@ Thea58

    Da hast du natürlich Recht @:) !


    Ich hatte gestern tatsächlich nochmal darüber nachgedacht, sogar bevor ich deinen Beitrag gelesen habe. Vielleicht ist Introversion/Extraversion tatsächlich nicht die ganz korrekten Begriffe für das, was ich meine. Vielleicht trifft es besser "sich und andere im Blick haben" und "nur sich im Blick haben". Aber ich hoffe, es wird trotzdem klar, was ich meine, und - wie gesagt - stimme ich dir in deiner Darstellung ja auch zu @:) .

    Und: Ich wollte auch niemanden aus der "Gruppen-sind-schwierig"-Gruppe (welch Ironie ;-D ) ausschließen. Mir ist das nur bei Forensiker, Polarfuchs und mir selbst besonders ins Auge gesprungen. Aber klar darf sich da jeder einreihen, dem es auch so geht @:) !

    Zitat

    Gruppen finde ich oft, vielleicht sogar meistens, anstrengend. Endlose Gespräche über Dinge, die mich nicht interessieren, und bei denen ich mich früher oder später innerlich ausklinke. Oder Diskussionen über Dinge, die mich eigentlich interessieren, bei denen aber einige Diskussionsteilnehmer so dermaßen von sich und ihrer Meinung überzeugt sind, dass ich jegliche Lust an der Diskussion verliere.

    Jaaa - das kenne ich auch! Schrecklich, sowas. Letztens hatte ich mal den Beruf meines Partners erwähnt und da tritt doch echt jemand ne Diskussion darüber los, dass der Beruf viel zu gut bezahlt wird. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Ich fand das super-respektlos, war doch klar, dass ich gerade über meinen Partner spreche. Ich habe dann natürlich versucht, die Situation meines Partners zu verteidigen, aber da war die andere Person dann taub für. Man kann über sowas ja prinzipiell mal diskutieren, aber in dem Kontext? Hallo? Ich diskutiere ja auch nicht über die Flüchtlingsproblematik, wenn mir jemand erzählt, seine Freundin kommt aus Syrien oder so.


    Oder auch Leute, die stundenlang über sich und ihren Job reden können *würg*. Und die merken dann noch nicht mal, dass man sich langweilt, weil es ja immer 1, 2 "Interessierte" gibt, die lauschen oder mitreden, wenn sich mal die Chance bietet.

    Wombats,

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    1. Ich bin kein Statist und kann durchaus die Gruppe beeinflussen, bzw. Impulse geben. Natürlich kann man das Grundnaturell einer Person, die gerne Monologisiert nicht ändern, aber das steht uns auch nicht zu, was mich zum zweiten Punkt bringt:

    das mit den Impulsen ist vielleicht schon irgendwie entscheidend - wobei ich es eigentlich vorteilhaft finde, wenn alle etwas beitragen. Ich will dem jetzt keinen altruistischen Anstrich geben, weil es mir ja schon um mein eigenes Erleben geht, aber ich finde es ebenso schwierig, wenn in einer Gruppe wenige zu sehr den Ton angeben. Solche Signale können sehr subtil sein und auf eine Gruppe treffen, sie sich gerne führen lässt. Vielleicht mag ich auch einfach nur keine Führung, von beiden Seiten ":/ Also möglichst euphemistisch gesagt: Ich bin freiheitlich veranlagt ;-)

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    2. Ich kann durchaus lernen mit Dingen, die nicht meiner Vorstellung entsprechen, umzugehen. Das sehe ich als Übung. Um obiges Thema aufzugreifen: wenn uns etwas begeistert haben wir doch alle die Tendenz ausschweifend und lange darüber zu sprechen. Wieso sollten wir sowas einer anderen Person nicht auch zugestehen? Auch wenn wir vielleicht den Grund dazu nicht verstehen. Personen die gerne ihren Senf dazu geben, sollen das ruhig machen... wenn es mich selbst betrifft weise ich darauf hin, dass es für mich nicht von Interesse ist und damit hat es sich meistens schon erledigt.

    Ich finde, manche übertreiben es einfach mit dem Raum, den sie beanspruchen, undzwar nicht einfach nur situationsbedingt. Vielleicht ist das bloß das alte Spiel mit Extrovertierten und Introvertierten. Wo andere meinen, etwas in die Hand zu nehmen, sehe ich oft nur, dass sie die Eigendynamik der Gruppe kleinhalten.


    Ansonsten, ja, ich übe mich ja schon im Buddhismus :)D

    Lord Hong,

    Zitat

    Mir scheint du bist in der Gruppe das Inverse Element bezüglich der zweistelligen Verknüpfung der Gruppe.

    Gruppentheorie ist bei mir irgendwie zu lange her, aber das soll wohl heißen, dass ich eine Gruppe auf ihre Individuen herunterbreche (gedanklich oder auch faktisch), wodurch etwas Neues entsteht?


    Meine kleine Gesellschaftsmathematik lautet übrigens so:


    1+1=3, da ich den Mehrwert von Gesellschaft durchaus anerkenne.


    Gleichzeitig gilt aber auch so näherungsweise:


    1+1+1+1+1=-5.

    Mehno,

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    Mhhm, ich glaube, mit "Forensiker" hast Du Dir einen passenden Nick ausgesucht ;-D

    Ich wollte erst einen anderen, aber darin kam eine (inhaltlich völlig anderes zu verstehende) Zeichenkombination vor, die von der Forensoftware als anstößig erkannt wurde, ohne dass ich nur im Entferntesten darauf hinausgewesen wäre. Das hat am Rande auch etwas mit dem Thema zu tun Seufz ;-)

    Zitat

    Um Deiner Frage nachzugehen: Mir geht es nicht so und ich finde es immer spannend, anderen zuzuhören und deren Erlebnisse, Standpunkte und Erfahrungen mitgeteilt zu bekommen. Es führt regelmäßig dazu, meine Sicht auf Situationen und Dinge zu verändern - auch wenn es nur belanglose Dinge sein sollten.

    Streiche das "immer" und ich kann es tatsächlich unterschreiben, sofern ich in einer einigermaßen passenden Gruppe unterwegs bin. Insofern lese ich z. B. auch deinen Beitrag gerne in diesem Sinne. Ich lege allerdings auch als Zuhörer Wert darauf, irgendwie berücksichtigt zu werden. Manchmal bekomme ich etwa den Eindruck, die zehnte Projektionswand für die gleichen Erlebnisse zu sein, die jemand vor allem für sich selbst erzählt.

    parazellnuss,

    Zitat

    Ein guter Beitrag, der allerdings zu ergänzen wäre:


    In der diametralen Fischphasenverschiebung ergänzt oft die Isistierung, als Prellbock von Argumenten, so zu sagen, eine gewisse Abwehrhaltung.

    ich fand den Beitrag auch durchaus inhaltlich gut, denn er lässt auch auf eine Beschäftigung mit meinem Beitrag erkennen.


    In deinem Beitrag finde ich wiederum Anschauungsmaterial im Sinne des Fadens. D. h. in einer Gruppe fühlt sich jemand zu dem Versuch motiviert, andere zu nerven. Verstehe ich zwar nicht, weil man hier erstmal einen Faden aufsuchen muss, um überhaupt etwas zu schreiben - stört mich aber auch nicht, da es nicht wirklich neu oder orginell wäre ;-)

    _Polarfuchs_,

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    Geht dir das auch so in Gruppen, in denen als Tätigkeit nicht das Reden und sich unterhalten im Vordergrund steht, sondern ein gemeinsames Hobby?


    Dass du dich gelangweilt fühlst in Gruppen, in denen es außer Miteinander-Reden nichts zu tun gibt, kann ich gut verstehen. Gerade wenn du dich lieber mit ein oder zwei Personen gemeinsam unterhälst. Manchmal entwickelt bzw. ergibt sich das in solchen größeren Gruppen so, dass man sich mit Gleichgesinnten etwas separiert zusammenfindet; quasi als deutlich angenehmere Kleingruppe innerhalb der Großgruppe. Aber wenn da natürlich kein Gleichgesinnter ist und böse gesagt alle gebannt der Gruppenlaberbacke lauschen, fände ich das auch langweilig und würde die Gruppe ein bisschen räumlich unauffällig verlassen (nach Draußen gehen o. ä.) und später wiederkommen oder mich geistig-innerlich ausklinken von der Umgebung oder unauffällig Sozialstudien betreiben - oder gar nicht erst hingehen.

    das ist eine gute Frage, da es mir in Aktivitäten-getriebenen Gruppen eher nicht so geht. Da scheint es mir dann irgendwie mehr Gemeinsinn zu geben. Vielleicht ist das nur meine Wahrnehmung, vielleicht ist es aber auch schon der "Geburtsfehler" von solchen Rede-Grupen, dass alle meinen, es müsste immer jemand etwas sagen - dass niemandem etwas einfällt, wird's da nämlich nicht geben, da muss etwas raus, und wenn es noch so bescheuert ist :=o


    Dieses Gruppen-Bullshit-Bingo kann ich nicht haben und habe alles was du hier schreibst auch schon gemacht. Temporär oder ganz zu gehen hilft sicherlich, ich mag das aber auch nicht zu plötzlich mit einem halben Bier vor mir machen, solange niemand grob unhöflich wird, es soll einfach nicht wie ein vorwurfsvoller Abgang aussehen, was es auch nicht ist. Da geht es durchaus auch darum, dass ich oftmals die einzelnen Personen schon sehr zu schätzen weiß, nur im Zusammenwirken etwas entsteht, was mir nicht gefällt. Und ich muss mich immer schon selbst dazu bringen, wirklich zu gehen, vorzugsweise bevor es mich zu sehr nervt, da sitze ich dann vielleicht auch gedanklich-emotional einfach wieder als Kind am Küchentisch :)D Dass ich mich manchmal mit Gleichgesinnten zusammenfinden kann, ist ja überhaupt erst der Sinn, zu solchen Gruppen zu gehen. Da hängt's dann sehr von der Dynamik ab und den Umständen. Vielleicht sollte ich das Rauchen wieder anfangen, um solche Zustände gemeinsam mit anderen zu durchbrechen. Was mir auch immer wieder positiv auffällt sind laute Musikkneipen, wo die Lautstärke so einen Unsinn gar nicht zulässt ]:D


    Das innerliche Ausklingen versuche ich mittlerweile immer nur temporär zu machen, weil es dann ja wirklich keinen Spaß macht sondern das Beisammensein nachhaltig verleidet, da muss dann eine Exit-Strategie her.

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    Dann gibt es Menschen, die einfach ein bisschen egozentrisch ticken, im Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit stehen wollen und nicht zuhören können oder wollen. Die reden am liebsten selbst statt anderen zuzuhören.


    Was auch noch sein kann ist, dass du auf andere so wirkst, als ob man dich immer erst ein bisschen bitten müsste bzw. dir alles aus der Nase ziehen müsste ??ich finde diese Redewendung eklig, aber mir fällt gerade keine treffendere Beschreibung ein.??. Das ist vielen (verständlicherweise) zu anstrengend.

    Da ist auf jeden Fall auch etwas dran. Ich erlebe es immer bei zwei Freundinnen, dass die eine (eher introvertiert) mir z. B. etwas mitteilt. Erzähl ich es dann der anderen beiläufig, kommt von ihr immer "Man, warum hat sie das denn mir nicht erzählt?". Und ich kann mir jedes mal schon vorstellen, warum: Weil zweitere der ersteren wahrscheinlich erstmal ihren ganzen gestrigen Tag erzählt hat und nichtmal darauf kam auch mal nachzufragen. Da geht es auch um Persönlichkeiten, ich finde aber auch, dass es irgendwie zum guten Ton gehört, jemandem bewusst den Raum zu geben. Das wird aber vielleicht jemand Extrovertiertes nicht verstehen, der Raum ist ja immer da, HaHa.

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    Worum genau geht es dir mit deinem Thread? Das ist mir nicht so recht klar geworden. Darum, bo andere das auch kennen? Darum, warum du so tickst? Oder darum, wie du (trotzdem) Freunde finden kannst? Oder etwas anderes?

    Um alles dies, plus einen etwaigen therapeutischen Effekt - also das Thema einzugrenzen und ihm damit eine gewisse Schwere zu nehmen, Handlungsoptionen zu finden oder zu hinterfragen, Rückmeldungen aller Art zu bekommen (hilfreich durchaus auch, wenn sie in eine völlig andere Richtung gehen, vor allem aber die verständigen, da die Erlebnisse ja zunächst aussehen, als stünde jeweils ich alleine gegen die Gruppe, die Gruppenseite bekomme ich also zur Genüge zu sehen, meine eigene sehe ich bisher nur bei mir).

    Ella71,

    das klingt ganz klug und mir kommt alles was du schreibst auch bekannt vor. Ich beschäftige mich allerdings noch nicht so lange mit diesem konkreten Thema, vielleicht auch deshalb, weil ich vorher noch in anderen Problemen gewatet bin und sich der Nebel jetzt ein bisschen lichtet ^^ Aber ich will da auch bewusst meinen Weg gehen, was mir bisher immer besser gelingt. Schlussendlich helfen mir die Gruppen dabei eigentlich auch, denn sie bewegen mich zu meinem eigenen Weg.

    Thea58,

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    Während ich Deinen Beitrag las, habe ich mehrfach heftig genickt und mich gleichzeitig weniger exotisch gefühlt. Ich kenne all das gut, auch wenn ich durchaus offen und kommunikativ bin. Ich kenne das Gefühl der Langeweile in Anbetracht der Themen, aber auch der epischen Breite der Erzählungen über für mich banale Dinge. Manchmal breitet sich in solchen Gruppen-Momenten ein Gefühl tiefer Einsamkeit in mir aus. Was hilft, sind in der Tat 2er Gespräche auch und gerade über dieses Thema. Ich mag Gespräche mit Menschen über Dinge, die anderen zu tiefgründig und zu ernst sind. Daran halte ich mich fest und versuche, manchmal auch loszulassen und selbst mal banal zu sein. Erfüllung finde ich dabei in der Gruppe aber nicht. Dabei werde ich gleichzeitig geschätzt als gute Zuhörerin.


    Ich beschränke meine Gruppen-Kontakte auf ein Minimum und pflege die Freundschaften, in denen ich mich wohlfühle. Meine Erfahrung ist, dass es mir nicht oft gelingt, mich einer Gruppe so anzupassen, dass ich mich wohlfühle, wobei ich aber gleichzeitig die Fähigkeit habe, für eine Gruppe eine Wohlfühlathmosphäre zu erzeugen...ohne dass jemand merkt, dass es mir anders geht. Eine Lösung, einen Weg muss letztlich jeder der so "tickt" selbst finden. Ich habe meinen gefunden, aber es hat lange gedauert.

    das ist wie ich schon schrieb auch ein Sinn dieses Fadens. Freut mich, dass er auch dir hilft, dich ein Stück weniger exotisch zu fühlen @:) Mir geht es nämlich auch so. Ich wusste schon, dass sich die Antworten irgendwo in dem Spektrum "Hä, was will der denn" und "kommt mir irgendwie bekannt vor" bewegen würden. Dass jemand einfach nur "Ja" sagen würde, wusste ich nicht. Tatsächlich kann ich mich alleine auch kaum einsamer fühlen als in einer vertrackten Gruppensituation, die für mich ungefähr den sozialen Mehrwert eines Marktbesuches hat, wo Leute bei Fischgeruch quer durcheinanderlaufen, plötzlich stehen bleiben oder rumtrödelnd in matschiges Obst treten und schreiend ihren Krempel anpreisen :=o


    Dass du in einer Gruppe eine Wohlfühlatmosphäre erzeugen kannst, verstehe ich so, dass du die Bedürfnisse der Gruppe stärker wahrnimmst und förderst als andere und dich darüber selbst ein Stück weit vergisst. Komisch, dass gerade das dich Gruppen dann schwer aushalten lässt, während Egozentriker dann Gruppenmenschen par excellence sind - um da dann was ":/ zu tun.

    Cinnamon4 *:)

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    Wie witzig ;-D . Gerade dachte ich, Polarfuchs, du und ich sollten eine Selbsthilfegruppe aufmachen. "Gruppen, Nähe, Distanz und andere nervige Sachen" ;-D ! Zumindest haben wir ja gerade alle soziale Themen in diese Richtung zu bearbeiten.

    So ein Zufall, dich hier zu treffen ]:D


    Gute Idee, ich dachte ja eh schonmal an eine Gruppentherapie, sozusagen im Auge des Sturms ;-D

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    Ich habe mich auch stark wiedererkannt in deinen Beiträgen und zähle auch eher zu den Menschen, die denken: "Boah, hör doch mal auf zu labern! Ich bin auch noch hier!" Gerade in meiner letzten Gruppe war das schlimm. Ich fühle mich auch am wohlsten mit Menschen, die mal was erzählen, aber auch nachfragen - wo es eben so ein Geben und Nehmen ist. Andere haben dafür manchmal den Eindruck, man müsse mir alles aus der Nase ziehen - wie Polarfuchs schreibst. Das verstehe ich immer nicht. Ich lasse anderen gerne Raum, zu erzählen, und frage auch nach, hätte aber eben gerne auch dasselbe Maß an Interesse zurück.

    Den Spruch mit dem aus der Nase ziehen kenne ich natürlich auch, wobei das übersetzt bei mir und anderen meist nichts anderes heißt als einfach auch mal nachzufragen, von mir aus auch erst nach 10 Minuten Monolog (aber nicht nach 20, das ist dann zu spät) :=o Ich habe bei einigen extrovertierteren immer den Eindruck, dass sie auch immer ein positives Feedback erwarten, wobei man auch schon an einer Frage ein persönliches Interesse sehen könnte, wenn man sie denn überhaupt mal abwartet. Und die Chance für ein positives Feedback wird umso kleiner, je mehr sich jemand selbst so ausbreitet, nicht selbst auch mal etwas fragt und am Ende auch auf Rückfragen im Monolog maximal einen kleinen Schlenker einlegt und dann einfach weiter im eigenen Film ist und textet - da sehe ich mich dann nämlich wieder als x-beliebige Projektionswand, da könnte man auch einfach jemanden anders hinstellen, ggf. auch einen Pappkameraden.

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    Ich fühle mit dir :)_ !

    :)_

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    Übrigens: Ich denke, dass Introversion nichts Schlechtes ist. Nur harmoniert es dann eben manchmal mit Extrovertierten nicht so gut. Vielleicht solltest du dann nach Orten suchen, wo es tendenziell auch mehr Introvertierte gibt. Mir fallen da jetzt nur so Klischees ein wie ein Schachclub oder so ;-D . Aber vielleicht fällt dir ja noch was Besseres ein @:) !

    Also für Schach bin ich wirklich nicht Kopfmensch genug. Ich mag weder so strategisch denken noch glaube ich, da passende soziale Kontakte zu finden. Aber ich habe durchaus einige Tätigkeiten gefunden, die noch mehr einen kulturellen Touch haben und wo der Umgang auch ein bisschen ruhiger und weniger egozentrisch ausfällt.


    Ich sehe die Angelegenheit allerdings auch wie ihr schon geschrieben habt nicht als reines intro- vs. extrovertierten-Thema. Ich bin zwar schon eher introvertiert, aber auch irgendwie einigermaßen anpassungsfähig. Ich habe bloß öfters in solchen Gruppensituationen den Eindruck, dass sie bei mir etwas hervorbringen, was gar nicht mehr als Charaktereigenschaft durchgeht - einfach wie ein falsches Puzzleteil, das man noch so drehen & wenden kann, da ist einfach kein Platz für.

    Ristridin_vom_Süden,

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    Gruppen finde ich oft, vielleicht sogar meistens, anstrengend. Endlose Gespräche über Dinge, die mich nicht interessieren, und bei denen ich mich früher oder später innerlich ausklinke. Oder Diskussionen über Dinge, die mich eigentlich interessieren, bei denen aber einige Diskussionsteilnehmer so dermaßen von sich und ihrer Meinung überzeugt sind, dass ich jegliche Lust an der Diskussion verliere.

    Diskussionen mag ich sowieso nicht - für mich sehen die immer so aus, als wollten alle die anderen überzeugen und gleichzeitig um keinen Preis von ihrem Standpunkt abweichen - was für eine Zeitverschwendung :=o


    Ein interessantes Gesprächsthema kann mir allerdings auch durch den Stil verleidet werden.

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    Das heißt aber nicht, dass es bei Zweiergesprächen immer viel besser ist. ]:D Ich habe gerade in letzter Zeit ein paar Leute kennengelernt, die einen stundenlang zulabern, selber aber kaum an einem interessiert sind. Wenn sie mir dann mal eine Frage stellen, ist es etwas in der Art: "Kennst Du den Film XY?" In aller Regel kenne ich den Film nicht, woraufhin sie schockiert sind oder tun und mir dann lang und breit die Handlung erzählen... %:|

    Also da kommt es wirklich auf die Leute an. Ähnliches habe ich auch schon erlebt aber das ist dann einfach eine Frage der Auswahl von Sozialkontakten. Übrigens kann man interessanterweise auch eine Gruppe als Schutzschild gegen sowas nutzen ^^ Vielleicht ist da tatsächlich eine Gruppe noch die bessere Wahl als ein einzelner, unpassender Kontakt.