Haben mich meine Eltern überhaupt gewollt ?

    Sicher ist das eine Frage die viele mal für eine kurze Zeit beschäftigt, aber ich denke darüber nun schon seit einer ziemlich langen Zeit nach.


    Ich bin zurzeit 17 Jahre und männlich. Außerdem besuche ich zurzeit eine BVB ( kurze Erklärung: BVB heißt "Berufsvorbereitende Bildungsmasnahme, dort geht man 8 Stunden am Tag hin und schreibt Bewerbungen übt Vorstellungsgespräche etc. )


    Auf jedenfall denke ich bei meinem Vater so, weil er offenbar nicht weiß wie alt ich bin. Wenn er dann abends von der Arbeit kommt geht er erst zu meiner Mutter und ins Wohnzimmer fragt wie ihr Tag war und ob alles gut war. Daraufhin fängt meine Mutter sofort damit an was ich wieder alles schlimmes gemacht habe, obwohl ich garnichts gemacht habe. Mein Woche sieht so aus, dass ich mo-fr in die bvb gehe und abends nach Hause komme. Dann mach ich mir etwas zu Essen und gehe in mein zimmer und höre Musik. Meistens sagt meine Mutter dann etwas wie ich würde ihr bei nichts helfen obwohl wenn meine Mutter zu mir sagt, ich soll etwas machen, mache ich es nach 15 Minuten auch meistens.


    Dann zieht sich mein Vater um und geht dann zu meinem Bruder und fragt ihn wie sein Tag war. Anstatt das er dann zu mir kommt und mich fragt geht er wieder ins Wohnzimmer zu meiner Mutter und ignoriert mich einfach. Wenn wir dann am Wochenende beim essen sitzen fragt er mich schon mal wie meine Woche war, aber im Normalfall läuft es darauf hinaus, dass er nach ein par Minuten gelangweilt da sitzt und in der Gegend rumschaut und ich mir dann immer denke er fragt nur um höflich zu sein aber im Endeffekt interessiert es ihn kein bisschen.


    Dann kommt noch dazu, dass er mir seit sicher 9-10 Jahren sagt, wenn ich 18 bin muss ich ausziehen.


    Bei meiner Mutter bin ich mir nicht wirklich sicher.


    Bei meiner Mutter denke ich immer so, weil wenn ich mit ihr über ein x beliebeges Thema spreche, läuft es darauf hinaus, dass meine Mutter mir sagt ich hätte mein ganzes Leben versaut, ich hätte in der 11 klasse zu wenig gelernt und ich soll mir die obdachlosen am Bahnhof anschauen denn da werde ich auch bald sein.


    Außerdem bin ich immer an allem schuld. Wenn z.B. wie vor ein par Tagen mein Vater einen USB-Stick verloren hatte, war meiner Mutter sofort klar, dass ich ihn verloren habe. Am Ende hat sich herausgestellt, damit ich garnichts damit zu tun habe was meiner Mutter aber egal war.


    Naja was ich auch noch loswerden muss, ist das meine Eltern mich noch nie umarmt haben ( meiner Meinung nach ist es auch nicht wichtig, aber es wäre abundzu sicherlich mal schön ) und nur selten meiner Meinung nach ernsthaft sagen das ich mal etwas richtig und gut gemacht habe.


    Danke an alle, die das durchgelesen haben, ich hoffe ihr könnt mir helfen :-) .

  • 19 Antworten

    Ich denke du solltest ganz dringend mit deinen Eltern reden. Sag ihnen wie du dich fühlst, wie es dir geht.


    Du hättest gerne eine Umarmung ? Sag ihnen das du sie gerne hättest. Vielleicht sind deine Eltern etwas altmodisch und denken das Jungs das nicht brauchen.


    Ich knuddel meine Söhne oft einfach. Da frage ich nicht lange nach sondern mach es einfach. :=o. Sie sind jetzt 20 und 22 Jahre und ihnen gefällt es.


    Trau dich und sprich deine Eltern an. Vielleicht jeden getrennt voneinader.


    Ich drücke dich mal aus der Ferne :)_

    Du schreibst immer nur, was deine Eltern nicht machen. Was ist denn mit dir?


    Trägst du sie nach ihrem Tag? Gehst du deiner Mutter auch mal ungefragt zur Hand? Vielleicht hat sie keine Lust dich ständig anbetteln zu müssen.


    Umarme sie doch einfach! Vielleicht denken deine Eltern, du bist nicht an ihnen interessierst, weil du dich direkt in dein Zimmer zurückziehst.

    Nimm es nicht persönlich. Kinderkriegen macht nicht automatisch einen guten Mensch aus jemanden und es gibt auch keine Prüfung die man ablegen muss, bevor man Kinder in die Welt setzt.


    Es wird uns von klein auf durch Märchen und Geschichten vorgemacht, dass alle Eltern herzlich zu ihren Kindern sind und sie ach so lieben.


    Aber die Realität ist eine andere und viele Menschen wachsen in disfunktionalen Familienverbänden auf. Das heisst, das sie keine Bilderbuchfamilie haben, wo alle super miteinander auskommen.


    Du wirst erwachsen und wirst jetzt Stück für Stück deine Familienstruktur verstehen müssen.


    Wie Eltern mit ihren Kindern umgehen, hat fast nichts mit dem Kind zu tun. Meisst sind sie selber so lieblos gross geworden und sind daher nicht fähig liebevoll zu ihren Kindern zu sein, obwohl sie die Kinder wollten.


    Manchmal sind Eltern auch selektiv und bevorzugen ein Kind und machen das andere zum schwarzen Schaf.


    Das liegt aber meisstens nicht am Kind, sondern an den Eltern selber, die selber Probleme mit sich selber haben und ein Kind oder manchmal alle sind da dann gute Ventile, um ihre Selbstzweifel zu projezieren.


    Ich würde dir nicht raten mit deinen Eltern zu reden oder sie einfach in den Arm zu nehmen, denn man kann liebevolles Verhalten nicht herbei diskutieren.


    Du bist nicht Schuld daran was da abgeht.


    Lass dir das von niemanden einreden.


    Du darfst nicht anfangen die Verantwortung für das verletzende Verhalten deiner Eltern zu übernehmen. Das macht dich kaputt.


    Selbst wenn es an dir liegen würde, was es nicht tut, dann müssten deine Eltern so erwachsen sein und auf dich zu gehen um das Problem zu lösen. Tuen sie nicht und das zeigt, dass mit deinen Eltern bei einer Qualofikationsprüfung fürs Elternsein durchgefallen wären.


    Gebe es diese Prüfung wärst du und viele andere wundervolle Menschen nicht auf der Welt. Ach was, die Welt wäre sehr dünn besiedelt. :-)


    Es hat nichts mit dir zu tun. Es sind deine Eltern mit denen etwas nicht stimmt. Was auch immer es ist und sind deshalb nicht fähig dich mit all deinen guten Seiten zu sehen.


    Das heisst aber nicht immer, dass sie schlecht sind oder böse. Deine Mutter ist wahrscheinlich frustriert mit sich selber, aber das ist nicht dein Problem.


    Auch wenn Eltern ihre Kinder gewollt haben, passiert das.


    Diese Eltern machen dann unbewusst das selbe mit ihren Kindern, was sie selbst erlitten haben in ihrer Kindheit ohne es zu sehen oder wollen. Oft machen sie es aber nicht ganz so schlimm wie ihre Eltern.


    Versuch mal herauszufinden wie das Verhältnis deiner Eltern zu ihren war.


    Kann gut sein, dass du da siehst, dass sie es noch schlimmer hatten mit ihren Eltern.


    Dann siehst du auch, dass sie zumindest versucht haben, es mit euch besser zu machen. Das ist auch ein Zeichen, dass da etwas Liebe bei deinen Eltern ist dir gegenüber, sie aber nicht mehr geben konnten, weil sie kaputt gemacht wurden.


    In jeder Familie gibt es Trauma z.b. durch Gewalt oder Lieblosigkeit. Dieses Trauma wird von Generation zu Generation weiter gegeben. Aber von Generation zu Generation heilt das Trauma sofern die betroffenen sehen und verstehen was passiert und dass es nicht gut ist.


    Man sagt es dauert drei Generationen bis ein Trauma aus einer Familie verschwindet.


    Deine Aufgabe beim Erwachsenwerden ist es zu verstehen, wieso deine Familie so ist wie sie ist und daraus zu lernen.


    Dabei darfst du aber nicht alles persönlich nehmen.


    Wenn du dagegen lernst zu verstehen, dann kannst du es verarbeiten und daraus lernen es besser zu machen, bei deinen Kindern.


    Du bist kein Einzellfall und das ist das Schicksal vieler Kinder.


    Freu dich doch erwachsen zu werden und bald das Haus verlassen zu können und dich mit Menschen zu umgeben, die dich lieben könnenso wie du bist.


    Ist zwar schwer so jung alleine, aber daran wächst du nur und früher war das auch normal dass man mit 16-17 das Haus verliess. Besonders als Jungw.


    Die Familie kann man sich nicht aussuchen und manchmal hat man eine 'blöde'.


    Vieleicht verstehst du ein bisschen von dem was ich versuche zu erklären.


    Kopf hoch und hab dich selbst ab und zu ganz doll lieb. Einfach weil das Spass macht. Das hilft so Familien zu überleben.


    Du könntest zudem noch weitaus schlimmere Eltern haben. Solche die dich täglich verprügeln und dir gar kein Essen geben. :)_

    Also, ich hoffe, es werden sich noch User finden, die aufbauende Worte finden oder eine gute Nachricht für Dich haben.


    Denn ich habe leider eine schlechte. Meiner Ansicht nach gibt es Kinder, die Glück gehabt haben, und es gibt Kinder, die Pech gehabt haben. Ich würde sagen, Du hast Pech gehabt, weil Deine Eltern Dich nicht wirklich angenommen haben.


    :)_

    dDa muß ich leider mond+sterne Recht geben und kann das Trostpflaster mitreichen, dass es anderen auch so ergeht. Ich war auch nur das fünfte Rad am Wagen und da konnte man auch nichts daran ändern. Die sind aufs Sturste in ihrem Fahrwasser geblieben, keinerlei Einsicht.


    Mein Tip wäre: aufgrund Deines Alters solltest Du Dich jetzt in der Tat lieber mit der Abnabelung beschäftigen, anstatt weiterhin auf Elternnähe zu hoffen. Das wird nichts mehr, wie es aussieht.


    Wäre ich Du, wäre mein nächster Schritt in der Tat eine kleine Bude, und wenn es ein 20m² Zimmer wäre. Hauptsache raus da bei den Eltern. Dann bin Du auf einen Schlag viel tägliche Nerverei los und hast Deinem Vater noch einen Gefallen getan, denn der will ja Deinen Auszug.

    Ach nochwas: wegen Deinem Nicknamen: Du bist keineswegs ein Versager, Deine Eltern sind es.


    Du bist ein normaler Jugendlicher, der sich auf rechtem Wege befindet. Du lungerst nicht herum, sondern tust was.


    Unter der Brücke enden, wie Deine Mutter sagt, ist in Deinem Falle absolut absurd.

    Es ist sicher momentan nicht gut für dich in deiner Familie, wie war es denn früher.


    Ich lese aus deinem Post auch über deine Eltern, dass sie maßlos von dir enttäuscht sind. Sie wollten, dass du Abbi machst und jetzt machst du BVJ.


    Sie denken vielleicht wirklich, dass du nie was auf die Reihe kriegen wirst und disstanzieren sich sicher auch als Eigenschutz von dem Sohn, der vielleicht viele Jahre ihnen aus ihrer Sicht betrachtet nur Ärger gemacht hat.


    Hast du schon eine Lehrstelle ? Gibt es einen Plan? Sprichst du darüber mit deinen Eltern, damit sie sehen, dass du erwachsen wirst und dein Leben in die eigenen Hände nimmst.

    Zitat

    Du bist nicht Schuld daran was da abgeht.

    so ein Satz hilft dir gar nicht und es geht auch nicht um Schuld und ja ,keiner kann sich seine Eltern aussuchen und manche sind nun mal nicht die geschicktesten Pädagogen.

    Zitat

    obwohl wenn meine Mutter zu mir sagt, ich soll etwas machen, mache ich es nach 15 Minuten auch meistens.

    schon mal nachgedacht, wie das auf deine Mutter wirkt? Es nervt unglaublich, du erledigst die Dinge dann sicher auch mit einer freudigen Miene.


    Wenn du willst, dass sich was ändert, musst du dich ändern. Raus aus der Anspruchshaltung. Gehe du auf deine Eltern zu, so deutlich, dass sie meerken: he, was ist denn mit dem Jungen los ;-) und dann suche das Gespräch und mache nicht nur Vorwürfe, sondern sage, was du bräuchtest. (übrigens kommt da immer gut ich zu sagen...ich würde mir wünschen, dass ihr mich auch mal in den Arm nehmt...und nicht als Vorwur formulieren: ihr nehmt mich nie in den Arm...)


    Die Eingangsfrage ist jetzt nach 17 Jahren nicht mehr relevant, vielleicht wollten sie dich , vielleicht hat es die Jahre über zu viel Enttäuschung gegeben..... Eltern sind auch nur Menschen, was nicht heiß, dass es toll ist, dass sie momentan sich gar nicht mehr um dich Mühen, dich Unterstützen.

    Aus manchen Posts geht hervor, dass Du Dir Liebe und Aufmerksamkeit durch Leistung "erarbeiten" musst.


    So ist es nicht gedacht. Natürlich ist Deine Eingangsfrage relevant. Und ja, Du bist unschuldig an dieser Situation.


    Ich finde, Nowheregirl hat es auf den Punkt gebracht. Sie hat eine unglaubliche geistige Reife und ein wunderbares Verständnis. Solche Menschen brauchst Du um Dich herum. Niemanden, der Dich runterzieht. Du brauchst Menschen, mit denen Du reden kannst und die Dich aufblühen lassen.


    Als "Kind" bist Du abhängig von Deinen Eltern. Im Erwachsenenalter werden einem viele Dinge klar, die nicht gut waren. Du bist jetzt in diesem Prozess. Lass Dir nicht einreden, dass etwas mit Dir nicht stimmt. Folge Deiner Intuition.

    Stell Dir die Frage ob Dein Vater wirklich der echte Vater ist. Es könnte auch sein dass jemand anderer der Vater ist und die Familie sich trotzdem nicht getrennt hat.

    Zitat

    Naja was ich auch noch loswerden muss, ist das meine Eltern mich noch nie umarmt haben ( meiner Meinung nach ist es auch nicht wichtig, aber es wäre abundzu sicherlich mal schön ) und nur selten meiner Meinung nach ernsthaft sagen das ich mal etwas richtig und gut gemacht habe.

    Die Erfahrungen in der Familie sind die Grundlage wie man später sich selber und auch andere Menschen sieht. Das Wichtigste überhaupt dass man in der eigenen Familie positive Erfahrungen gemacht hat. Das ist die Basis für die eigene Familie später und auch einer Partnerschaft mit eine Frau. Hier haben Dir Deine Eltern schon sehr viel kaputt gemacht für die Zukunft.


    Versuche eine vernünftige Berufsausbildung hinzubekommen. Das lohnt sich, da man dann immer regelmäßig deutlich mehr Geld verdient als mit einer schlechten Ausbildung.

    @ sweeny 72

    Zitat

    Ich denke du solltest ganz dringend mit deinen Eltern reden. Sag ihnen wie du dich fühlst, wie es dir geht.

    Genau da liegt der Denkfehler. Das sind Eltern mit denen man nicht reden kann. Ich kenne das von meiner Mutter. Die Eltern akzeptieren bestimmte Personen. Bei mir war es mein Bruder. Mir gegenüber hat sie meine Meinung und meinen Willen beliebig ignoriert. Da kann man sich den Mund fusselig reden. Zum Schluß bin ich weggegangen. Für mich war sie abgehackt. Ich habe dann zu ihr keinen Kontakt mehr gepflegt. Sie konnte sich auch nicht ändern oder umdenken. Da kann man nur weggehen und keine weitere Energie mehr reinstecken. Das muss man irgendwann einmal akzepieren sonst kommt man nicht weiter. Aber erst weggehen wenn man es auch wirklich kann. Wenn man eine Ausbildung und Job hat und wo anders Fuß fassen kann.

    Ich will dir nicht zu nahe treten, aber komm' raus aus dieser Opferrolle. Du siehst dich als Opfer deiner Umstände. Selbst wenn du es bist, diese Einstellung bringt dich nicht weiter. Jammern hilft da auch nichts, du musst für dich eine passende Lösung finden, um in diesem Sumpf nicht zu ersticken, sondern dich freizumachen von dem ganzen Mist und deinen eigenen Weg zu finden. Nicht jammern, sondern lösungsorientiert an die Sache herangehen und die Zukunft im Auge behalten.


    Ich bin selbst so ein ungeliebtes Scheidungskind. Meine Mutter hat mir ziemlich deutlich gesagt, dass ich ein Unfall war, nicht gewollt und ich ihr Leben zerstört hätte. Das Ende vom Lied? Ich bin mit 18 ausgezogen, habe den Kontakt abgebrochen und mein eigenes Leben gelebt. Heute bin ich beruflich erfolgreich, habe Familie und Freunde. Und sie ist ein Häufchen Elend, lebt von Hartz 4 und ist alleine.


    Das Ganze klingt allerdings leichter, als es ist. Habe gut fünf Jahre gebraucht, um mich zu fangen und mich aus dem ganzen Mist heraus zu kämpfen. Aber der Weg lohnt sich, weil du stärker denn je wirst.


    Mach' dir klar, wo du hin willst. Wo soll dich dein beruflicher Weg hinführen? Was ist dein Ziel? Und wie kannst du es mittel- und langfristig erreichen? Welche Ausbildung brauchst du dafür?


    Hast du eine Freundin/ Freunde? Wer könnte sich stärken, ggf. begleiten bei unschönen Terminen?


    Du wirst immer wieder Rückschläge auf deinem Weg erleben, aber auch die machen dich nur stärker, wenn du es zulässt und dich nicht fallen lässt!


    Viel Erfolg!

    Das kenne ich auch gut, 'das ungeliebte Kind'. Keine Umarmung, kein 'wie geht es dir?'. Aber das Leben bietet auch andere Seiten der Erfüllung. Geh deinen eigenen Weg und schau mal über den Tellerrand. Da gibt es viel zu entdecken. Sicherlich; manchmal ist der Weg eben steinig und beschwerlich. Aber das läßt einen nur wachsen. Ich wünsche dir viel Glück und Zuversicht.

    @ "Versagt" (ich liebe diesen selbstironischen Nick...)


    - Du bist viel weiter, als ich in Deinem Alter. Damals war mir nicht klar, wie stark meine Familie mich beeinflusst und welche "Glaubenssätze" ich bewusst und unbewusst mitgenommen habe.


    Ich denke, Du bist auf einem guten Weg.


    Zu den Posts, dass Du Verantwortung für Dein Familienleben hast:


    - es kostet enorm Energie, als "Kind" zu versuchen, die Eltern zu "ändern" und "was weiß ich alles" zu versuchen und beizutragen, dass es besser wird.


    Ich bin eine "ganz liebe" und "verantwortungsvolle" Person. Ich hab mich immer für alles verantwortlich gefühlt. Je mehr man versucht, als "Kind" den Eltern zu gefallen und die Situation ändern zu wollen, umso stärker kommt man in eine Abhängigkeit und lässt einen Haufen Energie "für nix".


    Perlen vor die Säue oder Tropfen auf dem heißen Stein.


    Mit anderen Worten, es bringt nicht viel. Besser ist es, sich abzugrenzen, herauszufinden, wer man ist und für sich zu sorgen. Herauszufinden, welche Verletzungen stattgefunden haben, was sie mit einem gemacht haben.


    Und ja, in gewisser Weise bist Du zunächst ein "Opfer" und tatsächlich auch in einer Art "Opferrolle".


    Da kommst Du allerdings raus, indem Du schaust, was die ganze Sache mit Dir gemacht hat. Fühlen, fühlen, fühlen. Auch den Schmerz. Je jünger man ist, umso besser kann man das kompensieren und reflektieren. Vor allem kann man besser "fühlen", was man eigentlich braucht und was momentan nicht gut ist.


    Die Frucht der Erkenntnis kannst Du Deinen Eltern nicht zwangsweise in den Hals schieben.


    Deswegen finde ich persönlich entsprechende Posts nicht so hilfreich für Dich.


    Versuche, vor allem wirtschaftlich unabhängig zu werden. Abitur kannst Du auch nachholen, es ist nichts verloren.


    Hör in Dich rein, was Du willst. Es ist ganz wichtig, seinen "Träumen" und "Wünschen" zu folgen.


    Was Du Dir jetzt erträumst, wird in vielleicht 10/20/30 Jahren Realität sein.


    Einen Weg findet man, wenn ein Wunsch (Wille) da ist. Je jünger Du bist, wenn Du anfängst, Dich zu "befreien", umso besser wird es später.

    Ich finde man sollte die Personen um sich herum einteilen in Leute die hinter einem stehen und einen unterstützen und auch echt helfen wenn es darauf ankommt.


    Auf der anderen Seite Personen die eine Gegenposition einnehmen und (immer) mit einem quasi "kämpfen". Das sind auch Leute die die Interessen gegen einen haben. z.B. Konkurrenten im Leben oder Beruf.


    Dann muss man unterscheiden wie fair jemand ist bei den Interssensunterschieden und auch neutrale Positionen. Leben und leben lassen. Also generell ok ist.


    Auf der anderen Seite muss man natürlich selber auch ok sein. Das ist nicht immer so einfach, da man als Kind das nicht eigenständig oder bewußt (willentlich) so werden kann. Ein Kind entwickelt sich nach seinem Umfeld.


    Jeder muss seinen Platz im Leben finden und einnehmen können. Andere müssen das irgendwo akzeptieren. Die Eltern müssen unterstützen und die Kinder akzeptieren. Wenn die Kinder nicht ok sind, dann sind das die Kinder die die Eltern selber so gemacht haben. Man kann die Kinder nicht dafür (doppelt) bestrafen. Zum einen haben die Kinder Nachteile im Leben und müssen sich auch noch von den Eltern den Zirkus gefallen lassen und das sie nicht ok sind anhören.


    Es gibt den Spruch: Deine Freunde kannst Du Dir aussuchen, deine Ursprungsfamilie nicht. Ich finde es mittlerweile ganz extrem wichtig den Freundeskreis und auch Arbeitsstelle (Chef = ganz wichtig) positiv zu haben und die Ursprungsfamile notfalls zu verlassen oder Job wechseln (können).


    So sollte man sich auch seine Partner(in) auswählen. Eine Beziehung die sich gegenseitig unterstützt und akzeptiert und nicht eine Beziehung die immer miteinander kämpft (z.B. rechthaben...)


    Jemand der es einem schwermacht sollte man meiden. Eltern die einem einen Platz im Leben neben ihnen nicht zugestehen wollen sollte man verlassen. Wo man unterdrückt wird sollte man weggehen. Das setzt immer voraus dass man das bewußt erkennt und dass man auch wechseln kann ohne das es noch schlechter wird.


    Es git der Spruch: Love it, leave it or change it.


    Vor man weggeht sollte man sicherlich versuchen etwas zu verbessern oder zu verändern, wo notwendig. Wo der gute Wille fehlt dann echt weggehen. Auch wo es keinen Spielraum gibt, weggehen, wenn es nicht anders geht. Gerne werden Beschlüsse politisch gefasst. Da ist dann eine Entscheidung gefallen über die nicht mehr geredet wird. Wenn so etwas durchgesetzt wird auf Deine/(meine) Kosten -> weggehen.


    Der Schlüssel zum Erfolg im Beruf ist wechseln zu können (Ich muss da nicht arbeiten) Dann bietet einem die Firma was wenn sie das wissen und einen guten Mitarbeiter nicht verlieren wollen. Deshalb ist eine gute Berufsausbildung auch so wichtig. Außerdem braucht man in Deutschland Geld. Man kann schlecht im Luxushotel wohnen wenn man kein Geld hat. Deutschland ist ein Luxusland im Vergleich zu anderen Ländern. Man wird da hineingeboren. Der Staat erwartet dann das man seinen Beitrag leistet zu der Wirtschaft des Landes und nimmt auch gnadenlos Steuern. Das stemmt man am besten über ein ausreichendes Einkommen. -> gute Berufsausbildung


    In diesem Sinne, ein gutes neues Jahr an alle @:)

    Hallo "Versagt",


    also, bei den Reaktionen auf den Eingangspost, könnte ich verstehen, wenn Du Dich nicht wieder meldest. Aber ich würde es gut finden, wenn Du Dich nicht so schnell entmutigen lässt, und doch noch etwas schreibst.

    @ :)

    Auch ich wünsche Dir alles Gute und viel Glück für das neue Jahr.


    :)*

    @ Versagt

    Zitat

    Sicher ist das eine Frage die viele mal für eine kurze Zeit beschäftigt, aber ich denke darüber nun schon seit einer ziemlich langen Zeit nach.

    Jupp, aber wie hier schon einige schrieben darf die Antwort darauf auch lauten, dass diese Frage für die Gestaltung deines weiteren Lebens keine Rolle spielt. Es hilft dir ja nix, wenn du die Antwort kennst.

    Zitat

    Dann kommt noch dazu, dass er mir seit sicher 9-10 Jahren sagt, wenn ich 18 bin muss ich ausziehen.

    Dann würde ich ehrlich gesagt auch daraufhin arbeiten. Es ist doch super, wenn du ein Umfeld verlassen kannst, was dir ohnehin nicht wirklich gefällt ;-)