaft zurückzugeben.


    sensibelman

    Das Problem ist aber, dass diese Gegenleistung an das Risiko "Frau in Schwangerschaft" persönlich gebunden ist. Es ist wie eine Wette: Die Gegenleistung wird nur dann fällig, wenn die Frau in der Schwangerschaft ist.


    Somit ist es finanziell für den Unternehmer günstiger, dieses Risiko zu minimieren, um nicht gegen Konkurrenten schlecht da zu stehen.


    Ein möglicher konstruktiver Ansatz könnte sein, das finanzielle Risiko "Arbeitnehmerin in Schwangerschaft" von der Arbeitnehmerin abzukoppeln, also komplett durch den Staat zu tragen. Im Gegenzug zu einer allgemeinen "Familienabgabe" der Unternehmen, die vieleicht an die Arbeitnehmerzahl und/oder deren Einkommen und Erfolgszulagen gekoppelt ist, und in jedem Fall (mit oder ohne Schwangerschaften) fällig ist.


    Sodass es für den Unternehmer egal ist, ob seine Belegschaft sich fortpflanzt oder nicht.


    Es gibt ja auch Unternehmen, die bewusst sog. "fortschrittliche" Familienfreundliche Sozialprogramme betreiben – teils aus Gesellschaftlicher Verantwortung, teils wegen des Images in der Öffentlichkeit oder auch, um genügend qualifizierte Mitarbeiter (Frauen wie Männer) zu finden und zu halten.


    In diesem Bereich etwas ändern zu wollen, fordert einen langen Atem und deswegen eine hohe intrinsische Motivation. Denn gesellschaftliche Wandel dauern lange, und man wird selber für seine eigene Schwangerschaften kaum davon profitieren.


    Auch hier muss man für sich und sein Leben Prioritäten setzen; wo man seine Energien und Resourcen einsetzt.


    *:)

    schon witzig, ein Mann der meckert wenn frauen allimente für ihr Kind kriegen, sagt im gleichen Atemzug: selbst schuld wenn die ein Balg kriegt und darum nicht arbeiten kann.... ;-D

    Und genau damit Goldtau begründest einen Teil der Diskussion im vorigen Faden: "warum sollten Unternehmer Frauen einstellen, wenn diese doch billiger sind -> daher könenn frauen nicht günstiger sein ergo es gibt keine Ungleichbezahlung"


    Diesem Argument könnte ich folgen wenn entweder sow ei du beschriben a) die gesamte Gesellschaft für die Kosten des vorrübergehenden Ausfalles eienr Frau durch Schwangerschaft trägt oder b) für den Unternehmer das Risiko in etwas gleich groß, egal ob Männlein oder Weiblein.


    b) wiederrum würde verlangen dass die Elternzeit und sontige arbetis"in etwas gleich zwischen Mänenrn und Frauen verteilt wird - was aber auch in diesem Faden bereits mit der Brgdündung "es geht der arbeiten der mehr verdient" - womit wir wieder bei der Problematik wären dass der mehr verdient, der unwahrscheinlicher beim Kind bleibt.


    Vielelicht wäre a) wirklich die Lösung?


    Ich weiß es nicht, ich weiß bloß dass Franrkeich, wo Frauen meist nicht länger als 6 Moante zu Hause bleiben diese Diskussion im Gegensatz zum deutschprachigen Raum kaum afkam - da es dort scheinbar kaum eine Bedeutung hat.

    Zitat

    Somit ist es finanziell für den Unternehmer günstiger, dieses Risiko zu minimieren, um nicht gegen Konkurrenten schlecht da zu stehen.

    Mich interessiert weniger, zu analysieren wie die Situation im Detail gegenwätig ist, sondern vielmehr, wie sie sein müsste und was dazu geändert werden muss.


    Es ist durchaus möglich, durch staatliche Gesetzgebung derarigen Unsinn auszuschalten, d.h. dass ein Unternehmen infolge schwangerer Frauen Einbußen hat.

    Zitat

    Ich will niemanden zu etwas zwingen, ich will nur eine Gesellschaft, wo die Kinderaufzucht keine beruflichen und finanziellen Nachteile mehr erzeugt.

    Die Deutschen wollen so eine Gesellschaft aber nicht. In der DDR gab es nämlich schon mal ein gut ausgebautes staatliches Betreuungssystem. Warum wollten sie das eigentlich nicht?


    Andererseits habe ich manchmal das Gefühl, wir bewegen uns wieder auf ein vergleichbares staatliches Betreuungssystem zu, wie es im Zuge der Wiedervereinigung abgeschafft wurde. Wie passt das zusammen?

    Zitat

    Ein möglicher konstruktiver Ansatz könnte sein, das finanzielle Risiko "Arbeitnehmerin in Schwangerschaft" von der Arbeitnehmerin abzukoppeln, also komplett durch den Staat zu tragen. Im Gegenzug zu einer allgemeinen "Familienabgabe" der Unternehmen, die vieleicht an die Arbeitnehmerzahl und/oder deren Einkommen und Erfolgszulagen gekoppelt ist, und in jedem Fall (mit oder ohne Schwangerschaften) fällig ist.

    Das würde ich sowieso machen. Nicht nur bei Schwangerschaft auch beim Krankenstand. Was kann ich als Unternehmer dafür wenn mein Mitarbeiter privat einen Unfall hat und dadurch in Krankenstand geht? Wieso muss ich als Unternehmer den Arbeiter weiter bezahlen obwohl er keine Leistung erbringt? Das ist ja auch ein Problem dass viele Arbeiter dann gekündigt werden wenn der Krankenstand zu langer dauert.

    Zitat

    schon witzig, ein Mann der meckert wenn frauen allimente für ihr Kind kriegen, sagt im gleichen Atemzug: selbst schuld wenn die ein Balg kriegt und darum nicht arbeiten kann.... ;-D

    ??? Wer hat das gesagt?