• Gleichberechtigung der Geschlechter

    Ich habe einen Beitrag auf Youtube gesehen, indem eine hübsche junge Frau Männern Tipps gibt wie man Frauen behandeln soll. Darin heißt es auch, dass Männer unbedingt immer das Essen der Frau bezahlen müssen. Ich finde das schon ein "starkes Stück", vor allem weil ich beinahe täglich im Fernsehen Beiträge höre, wo Frauen fordern endlich den Männern…
  • 699 Antworten
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    Man kann nicht alles fairer machen, ohne Talente auszubremsen. Wer z.B. mit hoher Intelligenz geboren ist, wem Schule und Studium leicht von der Hand gehen, hat gegenüber den nur normal intelligenten einen unfairen und unverdienten Vorteil, den dieser jenige auch in finanzielle Vorteile für sich ummünzen kann.

    Genauso ist es. Aber unfair ist nicht mit unterschiedlichen talenten geboren zu sein- unfair ist wenn man intelligent ist und auf Grund seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung oder seiner sozialen oder ethnischen Herkunft Sachen nicht darf. Das ist nicht nur unfair sondern auch dumm.

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    In Norwegen ist diese Lücke kleiner, weil die Menschen durch staatliche Eingriffe dahin bewegt werden, dass Männer und Frauen sich gleich verhalten. Das Schließen der Lücke geht also auf Kosten der Freiheit.

    au contraire. Die Freiheit endet dort wo ich als Frau gezwungen werde mit dem Kind zu Hause zu bleiben und als Mann gezwungen werde den Versorger zu machen. Es geht nicht um da gleich verhalten müssen sondern um die gleichen Möglichkeiten haben.

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    Im Gegensatz zu Dir finde ich es also nicht schlecht, dass es so eine Lücke gibt. Wenn sie die logische Folge von Lebensentwürfen ist, die die Menschen sich ausgesucht haben, ist es mir egal, wie groß (oder klein) diese Lücke ist.

    Und wer sagt dass die Leute "es sich ausgesucht haben" – warum sind dann Leute für Veränderungen?


    Nach dieser "Logik" wäre es ja auch toll wen wir Sklavenhaltung und einen absolutistischen König hätten – weil dann "hätten es sich die Leute ja ausgesucht". Ich glaube zB nicht dass die Leute in Nordkorea es "sich ausgesucht haben" – und ich habe mir nicht "ausgesucht" automatisch zu Hause bleiben zu müssen sollte ich ein Kind bekommen nur weil ich eine Frau bin.

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    Vom Standpunkt der Gleichberechtigung der Geschlechter selber ist hingegen schon alles mögliche getan.

    Auch hier erliegst du einem Irrtum. In Parallelfaden zu "Mann Ende 30 ..." wurde heute ein Beispiel gebracht von einer ärztin die wieder arbeiten gehen will, Kinderbetreung gibt es nicht zu ergattern und dem Vater wurde im Job "durch die Blume" mitgeteilt wurde wenn ER in Elternzeit geht dass er seinen Job los ist.


    WO ist da Gleichstellung erreicht? Die Relaität sieht völlig ander suas, als die Gesetzeestexte – und wenn du Angst vor deinem Job haben musst nur weil du als MAnn dich auch um dein Kind kümmern willst – dann ist das eine Beeinflussung von Individuen durch gesselschaftliche Zwänge.


    Und ja, ich sehr hier sowohl eine Benachteilung von Vater UND Mutter!

    und noch mal an dich Goldtau das da

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    Statt Geschlechterkampf wäre es somit eher angebracht, solidarisch diejenigen, die Kinder erziehen, gesellschaftlich zu unterstützen: Durch Kinderbetreuungseinrichtungen. Durch Familien-Sozialarbeiter, die überforderten Eltern beiseite stehen. Durch Babysitter, die Eltern Erholung oder Teilhabe am kulturell-gesellschaftlichem Leben ermöglichen.


    Die Kinderbetreuungspraxis orientiert sich immer noch am Vorbild der nie krank werdenden Nur-Hausfrau und Mutter und der Großfamilie mit Kinderbetreuung durch Opi und Oma.

    ist auch das was ich meine! Ich habe bloß den Eindruck dass was du in diesem Beitrag gebracht hast ist 180° zu den meisten deiner anderen Beiträge %:|

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    Und ja, ich sehr hier sowohl eine Benachteilung von Vater UND Mutter!


    that's amore

    Genau! Hier werden BEIDE gleichermassen benachteiligt: Der Mann wird gehindert, seiner von ihm gewünschten Vaterrolle nachzukommen; die Frau wird gehindert, ihren Beruf auzuüben.


    Aber eben nicht durch Gesetze.


    Und hier sehe ich das Potenzial einer verstärkten Kinderbetreuung und Unterstützung Erziehender, unabhängig vom Geschlecht.


    Ebenso für Personen, die studieren oder promovieren. Im besten Alter, um Kinder zu zeugen oder zu empfangen – Mitte-Ende 20 – stehen diese Personen finanziell ungesichert noch in der Ausbildung (Studium). Auch hier müsste – unabhängig vom Geschlecht – Unterstützung da sein.


    *:)

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    Wer z.B. mit hoher Intelligenz geboren ist, wem Schule und Studium leicht von der Hand gehen, hat gegenüber den nur normal intelligenten einen unfairen und unverdienten Vorteil, den dieser jenige auch in finanzielle Vorteile für sich ummünzen kann.

    Ohne den sozialen Hinterhalt nützt die Intelligenz wenig. Und wenn der intelligente als Ansporn und Belohnung dafür bekommt, dass er bei gleicher Arbeitszeit mehr Resultat erzielt, ist das doch in Ordnung.

    Zitat

    Man kann nicht alles fairer machen, ohne Talente auszubremsen.

    Na klar kann man das.

    that's amore

    Zitat

    ist auch das was ich meine! Ich habe bloß den Eindruck dass was du in diesem Beitrag gebracht hast ist 180° zu den meisten deiner anderen Beiträge %:|


    that's amore

    Meiner Ansicht nach kommt dir das nur so vor.


    Meiner Ansicht nach werden Frauen nicht aufgrund ihres Geschlechts beruflich benachteiligt. Sondern aufgrund ihres Verhaltens oder ihrer Entscheidung für einen bestimmten Lebensentwurf, denn:


    Wer sich dafür entscheidet, Teilzeit oder gar nicht zu arbeiten, um das Aufwachsen seiner Kinder mitzuerleben, trifft (bewusst) eine Entscheidung. Da kann niemand erwarten, wenn er oder sie nach 10 Jahren wieder ins Berufsleben eintritt, auf derjenigen Karrierestufe wieder einzusteigen wie diejenigen, die diese 10 Jahre lang gearbeitet haben.


    Das ist aber keine Frage des Geschlechts, sondern der Lebensentwürfe.


    *:)

    Zitat
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    Man kann nicht alles fairer machen, ohne Talente auszubremsen.

    Na klar kann man das.


    sensibelman

    Wie denn?

    P.S.: Ich finde es gut, dass die Diskussion nun auf einem eher sachlichen Level angelangt ist, wo auch auf die differenzierten Argumente gehört wird. :)=

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    Das Schließen der Lücke ermöglicht Freiheit, nur, oh Wunder, entscheiden sich bei gleichen Möglichkeiten Männer und Frauen für eher ähnliche Lebenskonzepte.

    Also sind hier in Deutschland die Frauen mehr oder weniger gezwungen Elternzeit zu nehmen, weil die Väter es demzufolge nicht dürfen ? Oder liegt es schlicht und ergreifend daran, dass fast alle Mütter die Elternzeit selbst nehmen WOLLEN ?


    Solltest du hierzulande schon nur 50% aller Mütter davon überzeugen wollen nach bereits einem Monat wieder arbeiten zu gehen na dann viel Glück !^^

    Zitat

    Wer sich dafür entscheidet, Teilzeit oder gar nicht zu arbeiten, um das Aufwachsen seiner Kinder mitzuerleben, trifft (bewusst) eine Entscheidung. Da kann niemand erwarten, wenn er oder sie nach 10 Jahren wieder ins Berufsleben eintritt, auf derjenigen Karrierestufe wieder einzusteigen wie diejenigen, die diese 10 Jahre lang gearbeitet haben.

    Aber genau zu diesem Thema war letztens eine Frau im ORF Report, die sich beschwert hat wieso sie so wenig Pension bekommt. Obwohl sie ihr Leben lang Teilzeit gearbeitet hat, beschwerte sie sich und ist enttäuscht vom Staat. Ich frage mich, was hat sie erwartet? Millionen?

    Gerade gefunden:


    Die Dauerlohnlüge der Frauen


    ****


    [Verlinkung auf eine hetzerische Webseite durch die Moderation gelöscht]


    Zum Schluss wird es etwas hart, aber sonst "mein Red". :)^

    Also der Schund den du da verlinkst, ist ja das Übelste vom Üblen. Wenn du deine Einstellung aus solchem stinkenden Quark beziehst, wundert mich nichts mehr. Bist wohl auch noch ein Strache Anhänger, oder.

    Zitat

    Wer sich dafür entscheidet, Teilzeit oder gar nicht zu arbeiten, um das Aufwachsen seiner Kinder mitzuerleben, trifft (bewusst) eine Entscheidung.

    Das ist nicht einfach ein miterleben, sondern eine sehr wichtige und aufwändige Arbeit.

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    Da kann niemand erwarten, wenn er oder sie nach 10 Jahren wieder ins Berufsleben eintritt, auf derjenigen Karrierestufe wieder einzusteigen wie diejenigen

    Es geht um einen hinreichenden finanziellen Ausgleich für das Kindergroßziehen (nein, das Kindergeld ist nur ein Klacks). Es geht nicht darum, einen Karrieresprung zu ermöglichen.


    Das Kindergroßziehen ist elementare Basis jeder menschlichen Gesellschaft.


    Man könnte auch behaupten, Menschen machen nur Karriere weil es ihnen einfach Spaß macht, warum soll man diesen Spaß zusätzlich bezahlen?

    Zitat

    Solltest du hierzulande schon nur 50% aller Mütter davon überzeugen wollen nach bereits einem Monat wieder arbeiten zu gehen na dann viel Glück !

    Das hielte ich auch für sehr unklug. Männer können nicht stillen. Allein der medizinische Nutzen des Stillens ist nicht ersetzbar.

    Zitat

    Unser Date war dann quasi direkt 3 Dates: erstes, ausführliches Kaffeetrinken: hat er bezahlt, dann sind wir raus ins Grüne und haben uns was zu Essen besorgt (halbe halbe) und waren zum Abschluss noch was trinken (hab ich bezahlt).


    An dem Beispiel will ich Dir einfach nur mal aufzeigen, dass Kennenlernen nicht nach starren Mustern verläuft.


    L.vanPelt

    Hallo,


    ich finde, diese beiden Beiträge passen gut in ihrem Gegensatz und ihrer Gemeinsamkeit zusammen.


    Ich habe mir das Video ersten und zweiten Teil angeschaut.


    Ich stimme überein, dass Frauen durchaus die Männer ansprechen sollten, die sie interessieren.


    Ich denke aber, dass diejenigen Frauen, die selbstbewusst und locker genug sind, das ohnehin tun. Und die anderen schüchternen Frauen, die sich nicht trauen, Männer aktiv anzusprechen, sowas auch nicht tun werden, bloß weil ein selbsternannter männlicher Flirtratgeber das empfiehlt.


    Ich finde es doof, dass er teils je nach Situation dümmliche Flirtsprüche wie, "na, alles gut", oder, "mal sehn, wer eher [mit der Bestellung an der Bar] drankommt", als Anmachsprüche empfiehlt.


    Je nach Situation und Mann und Alkoholisierungsgrad mag das taugen, aber die intelligenten Männer, die auch noch alkoholisiert klar denken können, werden eine solche Frau teilweise als Dummchen abstempeln.


    Es gibt eben keine Patentrezepte zum Anbaggern.


    Im zweiten Teil gar geht es darum, die Männer zu erziehen. !?!


    Ich denke, das ist ziemlich dämlich.


    Wenn man sich kennenlernen will, dann doch wohl als Individuum, an dem man als Mensch mit individuellem Namen und Eigenschaften interessiert ist, und nicht als "männliches Geschlecht", das Frau erziehen will.? Hallo.?!?


    Von daher trifft es Lucis vanPelts Beitrag ins Schwarze, dass Kennenlernen nicht nach starren Regeln oder Mustern verläuft. Sondern individuell auf die beiden Kennenlernpartner angepasst verläuft.


    Die sich auf Augenhöhe begegnen. Die sich beide kennenlernen wollen.


    Und da lässt man doch nicht den Frust über frühere Entäuschungen aneinander aus. Sondern freut sich daran, jemand interessantes kennenzulernen.


    Da rechnet man auch nicht die Pfennige und Cents gegeneinander auf, aber achtet auch darauf, sich nicht gegenseitig zu übervorteilen. Zum Beispiel.


    Ich denke, ein wichtiger Punkt bei Dates und Kennenlernen und Ansprechen ist, dass nicht einer als unterwürfiger Bittsteller auftritt, der irgendetwas erbettelt. Sondern, dass man sich auf Augenhöhe gegenseitig Angebote unterbreitet, die der oder die andere annehmen oder ablehnen kann, ohne dass man sich selber etwas vergibt oder als der oder die Gelackmeierte dasteht.


    Aus einer unterwürfigen Bettelhaltung heraus, oder einer verbitterten Pseudo-Ablehnungshaltung heraus – so glaube ich – erreicht man Beziehungsmässig gar nichts.


    *:)