Ich melde mich nochmal zurück, denn wahrscheinlich werde ich meine Freundin am Donnerstag treffen und hoffentlich vieles ansprechen und klären können.


    Eigentlich waren wir für Dezember verabredet, aber nachdem sie diesen Termin absagte, bat ich um eine Vorverschiebung und das wird nun hoffentlich auch so stattfinden.


    Kontakt gab es in den letzten Wochen so gut wie keinen, ich habe keine Ahnung was bei ihr so läuft und umgekehrt auhc nicht. Wenn es Kontakt gab dann ihrerseits sehr kühl und distanziert. Sie ist mir also nach wie vor böse.


    Ich bin gespannt auf das Gespräch, habe aber auch etwas "Angst" davor. Keine richtige Angst aber es wird eine sehr unangenehme Situation. Aber wahrscheinlich ist es auch gut, ihre Vorwürfe an mich direkt zu hören.


    Meine Sorge ist ein bisschen dass ich meine Perspektive nicht gut schildern kann. Mir sind in dem Gespräch nämlich zwei Sachen wichtig: dass wir uns aussprechen und das klären können und hoffentlich zurück zu unserer Freundschaft finden können, aber eben auch dass ich ihr meine Sichtweise erklären kann (meine Absichten bei dem Geschenk und natürlich auch eine Entschuldigung für das was es ausgelöst hat, aber schon dass ich das nie wollte) und aber auch sagen kann was mich verletzt hat an ihrem Verhalten und für mich nicht okay war.


    Ich fürchte das mir das schwer fallen wird, weil ich das Gefühl habe, ich mache ihre Hochzeit und die Vorbereitungen im Nachhinein schlecht, wenn ich anspreche, dass ich mich sehr bemüht habe, aber in einigen Situationen von ihr nicht gut behandelt fühlte. Außerdem habe ich das Gefühl, ihr nicht sagen zu dürfen, wobei ich sie unterstützt habe... Es kommt mir im Nachhinein einfach so zickig vor, aber so ist es nicht gemeint.


    Kurzum: ich würde gerne ihre Sichtweise anhören und gut darauf eingehen können. Ihre Gefühle und Perspetive steht ihr ja zu und in ihren Augen war das Geschenk nicht in Ordnung. Dafür werde ich mich entschuldigen, denn ich wollte ihnen doch nicht absichtlich etwas schenken, was für sie so negativ ist. Aber ich möchte auch meine Sichtweise erklären, weil ich nicht finde, dass ich der ultimative Buhmann bin, der etwas super schlimmes verbrochen hat und mit dem man wochenlang nicht mehr reden kann. Ich hoffe dass ich nicht einknicke und nur alles auf mich nehme, aber außen vorlasse dass meine Freundin mich auch verletzt hat mit ihrem Verhalten.

    Zitat

    Dafür werde ich mich entschuldigen, denn ich wollte ihnen doch nicht absichtlich etwas schenken, was für sie so negativ ist

    wenn du dich entschuldigst, gibst du ihr doch recht?


    ich find es eher ne sauerei, daß sie da nicht auf den gedanken kommt, daß du ihr nix böses wolltest und dafür eine freundschaft sausen lässt.


    je mehr du lieb und erklärend bist, desto mehr schenkst du ihrer zickerei raum


    natürlich sollst du sie nich zusammenscheißen, könntest du von deiner art vermutlich wohl auch nich


    aber in einem gewissen abstand, also abgegrenzt sein ihr die absurdität und undankbarkeit ihres verhaltens aufzeigen halte ich für sinnvoller, als dich zu entschuldigen.

    Ich finde auch, du kommst sehr unterwürfig rüber. Mir ist es echt ein Rätsel, warum dir diese Freundschaft derart wichtig ist. Du machst viel zu viel (nachdem was du hier schreibst) und sie viel zu wenig, das ist überhaupt nicht ausgewogen.

    Das hast du gut reflektiert mit deinen Wünschen und Bedenken aufgeschrieben. Und wenn du das geschafft hast, dann kann es vielleicht hilfreich sein, wenn du all das in Gedanken durchspielst, so dass deine Ansprüche, die du berechtigterweise hast, mitberücksichtigt werden. Bei schwierigen Lebenssituationen kann auch das Aufschreiben, etwas in einem verändern. Man kann sich das dann nochmal durchlesen und hineinfühlen, ob es so stimmig ist. Findet man noch Unstimmigkeiten, dann kann man den neuen Anspruch berücksichtigen und man kann alles erneut durchdenken.


    Das Denken hilft bei der eigenen Klarheit, so ist zumindest meine Erfahrung, damit die eigenen Bedürfnisse nicht auf der Strecke bleiben. An deiner Stelle würde ich mir vielleicht die Frage stellen, was du von dir selbst brauchst, damit dein Unbehagen/leichte Ängstlichkeit aufgegeben werden können? Und was brauchst du von deiner Freundin, damit das gelingt? Du hast es im Grunde schon selbst genannt.

    Zitat

    Meine Sorge ist ein bisschen dass ich meine Perspektive nicht gut schildern kann. Mir sind in dem Gespräch nämlich zwei Sachen wichtig: dass wir uns aussprechen und das klären können und hoffentlich zurück zu unserer Freundschaft finden können, aber eben auch dass ich ihr meine Sichtweise erklären kann (meine Absichten bei dem Geschenk und natürlich auch eine Entschuldigung für das was es ausgelöst hat, aber schon dass ich das nie wollte) und aber auch sagen kann was mich verletzt hat an ihrem Verhalten und für mich nicht okay war.

    Wie kannst du es sachlich rüberbringen, so dass deine Freundin dich verstehen kann? Auch das würde ich vorher durchdenken.

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    Ich fürchte das mir das schwer fallen wird, weil ich das Gefühl habe, ich mache ihre Hochzeit und die Vorbereitungen im Nachhinein schlecht, wenn ich anspreche, dass ich mich sehr bemüht habe, aber in einigen Situationen von ihr nicht gut behandelt fühlte. Außerdem habe ich das Gefühl, ihr nicht sagen zu dürfen, wobei ich sie unterstützt habe... Es kommt mir im Nachhinein einfach so zickig vor, aber so ist es nicht gemeint.

    Ich habe mir das Aufschreiben selbst angewöhnt, ohne einen psychologischen Ratgeber gelesen zu haben. Das hilft mir beim Sortieren und die Antworten kommen von selbst. In dem Text, den ich aufschreibe, erkläre ich meinen Standpunkt und was ich eigentlich beabsichtigt habe und was ich dafür getan habe. Und dann beziehe ich auch die Bedürfnisse des anderen mit ein und sage, dass es mir leid tut, dass es doch schiefgegangen ist, aber wie gesagt, beste Absicht ect.


    Bei sprunghaften Menschen ist es unmöglich, diesen gerecht werden zu können, weil diese meist ihre Bedürfnisse raushauen, ohne aber zu wissen, was sie genau wollen und wer dafür gerade stellen soll. Das ist keine böse Absicht, aber trotzdem gedankenlos, weil sie denken, das klappt schon irgendwie. Es klappt aber nicht immer. ;-) Man kann auch hier sachliche Worte finden, wenn es einem wichtig ist zu sagen, dass man auf ein Bedürfnis nicht hat richtig eingehen können, weil man es einfach falsch interpretiert und verstanden hat. Das man es falsch interpretiert hat, aufgrund der Sprunghaftigkeit, diese Erkenntnis sollte derjenige aber selbst irgendwann herausfinden. Das muss man nicht sagen, aber wissen, dass es so ist und warum man demjenigen nicht hat recht werden können. Da kann man situationsbezogen nur bei sich bleiben und sagen wie und warum man das falsch interpretiert hat. Das versteht dann auch der andere und der kann sich dann wiederum seine eigenen Gedanken machen, wie er eine solche Fehlinterpretation in Zukunft verhindern kann. Im Falle deiner Freundin, ist auf ihrer Seite auch einiges schief gelaufen, aber das muss sie, wie gesagt, selbst herausfinden.


    Wenn man bei sich bleibt und man hier ehrlich ist, dann greift man auch keinen an. Ist man sich all dessen bewusst geworden, dann verändern sich auch die eigenen Gefühle und man ist selbstsicherer, als wenn man unvorbereitet ins kalte Wasser springt.


    Ich habe damit gute Erfolge erzielt in zwischenmenschlichen schwierigen Situationen. Und es ist immer alles gut ausgegangen. Es wäre für mich auch gut gegangen, wenn die beiden Lebensentwürfe nicht mehr zusammen passen. Das ist zwar noch nicht vorgekommen, aber dass kann durchaus passieren.

    Zitat

    wenn du dich entschuldigst, gibst du ihr doch recht?

    Ich denke mir dabei einfach, dass ihr ihre Sichtweise zusteht. Auch wenn ich keine bösen Absichten hatte und sie nicht verletzen wollte ist es leider trotzdem passiert und das Gefühl will ich ihr nicht absprechen. Es ist einfach schief gelaufen und dafür möchte ich mich auch entschuldigen. Dennoch aber erklären was ich mir dabei gedacht habe, denn es ist ja nicht so dass ich ihnen absichtlich etwas böses wollte oder es mir egal war. Mit meiner Erklärung versteht sie mich vielleicht ein wenig oder sieht auch meine Sichtweise.

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    aber in einem gewissen abstand, also abgegrenzt sein ihr die absurdität und undankbarkeit ihres verhaltens aufzeigen halte ich für sinnvoller, als dich zu entschuldigen.

    Das ist leider auch so ein Problem wo ich mich sorge, dass ich es nicht richtig hinbekomme. Ich bin selbst so hin und hergerissen. Wenn ich zum Beispiel hier einen BEitrag lese, in dem jemand schrieb, er versteht die Reaktion meiner Freundin und dass das Geschenk wirklich übergriffig war, denke ich mir: "Ja, so wird sie es auch empfinden, Mist, warum habe ich das nicht bedacht, ich hätte es besser wissen müssen" Also ich kann dann ihre Gefühle und ihre Position gut nachvollziehen und denke mir: "Kein Wunder, dass sie so böse ist."


    Wenn ich dann aber wieder meine Perspektive sehe und auch das Große Ganze, ist es wieder anders und da finde ich ihr Verhalten nach der Hochzeit einfach schade. Dass sie sich keine Zeit für ein Gespräch nimmt, wie sie mich während der Hochzeit behandelt hat. Ich denke sogar manchmal, dass es eignetlich auch nicht sooo schlimm war mit dem Buch. Ja, es ist in die Hose gegangen, ziemlich blöd gelaufen, aber eigentlich ist es doch kein Schwerverbrechen?


    Jedenfalls ist meine Sorge einfach, wenn wir mit einandersprechen und sie mich vielleicht mit ihren Vorwürfen konfrontiert, ich es nicht gut schaffe, meinen Standpunkt klarzumachen und zu sagen, dass ihrerseits auch manches nicht in Ordnung war und mich verletzt hat.


    Verstehst du wie ich das meine?

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    Ich finde auch, du kommst sehr unterwürfig rüber. Mir ist es echt ein Rätsel, warum dir diese Freundschaft derart wichtig ist. Du machst viel zu viel (nachdem was du hier schreibst) und sie viel zu wenig, das ist überhaupt nicht ausgewogen.

    Wir sind einfach seit vielen Jahren befreundet, haben sehr sehr viel zusammen erlebt, vor allem Gutes aber auch so manches Schwieriges. Sie war auch immer für mich da und sie fehlt mir als Freundin. Bis zu der Hochzeitszeit gab es zwischen uns nie Konflikte. Wir sind vom Wesen her einfach sehr unterschiedlich, das heißt, wenn man knallhart aufrechnet, habe ich vielleicht an tatsächlichen "Taten" mehr für sie gemacht als sie für mich (habe zum Beispiel bei ihrer Hausrenovierung vor zwei Jahren die Küche übernommen oder bei gemeinsamen Reisen habe ich immer geplant), aber das ist wahrscheinlich auch einfach Typsache. Sie ist ganz anders und hat unsere Freundschaft und mein Leben auf ganz andere Weise sehr positiv bereichert. Deswegen habe ich da nie ein Ungleichgewicht empfunden auch wenn es von außen vielleicht so erscheint? Was jedenfalls stimmt und was ich in Zukunft nicht mehr möchte ist dass ich bei ihrer chaotischen Art vielleicht zu oft ein Auge zugedrückt habe und es unter "Sie ist halt so" verbucht habe, obwohl es mich eigentlich schon genervt hat. Zum Beispiel ganz kurzfristige Terminverschiebungen in Kauf nehmen obwohl es für mich mehr Stress bedeutet. Da möchte ich generell in Zukunft mehr auf mich schauen und nur das machen, was für mich wirklich passt.

    @ Caramala3

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    Wie kannst du es sachlich rüberbringen, so dass deine Freundin dich verstehen kann? Auch das würde ich vorher durchdenken.

    Das werde ich sicher tun aber das fällt mir sehr schwer. Es ist auch auf meiner Seite emotional und meine Gefühle wurden eben auch verletzt. Aber Sachlichkeit ist sehr wichtig und dsas werde ich mir zu Herzen nehmen.

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    Bei sprunghaften Menschen ist es unmöglich, diesen gerecht werden zu können, weil diese meist ihre Bedürfnisse raushauen, ohne aber zu wissen, was sie genau wollen und wer dafür gerade stellen soll. Das ist keine böse Absicht, aber trotzdem gedankenlos, weil sie denken, das klappt schon irgendwie.

    Ja, das trifft sehr auf meine Freundin zu. Sie ist wirklich ein herzensguter und liebenswerter Mensch, aber bedenkt oft nicht, die Seite anderer Leute. Sie änderte zum Beispiel vor der Hochzeit mehrmals den Dresscode. Ich hatte ursprünglich schon ein Kleid gekauft, was ohnehin schon schwer zu finden war. Ein paar Wochen vor der Hochzeit gab sie mir dann den Dresscode bekannt und bat mich etwas grünes anzuziehen. Grund war, dass es ihre Lieblingsfarbe ist und es nett wäre, wenn die Trauzeugin Grün trägt. Ich sagte ihr dass ich bereits ein Kleid hatte (und sie weiß dass ich auch nicht sooo viel Geld habe), außerdem war es mit der Zeit eng. Sie meinte daraufhin dass es nichts Teures sein muss. Drei Wochen später rief sie mich ganz aufgeregt an und sagte mir, ich darf auf gar keine Fall Grün tragen, denn sie hätte sich umentschieden, dass nur die Brautjungfern grün tragen sollen. In der Zwischenzeit hatte ich dann schon ein grünes Kleid, dass ich zum Glück noch umtauschen konnte. Das sind so typische Aktionen, über die sie sich selbst total freut, sie witzig findet, aber einfach nicht das Bewusstsein hat, dass es für andere mit Kosten und Aufwand verbunden ist. Ich habe es ihr in der Situation auch gesagt, dass es ein Wahnsinn ist, ständig diese Änderungen, das geht so nicht und ich kann da auch nicht mehr mitmachen, falls es am Ende doch wieder etwas anderes sein soll. Dann lacht sie und sagt: "Stimmt du hast recht, ich bin wirklich schrecklich" aber findet es in erster Linie einfach witzig.

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    Wenn man bei sich bleibt und man hier ehrlich ist, dann greift man auch keinen an. Ist man sich all dessen bewusst geworden, dann verändern sich auch die eigenen Gefühle und man ist selbstsicherer, als wenn man unvorbereitet ins kalte Wasser springt.

    Aber wie setzt man das um?

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    Aber wie setzt man das um?

    Wie gesagt, ich würde erst einmal alles aufschreiben, so wie du es denkst und wie du es deiner Freundin rüberbringen willst. Dann lesen. Und dann dir die Frage stellen, wie kommt das beim anderen an? Dann kannst du es noch einmal so formulieren, dass es für dich passt, du zu deinen Gefühlen und Bedürfnissen stehen kannst, ohne dem anderen das Gefühl von Schuld zu geben. Es geht eigentlich nur um das gegenseitige Verständnis.


    Z.B. die Sache mit dem grünen Kleid. Alles ist immer eine Frage des Anspruchs, also was will man erreichen? Und dann die Frage, welcher Aufwand ist dafür nötig, reichen die Zeit und andere Kriterien, also deine zur Verfügung stehenden Ressourcen aus, um dem Anspruch gerecht zu werden? Mit diesen Angaben arbeitet und denkt dein Verstand und er spuckt dann die Lösung raus. Du hast ein Kleid gekauft, es würde auch in der Zeit reichen ect. und dann plötzlich die Änderung und wieder wird nachgedacht und diesmal hast du noch Glück, du kannst das Kleid umtauschen. Aber es hätte auch anders kommen können und dann hätte es eben keine Lösung gegeben.


    Du bist diejenige in dieser Situation, die mit den Angaben deiner Freundin, das Gewünschte herbeischaffen muss. Und nur mit diesen Angaben kannst du dein Bestmöglichstes tun. Das ist im Falle des Geschenkes genauso gewesen. Ansprüche - Eingaben in deinen Verstand - Bearbeitung - Lösung. Du hast hier absolut nichts Negatives gesehen und das ist erst auf der Hochzeit, dann in ein anderes Licht gerückt worden. Das hätte vielleicht ein zusätzliches Kriterium sein können, es war aber nicht in deinem Verstand drinnen, sonst hättest du es ja anders gemacht. Vor allem haben die Freunde es gerne gemacht. Das alles ist sachlich und es hätte nicht anders laufen können. Dein Verstand ist kein Hellseher und du auch nicht. Das die verletzten Gefühle auch ihre Berechtigung haben, ist verständlich auf beiden Seiten, aber man kann immer nur mit dem arbeiten, was einem jetzt zur Verfügung steht an Informationen/Wünschen. Und das kann dann auch mal schiefgehen. Das ist verzeihlich, kein Drama und das kann deine Freundin auch verstehen lernen, wenn sie will. Wenn sie vieles witzig findet, während andere hechelnd auf dem Boden liegen, wegen ihrer Wünsche, dann hat sie trotzdem ein Problem, auch wenn sie es nicht sehen will. Man selbst muss nicht derjenige sein, der auf dem Boden liegt, wenn man denjenigen kennt. Du hast jetzt die Chance mit ihr zur reden und ich denke, das bekommst du hin, weil du reflektiert schreiben kannst.


    An deiner Stelle würde ich einfach mal anfangen. Der Rest kommt von selbst. Ich meine das Aufschreiben, damit du Klarheit bekommst vor dem Treffen. Sachlich heißt nicht, dass man seine Gefühle dafür aufgeben muss, ganz im Gegenteil, sie bekommen dann erst die richtige Unterstützung, so dass es anderen leichter fällt Verständnis aufzubauen.

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    Ich finde auch, du kommst sehr unterwürfig rüber.

    Das finde ich auch.

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    Sie änderte zum Beispiel vor der Hochzeit mehrmals den Dresscode. Ich hatte ursprünglich schon ein Kleid gekauft, was ohnehin schon schwer zu finden war. Ein paar Wochen vor der Hochzeit gab sie mir dann den Dresscode bekannt und bat mich etwas grünes anzuziehen. Grund war, dass es ihre Lieblingsfarbe ist und es nett wäre, wenn die Trauzeugin Grün trägt. Ich sagte ihr dass ich bereits ein Kleid hatte (und sie weiß dass ich auch nicht sooo viel Geld habe), außerdem war es mit der Zeit eng. Sie meinte daraufhin dass es nichts Teures sein muss. Drei Wochen später rief sie mich ganz aufgeregt an und sagte mir, ich darf auf gar keine Fall Grün tragen, denn sie hätte sich umentschieden, dass nur die Brautjungfern grün tragen sollen. In der Zwischenzeit hatte ich dann schon ein grünes Kleid, dass ich zum Glück noch umtauschen konnte.

    Je länger du hier schreibst, desto mehr Unverschämtheiten von ihr zählst du auf. Ich finde das nicht "witzig". Aber wenn du krampfhaft mit jemandem befreundet sein willst, der so mit dir umspringt, dann krieche halt wieder hinter ihr her. Wenn das dein Ziel ist kannst du dich gar nicht oft genug entschuldigen. :|N

    Sie benimmt sich wie eine blöde Kuh, egal was für ein herzensguter Mensch sie sonst so sein mag. Auch wenn man spontan und chaotisch ist, muss man nicht für alles den anderen die Schuld geben. Und wenn man bis auf ein paar Rahmenbedingungen (wie z.B. keine doofen Hochzeitsspiele) vollkommen freie Hand lässt, dann kommt es eben auch so. Muss man nicht toll finden, braucht man dann aber auch nicht beleidigt zu sein.


    Durch das Kontaktieren der Leute, die du "genötigt" haben sollst, haben sich nichts "gerettet" (was auch) sondern sich erst zum Löffel gemacht. Aber wenn sie das nicht merken, auch gut ;-D


    Im ersten Moment klingt es tatsächlich etwas schwierig, Leute mitmachen zu lassen (egal ob mit Geldbeteiligung oder nicht), die dann aber nicht eingeladen werden. Aber im Grunde gibt es da wenige Möglichkeiten


    1. Diese Leute machen sich da absolut keine Gedanken, ihnen ist klar, dass sie zwar Freunde sind, aber wenn im kleineren Kreis geheiratet wird nunmal nicht JEDER Freund/in auch zur Hochzeit eingeladen ist. --> es gibt kein Problem.


    2. Es fühlen sich Leute auf den Schlips getreten, weil sie finden, dass sie eine Einladung verdient hätten (natürlich sagen die trotzdem "nee nee, alles cool!" --> Verschulden des Brautpaars, wenn da jemand beleidigt sein sollte, dass ohne Erklärung ohne ihn/sie geheiratet wurde. Natürlich hat man da ein schlechtes Gewissen. Aber da hätten sie eben mal vorher überlegen müssen, ob sie nicht vielleicht die Falschen "ausschließen". Oder eben (siehe Punkt 1) dazu stehen, dass man nicht jeden Freund einlädt.

    Zitat

    gruselig

    ... wie du an die Kontakte gekommen bist? Du liebe Güte, was für eine Dramaqueen. Ich gehe mal davon aus, dass du keine krasse Stalkerin bist, sondern dass du die Leute alle über Mail, soziale Netzwerke, sonstige Internetquellen oder Nachfrage bei anderen Freunden nach der Telefonnummer leicht (vom Zeitaufwand mal abgesehen) erreichen konntest.


    Ich könnte, wenn ich wollte, auch so ziemlich jeden, den ich nicht kenne aber von dem ich weiß, dass er mit Freunden von mir befreundet ist, irgendwie erreichen. Die Braut hat einen an der Waffel. Romantisch, dass ihr Gatte genauso blöd zu sein scheint.

    Zitat

    ein Vorwurf des Bräutigams fehlt noch. Er hatte einem seiner Freundeskreise offenbar erst ein paar Tage vor der Hochzeit Bescheid gegeben, dass diese stattfindet.

    Das ist absolut unüblich, erst wenige Tage vorher einzuladen. Damit hättest du nicht rechnen müssen.


    Außerdem ist es keine Seltenkeit, dass die Trauzeugin etwas mit anderen Gästen plant. Es wäre Aufgabe des Brautpaars gewesen, dass zu bedenken und dir entsprechend mitzuteilen, dass du das Hochzeitsdatum erstmal vertraulich behandeln sollst. Vor allem so kurz vorher hätte ich damit auch nicht gerechnet (hättest du es schon Monate vorher ausgeplaudert, naja, wäre nicht so toll gewesen, aber selbst das wäre kein Grund für ihr kindliches Beleidigtsein).




    Und anhand der Art und Weise, wie du das alles beschreibst, ist dir das auch selbst klar, dass es nicht deine Schuld ist (dass du wichtige Details weggelassen haben könntest und es aus ihrer Sicht alles ganz anders gewesen sein könnte, berücksichtige ich jetzt mal nicht).


    An deiner Stelle würde ich nun keine Gesprächsversuche mehr unternehmen, das Prinzesschen ist nun an der Reihe, IHRE Fehler wieder geradezubiegen.

    Deine Freundin macht in den Schilderungen von Dir einen extrem egoistischen, egozentrischen, rücksichtslosen, naiven und unbedarften Eindruck. Ich neige dazu, solche Menschen aus meinem Bekanntenkreis zu entfernen. Nun gut, zu versuchen, sie als Deine Freund wieder zu bekommen ist Deine Entscheidung...


    Ich würde dringend davon abraten, bei ihr demütig zu Kreuze zu kriechen und sie in ihrem übergroßen Ego noch zu bestärken. Ich würde ihr schon ordentlich die Leviten lesen, aber wie gesagt, ICH würde... DU hast den Punkt schon mehrfach verpasst. Ich glaube, bei der Aktion mit dem grünen Kleid wäre mir der Kragen geplatzt, das hätte sehr deutliche Worte gegeben. Du darfst Dir den Vorwurf gefallen lassen, dass Du dieses Spiel breitwillig mitgespielt hast und das im Verlauf der Hochzeit mehrfach.


    Vielleicht zieht Deine Freundin solche Typen an, die beliebig nach ihrer Pfeife tanzen? Du bist offenbar jemand, mit dem man das machen kann. Warum? Und es scheint Dich ja nicht glücklich zu machen... Trotzdem willst Du wieder zurück.. Warum nur? Was zieht Dich zu jemandem, der Dich so behandelt?

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    Meine Sorge ist ein bisschen dass ich meine Perspektive nicht gut schildern kann.

    Die Sorge teile ich, denn Du scheinst nicht der Typ zu sein, der mal mit der Faust auf den Tisch haut. Die spannende Frage wäre auch, wäre Deine Freundin noch an Dir interessiert, wenn Du mal anfängst, eine eigene Meinung zu haben?

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    Ich fürchte das mir das schwer fallen wird, weil ich das Gefühl habe, ich mache ihre Hochzeit und die Vorbereitungen im Nachhinein schlecht, wenn ich anspreche, dass ich mich sehr bemüht habe, aber in einigen Situationen von ihr nicht gut behandelt fühlte. Außerdem habe ich das Gefühl, ihr nicht sagen zu dürfen, wobei ich sie unterstützt habe...

    Vielleicht solltest Du das Treffen absagen und ihr einen Brief schreiben. Einseitig, mit allem, was Dir so sauer aufgestoßen ist. Keine Entschuldigung, im Gegenteil. Hier im Forum hast Du das gut hinbekommen, aber die richtige Adresse ist kein Forum sondern Deine Freundin.

    Hey Alias,


    ich hab deine Faden bisher stillschweigend (und kopfschüttelnd) verfolgt. Nach deinen Erzählungen hast Du da eine sehr schwierige Freundin an der Backe.

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    Sie benimmt sich wie eine blöde Kuh, egal was für ein herzensguter Mensch sie sonst so sein mag.


    Und anhand der Art und Weise, wie du das alles beschreibst, ist dir das auch selbst klar, dass es nicht deine Schuld ist (dass du wichtige Details weggelassen haben könntest und es aus ihrer Sicht alles ganz anders gewesen sein könnte, berücksichtige ich jetzt mal nicht).


    An deiner Stelle würde ich nun keine Gesprächsversuche mehr unternehmen, das Prinzesschen ist nun an der Reihe, IHRE Fehler wieder geradezubiegen.

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    Ich würde dringend davon abraten, bei ihr demütig zu Kreuze zu kriechen und sie in ihrem übergroßen Ego noch zu bestärken.

    Das sehe ich genauso. Ich kann dich da sehr gut verstehen, weil ich auch nicht gut darin bin, Leute direkt mit meinem Ärger zu konfrontieren. Aber irgendwann reicht es. Du machst dich ja zum Esel für sie. ICH an deiner Stelle würde mich nicht entschuldigen, sondern sie mit deiner Enttäuschung konfrontieren. Es ist echt unter aller Sau, du reißt dir den Ar*** auf und sie ignoriert dich wegen einer Lappalie wochenlang. Zu dem missglückten Geschenk würde ich erstmal nichts sagen, sondern ihr mal darlegen, wieviel Arbeit DU in IHRE Hochzeit gesteckt hast und wo Du überall den Mund gehalten hast. Wenn Madame dann immer noch so egozentrisch daherkommt, würde ich aber auch einen Schlussstrich unter die Freundschaft ziehen. Weil Du & dein Wohlbefinden ihr offensichtlich nichts wert ist. ??Ich hab übrigens auch eine sehr liebe, aber sprunghafte und unzuverlässige Freundin. Ich hab sehr viel runtergeschluckt, irgendwann hab ich ihr aber mal gesagt, dass es so für mich nicht geht. Sie war zwar zuerst beleidigt, hat mich aber dann verstanden, wir sind immernoch Feundinnen und bemühen uns beide umeinander. So ein Gespräch kann eine Freundschaft also auch voran bringen??

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    Die spannende Frage wäre auch, wäre Deine Freundin noch an Dir interessiert, wenn Du mal anfängst, eine eigene Meinung zu haben?

    Eine sehr spannende Frage! Aus deinen Erzählungen schließe ich aber, dass sie nur einen Lakaien sucht, der ansonsten den Mund hält X-

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    Vielleicht solltest Du das Treffen absagen und ihr einen Brief schreiben. Einseitig, mit allem, was Dir so sauer aufgestoßen ist. Keine Entschuldigung, im Gegenteil. Hier im Forum hast Du das gut hinbekommen, aber die richtige Adresse ist kein Forum sondern Deine Freundin.

    Dasselbe habe ich mir auch gedacht. Du kannst dich sehr gut und reflektiert ausdrücken, das solltest Du nutzen (vor allem, wenn Du im verbalen Zweikampf nicht austeilen willst)

    Sehr eigenartig. TE, ich befürchte ein wenig, dass sich deine Freundin auch künftig nicht verständiger zeigen wird. Wenn das auch nach dieser Zeit des zur Ruhekommens immernoch nicht besser geworden ist. Sie könnte ja zur Abwechslung auch mal in deine Haut schlüpfen. So macht man das, wenn man befreundet ist.


    Ich versuche mal diese Geschichte besser zu greifen: Könnte sie eifersüchtig sein? Auf was auch immer. Dein Leben? Deine positiven Aspekte? Dein Wesen? (sowas halt, nicht unbedingt auf einen Kerl oder so).