Habe Angst, alleine zu bleiben...

    Hallo,


    überall wo ich nur hingucke, üüüüberall: glückliche Paare. Beziehung, Verlobung, Heirat.. wie das halt so ist.


    Ich brauche nur in die örtlichen Hochzeitsanzeigen gucken, min. einen ihn oder sie "kenne" ich. Etliche haben auch schon Kinder. Auch meine ganzen Cousinen und Cousins sind schon unter der Haube oder kurz davor oder führen zumindest (glückliche) Beziehungen.


    Ich gehe mittlerweile schon auf die 31 zu, hatte bisher leider auch tlw. wirklich schwierige Beziehungen. Hatte erst 4 richtige Beziehungen, wobei 2 davon jeweils 4-5 Jahre andauerten. Eine davon war besonders extrem und richtig Psycho. Ich kam trotzdem nicht von ihm los. Auch heute noch tut es mir irgendwie weh, wenn ich an ihn denke, weil extrem viel passiert ist, was mich psychisch alles andere als stark gemacht hat.. Aber das ist eine andere Geschichte.


    Die letzte Beziehung liegt zwar nur 1 Monat zurück und ist auch die kürzeste meines Lebens gewesen (ER hat Schluss gemacht!! Das kam bisher auch noch nicht vor). Trotzdem bekomme ich wirklich langsam ein wenig Panik, einfach nicht den "Richtigen" für mich zu finden.


    Das alles liest sich jetzt wahrscheinlich so, als würde ich nur den Männern die Schuld geben, aber ne ne ne, ich weiß, dass immer 2 dazugehören. Psychisch bin ich leider nicht die Stabilste, bin sehr sensibel und ängstlich, zebreche mir über vieles den Kopf. Vllt merken das die Typen??


    Im Kopf hab ich auch was und am Aussehen kann es auch nicht liegen, man kann mich vorzeigen (ich bin alles andere als eingebildet oder arrogant) und ich weiß, dass mich einige gut finden.


    Aber jeder Mann, den ich irgendwie nur ansatzweise sympathisch und toll finde, ist natürlich schon liiert, verheiratet, schwul oder sonst was. :-(


    Zum Glück habe ich (bisher) keinen Kinderwunsch. Eine Arbeitskollegin ist 35 und bei ihr klappts leider auch nicht so mit den Männern. Sie wünschte sich so sehr ein Baby, aber sagt nun, dass sie sich langsam damit abgefunden hat alleine zu bleiben. Ich finde das so schlimm und traurig!!


    Ich kann und will mich nicht damit abfinden!!


    Ich weiß auch nicht so recht, was ich mir hiervon erhoffe, es tut aber ein wenig gut es von der Seele zu schreiben.


    Gibt es Gleichgesinnte?

  • 7 Antworten

    Mach Dir keine Gedanken darüber und setze dich vor allem nicht unter Druck.


    Ich bin gut 20 Jahre älter und mein Umfeld besteht größtenteils aus Geschiedenen und Getrennten.


    Tauschen möchte ich mit keinem von denen. Viele von ihnen sind depressiv, obwohl sie alles haben/hatten (tolle Hochzeit, Partner, Kinder, ein Haus, guten Job etc), aber trotzdem sind sie unglücklich und unzufrieden.


    Ich kenne auch tatsächlich nur eine gute Beziehung, die schon länger als 10 Jahre läuft.


    Ich lebe bewusst als Single (ich hatte 2 längere Beziehungen) und kann nicht verstehen, was manche sich für Zwänge auferlegen, um dann damit unglücklich zu sein.

    Zitat

    und kann nicht verstehen, was manche sich für Zwänge auferlegen, um dann damit unglücklich zu sein.

    meinst du damit, die ehe sei ein versuch, probleme zu zweit zu bewältigen, die man alleine gar nicht hätte ":/ ;-)

    Zitat

    Psychisch bin ich leider nicht die Stabilste, bin sehr sensibel und ängstlich, zebreche mir über vieles den Kopf. Vllt merken das die Typen??

    Es gibt durchaus Männer, die das anziehend finden.

    Zitat

    Eine Arbeitskollegin ist 35 und bei ihr klappts leider auch nicht so mit den Männern. Sie wünschte sich so sehr ein Baby, aber sagt nun, dass sie sich langsam damit abgefunden hat alleine zu bleiben. Ich finde das so schlimm und traurig!!

    Man muss sich nicht damit abfinden. Ich habe meine Frau mit 42 gefunden, sie war da 39 gefunden. Unser Sohn ist 14.

    Eine Gleichgesinnte bin ich nicht, allerdings fällt mir in Deinem Post folgendes auf:

    Zitat

    hatte bisher leider auch tlw. wirklich schwierige Beziehungen. Hatte erst 4 richtige Beziehungen, wobei 2 davon jeweils 4-5 Jahre andauerten. Eine davon war besonders extrem und richtig Psycho. Ich kam trotzdem nicht von ihm los. Auch heute noch tut es mir irgendwie weh, wenn ich an ihn denke, weil extrem viel passiert ist, was mich psychisch alles andere als stark gemacht hat.. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Das ist eine andere Geschichte, das stimmt. Und ein Hinweis, zu reflektieren, woran es lag, dass die Beziehung so "psycho" verlaufen ist und was Dein Anteil dran war und warum Du nicht von ihm loskamst.

    Zitat

    Die letzte Beziehung liegt zwar nur 1 Monat zurück und ist auch die kürzeste meines Lebens gewesen (ER hat Schluss gemacht!! Das kam bisher auch noch nicht vor). Trotzdem bekomme ich wirklich langsam ein wenig Panik, einfach nicht den "Richtigen" für mich zu finden.

    Ein Monat Single ist wirklich keine Zeit, um sich Sorgen zu machen. Im Gegenteil. Verarbeite diese und Deine vorgängige Beziehung doch erstmal, bevor Du Dir Sorgen um ein dauerhaftes Singleleben machst. Die Gefahr, dass Du in die nächste unglückliche Beziehung hinein schlitterst, sehe ich jedenfalls als größer an, als dass Du dauerhaft Single bleiben wirst.

    Zitat

    Das alles liest sich jetzt wahrscheinlich so, als würde ich nur den Männern die Schuld geben, aber ne ne ne, ich weiß, dass immer 2 dazugehören. Psychisch bin ich leider nicht die Stabilste, bin sehr sensibel und ängstlich, zebreche mir über vieles den Kopf. Vllt merken das die Typen??

    Willst Du daran arbeiten? Jetzt wäre die Zeit dafür! Wenn Du für Dich selbstbewusst und glücklich bist als Single, sind das die besten Voraussetzungen um in eine glückliche und langfristige Beziehung zu starten!

    Hey Mystery6,


    Den ersten Schritt hast Du bereits getan und schreibst Dir Deine Sorgen von der Seele. Das ist ein wichtiger Schritt. Ab und zu kommt leider alles zusammen: Die letzte Beziehung ist gescheitert und überall sieht man glückliche Paare, die sich dann auch noch das Ja-Wort geben. Sicherlich ist man da sensibilisiert und nimmt die anderen nicht so wahr. Du bist noch so jung. Eine Kollegin hat mit 40 ihr erstes und mit 42 das zweite Kind bekommen. Sie hat auch erst mit Ende 30 die Liebe des Lebens gefunden. Also kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Eines Tages findest Du ganz sicher Mr. Right. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass Du das Erlebte für Dich verarbeitest und einen freien Kopf bekommst. Genieße Dein Leben und mache das, wonach Dir ist. Dann wirst Du sehen, dass Du auch so super glücklich bist, Du Dich stabilisierst. Dieses strahlst Du dann auch aus und findest dann garantiert Dein Glück.


    Ich weiß, es ist leichter gesagt als getan, aber "just do it", ab und zu verrückt sein. Ich wünsche Dir jedenfalls von ganzem Herzen viel Glück und Kopf hoch.

    Das was du durchmachst nennt sich eine


    Mitlifecrysis umgangsprachlich.


    Keine ahnung ob ich das richtig geschrieben habe.


    Deine sorgen kommen mir nur allzuschnell bekannt vor, auch ich war an diesem Punkt im Leben aber aus anderen gründen.


    Wie ich aus dieser depression heraus gefunden habe. Nun ja ich habe mich ganz einfach der Karriere verschieben und akzeptiert das ich nienals in der Lage sein werde eine Fazinierend zu haben.


    Seitdem ich mir diese entscheidung verdeutlicht habe und mir dessert belustitgt bin geht es mir Besser.


    Ich habe mein Fern-Studium angefangen, neben meinem Beruf.


    Ich mache regelmäßig Yoga was mir hilft mich von stress zu befreien und habe erkenne das man auch so sehr glücklich sein kann.


    Lass die liebe und die Sonne wieder in Dein Herz Sei einfach. HIPPIE


    Sei glücklich verrückt und Frei.


    Ps. Ich Arbeite auf einem Kreuzfahrtschiff und lebe dort.


    Was gibt es schöneres auf der Welt als Single :)*


    Peace

    Gleichgesinnte gibt es durchaus. Aber ich gehe anders mit der Situation um.


    Und ich glaube ein anderer Umgang mit der Situation des Alleinseins könnte auch hilfreich für Dich sein.


    Du schreibst von zwei längeren Beziehungen; eine davon hat Dir psychisch zugesetzt und lässt Dich heute noch nicht richtig los. Warum ist das so? Wenn ich Deinen Text lese, gewinne ich den Eindruck, dass Du nicht richtig mit der Vergangenheit abschließen kannst und eine romantisch idealisierende Vorstellung von Beziehungen hast. Ich kann den Wunsch nach Zweisamkeit gut nachvollziehen und auch das es weh tut, wenn man sich etwas wünscht, was man (im Moment) nicht hat.


    Aber in der Realität ist es leider so, dass auch die glücklichsten Beziehungen gelegentlichen Belastungsproben ausgesetzt sind und wenn die Phase der Verliebtheit vorbei ist, sieht man auch die nicht so schönen Seiten des Partners oder der Partnerin.


    Hier schreibst Du:

    Zitat

    weil extrem viel passiert ist, was mich psychisch alles andere als stark gemacht hat.. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Ist das wahr; ist das eine andere Geschichte? Oder hängt das vielleicht mit Deinen Beziehungsmustern zusammen?


    Auf jeden Fall ist es Deine Geschichte und ich sehe schon irgendwie einen Zusammenhang. Wenn ein Mensch sich schwach fühlt, unter Einsamkeit leidet und sich bereits nach einem Monat des Single Daseins fragt, ob er auf ewig allein bleiben wird, ist das für mich auch ein Zeichen von "Selbstunsicherheit". ein stabiler und in-sich-ruhender Mensch wird wahrscheinlich auch traurig über das Ende einer Beziehung sein, aber er sagt sich: So what?!? Ich komme auch als Single durch mein Leben.


    Das ist ja gar nicht Dein Ziel, aber wenn es tatsächlich so käme, wer sagt denn das Du zwingend als "verknöcherte alte Jugfer" sterben wirst.


    Um potentielle Partner kennen zu lernen, musst Du auf jeden Fall mehr tun, als den IST-Zustand betrauern. Du musst unter Menschen, Kontakte knüpfen und offen auf Dein Gegenüber zugehen. Kannst Du das noch? Oder bist Du aufgrund Deiner vorherigen Erfahrungen misstrauisch geworden?

    Zitat

    Psychisch bin ich leider nicht die Stabilste, bin sehr sensibel und ängstlich, zebreche mir über vieles den Kopf. Vllt merken das die Typen??

    Ja, vielleicht merken sie das und wenn das einer gemerkt hat, kann er das unglaublich süß finden und schwups ist sein "Beschützerinstinkt" geweckt. Vielleicht merken das einige und denken sich "Gott ist das anstrengend, wenn jemand so oft alles in Frage stellt; das wäre keine Partnerin für mich". Beides ist möglich.


    Vielleicht solltest Du das "Problem" Deiner Stabilität mal unabhängig von Deinem Partnerschaftswunsch angehen. Kann man ja auch parallel machen.