Habe ich als Trauzeugin versagt?

    Meine beste Freundin hat am Samstag geheiratet. Ich war ihre Trauzeugin und habe sie offenbar so sehr enttäuscht, dass sie nicht einmal ein klärendes Gespräch mit mir führen möchte.


    Die Vorgeschichte (Achtung, lang):


    Meine Freundin hat sich vor 1,5 Jahren verlobt. Bereits kurze Zeit später bat sie mich ihre Trauzeugin zu sein und sie bei den Vorbereitungen zu unterstützen. Das wollte ich sehr gerne machen. Meine Freundin und ihr Mann waren allerdings lange Zeit sehr unentschlossen, wie sie heiraten möchten. Er wollte lieber alleine mit ihr und Trauzeugen heiraten, sie lieber ein Fest mit Familie und Freunden. Lange Zeit ließen sie das Thema auch ruhen und wussten nicht so recht, wie sie nun heiraten würden. Die beiden sind als ziemlich chaotisches und spontanes Paar bekannt, das ständig seine Meinung ändert.


    Erst in diesem Sommer, also über ein Jahr nach der Verlobung, stand fest, dass sie nun bald heiraten möchten, vielleicht sogar noch in diesem Herbst. Es stand nun auch fest, dass sie Familie und Freunde auf jeden Fall dabei haben wollten.


    Ich begann mir Gedanken zu machen, ob und wie ich dem Brautpaar mit kleinen Überraschungen im Rahmen ihrer eine Freude bereiten könnte. Sie sagten beide klar, dass sie keinen Junggesellenabschied wollten und bitte keine Aktionen während der Feier, bei der sie in irgendeiner Form im Mittelpunkt stehen würden (zum Beispiel ein Spiel, ein Quiz, ein Tanz. Es gibt da ja ganz schön viele Möglichkeiten). Beide lieben aber Überraschungen und waren in den letzten Jahren bei Hochzeiten von gemeinsamen Freunden auch immer mit im Boot, wenn nette Geschenke oder Überraschungen für das Brautpaar organisiert wurden.


    Daher machte ich mir lange Gedanken und plante folgendes:


    - Heliumballons mit Wünschen für das Brautpaar steigen lassen (ist jetzt nichts besonderes, sondern eher der Klassiker)


    - organisieren und bauen einer Photobooth-Kabine für die Feier


    - organisieren eines "Gemeinschaftsgeschenks" von ihren Familien und Freunden. Das ist Geschenk ist vergleichbar mit dem (zumindest in unserer Region) typischen Kochbuch, zu dem jeder Gast ein Rezept beisteuert und das dem Brautpaar dann gebunden überreicht wird. Da das Brautpaar nicht gerne kocht, wurde es kein Kochbuch, sondern ein anderes Thema. Das Prinzip war aber gleich: jeder Gast, der Lust hat mitzumachen, kann einen Beitrag liefern, ich organisiere und sammle alle Beiträge und lasse daraus ein Buch binden.


    Da meine Freundin mir sagte, dass sie den Herbst anpeilen würden, fing ich an, Einzelpersonen ihrer engen Familie zu kontaktieren (zum Beispiel Schwester der Braut, Bruder des Bräutigams) und sprach mit ihnen ab, was sie von der Idee des Gemeinschaftsgeschenkes halten würden und ob ich das organisieren "darf" bzw. sie mitmachen würden. Alle waren total begeistert davon, freuten sich, dass ich die Koordination übernahm und meinten, sie würden die Info an die Familienmitglieder weitergeben. Nachdem das Feedback so positiv war, weihte ich auch einzelne Freunde des Brautpaares ein, allerdings erstmal unter dem Motto "Womöglich wird bald geheiratet, hättet ihr dann grundsätzlich Lust, bei dem Gemeinschaftsgeschenk mitzumachen und würdet ihr gegebenenfalls den jeweiligen Freundeskreis mit ins Boot holen?." Auch das Feedback der Freunde war einstimmig positiv und alle begeistert.


    Parallel dazu wurde mir nun auch das Hochzeitsdatum bekannt gegeben. Insgesamt weniger als 2 Monate vor dem Termin. Die Infos über die Gäste waren allerdings widersprüchlich. Vorerst waren Freunde eingeplant, letztendlich entschieden sie sich allerdings doch nur für eine Hochzeit mit der Familie und für eine Party für alle Freunde zu einem späteren Zeitpunkt.


    Die Info gab ich an alle eingeweihten Freunde weiter im Sinne von: "Die Hochzeit findet im Familienkreis statt, später wird es eine Party für alle geben. Wollt ihr es trotzdem an alle anderen weitersagen? Wollen die trotzdem einen Beitrag für das Buch liefern? Oder doch nur die eingeladene Familie?." Wieder waren die Rückmeldungen einstimmig positiv, alle meinten, dass sie nach wie vor dabei wären und es an weitere Freunde weitergeben würden, sobald die überhaupt die Info von der Hochzeit hätten.


    Ich bereitete also im Hintergrund alles vor, war vor allem mit dem Trauzeugen und der Schwester der Braut in Kontakt, die auch immer wieder ihre Unterstützung und Hilfe anboten und ebenfalls total hinter den Planungen standen.


    Währenddessen war ich auch "offiziell" sehr eingespannt, da meine Freundin bei den Vorbereitungen keinerlei Unterstützung von ihrer Familie bekam. Ich half ihr, wann immer ich konnte bei der Organisation der Feier (Telefonate), Brautkleidsuche, diverse Besorgungen und natürlich hatte ich auch immer ein offenes Ohr bei großer Nervosität. Auch alleine übernahm ich viele Aufgaben wie zum Beispiel das Besorgen und Basteln der Geschenke für die Gäste, Besorgen der Dekoration, des Blumenschmucks, Brautstraußes, Haarschmuck, Auswahl der Musik, usw.


    Sprich: die letzten Wochen davor waren sehr intensiv, vor allem weil ich paralell im Hintergrund auch die Überraschungen organisierte (stunden- und nächtelange Arbeit).


    Je näher die Hochzeit rückte, umso mehr zeichnete sich ab, dass die Braut doch nicht so ganz ohne Freunde heiraten wollte. Also lud sie ihre engen Freundinnen unter dem Deckmantel "Brautjungfern" doch noch nachträglich ein. Der Bräutigam konnte seine engen Freunden aus verschiedenen Gründen allerdings nicht einladen. Von meiner Freundin wusste ich, dass der Bräutigam deswegen ein sehr schlechtes Gewissen seinen Freunden gegenüber hatte und sich mit der Situation nicht wohl fühlte.


    Ich selbst hatte erste Bedenken was das Gemeinschaftsgeschenk betraf, vor allem, weil eben auch genau die nicht eingeladenen Freunde auch Beiträge beigesteuert hatten. Die Freunde selbst waren total cool damit und auch der Trauzeuge meinte, das wäre schon okay so bzw. gerade weil die Freunde nicht dabei wären, wäre es doch cool, dass sie in Form ihres Beitrags zumindest gedanklich anwesend sind.


    Soweit so gut, das Hochzeitswochenende kam (die Hochzeit fand in einer Stadt 400km weit weg statt) und für mich persönlich war es von Anfang bis Ende wahnsinnig stressig. Während am Freitagabend alle Anwesenden gemütlich Abendessen gingen, musste ich den Blumenschmuck abholen, kurzfristig noch Spielzeug für die anwesenden Kinder organisieren (Bitte der Braut kam am Vorabend) und alles zur Location transportieren. Der Trauzeuge wollte mir dabei helfen, ging dann aber doch mit zu dem Essen. Ich schleppte also etwa 3 Stunden lang diverses Zeug von meinem vollgepacktem Auto zur Location (kein Parkplatz in der Nähe) und bereitete dort alles vor, während sich alle anderen einen schönen Abend machten. Das war stressig für mich, aber okay. Als ich fertig war, wollte ich einen Happen essen, war immerhin schon 22 Uhr und ich war direkt nach der Arbeit losgefahren und hatte noch keine Zeit zu essen gehabt. Da kam auch schon der Anruf meiner Freundin, ich sollte zum Hotel zur letzten Besprechung vor der Trauung am nächsten Tag kommen. Diese dauerte 2 Stunden. Also nichts mit Essen, aber halb so wild.


    Am nächsten Morgen war ich von 5 Uhr an auf den Beinen, organisierte im Hotel Bügelbrett und Bügeleisen um Anzug und Hochzeitskleid bügeln zu können, brachte der Braut und dem Bräutigam Frühstück, half beiden parallel in verschiedenen Hotelzimmern beim Anziehen und Vorbereiten. Dann ging es zur Trauung. Im Anschluss wurde angestoßen und fotografiert, bevor eine Stunde später zur Location gefahren wurde. Ich hielt der Braut den Rücken frei, kümmerte mich um ihre Sachen, rannte zwei Mal zu Fuß im Regen zurück zum Hotel um vergessene Sachen zu holen, usw.


    In der Location ging es ähnlich weiter. Ich hatte den Auftrag mit Polaroidkamera und normaler Kamera Fotos zu schießen, kümmerte mich auch um die Photobooth und hatte auch einige Aufgaben. Alles lief soweit gut und ich bemühte mich, das Brautpaar gut zu unterstützen.


    Alles war gut, bis zu dem Moment, an dem sie das "Gemeinschaftsgeschenk"/Buch überreicht bekamen. Beiden entglitten direkt die Gesichtszüge (die anderen Leute merkten es nicht) und sie bedankten sich zwar, aber sehr distanziert und halbherzig. Auch den Rest der Feier und am folgenden Tag beim Frühstück und der Abreise distanzierten sie sich von mir. Am Abend nach der Hochzeit kam dann der Anruf der Braut und sie machte mir große Vorwürfe, dass sie das nicht gewollt haben und ich hätte das als ihre Trauzeugin wissen müssen. Sie fand es gruselig und übergriff, was ich organisiert hatte und wollte eine Liste mit allen Leuten, die ich kontaktiert hatte, damit sie sich bei ihnen entschuldigen konnten, dass ich sie zum Mitmachen genötigt hatte.


    Am nächsten Tag schrieb mir auch der Bräutigam eine lange Nachricht, warum er das Geschenk nicht okay fand.


    Ich konnte den Grund im ersten Momant nachvollziehen: er hatte Angst, die Freunde könnten sauer sein, weil sie nicht eingeladen wurden, aber trotzdem mitmachen "mussten". Er schrieb aber, dass er das mit allen Freunden geklärt hatte und alle (wie ich wusste) cool damit waren.


    Meine Freundin hingegen hat den Kontakt (sonst täglich) seither eingestellt. Ich schickte ihr am Montag noch den Dropbox-Link zu den Fotos, die ich gemacht hatte: keine Reaktion.


    Heute fragte ich sie, ob sie den Link erhalten hätte und bat sie um ein klärendes Gespräch, da nun offenbar etwas zwischen uns steht. Als Antwort kam, dass sie sich erstmal von dem Hochzeitsstress erholen muss und wir irgendwann im November einen Termin finden.


    Sehr distanziert geschrieben, wir sahen uns sonst wöchentlich.


    Teil 2 folgt.

  • 170 Antworten

    Es tut mir leid, ich weiß es ist alles sehr wirr geschrieben und ergibt vielleicht keinen Sinn, weil ich versucht habe es möglichst kurz und verständlich zu halten. Ich fühle mich im Moment wie die furchtbarste Trauzeugin der Welt. War das wirklich so ein Riesenfehler? Ich habe mich speziell in den letzten Wochen sooo bemüht meiner Freundin in jeglicher Hinsicht den Rücken freizuhalten, habe mein Privatleben komplett hinten angestellt um ihr zu helfen, hatte auch während dem Hochzeitswochenende keine Minute zum Durchatmen und musste auch viel von der Braut "einstecken".


    Ich verstehe, dass sie das Geschenk überrumpelt hat und sie im ersten Moment Bedenken hatten, es könnte bei den Freunden blöd rüberkommen. Aber nun auch nach einigen Tagen möchte sie nicht einmal ein klärendes Gespräch führen...


    Ich kann nicht damit umgehen, sie offenbar so enttäuscht zu haben und so einen großen Fehler zu machen. Während den Vorbereitungen war ich die ganze ZEit so perfektionistisch und habe viel Zeit, Energie und Geld investiert um den beiden eine Freude zu machen. Aber offenbar war alles falsch. MIt den Leuten, die ich kontaktiert habe, war der Kontakt immer taktvoll und alle waren dankbar, dass ich die Organisation übernommen hatte. Es gab keine negative Stimme.


    Wie seht ihr das? Habe ich es falsch gemacht und ist die Reaktion der Braut gerechtfertigt? Wir hatten vorher noch nie Streit. Ich habe mir ihr gegenüber noch nie etwas zu schulden kommen lassen und war immer für sie da.


    UNd jetzt sitze ich hier und habe das Gefühl alles falsch gemacht zu haben.

    Ich finde nicht das du was falsch gemacht hast. Und ehrlich finde ich deine Freundin undankbar.


    Wenn dieses ewige Hickhack net gewesen wäre. Mal mit Freunden mal ohne... Also wie soll man da Madame alles recht machen?

    Ähm, what?


    So, wie Du das schilderst, hast Du den beiden eine tolle Hochzeit beschert - und die macht wegen so einem Kram so einen Aufstand? Der würde ich ganz gepflegt meine Meinung geigen und dann zum Alltag übergehen.


    Du hast gar nichts falsch gemacht - das war eine nette Idee, jeder hat gerne mitgemacht.


    Kann es vielleicht sein, dass die beiden Geld erwartet haben ":/

    Habe deinen ganzen Beitrag durchgelesen. Natuerlich kennen wir nur deine Seite und nicht die Beschreibung des Hochzeitspaars. War denn in dem Gemeinschaftsgeschenk auch ein Geldbetrag dabei, den nicht-eingeladene Gaeste geben haben? oder war es mehr ein ideologischer Beitrag (a la Kochrezepte, eben spezifisch fuer das Thema das du ausgesucht hast?).


    Insgesamt finde ich das Brautpaar extrem undankbar. Die scheinen ueberhaupt keine Ahnung zu haben, wie viel Arbeit du da reingesteckt hast, und wie viel Arbeit es macht eine Hochzeit zu organisieren. Du hast sogar beiden noch die Sachen gebuegelt? Wer sich zwei Monate vor der Hochzeit nicht mal entscheiden kann welche Freunde nun eingeladen sind oder nicht sollte sich nicht aufregen dass in der Hektik der Organisation nicht alles 100% laeuft. Und an die Nicht-eingeladenen Freunde die zum Gemeinschaftsgeschenk beigetragen haben schickt man eben eine Dankeskarte und gut ist. Echt schade dass du nun all den Aerger abbekommst, das tut mir sehr leid fuer dich. :)_

    Meine persönliche Meinung: die hat einen an der Waffel! Undankbar hoch 3.


    Vermutlich schämt sie sich im Nachhinein, dass sie nicht groß feiern konnte oder wollte und ihre Freunde nicht eingeladen hat, aber das ist IHR Problem, nicht deins!


    Keiner wurde gezwungen, bei dem Gemeinschaftsgeschenk mitzumachen. Ich finde das eine nette Idee und es sollte ihr auch eigentlich zeigen, dass ihren Freunden etwas an ihr liegt, auch wenn sie nicht zur Hochzeit kommen durften.


    Von der Hochzeit hätten sie ja auch so erfahren.


    Ich würde mich von dieser "Freundin" distanzieren und sie ausspinnen lassen.


    Vielleicht auch noch sagen/schreiben, wie enttäuscht ICH bin, dass es so absolut nicht gewürdigt wird, wie ICH mir den A*sch für sie aufgerissen hab.

    huhu *:)


    ich finde nicht, dass du irgendwas falsch gemacht hast. die braut wird beim kontaktieren derjenigen, die du genötigt haben sollst, bemerken, dass dem nicht so war.


    ich glaube eher, dass sie jetzt umso mehr ein schlechtes gewissen hat, einige nicht eingeladen zu haben. dieses Hickhack hast du ja beschrieben - und es ist nicht deine schuld, dass dem so war. du bist einfach viel organisierter als die beiden ;-)


    lass ihnen ein bisschen zeit. ich hoffe sehr, dass sie auf dich zukommen werden und erkannt haben, wie lieb gemeint das war, was du für sie tun wolltest :)* die Party für alle freunde steht noch aus?

    Ich bekräftige die allgemeine Meinung hier und muss auch ganz klar feststellen das das Brautpaar (es sind beide gemeint) maßlos übertreibt und extrem undankbar ist.


    So ein Verhalten - nachdem du dir echt den Arsch aufgerissen hast für die beiden - ist einfach unmöglich! Nein, du hast nichts falsch gemacht und eine Entschuldigung wäre höchstens vom Brautpaar angebracht, aber keinesfalls von dir!


    Ganzt im Gegenteil finde ich die Idee dieses Gemeinschaftsgeschenkes echt gut, vor allem da eben nicht "alle" eingeladen werden konnten oder wollten.


    Dir steht höchstens ein echt großer Dank zu. Du hast alles richtig gemacht.

    Erstmal DANKE, DANKE, DANKE, dass ihr euch meinen langen Beitrag durchgelesen habt. Ich fühle mich so durcheinander und bin einfach nur unglücklich. Alles was ich wollte, war miener Freundin eine gute Unterstützung zu sein und den beiden zusätzlich eine Freude zu bereiten. Aber alles ist schief gelaufen.

    Zitat

    Worum ging es denn in dem Geschenk? Vielleicht hat ihnen das Thema auf den Schlips getreten?

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    Was genau war denn das geschenk. Sie fanden es gruselig?

    Nein, das Thema war es bestimmt nicht. Wie gesagt, ähnlich wie das Kochbuch, allerdings ging es in dem Buch um "Ausflugstipps", da die beiden sehr aktiv sind, gerne übers Wochenende wegfahren und etwas unternehmen.


    Die Familienmitglieder und Freunde steuerten sozusagen jeweils einen Tipp für eine Aktivität (zum Beispiel eine spezielle Wanderung, ein bestimmtes Café, ein Event) bei, verfassten einen kurzen Text und schickten mir diesen zu. Ich verarbeitete die einzelnen Textfragmente und Fotobeiträge zu einem gesammelten Buch.


    Alle, die mitgemacht haben, waren total begeistert und haben sich ganz individuell Gedanken gemacht und sehr unterschiedliche, total tolle Texte geschrieben. Alle waren dann auch vom Endergebnis beim Durchblättern des Buches begeistert und bedankten sich auf der Hochzeit bei mir...

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    War denn in dem Gemeinschaftsgeschenk auch ein Geldbetrag dabei, den nicht-eingeladene Gaeste geben haben?

    Nein! Geld war auf keinen Fall im Spiel! Nahe Familienmitglieder der beiden (ein Onkel, die Eltern) haben mich zum Beispiel gefragt, ob sie sich finanziell irgendwie beteiligen dürfen, aber ich habe natürlich dankend abgelehnt.


    Bezahlt habe ich das alles alleine.

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    Sie fanden es gruselig? Kann mir da jetzt nichts drunter vorstellen und weiß jetzt daher nicht ob sie zurecht sauer ist

    Gruselig fand sie, wie ich an alle Kontakte kommen konnte. Abgesehen davon, dass wir uns viele Jahre kennen und ich auch einige Freunde kennengelernt habe bzw. zumindest aus Erzählungen kenne, habe ich auch nicht alle persönlich kontaktiert. Es war eher nach dem Schneeballprinzip: ich habe ihre Schwester kontaktiert und sie gebeten, es in der Familie weiterzugeben. Oder der Trauzeuge hat es in der Clique des Bräutigams weitergesagt und zwar den Leuten, die er für richtig hielt (darum habe ich ihn gebeten, da ich seine Freunde nicht so gut kenne und einschätzen konnte, ob es jemand für unangemessen hält).

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    Kann es vielleicht sein, dass die beiden Geld erwartet haben ":/

    Nein, die beiden haben gar kein Geschenk erwartet bzw. gab es von den einzelnen Gästen trotzdem uach Geldgeschenke (ich musste während der Hochzeit die GEschenke für sie verwahren und da waren viele Umschläge dabei).


    Ich hatte übrigens neben dem Gemeinschaftsgeschenk natürlich auch noch ein eigenes Geschenk.

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    Wenn dieses ewige Hickhack net gewesen wäre. Mal mit Freunden mal ohne...

    Ja, das war das schwierige dabei und auch der Grund warum ich bis zur letzten Minute an dem Buch arbeiten musste. Manche wurden so spät über die Hochzeit informiert, dass natürlich auch wir (Trauzeuge und ich) erst ganz kurzfristig von dem Gemeinschaftsgeschenk erzählen konnten und ich die letzten Beiträge erst zwei Tage vor der Hochzeit zugeschickt bekam.

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    Keiner wurde gezwungen, bei dem Gemeinschaftsgeschenk mitzumachen. Ich finde das eine nette Idee und es sollte ihr auch eigentlich zeigen, dass ihren Freunden etwas an ihr liegt, auch wenn sie nicht zur Hochzeit kommen durften.

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    Ganzt im Gegenteil finde ich die Idee dieses Gemeinschaftsgeschenkes echt gut, vor allem da eben nicht "alle" eingeladen werden konnten oder wollten.

    Das war meine einzige Intention und Absicht. Auch als klar war, dass die Freunde doch nicht dabei sein werden, habe ich lange hin und her überlegt und die Leute wirklich bemüht vorsichtig angeschrieben. Alle wollten dennoch mitmachen und ich dachte: "Hey, super, dann sind sie irgendwie doch bei der Hochzeit dabei in Form einer lieben Geste."


    Ich dachte wirklich, es wäre okay. Vor allem weil beide für Hochzeiten von Freunden auch schon bei Gemeinschaftsgeschenken mitgewirkt haben.

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    die braut wird beim kontaktieren derjenigen, die du genötigt haben sollst, bemerken, dass dem nicht so war.

    Das ist offenbar bereits passiert. Der Bräutigam schrieb mir bereits, dass alle Leute, anders als er befürchtet hatte, total cool damit wären. Trotzdem ist meine Freundin weiterhin total distanziert, will auch kein klärendes Gespräch und die meiste Zeit herrscht ohnehin Funkstille... :-(


    Am meisten verletzt mich, dass sie am Telefon sagte, ich als ihre Trauzeugin hätte wissen müssen, dass sie das nicht wollen und es sie in eine unangenehme Lage wegen ihrer Freunde bringt... Gerade den Bräutigam.

    Etwas wichtiges habe ich vergessen: ein Vorwurf des Bräutigams fehlt noch. Er hatte einem seiner Freundeskreise offenbar erst ein paar Tage vor der Hochzeit Bescheid gegeben, dass diese stattfindet. Dieser Freundeskreis wusste aber bereits davon, weil sie eben wegen des Geschenks eingeweiht waren. In der Situation hatte der Bräutigam nichts davon bemerkt, aber im Nachhinein wurde ihm klar, dass sie es schon vorher erfahren hatten. Er warf mir vor, dass er es ihnen gerne selbst mit Überraschungseffekt gesagt hätte.


    Das kann ich auch nachvollziehen und ich habe ihm gesagt, dass mir das leid tut.


    Allerdings gab es da auch viele Fehlinformationen durch meine Freundin und viel chaotisches Hin und Her... Es war keine Absicht.