@ hellosunshine123

    Zitat

    naja, sie zerbricht ja nicht an ihrem Leben, dass hat sie sich alles schön geredet und mittlerweile stimmt das für sie so.

    Wenn es für sie stimmt, dann stimmt es für sie. Punkt. Egal aus welchen Gründen.

    Zitat

    Aber sie zerbricht daran, wie wir über unseren Vater denken

    Na also. Sie leidet nicht unter eurem Vater, sondern unter euch.


    Ich kenne so einige Beziehungen die ich nicht verstehen kann. Bei denen ich sage niemals nie könnte ich mit diesem Mann oder dieser Frau. Aber wer bin ich denn ihnen da reinzureden wenn sie selbst damit zufrieden oder sogar glücklich sind? Und mich würde es extremst nerven und mich auch verletzten wenn mir jemand meine Beziehung madig machen wollte. Vor allem meine eigenen Kinder.

    Zitat

    Aber soll ich meine Mutter jetzt einfach alleine lassen mit ihrer Trauer?!

    Nein. Doch der Grund für ihre Trauer bist doch du? Du kannst ihr die Trauer nehmen in dem du dich zukünftig aus ihrem Eheleben raushältst.

    @ BlaueAster

    Zitat

    Gerade die Väter der Nachkriegs-Generation zeigen ihre Liebe ganz anders, versteckter, als das heute so üblich ist.

    Nachkriegsgeneration? Was denkst du wie alt die Eltern der Fadenerstellerin sind? :-o ;-D

    N'Abend,


    ich halte es für falsch, der TE vorzuwerfen, sie sei "der Grund für den Kummer ihrer Mutter". Oder du dir selbst, Hellosunshine123.


    Ich glaube, deine Mutter hat sich eine hübsche kleine Illusion zusammengebaut, nach der doch alles in bester Ordnung ist. Vermutlich ist das für sie eine Überlebensstrategie, um es mit so einem Mann überhaupt auszuhalten (der sie, wie Du schreibst, niedermacht, kontrolliert etc. mit Sätzen wie "das ist jetzt deine letzte Reise" - was ja schon bedrohlich wirkt).


    Dass ihr Kinder nicht so tut, als wäre alles Friede, Freude, Eierkuchen, das stört ihre Illusion natürlich. Findest Du es nicht nicht auch ganz schön egozentrisch von ihr, dass sie von euch Kindern erwartet, auf eure Kosten (!) ihre Illusion aufrechtzuerhalten? Ich lese hier nur, dass es sie bekümmert, dass ihr euch folgerichtig von eurem Vater distanziert, aber ich lese nichts darüber, dass es sie bekümmert, wie es euch eigentlich geht, ihren Kindern, Dir und Deinem Bruder. Macht Dich das eigentlich nicht sauer?


    Ich habe in meiner Familie eine ähnliche Konstellation - Distanzierung von der Mutter, früher habe ich unwillkürlich immer zu meinem (ach so gutmütigen) Vater gehalten. Dann musste ich begreifen, dass mein Vater auf seine Art mega-egoistisch ist, weil er von mir die Aufrechterhaltung SEINER Illusion verlangt. Ich habe begreifen müssen, dass er grundsätzlich zu meiner Mutter hält - er will es so! Und auch Deine Mutter will es so und sie will, dass Du mitspielst! Ich lese nicht heraus, dass sie sonst besonders viel interessiert. Das ist herzlos - ja genau, herzlos! - Euch Kindern gegenüber.


    Alles Gute!