TE, was hat denn die Freundin eigentlich an dich zurückgegeben, dass du ihre so engagierte Trauzeugin warst? Ich meine, in welcher Form hat sie sich bei dir bedankt?


    Es gibt ja nun Menschen, die ihr Geld damit verdienen, anderer Leute Hochzeiten zu organisieren. Dann hätte das Brautpaar eben dafür Geld in die Hand nehmen müssen oder schlicht und einfach, wie sehr viele andere Menschen das völlig selbstverständlich tun, ihre Feier selbst planen. Ich finde das reichlich unverschämt, dich als kostenlose Hochzeitsplanerin zu sehen.

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    Es tut mir leid, ich weiß es ist alles sehr wirr geschrieben und ergibt vielleicht keinen Sinn, weil ich versucht habe es möglichst kurz und verständlich zu halten.

    Ich fand das alles übrhaupt nicht wirr geschrieben sondern sehr gut nachvollziehbar geschrieben.

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    Gegenüber dem Brautpaar gab es aus meiner Sicht nichts zu entschuldigen, es sei denn, diese hätten sie schon mehrfach gebeten, doch ihr Engagement und ihren Einsatz zu reduzieren anstatt zu übertreiben. Sie müsste sich eher "bei sich selbst entschuldigen", für ihre Manie und die Vernachlässigung des eigenen Lebens und Wohlergehens.

    Die TE hat sich doch schon entschuldigt. Das hätte funktioniert, wenn die Brautleute es auch getan hätten. So ist die Sache völlig gekippt und jetzt ist der TE auch bewusst, was sie alles getan hat und sie jetzt noch einen drauf bekommt. Hätten die zwei gesagt, shit, wollten wir so nicht, aber wir kennen dich ja und wissen, dass du das gut gemeint hast, wissen auch, was du nicht alles für die Hochzeit gemacht hast, wär die Sache erledigt gewesen. Lief anders.


    Bei sich zu entschuldigen sehe ich keinen Grund, weil ich denke, dass die TE ganz einfach jemand ist, die für ihre Freunde gerne etwas tut und auch hier alles, was sie getan hat gerne getan hat. Warum sollte sie sich da also bei sich entschuldigen. Das einzige, wo ich sehe, dass sie die Stopptafel zeigen sollte ist jetzt. Was wenn die Braut (ich schreib absichtlich nicht Freundin, denn so verhält sich keine Freundin) sich bei ihr jetzt nicht meldet, in 3 Wochen nicht meldet und in 2 Monaten, muss sie für sich die Sache alleine bereinigen und möglichst nicht erst in 3 Monaten oder 3 Jahren, sondern jetzt.

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    Ich finde, das Ausdrücken von Verärgerung (statt Wut) reicht völlig aus. Sonst wird mir das alles so bipolar

    Wenn es Ärger ist, dann sicher. Wenn es Wut ist, dann sollte diese Wut auch vermittelt werden und die TE schrieb ja, dass sie wütend ist. Nur ist sie der Meinung, diese Wut stehe ihr nicht zu. Ich bin der Meinung, die steht ihr ganz und gar zu. Warum also nur ärger vermitteln, vor allem, weil ich glaube, dass wenn sie Wut vermitteln will, es sich als Ärger zeigt, weil sie kein Mensch ist, die ihren Ärger dort ablässt, wo er hingehört. Natürlich könnte ich mit meiner Einschätzung falsch liegen. Aber diese Samthandschuhschreibweise und denkweise kommt nicht von ungefähr. Das sind Personen, die alles tun, um bloß niemanden zu verletzten, vor allem Nahestehende nicht. An sich doch liebenswerte Charakterzüge, so lange sie sich nicht ausnutzen lässt und das tut sie im Moment.


    Ich wär ja längst über Ärger und Wut hinaus. Jemand, der mich so anrennen lässt, der ist es nicht wert, sich um ihn zu kümmern. Ich würde mich da auch nicht mehr melden. Wie gesagt - keine gleiche Augenhöhe. Ich kann Fahler machen, jeder macht Fehler, aber deswegen bin ich immer noch auf gleicher Augenhöhe mit anderen, na hallo. Ich muss da keinen Kanossagang machen, damit ich es wieder wert bin, dass mit mir jemand redet. :(v Wenn sich die Braut entschuldigt und auf mich zukäme, dann von mir aus, aber sonst wär bei mir der Zug abgefahren. Aber ich kann und will mit diesem beleidigten Leberwursttum nicht umgehen. Say it or leave it. Das hier ist ja genau das Gegenteil. Die TE bettelt ja geradezu um Absolution und das kanns nicht sein.

    TE: So wie du schreibst, alle deine Beiträge, scheinst du eine sehr besonnene Person zu sein, die durchaus in der Lage ist, feine Nuancen wahrzunehmen und sich viel Mühe gibt und die sich die Aufgabe nicht zu leicht gemacht hat, sondern so, wie man es sich nur wünschen kann.


    Sofern nicht irgendwelche wichtigen Aspekte unabsichtlich ausgelassen wurden, kann ich mir nur vorstellen, dass Braut und Bräutigam (miteinander) einige ungeklärte Konflikte bzgl. Art der Hochzeit (mit/ohne Freunde usw.) hatten und diese Konflikte jetzt, ganz ungerechtfertigt, auf dich übertragen wurden. Hochzeit ist ja ein sehr emotionales Ding und da soll alles perfekt sein und wenn dann die eigenen Baustellen im Kopf nicht geklärt sind, dann gibt es wohl solche Effekte.

    Liebe TE,


    erstmal vorweg: Drama, Baby. Deine Freundin ist eine Drama-Queen die nicht weiß, was sie will, und dann nachher unzufrieden ist. Zieh dir den Schuh nicht an.


    Ich habe selbst auch bereits große Hochzeiten geplant, sowohl meine eigene als auch als Trauzeugin schon 2 Hochzeiten. Eine große Hochzeit ist purer Stress für alle, die an der Planung beteiligt sind, man muss es wie ein Großprojekt bei der Arbeit sehen.


    Jeder muss klar definierte Aufgaben haben, und es ist ganz wichtig, dass das Bautpaar exakt seine Erwartungen an die Trauzeugen formuliert, damit es genau diese Enttäuschung und Ärger im Nachgang nicht gibt.


    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Die Hochzeit war vom Brautpaar chaotisch geplant und du konntest es mit deiner Überorganisiertheit nicht mehr raus reißen. Ich könnte mich jetzt an zig Einzelheiten hochziehen, du die genannt hast, so z.B. das viel zu spät festgelegte Hochzeitsdatum, den Fakt das DU die Gäste informieren solltest (das ist der Job des Brautpaars) usw., aber im Endeffekt bleibt:


    Die Braut ist, was man auf Hochenglisch "Spoiled Brat" nennt. Sie weiß nicht was sie will, aber am Ende war es nie gut genug.


    Sie ist sicher nicht erst seit der Hochzeit so, oder?


    Du hast meines Erachtens nach weit mehr als das normale Arbeitspensum einer Trauzeugin erledigt, und wegen eines kleinen Missverständnisses (das Geschenk) ist das alles nichts mehr wert? Da fehlt die Verhältnismäßigkeit.


    Mach dir so wenig Gedanken wie möglich und lass die Brautleute auf dich zukommen - falls sie das nicht tun - solche Freunde braucht man nicht wirklich.


    Und du achte auf dich, du scheinst mir jemand zu sein er gerne 150% gibt und dafür großes Lob erwartet, solche Menschen reiben sich gerne für andere auf, ohne das was zurück kommt und bedanken sich noch für die "Brotkrumen" die sie hingeworfen bekommen. Eine Freundschaft sollte ein Geben und Nehmen sein. Wenn einer mehr nimmt als er gibt (die Braut) gibt es meist auch einen, der das mit sich machen lässt (du). Warum?

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    Ich finde, das Ausdrücken von Verärgerung (statt Wut) reicht völlig aus. Sonst wird mir das alles so bipolar

    Ich wäre sowas von sauer! >:( Ich würde kochen und Braut und Bräutigam könnten mir gestohlen bleiben. Das Verhalten des Paares ja unverschämt, undankbar und VÖLLIG überzogen. :|N

    Vorab mal danke für die vielen Antworten und auch den Zuspruch. Ich muss sagen, dass es mir allein schon sehr gut getan hat, das alles einmal rauszulassen und mich ein bisschen auszuk..... Mir geht es heute tatsächlich deutlich besser als in den letzten Tagen und das zeigt mir, dass ich einfach für mich einen Weg finden muss, mit der ganzen Geschichte umgehen zu können und zwar unabhängig davon was meine Freundin nun weiter macht oder nicht.


    Auf ein paar Beiträge will ich noch eingehen. Zum Thema meine Unterstützung bei der Organisation und den Vorbereitungen:


    Ich hatte meiner Freundin versprochen, dass ich ihr helfe, wenn sie mich braucht und für mich war auch von Anfang an in Ordnung, dass es womöglich zeitintensiv werden könnte. An mich gerissen habe ich nichts und der Hochzeit schon gar nicht "meinen Stempel aufgedrückt". Wenn sie das so empfinden, fände ich das schon krass, denn ich habe halt umgesetzt, worum mich meine Freundin gebeten hatte. Natürlich kann man jederzeit sagen, dass man dieses und jenes nicht tun kann oder will, um zu vermeiden, dass es einem selbst zu viel wird. Das stimmt. Durch die ziemlich verpeilte Art meiner Freundin, waren das aber zunächst erst vereinzelte Kleinigkeiten, um die sie mich bat, oder es war auch ursprünglich angedacht und geplant, dass wir uns gemeinsam darum kümmern (z.B. das Basteln der Gastgeschenke) und ich lediglich mithelfe.


    In der "finalen Phase" blieb dann allerdings immer mehr an mir hängen und die vielen Kleinigkeiten plus einige etwas größere Aufgaben bedeuteten in Summe dann doch deutlich mehr Arbeit und Stress, als vorher absehbar war. Habe ich trotzdem gern gemacht, auch wenn das Gefühl zum Schluss hin (Vorabend an dem sich alle amüsierten, während ich alleine vorbereiten musste) schon etwas ambivalent wurde.

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    Den ersten Fehler, den du gemacht hast, ist, dass du als Trauzeugin alles alleine hast organisieren wollen oder müssen.

    Irgendwie trifft weder wollen noch müssen so richtig zu. Alles alleine organisieren wollen? Nein, definitiv nicht. Ihr helfen, sie unterstützen und ihr beistehen, ja, das auf jeden Fall. Aber zum Teil hatte ich am Ende plötzlich zum Teil die alleinige Verantwortung für Vorbereitungen, die ich so eigentlich nicht wollte. Beispiel: am Vorabend der Abreise gab es einen Termin im Blumenladen, um Brautstrauß, Haarkranz, sämtliche Blumendekoration abzusegnen. Falls Änderungen gewünscht wären, würden die bis zum nächsten Tag auch noch gemacht werden. Die Braut meinte kurzfristig, sie würde den Termin nicht machen wollen, sie fühlte sich nicht fit genug und wollte sich lieber für die Hochzeit schonen. Stattdessen gab sie mir den Auftrag alles zu kontrollieren und abzusegnen. Tat ich, aber da ich nicht meine Freundin bin und nicht einschätzen konnte, ob alles ihren Vorstellungen entspricht, war das letztendlich total sinnlos (was ich ihr auch gesagt habe) und ich hatte das blöde Gefühl, wenn ihr am Ende etwas doch nicht gefällt, liegt es mit an mir. Was natürlich absolut nicht stimmt, denn selber schuld, sie hätte eben selbst hinfahren müssen. Dass ich die Blumen abhole und mit meinem Auto transportiere war von Anfang an so abgemacht und auch okay so, da es auf meinem Weg lag. Dass die Braut die Blumen aber nicht vorab bezahlt hatte, erfuhr ich dann auch erst, als mich die Blumenhändlerin zur Kasse bat. Meine Freundin hatte das in ihrer extrem Verpeiltheit und Nervosität nicht auf dem Schirm. Ich "musste" also nicht im Sinne von, sie erwartete es und gab mir den konkreten Auftrag, aber durch ihre Art, war vieles zwangsläufig nötig, damit die Dinge, die sie angefangen hatte oder so geplant hatte auch zu Ende gebracht werden.


    Hätte ich in der oder vergleichbaren Situation sagen sollen: nein, das mache ich nicht und sie hängen lassen? Es ist zwar ihre Hochzeit und damit ihre Sache, wenn sie zu verpeilt dafür ist, aber sie auflaufen lassen, ausgerechnet, wenn sie heiratet? Wer bringt das übers Herz?


    Damit habe ich das "Recht" mich darüber im Nachhinein zu ärgern, dass ich mehr gemacht habe, als mir lieb war, wahrscheinlich auch verwirkt in den Augen von manchen Leuten. Es hat sich so entwickelt wie ein Selbstläufer und wurde einfach immer intensiver.


    Fakt ist, dass einfach nicht genau definiert war, wie meine Unterstützung aussehen soll und es laufend mehr wurde. So richtig wahrgenommen habe ich das auch erst am Hochzeitswochenende und die Braut hat da ohnehin vor Aufregung nicht mehr mitbekommen, welche letzten Vorbereitungen im Hintergrund laufen mussten, damit alles klappt, wie gewünscht.

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    Ich denke, das chaotisch spontane Paar hat es so empfunden, dass du mit deiner Organisation der Hochzeit zu sehr deinen Stempel aufgedrückt hast.

    Wie gesagt, wenn das so ist, wäre das in meinen Augen ziemlich unfair.


    Zum Thema: Geschenk.


    Ja, das ist rückblickend betrachtet wirklich sehr blöd gelaufen, die Leute die geschrieben haben, dass man soetwas besser nur dann macht, wenn es eine eindeutige Gästeliste gibt, haben definitiv recht. Also in der Hinsicht kann ich nachvollziehen, dass das Brautpaar im ersten Moment ein komisches Gefühl dabei hatte und vielleicht noch bis zur persönlichen Abklärung mit den Nichteingeladenen ein bisschen Bauchweh.


    Aber wie sich das ganze weiterentwickelt hat, finde ich einfach sehr schade und eine übertriebene Reaktion...

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    Das war wohl wirklich ein Fehler - v. a. auch die Sache, dass dadurch evtl. Leute von der Hochzeit erfahren haben, die nicht (oder nur persönlich vom Brautpaar) von der Hochzeit erfahren sollten.

    Übrigens weiß ich nicht, ob das vielleicht falsch verstandne wurde oder ich es nicht so klar geschrieben habe: dass es eine Hochzeit geben wird, wussten ALLE FREUNDE. Da die beiden sich ja schon 1,5 Jahre vorher verlobten, hatten schon alle auf dem Schirm, dass eine Hochzeit ansteht und waren schon auch immer grob auf dem Laufenden, dass es bald passieren würde. Es ging "nur" um das konkrete Datum. Ja, auch das ist Mist, weil es allein dem Brautpaar überlassen ist, ihren Freunden davon zu erzählen und da kann ich den Ärger oder die Enttäuschung wirklich gut nachvollziehen, dass ich das bei einzelnen Freunden vorweg genommen habe durch die heimliche Organisation. Sicher kann ich es vielleicht nicht so richtig verstehen, weil ich selbst nicht verheiratet bin, daher auch keine Hochzeit hatte, aber ein kleiner Unterschied ist es schon, ob es um die grundsätzliche Info geht, dass geheiratet wird oder das Wann.

    @ Furius

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    Bitte nicht falsch verstehen: wir haben das sehr gerne gemacht und haben keine Lobeshymnen erwartet. Aber ein "Dankeschön", verbunden mit einem Händedruck oder einer kleinen Umarmung wäre bestimmt drin gewesen.

    Schlimm dass ihr da auch so eine negative Erfahrung gemacht habt. Mir ging es mit dem was du da beschreibst übrigens auch so: ich habe meiner Freundin gerne geholfen und genauso gern habe ich die Überraschungen organisiert. Dabei ging es darum, ihr Freude zu bereiten und nicht darum Lob einzuheimsen oder Anerkennung zu bekommen.


    Aber ein ehrlich gemeintes Danke, das wäre schon richtig schön gewesen.

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    Ist es vielleicht in Amerika so üblich, dass die Trauzeugin, zum Mädchen für alles wird? Ich kann mich an eine Folge der Serie Friends erinnern, dass die Trauzeugin hier für das wohl und wehe der Hochzeit zuständig gewesen ist. So manche Tradition, wird, weil im Fernsehen so toll dargestellt, gerne übernommen.

    Das weiß ich ehrlich gesagt nicht, jedenfalls trifft es nicht auf meine Freundin zu. Also nicht diese bewusste Erwartungshaltung. Ich kenne es von Hochzeiten im Umfeld und aus meiner eigenen Familie eher so, dass bei dem Organisatorischem mehrere Leute mitanpacken und es sich so einfach verteilt. Dass zum Beispiel die Eltern eine Aufgabe übernehmen, einen Teil die Schwiegereltern, ein Freund vielleicht das übernimmt und die Schwester auch noch etwas. Natürlich auf freiwilliger Basis und nur wenn das Verhältnis stimmt.


    Bei meiner Freundin lief das leider anders, die erlebte durch ihre Eltern da auch eine große Enttäuschung und war mit den Vorbereitungen mehr oder minder auf sich alleine gestellt ohne weitere familiäre Unterstützung weswegen sie letztendlich vielleicht auch mehr auf meine Hilfe baute?

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    TE, was hat denn die Freundin eigentlich an dich zurückgegeben, dass du ihre so engagierte Trauzeugin warst? Ich meine, in welcher Form hat sie sich bei dir bedankt?

    Sie sagte danke, als ich mich am Ende des Wochenendes verabschiedete und schrieb mir auch noch eine Nachricht. Allerdings alles halt auf sehr distanzierte und komische Art und Weise und mehr als Pflichtübung, denn herzlich und ehrlich gemeint. Und sie erwähnte dabei die komischten Dinge, wie etwa "Danke, dass du unsere Personalausweise gut verwahrt hast nach der Trauung." Sie war da halt einfach schon sauer oder was auch immer. Deswegen ist es für mich eben ein Pflichtdanke, aber kein ehrliches und das finde ich schade.


    Wie gesagt, ich habe es nicht gemacht, um Lobeshymnen zu ernten oder ein 10 minütiges Feedback. Aber einfach so normale Wertschätzung hätte ich schon erwartet und zwar nicht dafür, dass ich ihre Persos in meine Handtasche gesteckt habe. Was weiß ich, einfach ein "Danke für deine Hilfe in den letzten Wochen."


    Aber das ist halt leider durch diesen Fehler den ich gemacht habe, alles vergessen und nichtig. Das finde ich einfach gemein und unfair.


    Denn auch wenn das wirklich nicht zu Ende gedacht war und von meiner Seite nicht optimal gelaufen ist, sind viele andere Dinge wirklich gut gelaufen.


    UND was ich auch finde: auch wenn ich gegenüber dem Brautpaar niemand anderen mithineinziehen werde, ist die Information der Nicht-Eingeladenen Freunde ja auch mit Rücksprache der bereits eingeweihten passiert. Also ihrer Schwester, seinem Trauzeugen.

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    Die TE hat sich doch schon entschuldigt. Das hätte funktioniert, wenn die Brautleute es auch getan hätten. So ist die Sache völlig gekippt und jetzt ist der TE auch bewusst, was sie alles getan hat und sie jetzt noch einen drauf bekommt. Hätten die zwei gesagt, shit, wollten wir so nicht, aber wir kennen dich ja und wissen, dass du das gut gemeint hast, wissen auch, was du nicht alles für die Hochzeit gemacht hast, wär die Sache erledigt gewesen. Lief anders.

    Ja, ich denke so wie unsere Freundschaft in den Jahren lief, wäre eine Gesprächsbasis so auch gegeben. Wir hatten vorher noch nie Streit, weil wir Konflikte oder Unstimmigkeiten immer gut klären konnten. Der Bräutigam hat mir ja auch eine Nachricht geschrieben, die ich schwer in Ordnung fand. Er hat seine Sicht der Dinge geschildert. Für mich auch nicht so angenehm zu lesen, weil ich in der Situation eben die Schuldige bin, aber seine Sicht steht ihm ja zu und er beschrieb es nicht böse, sondern meinem Gefühl nach auch bemüht sachlich. Aber irgendwie scheint es halt trotzdem alles andere als gegessen zu sein für die beiden, aber ein Interesse an klären besteht auch nicht. Das finde ich schon schade.

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    Bei sich zu entschuldigen sehe ich keinen Grund, weil ich denke, dass die TE ganz einfach jemand ist, die für ihre Freunde gerne etwas tut und auch hier alles, was sie getan hat gerne getan hat.

    Ja, das trifft zu. In dem Ausmaß muss zwar so schnell nicht wieder vorkommen und ist bisher auch noch nie vorgekommen, aber grundsätzlich stört es mich nicht, für andere etwas zu tun. Bekomme umgekehrt aber auch oft Hilfe und freue mich darüber.

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    Sofern nicht irgendwelche wichtigen Aspekte unabsichtlich ausgelassen wurden, kann ich mir nur vorstellen, dass Braut und Bräutigam (miteinander) einige ungeklärte Konflikte bzgl. Art der Hochzeit (mit/ohne Freunde usw.) hatten und diese Konflikte jetzt, ganz ungerechtfertigt, auf dich übertragen wurden. Hochzeit ist ja ein sehr emotionales Ding und da soll alles perfekt sein und wenn dann die eigenen Baustellen im Kopf nicht geklärt sind, dann gibt es wohl solche Effekte.

    Ich habe mich bemüht, keinen Aspekt an dem ganzen Dilemma auszulassen, aber natürlich gibt es nur meine subjektive Sicht der Dinge. Ich habe mir auch schon fieberhaft den Kopf zerbrochen, ob etwas anderes sein könnte, was der Grund für ihr Verhalten sein könnte, aber aus miener Sicht gibt es da nichts...

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    Liebe TE,


    erstmal vorweg: Drama, Baby. Deine Freundin ist eine Drama-Queen die nicht weiß, was sie will, und dann nachher unzufrieden ist.

    Ja, gut, da ist schon Wahres dran. Drama-Queen ist sie im positven wie im negativen. Es ist auch eine schwierige Kombi mit ihrem Mann, der sehr pessimistisch ist. Sie ist zwar eigentlich ein positiver Mensch, aber mit einem Hang zum Reinsteigern und zur Dramatik. In Kombi wird aus dieser Situation nun eben dieses Riesending. :-(

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    Die Braut ist, was man auf Hochenglisch "Spoiled Brat" nennt. Sie weiß nicht was sie will, aber am Ende war es nie gut genug.


    Sie ist sicher nicht erst seit der Hochzeit so, oder?

    Naja, dass sie oft nicht weiß was sie will, sehr wankelmütig ist, sich immer nur auf eine Sache konzentrieren kann und dann kein Platz mehr für anderes ist, das alles schon. Anspruchsvoll und unzufrieden passt eigentlich nicht, das kam jetzt erst durch die Hochzeit, bei der ja neben chaotischer Planung vieles sehr abstrus ablief. Während der Bräutigam ursprünglich keinen neuen Anzug kaufen sollte, weil die Hochzeit eher unspektakulär und bodenständig ablaufen sollte, gab es aber für die Brautjungfern und mich einen Dresscode (der auch ständig geändert wurde). Das passt für mich einfach überhaupt nicht zusammen. Einerseits kein Aufhebens um die Hochzeit, alles eher schlicht halten, dann aber einen Dresscode der neue Garderobe erfordert und den auch noch mehrfach ändern... Oder: alles eher gemütlich und ohnen großen Trubel, aber für Trauung und Feier wurde ein Kamera-Team (ja wirklich ein Team) organisiert, dass alle Gäste interviewen und alles filmen sollte. Es klingt jetzt alles sicher etwas komisch, wenn man die beiden nicht kennt. Sie sind wirklich total liebe Menschen und einfach vollkommen verrückt (im positiven Sinne), aber jetzt rund um die Hochzeit lief das alles aus dem Ruder.

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    wegen eines kleinen Missverständnisses (das Geschenk) ist das alles nichts mehr wert? Da fehlt die Verhältnismäßigkeit.

    Ehrlich gesagt, empfinde ich es auch so und finde das ja so schade. Für sie ist es aber offenbar eine sehr große Sache...

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    Kennt ihr das nicht so?


    Ich kenne das von diversen Hochzeiten genau so, wie die TE das beschrieben hat,

    Nein das kenne ich nicht so. Wenn es in meinem Umfeld üblich wäre, dass Freundinnen aus Anlass einer Hochzeit ausgenutzt werden (was die TE jetzt noch so erzählt hat wird das ja immer unverschämter was ihre Freundin ihr da zugemutet hat und sie sich gefallen ließ), wäre mir das auch egal - ich mache sowas nicht mit, Punkt. Meine Freundinnen kennen mich und ich kenne sie, da käme keiner im Traum auf so eine Idee.


    Und wie ich schon schrieb, der zentrale Fehler war und ist es, einem verplanten Chaoten etwas organisieren zu wollen. Wenn die Person dann noch eine Zicke/ Diva oder sonstwas in der Richtung ist, versteh ich das erst recht nicht, wie man sich zu sowas hinreißen lassen kann.

    Ich habe das auch so verstanden, dass du das gerne gemacht hast, Alias. Fehler, ist vielleicht auch nicht das richtige Wort, weil du vorab das Ausmaß selbst nicht hast abschätzen können. Es ist ein Selbstläufer gewesen. Und ich denke, da alles etwas chaotisch gelaufen ist und sich keiner wirklich Gedanken gemacht hat, aus Mangel an Erfahrung, ist das doch letztendlich so gelaufen wie es jetzt ist.


    Gut ist es, dass es dir heute besser geht. :-) Und da das meiste, was auf der Welt passiert nicht perfekt ist, wird auch das sich wieder einrenken.

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    Dass ich die Blumen abhole und mit meinem Auto transportiere war von Anfang an so abgemacht und auch okay so, da es auf meinem Weg lag. Dass die Braut die Blumen aber nicht vorab bezahlt hatte, erfuhr ich dann auch erst, als mich die Blumenhändlerin zur Kasse bat. Meine Freundin hatte das in ihrer extrem Verpeiltheit und Nervosität nicht auf dem Schirm. Ich "musste" also nicht im Sinne von, sie erwartete es und gab mir den konkreten Auftrag, aber durch ihre Art, war vieles zwangsläufig nötig, damit die Dinge, die sie angefangen hatte oder so geplant hatte auch zu Ende gebracht werden.


    Hätte ich in der oder vergleichbaren Situation sagen sollen: nein, das mache ich nicht und sie hängen lassen? Es ist zwar ihre Hochzeit und damit ihre Sache, wenn sie zu verpeilt dafür ist, aber sie auflaufen lassen, ausgerechnet, wenn sie heiratet? Wer bringt das übers Herz?

    Wenn ich Geld/ec-Karte dabei habe (und das hätte ich, denn ich wäre nicht davon ausgegangen, dass die Blumen bezahlt sind): hätte ich bezahlt und die Rechnung weitergegeben, zusammen mit meiner Kontonummer. Das ist doch nun wirklich eine simple Sache.


    Wenn nicht: naja, hätte ich dort verhandelt, dass es auf Rechnung geht und im Nachhinein bezahlt wird. Oder dass ich eine Anzahlung oder einen Pfand da lasse. Also bisschen kreativ bin ich da schon.


    Aber wenn das auch nicht geht: Anruf: sorry, ich dachte es wäre bezahlt gewesen, war es aber nicht und ich komme hier nicht weiter, denkt euch mal nen Plan B aus, denn die Blumenhändlerin gibt die Blumen nicht raus. Das war leider schlecht abgestimmt.


    Ich nehme den entstehenden Druck also nicht in mich auf, rase wie ein Blöder nach Hause, hole Geld, fahre über rote Ampeln, nur um die Sache wieder auszubügeln (nur mal so als Beispiel), sondern der Druck geht - zack - einfach weiter an die, die es betrifft. Dann kaufen die eben z.B. einen Strauß an der Tankstelle (oder pflücken sich auf der Wiese vor der Kirche was zusammen und wenn das 4 Löwenzahn sind) und haben schon wieder eine prima Story für spätere Generationen, wie chaotisch-spontan sie mal waren. ;-D


    Was meine ich also: die Erkenntnis: chaotisch-spontan ist nicht unbedingt schlecht oder misslungen - es ist nur anders.


    Das "Auflaufen lassen" kommt überall dort zum Zuge, wo Sachen einfach nicht vorhersehbar waren durch schlechte Organisation oder Information. Dann geb ich mir Mühe, das ordentlich zu machen, aber zum Beispiel wenn ich die Blumen bezahle, dann bleibe ich dann doch nicht auf dem Betrag sitzen. Das meine ich mit einem guten Kompromiss aus Unterstützung, aber auf die eigenen Bedürfnisse achten. Ganz egal, ob den anderen die Blumen gefallen oder nicht. Es ist ihr Bier, sie haben Blumen bestellt und fertig.


    Das was du "Auflaufen lassen" nennst, wäre dann keine böse Absicht, sondern einfach das Aufzeigen der Konsequenz aus z.B. chaotischer Planung. Ich versuche also nicht, mit einem enorm gesteigerten Einsatz das auszubügeln, was andere verbockt haben.

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    (Vorabend an dem sich alle amüsierten, während ich alleine vorbereiten musste) schon etwas ambivalent wurde.

    Musste? Na dann geh ich in den gleichen Improvisationsmodus wie das spontan-chaotische Paar (80% des Ergebnisses mit 20% des Aufwandes), mache da was flott fertig (ohne großen Anspruch an Perfektion) und geh dann zu den anderen mich amüsieren.


    Oder ich hole mir da paar Helfer aus der amüsierten Truppe, damit das flotter geht, dann ist die Sache schneller erledigt und ich kann früher mitfeiern. :-) Und nein, das soll kein Vorwurf an dich sein, sondern einfach ein Vorschlag, wie du (in einer späteren vergleichbaren Situation) aus einer "ich musste dies und das"-Haltung rauskommst, auch auf deine Bedürfnisse besser achtest und eben ein bisschen glücklicher bist.

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    Ich denke, das chaotisch spontane Paar hat es so empfunden, dass du mit deiner Organisation der Hochzeit zu sehr deinen Stempel aufgedrückt hast.

    Wie gesagt, wenn das so ist, wäre das in meinen Augen ziemlich unfair.

    Ich war ja nicht dabei und vielleicht ist meine Vermutung auch überhaupt nicht zutreffend. Ich wollte dir da nicht zu nahe treten.


    Bekanntlich ist es für dich derzeit schwierig, dass du einen Kontakt zu den 2 Menschen bekommst, die dir das genauer sagen können, daher hast du dich ja hierhin gewendet, und das fand ich einen guten Ausweg. Und naja, so spekuliere ich eben an der einen oder anderen Stelle.

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    Bei meiner Freundin lief das leider anders, die erlebte durch ihre Eltern da auch eine große Enttäuschung und war mit den Vorbereitungen mehr oder minder auf sich alleine gestellt ohne weitere familiäre Unterstützung weswegen sie letztendlich vielleicht auch mehr auf meine Hilfe baute?

    Umso mehr hätte Sie doch Deine Hilfe schätzen können

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    In der "finalen Phase" blieb dann allerdings immer mehr an mir hängen und die vielen Kleinigkeiten plus einige etwas größere Aufgaben bedeuteten in Summe dann doch deutlich mehr Arbeit und Stress, als vorher absehbar war. Habe ich trotzdem gern gemacht, auch wenn das Gefühl zum Schluss hin (Vorabend an dem sich alle amüsierten, während ich alleine vorbereiten musste) schon etwas ambivalent wurde.

    Ich glaube, spätestens ab dem Vorabend der Hochzeit hat die Braut vergessen, dass Du ihre Freundin bist und nicht die Hochzeitsplanerin, die den Job auch noch für lau macht.

    Zitat

    wie etwa "Danke, dass du unsere Personalausweise gut verwahrt hast nach der Trauung."

    Dieses "Danke" für die vermutlich banalste Hilfe der vergangenen Wochen würde ich als schlimmer empfinden als - erstmal - gar kein Danke aufgrund von Hektik.


    Ich weiß nicht, wie ich in dem Moment reagiert hätte, ganz ehrlich. Vermutlich nicht mehr ganz so freundlich ...