• Habe meinen Freund betrogen

    Ihr könnt ja schon in der Überschrift lesen, was passiert ist.. Kurz zur Vorgeschichte: Mein Freund (26) und ich (19) sind seit Herbst des letzten Jahres zusammen. Die letzten Monate hat es ziemlich gekriselt und wir haben dann auch schon beschlossen, dass wir uns trennen sollten. Nach einer Woche haben wir noch einmal darüber gesprochen, alles geklärt…
  • 375 Antworten
    Zitat

    Der Arme, er kann nicht anders... dein Verständnis in Ehren, aber du könntest genauso argumentieren. Hast du ihm denn mit Absicht "weg getan"?

    Ja das stimmt.. Auch wenn es verkehrt irgendwie doch anders klingt, aber keine Ahnung..

    Zitat

    Vielleicht solltest du einzig und allein wütend darauf sein, dass du es ihm gesagt hast, das ist das Ganze nicht wert, nicht in diesem Fall.

    Das ist das einzige, worauf ich im Moment noch stolz bin. Zumindest war ich ehrlich zu ihm. Da war mir ja eigentlich auch klar, dass ich ihm damit die Möglichkeit gebe, Schluss zu machen, aber ich hätte es wirklich nicht erwartet ehrlich gesagt.. Naja, ich bin froh, dass ich es ihm gesagt habe, sonst würde ich vermutlich jetzt mit ihm einen Film anschauen und mir noch immer den Kopf darüber zerbrechen, ob ich ein Unmensch bin, weil ich meinem Freund so etwas verheimliche. Das war schon gut so, nur wie es sich entwickelt hat, finde ich nicht besonders "gut".. :°(

    Zitat

    Richtig wäre es, ihn ernst zu nehmen und ihn ab jetzt nicht mehr zu kontaktieren. Richtig im übergeordneten Sinn. Womit du eine größere Chance auf Wiederaufnahme der Beziehung hast (was ich ja nicht richtig fände ;-) ), kann ich dir nicht sagen. Da kann beides gut oder schlecht sein.

    Ja, ich verstehe deine Einstellung (zumindest im Kopf; ansatzweise; aber naja, die Gefühle können das nicht so ganz einordnen). Mein Gefühl sagt "Melde dich bei ihm!", mein Verstand schreit "Nein, auf keinen Fall! Damit machst du es nur noch schlimmer!" und die Hoffnung meint "Naja, mal abwarten. Vielleicht merkt er ja doch noch, dass es die Situation so auch nicht besser macht und er euch noch eine Chance geben will." Die 3 Stimmen äußern sich da allerdings nur in Bezug auf das "falsche Richtig", also das, was mir eigentlich im Moment nur oberflächlich gut tut, mich aber innerlich auffrisst, weil ich immer weiter hoffe.


    Keine Ahnung, wo die gescheite Stimme in mir abgeblieben ist.. Die, die dann sagt: "Leb weiter und finde zu dir selbst zurück." Die hat sich glaub ich vor einer ganzen Weile verabschiedet, weil sie zu wenig Beachtung bekommen hat..


    Ich weiß, ich bin kompliziert.. Sorry dafür.. :-/

    Zitat

    Wenn ich eins im Laufe der Jahre gelernt habe, dann ist es, dass Hals-über.Kopf-Entscheidungen aus dem Bauch heraus NIE etwas Positives gebracht hatten!

    dem kann ich mich nur anschliessen. Ich bin auch oft dem ersten Impuls gefolgt und dann tief gefallen.


    Lass es erst mal sacken, Schafwolke, auch wenn es noch so schwer erscheint.

    Okay, danke mal... Ich muss morgen sowieso ziemlich früh raus, also sollt ich mal schauen, dass ich ins Bett komme... hoffentlich komm ich zumindest zu ein paar Stunden Schlaf, mir ist nämlich grad nicht so nach schlafen zumute, außer, dass mir dann die heutigen Geschehnisse nicht mehr so bewusst sind..


    Danke für eure Worte, ich werde mal warten (und hoffen, ich kann es einfach nicht bleiben lassen).. Mal sehen, was die Zukunft so bringt.. Und bitte peinigt mich nicht, falls ich in den nächsten Tagen nochmal ein paar sinnlose, traurige, verstörte, komplizierte Beiträge im Forum poste, aber um ehrlich zu sein: euer Beistand tut wirklich gut. Also dann mal danke und gute Nacht euch allen.

    Habe jetzt mal eine Nacht drüber geschlafen und anscheinend hat sich da ein bisschen Wut eingenistet. Wut, Enttäuschung und Verzweiflung. Aber überraschend viel Wut. Ich bin ihm gerade so böse, weil er mir einfach nicht verzeihen kann und wegen dieser Geschichte die ganze Beziehung wegschmeißt. Er würde zwar sicher behaupten, ich hätte die Beziehung weggeschmissen, aber das habe ich nicht. Hätte ich ihm nichts davon gesagt und einfach Schluss gemacht, dann hätte ich die Beziehung weggeschmissen. Aber ich habe mit ihm darüber geredet, in der Hoffnung, dass er mir verzeihen kann. Und mir ist klar, dass ich keinen Anspruch auf Vergebung habe, aber ich hätte es mir wirklich sehr gewünscht. Jetzt denke ich mir, wenn er mich wirklich lieben würde, könnte er mir doch verzeihen oder würde es wenigstens versuchen, oder auch nicht, ich weiß es nicht.


    Momentan schaut mein "Plan" so aus, dass ich mal abwarte und mich nicht melde. Ich bin ja gespannt, ob er sich wieder meldet oder nicht. Denn die letzten Wochen konnte er mir immer schreiben und mich fragen, was ich so mache, aber wenn er jetzt Schluss gemacht hat, könnte ich ja quasi auch machen was ich will und muss ihm nichts mehr davon sagen. Bin gespannt, wie er damit umgeht. Ich glaube nämlich, dass er erwartet, ich würde ihm jetzt nachlaufen und versuchen, ihn zurückzugewinnen, aber diesen Fehler habe ich schon mal gemacht und ich glaube nicht, dass das etwas bringt. Wenn, dann müsste er ja von selbst wieder auf mich zukommen. Es fällt mir trotzdem schwer, das so durchzuziehen..


    Ich weiß, ich sollte meinen Fokus eher darauf legen, etwas für mich zu tun und nicht eine "Methode" zu suchen, um ihn wieder zurückzubekommen, aber im Moment bin ich noch nicht so weit. Vielleicht kann ich es bei anderen Beziehungen einmal später umsetzen, aber so weit bin ich mit meinem Lernprozess noch nicht; da spielen meine Gefühle nicht mit.


    Jedenfalls werde ich jetzt mal abwarten, schauen, dass ich mein Selbstbewusstsein wieder ein bisschen aufpeppel, auch wenn ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob das so hinhaut. Meine Hoffnung beruht einfach noch darauf, dass er sieht, dass er Schluss gemacht hat und ich mich konsequent daran halte; vielleicht fängt er dann ja an, das ganze nochmal zu überdenken. Ich würde an seiner Stelle jedenfalls so handeln.


    Der einzige Gedanke, der mir noch ein bisschen im Kopf herumspukt ist, was er gestern zu mir gesagt hat. "Ich habe dich ja wirklich gern und ich wäre echt gern mit dir zusammen, aber ich kann meine Gefühle nicht einfach so abstellen. Ich habe auch lange darüber nachgedacht, aber es geht einfach nicht." Jetzt hat er noch Gefühle für mich und ich frage mich, ob es nicht klüger wäre, da anzuschließen, als dass ich mal Zeit vergehen lasse, denn da könnten die Gefühle ja auch verschwinden.. Wobei es aber jetzt auch keinen Sinn hat, weil auch die ganzen negativen Gefühle noch da sind. Also dieser Gedanke reißt mich noch ein bisschen hin und her. Vielleicht warte ich mal 1, 2 Wochen und schaue, ob er sich meldet, wenn ich kein Lebenszeichen von mir gebe. Falls nicht, kann ich mich ja noch immer melden, in 2 Wochen vergehen ja keine Gefühle, wenn man jemanden wirklich liebt. Was haltet ihr davon?

    Zitat

    "Ich habe dich ja wirklich gern und ich wäre echt gern mit dir zusammen, aber ich kann meine Gefühle nicht einfach so abstellen.

    Der Junge eiert herum und sollte vielleicht irgendwann erwachsen werden, damit er weiß, was er eigentlich will. Solange solltest du ihn besser vergessen.

    @ sensibelman

    Das Lustige ist ja, dass er schon 26 ist und eigentlich reif genug für eine ernste Beziehung sein sollte.. Also zumindest sollte er wissen, was er will; ob er reif ist, kann man natürlich nicht am Alter festmachen. Naja jedenfalls: er hat seine Entscheidung getroffen und ich halte mich daran und werde ihm nicht nachlaufen. Wenn er mich nicht will, dann soll er's bleiben lassen, ich hab ihm ja gesagt, dass ich ihm Zeit gebe, aber wenn er jetzt schon weiß, dass es sowieso keinen Sinn hat, dann eben nicht. Mir tut es extrem weh und ich wäre immer noch gerne mit ihm zusammen, aber ich bin gerade einfach so enttäuscht von ihm, dass er aus dieser Geschichte so viel macht, dass er dafür "den wichtigsten Menschen in seinem Leben" gehen lässt. Mal sehen wie er selbst mit seiner Entscheidung klar kommt, wenn ich nicht mehr auf Abruf erreichbar und bereit bin. Das ist mal so mein Vorsatz, auch wenn's schwer wird.

    Zitat

    wenn ich nicht mehr auf Abruf erreichbar und bereit bin

    Das halte ich für eine kluge Entscheidung, weil dein Ex dann endlich mal dazu gezwungen ist, selbst, von sich aus Entscheidungen zu treffen. Es scheinen ihm in der Vergangenheit zuviele Entscheidungen abgenommen worden zu sein.

    @ sensibelman

    Ich weiß nicht, wie es bei ihm in der Vergangenheit so war, aber ich weiß, dass bei seiner vorigen Beziehung er Schluss gemacht hat und seine Ex und er haben dann aber nach einiger Zeit so auf Freunde gemacht und sich auch wieder getroffen, also sind zusammen fortgegangen und solche Sachen. Und ich hab mir immer gedacht, ich will nicht so erbärmlich sein wie sie, dass ich mich mit so einer "Freundschafts-tour" abspeisen lasse, wenn ich eigentlich noch Gefühle für jemanden habe. Aber sie hat das anscheiend mitgemacht (weil sie ihn ja glaube ich wieder zurück wollte), aber für ihn hat es die ganze Sache glaube ich nur einfacher gemacht, weil er dadurch nicht so ein schlechtes Gewissen haben musste, weil er sie angeblich ziemlich schlimm abserviert hat. Also so viel zu seiner Vergangenheit. Ich bin jedenfalls nicht bereit, das gleiche Spiel mitzuspielen wie seine Ex, dazu bin ich mir zu schade. Mal sehen, was er aus der Situation macht, wenn er mich ja nicht will bzw. einfach nicht "kann" %-|

    Selbst auf die Gefahr hin, dass ich mit meiner Meinung Außenseiterin bin. Du hast nicht Deinen Freund betrogen, wenn dann höchstens Dich selbst. Nämlich um die Chance in der für Dich stark emotionalen Situation, die Dich überfordert hat, Deinen Freund anzurufen, um ihn um Hilfe zu bitten.


    Die Chance ist für euch beide verstrichen, und Du hast statt dessen auf einen Kumpel vertraut, der als bester Freund diese Situation nicht ausnutzen durfte, wenn er von Deiner Beziehung gewusst hat. (wovon ich ausgehe)


    Womit ich persönlich häufiger ein Problem habe, ist die Tatsache, dass soviel von Wahrheit und Wahrhaftigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen gesprochen wird. Aber ehrlich – wer genau wird dafür belohnt, wenn er diesem Anspruch nach geht? Es mag einige wenige geben, die erkannt haben, dass Menschen nicht dazu verdonnert werden können, perfekt und angemessen zu reagieren. Ja, es muss sicher Grenzen der Toleranz geben dürfen, aber in diesem Fall, ist @ schafwolke weit an ihr emotionales Vermögen gegangen.


    Sie hat versucht offen zu sein, hat einen Vorfall thematisiert, von dem sie geglaubt hat, ihr Partner sollte davon wissen. Im Nachhinein, wenn jemand dann so unreflektiert und unreif reagiert, bei allem Verständnis von Eifersucht, frage ich mich nach der wirklichen Basis dieser Beziehung.


    Es ging in dieser einen Situation eben nicht um den Vorsatz, sich irgendwie Spaß und Erotik nebenbei zu suchen. Es ging um einen Ausnahmezustand, der durch zu viel Alkohol ausgelöst wurde. Leider weiß man vorher nicht immer genau, in welcher Tagesform man ist, manchmal muss es nicht mal die große Trinkmenge sein, dass so genannte sich weg schießen, um in eine emotionale Schieflage zu kommen.


    Ich frage mich, wo hier die vielen emotionalen Gemeinsamkeiten sind, es gab doch eine partnerschaftlich tragende Verbindung vor dieser "Beichte". Mehr als Ehrlichkeit geht in so einer Situation nicht, und das @ Schafwolke versucht. Statt Verständnis oder zumindest einem Versuch das warum und wieso zu klären, wird schlagartig jedes Vertrauen entzogen, der Freund zieht sich unkonstruktiv in eine Schmollecke zurück. Soll das dann wirklich die Haltung für einen Neuanfang sein?


    Als Freundin hätte ich nach so einem Debakel eben nicht mehr das Gefühl, offen und ehrlich sein zu dürfen. Über meine gemachten Fehler zu reden, mich dann nur in die "Büßerecke" abgeschoben zu fühlen und nun sieh mal zu.


    Eine Beziehung beruht für mich auf dem Wert, dass man zwischenmenschlich angemessen auch mit Problemsituation umgehen. Das man in der Lage ist Angebote zu machen, die meinem Partner möglich machen, mit fehlerhaftem Verhalten mit mir gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.


    Wenn er partnerschaftlich denken und fühlen würde, müsste er merken, dass er auch seine Freundin verletzt und nun von sich gestoßen hat. Grund, man wollte ehrlich sein, den Partner nicht hintergehen. Das sollte doch zeigen, dass es gerade nicht darum ging, dass Vertrauen zu missbrauchen. Ja, man darf traurig und verletzt sein, aber sich dann nicht gleichzeitig den Heiligenschein aussetzen und tun, als wäre man dieser speziellen Situation moralisch erhaben gegenüber.


    Deswegen mein Rat @ schafwolke. Sei nicht bedürftig und verkrampft. Je mehr Du erpicht darauf bist, mit genau diesem Mann eine Beziehung fortsetzen zu wollen, der Deine Offenheit für die emotionale Achterbahnfahrt zu benutzen, statt mit Dir daran zu arbeiten, dass es Dir in ausweglosen Situationen besser geht, weiß nicht, was er an Dir hat.


    Das solltest Du nicht überschwänglich belohnen. Es gibt mehr als nur eine Möglichkeit, um glücklich zu sein. Eine Beziehung zu führen bedeutet für mich, auch Situationen aushalten zu können, sich nicht zu verweigern, wenn es dem Partner schlecht geht. Statt darüber traurig zu sein, was Du jetzt gerade alles nicht hast, schau auf die Dinge die bereits da sind. Du bist gesund, Du hast Talente, Freunde und ein Leben, dass darauf wartet, dass Du es lebst. Deine Vergangenheit kannst Du nicht verändern, aber Du kannst für Dich und Deine Zukunft einiges tun, und damit fange an und zwar JETZT! Dir alles Gute und viele Kraftsterne dafür :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

    ich schüttel dich jetzt mal durch ;-)

    im endeffekt nervt mich diese beziehungsdynamik ganz gewaltig! er eiert schon in der vergangenheit in einer tour rum, investiert nix in die beziehung und formuliert ständig seine erwartungen an dich! wo er selbst seine verantwortung sieht, ist doch nie mal gekommen, oder?


    und jetzt macht er das schon wieder! und das macht er agnz geschickt, dass er all die verantwortung jetzt wieder auf deinen schultern ablädt – und du sollst jetzt bitte schön in sack und asche warten, bis der gute seine innere mitte wiederfindet?


    hol – zefixnoamoi – deine wut auf ihn immer mal wieder raus und kümmere dich um dich selber!


    das hier...

    Zitat

    Naja jedenfalls: er hat seine Entscheidung getroffen und ich halte mich daran und werde ihm nicht nachlaufen. Wenn er mich nicht will, dann soll er's bleiben lassen

    ... solltest du dir in großer schrift auf deinen badezimmerspiegel schreiben, damit du es beim aufstehen und beim ins bett gehen liest! :)_

    @ DieDosismachtdasGift

    Zitat

    Die Chance ist für euch beide verstrichen, und Du hast statt dessen auf einen Kumpel vertraut, der als bester Freund diese Situation nicht ausnutzen durfte, wenn er von Deiner Beziehung gewusst hat. (wovon ich ausgehe)

    Ja wusste er und er hat mir auch seine Meinung dazu gesagt, was soviel heißt wie "Der Typ passt nicht zu dir, er ist nicht der Richtige für dich." Und ich hab ihm nach diesem Chaos-Wochenende voller Enttäuschungen natürlich mal bis zu einem gewissen Grad auch geglaubt, dass das so sein könnte. Vielleicht hatte er ja recht, aber unser Verhalten (seine Initiative, mein Mitmachen) ist damit leider auch nicht rechtzufertigen. Man kann die Situation verstehen (wenn man will und so weit ist), aber rechtfertigen kann man sie nicht. Was aber auch keine Rolle spielt; sorry ich schweif immer ein bisschen vom Thema ab..

    Zitat

    Es ging in dieser einen Situation eben nicht um den Vorsatz, sich irgendwie Spaß und Erotik nebenbei zu suchen. Es ging um einen Ausnahmezustand, der durch zu viel Alkohol ausgelöst wurde.

    Der Grund und die Umstände sind ihm egal (vielleicht auch, um ihm sein Verhalten etwas zu erleichtern) und es zählt nur, dass etwas passiert ist, denn diese Bilder gehen ihm eben nicht aus dem Kopf. Unter welchen Umständen usw. spielt dabei keine Rolle, er sieht eben nur das Offensichtliche bzw. kann mit den tieferen Gründen nicht umgehen.

    Zitat

    Ich frage mich, wo hier die vielen emotionalen Gemeinsamkeiten sind, es gab doch eine partnerschaftlich tragende Verbindung vor dieser "Beichte".

    Vielleicht ist auch einfach schon zu viel passiert. Dieses ewige Hin und Her von "Beziehungsende" zu "Versuchen wir es noch einmal". Auch wenn es nicht immer direkt um das Beziehungsende ging, aber wir haben doch viele Diskussionen über uns und unsere weitere Zukunft geführt, wobei wir eben immer wieder an gewisse Grenzen gestoßen sind aufgrund der vielen Unterschiede. Aber wir wollten beide nicht aufgeben. Dieser Kampfwille und die Hoffnung haben uns wohl zusammengehalten. Und der Glaube daran, dass wir uns wirklich sehr gerne haben und es gerade deshalb schaffen können, auch wenn es nicht leicht ist.

    Zitat

    Mehr als Ehrlichkeit geht in so einer Situation nicht, und das @ Schafwolke versucht.

    Das hat er mir gestern auch gesagt. Er sieht ein, dass ich in meiner Situation auch nicht mehr machen kann; das versteht er. Aber er hat sich eben Gedanken gemacht und er kann sich nicht vorstellen, dass es mit uns wieder in Richtung Beziehung weitergehen kann, weil das Vertrauen – die Basis – nicht mehr da ist. Ich finde auch, dass er sich da in etwas hineinsteigert, denn immerhin kann er mir vertrauen, sonst hätte ich es ihm nicht gestanden sondern hätte ihm monatelang oder gar jahrelang ins Gesicht gelogen. Schade, dass er daran nicht erkennen kann, dass ich es ernst meine (oder vielleicht erkennt er es ja, möchte es aber einfach nicht mehr).

    Zitat

    Als Freundin hätte ich nach so einem Debakel eben nicht mehr das Gefühl, offen und ehrlich sein zu dürfen.

    Gerade das wäre ich aber, wenn er uns noch eine Chance gegeben hätte. Er hat gemeint, er kann sich ja nicht sicher sein, ob so etwas nicht noch einmal passiert, und wenn es passiert, könnte ich es ihm ja auch verschweigen. Hallo?! Wenn mir so ein Fehler passiert, rede ich mit ihm darüber, weil ich eine ehrliche Beziehung führen will und uns die Chance dazu gebe. Glaubt er da ernsthaft, wenn ich so viel Wert auf Ehrlichkeit lege und damit unsere Beziehung quasi verwundbar gemacht habe, dass ich ihm dann irgendwann später etwas verschweigen würde?! Das ergibt doch keinen Sinn. Wenn schon ehrlich, dann richtig!

    Zitat

    Wenn er partnerschaftlich denken und fühlen würde, müsste er merken, dass er auch seine Freundin verletzt und nun von sich gestoßen hat. Grund, man wollte ehrlich sein, den Partner nicht hintergehen. Das sollte doch zeigen, dass es gerade nicht darum ging, dass Vertrauen zu missbrauchen. Ja, man darf traurig und verletzt sein, aber sich dann nicht gleichzeitig den Heiligenschein aussetzen und tun, als wäre man dieser speziellen Situation moralisch erhaben gegenüber.

    Da hast du Recht!

    Zitat

    Deine Vergangenheit kannst Du nicht verändern, aber Du kannst für Dich und Deine Zukunft einiges tun, und damit fange an und zwar JETZT!

    Danke! Ich habe mir vorgenommen, dass ich diese Zeit jetzt auf jeden Fall nutzen werde, egal, ob er es sich noch überlegt oder nicht. Das ist zwar gar nicht so einfach, aber ich versuche echt mein Bestes, an mir zu arbeiten und mich selbst mehr zu mögen. Das ist wohl meine größte Baustelle. Aber danke für deine Hilfe! @:)

    @ Die Seherin

    Zitat

    er eiert schon in der vergangenheit in einer tour rum, investiert nix in die beziehung und formuliert ständig seine erwartungen an dich! wo er selbst seine verantwortung sieht, ist doch nie mal gekommen, oder?

    Ja, das kann ich mittlerweile schon zeitweise auch so sehen, wenn ich mal wieder ein paar klare Momente habe. Deshalb bin ich auch wütend auf ihn, weil er mir vorhält, ich hätte ihn so sehr hintergangen und betrogen, aber dass er sich viele Male immer wieder den gleichen Fehler geleistet hat, obwohl ich ihn darauf angesprochen habe, das ist natürlich jetzt unwichtig. Hauptsache ich bin schuld und er ist der Arme, der jetzt durch diese Situation zu schwach ist, um wieder auf mich zuzugehen. Es regt mich wirklich auf!!


    Und leider macht er das wirklich recht geschickt, weil man es selbst (oder ich zumindest) nicht so richtig mitbekommt, dass man doch gar nicht so schuldig ist, wie er einen herstellt. Ich habe einen Fehler gemacht, ihm gestanden und versucht, ihm zu zeigen, dass mir trotzdem noch viel an der Beziehung liegt. Wenn er dann noch immer nicht bereit ist, mir zumindest eine Chance einzuräumen (muss ja nicht jetzt sein, aber nach einer gewissen Zeit hald), dann ist er entweder überüberübersensibel und wirklich total verletzt oder er will es sich nur einreden, weil er damit besser vor sich selbst da steht. Ist nur die Frage, ob er vielleicht auch mal weiter denkt und sieht, dass er wohl auch nicht ganz unschuldig ist, aber nein, oho, da müsste er sich ja eine Schwäche geben und zugestehen, dass er auch Fehler macht, oh nein.. Ich bin echt verletzt, wie man so stur sein kann! Bei allem Mitgefühl für seine Lage, aber meine ist auch nicht recht viel besser, auch wenn er das anscheinend glaubt. Ich lasse mich nicht niedermachen! Ich bin wirklich wütend! Und gleichzeitig vermisse ich ihn. Aber das ist wahrscheinlich normal. Dieses Auf und Ab der Gefühle wird sich schon wieder legen, aber im Moment muss ich wirklich darauf achten, mich selbst zu pflegen, denn gerade nach einer gescheiterten Beziehung finde ich hat man die Möglichkeit, mal wieder vollkommen ehrlich zu sich selbst zu sein und alles zu überdenken.


    Er fehlt mir, aber ich bleibe stark. Immerhin bin ich keine dieser armen Frauen, die alles für einen Kerl tun würden, nur damit er zurückkommt. Wenn er sich in der Opferrolle sieht, dann kann er das ruhig machen, aber früher oder später muss er da raus kommen und spätestens dann sollte er mal über sich selbst nachdenken.


    Die Schwierigkeit besteht gerade darin, mich selbst aus diesen "Tiefs" zu holen, wenn wieder die Trauer kommt. Aber ich möchte wirklich stark sein. Danke, dass ihr mich immer wieder auf den Boden zurückgeholt habt, auch wenn ich es sicher noch öfters brauchen werde, aber eure Beiträge haben mich immer wieder gestärkt. Ich hoffe wirklich, dass ich dabei bleibe und stark sein kann.