Hikleines, ich würde es ihm von Herzen gönnen, ich kann nur gucken, dass ich die Wohnsituation kläre und Arbeit finde, damit er sein volles Geld, welches er dann verdient behalten kann, damit sein Traum wahr wird. Mehr kann ich nicht tun. Aber trotzdem es ist SEIN Traum. Ich habe auch Träume und würde gerne durch die Welt reisen, ist aber nicht machbar.


    Dann, er ist nicht in Armut groß geworden, im Gegenteil, dass ist erst seit 2 Jahren so. Und ging es finanziell sehr gut, sind durch die Welt gereist. Und nein, Familie haben wir nicht mehr. Und er soll lernen für seine Wünsche selbst aufzukommen. Er ist ja erwachsen betont er ständig. Wenn er immer alles in den Po geschoben bekommt, wird er nie lernen mit Geld umzugehen. Wie ich schon schrieb, 10,- sparen lohnt nicht sagt er. Ich meinte nur, wenn ich ein Ziel habe, tue ich jeden Cent der geht weg. Also muss er erstmal lernen mit Geld umzugehen.

    Benachteiligung ist nicht nur "Armut". Das fängt schon damit an, dass andere Jugendliche (und das ist eh ja noch, auch wenn er sich selbst für ach so groß hält) nicht arbeiten müssen, während sie zur Schule gehen oder Studieren. Andere können sich voll auf ihre Ausbildung konzentrieren. Das muss aber kann zu Nachteilen führen.


    Letztlich ist es so: Dein Sohn kann nichts für eure Lebenssituation. Möglicherweise kann dafür niemand was, aber er am wenigsten. Und in seinem Alter ist er wirklich noch nicht so weit, dass man ihm die ganze Verantwortung für sein Leben komplett alleine aufhalsen kann. Wenn er natürlich nicht bereit ist, irgendetwas für seinen Traum zu tun, dann...ja, dann würde ich sagen, ok, das hat keinen Sinn. Aber ein bisschen an die Hand nehmen und ihm helfen, das solltest du schon.


    Scheinbar hatte er ja bis vor zwei Jahren auch noch nicht die Möglichkeit zu lernen, wie man mit begrenzten finanziellen Mitteln haushaltet. Dass er das dann jetzt nicht kann überrascht mich nicht.

    Du erinnerst mich mit deiner Geschichte einfach total an unsere Nachbarin. Der ging es ganz genauso wie dir und sie war seit Jahren in Hartz 4 gefangen, chronisch krank und dann kam plötzlich unser Nachbar.


    Sie hat sich echt in jeglicher Hinsicht verbessert. Der Nachbar musste aber die Etage ausbauen, sonst wäre das mit Hartz4 nichts geworden, aber wenn ein Mann dich liebt macht er das.

    Weil solche Dinge nicht in ihrer Hand liegen. Sie kann jemanden finden, muss aber nicht und so richtig beeinflussen kann sie das auch nicht. Da steckt viel zu viel Glücksspiel drin.


    Außerdem ist das doch total abwertend, ihr zu suggerieren, sie bräuchte einen Mann, um ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Es besteht doch aus meiner Sicht kein Zweifel, dass sie das ganz alleine schafft. Sie scheint eine vernünftige und strukturiert denkende Frau zu sein - so kommt sie hier jedenfalls rüber. Warum sollte sie sich von der möglicherweise nie eintretenden Zukunft mit einem zahlungswilligen Mann abhängig machen?


    Das schafft sie bestimmt alleine.

    Verstehe das Problem nicht...unser Gesundheitsminister und MdB für die CDU, Jens Spahn, hat doch deutlich gesagt dass ein Leben mit Hartz4 keine Armut bedeutet und man sich um nichts sorgen braucht. Immerhin 1/3 der Wahlberechtigten unterstützt doch direkt diese Partei und eine absolute Mehrheit immerhin H4.


    Soziale Mobilität ist laut aller Studien in Deutschland dank unseres vorbildlichen Bildungswesens auch kein Problem.


    Konsens ist offensichtlich also, du hast gar kein Problem.


    Bitte verhalte dich auch entsprechend...

    Zitat

    Einen Mann suchen um dann gratis bei ihm wohnen zu können, toller Rat

    Dann hast du meinen Rat offensichtlich nicht verstanden. Ich schrieb, dass sich beide lieben.

    Zitat

    o richtig beeinflussen kann sie das auch nicht. Da steckt viel zu viel Glücksspiel drin.

    Hab ich das Gegenteil behauptet? Man kann aber auch mal nach einem Date suchen. Daran ist nichts falsch.

    Liebe Alias,


    ich möchte Dir meine Eindrücke zu Deinem Thread gerne mitteilen:


    Du wirkst auf mich recht verbittert und negativ. Dies mag anderen auch so gehen, worüber die Resonanz auf Deine Beiträge teilweise entsprechend ausfällt. Dabei weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die Förderung (oder eben auch Nichtförderung) wirklich abhängt vom entsprechenden Sachbearbeiter der entsprechenden Ämter. Ich bin vor einigen Jahren aus familiären Gründen aus dem Ausland zurück nach Deutschland gekehrt und meldete mich arbeitslos. Ich bin gut ausgebildet und habe vielfältige Qualifikationen vorzuweisen, von dem Termin beim Jobcenter kam ich allerdings total ernüchtert zurück. Demotivierender kann man sich nicht verhalten. Von anderen höre ich bis heute, dass sie optimal betreut und gefördert werden. Somit könnte der hier vielfach angesprochene Umzug in eine andere Stadt oder Gemeinde auch bedeuten, dass Du an einen Sachbearbeiter gerätst, der motiviert ist und Dich wirklich unterstützt.


    Vielleicht kannst Du den anstehenden Umzug auch als Neuanfang sehen, der Dich mit neuem sozialen Netzwerk, neuer Wohnung und mit der Chance auf eine neue berufliche Tätigkeit ausrüstet!


    Hier möchte ich Dir auch gleich einen Blick auf die DAA

    ans Herz legen. Hier in der Region helfen Sie den Interessenten u. a., die Fördergelder bei den Behörden "locker zu machen".


    Desweiteren können ehrenamtliche Tätigkeiten Türen in eine Festanstellung öffnen, auf jeden Fall aber schaffst Du es dadurch, Anerkennung für Dich und Deine Arbeit zu erhalten, was Dich aus der negativen Gedankenspirale ebenfalls herausbringt. Und damit kannst Du der selbsterfüllenden Prophezeiung ein Schnippchen schlagen ;-)


    Kurz noch zu Work&Travel: Zwei meiner Patenkinder waren ebenfalls in Australien für W&T, eine davon hat das kostenpflichtige Programm nahe Brisbane absolviert, was ihr viel Spaß gemacht hat. Was danach kam, war eher unterirdisch, die Anforderungen für Farmarbeit, die sie für sich gewählt hatte, einfach zu hoch. Sie hat sich dann etwas in der Gastronomie gesucht und konnte Ihre Zeit dann noch ausreichend genießen. Sie hatte übrigens den Anspruch, mit einer schwarzen Null zu reisen, was Sie durch 9 Monate arbeiten und 3 Monate reisen erreicht hat, trotz teurem Trainingscamp zu Beginn. Aber: Das Geld muss erstmal vorgestreckt werden.


    Das andere Patenkind hat sich das W&T-Visum und die Flüge besorgt und ist direkt in der Gastronomie mit einem Job eingestiegen. Sie arbeitete zwei Monate, reiste einen Monat. Neuer Job am neuen Ort, weiterreisen. So lernte sie ganz Australien kennen und kam mit einem plus auf dem Konto wieder zurück.


    Beiden hat es in so vielfältiger Weise gut getan, sich für ein Jahr fernab der Heimat alleine durchschlagen zu müssen. Sie kamen mit vielen Erlebnissen, gereift und ein Stück erwachsener zurück, was ihnen für die Entscheidung des Studiengangs nur zugute kam.

    Date hin, Date her der junge Mann ist trotzdem noch lange nicht in Australien...


    Das evtl. mangelnde Selbstwertproblem und die finanzielle Situation sind zwei völlig unterschiedliche Gebiete.


    Gibt es denn vielleicht Förderungsmöglichkeiten?


    Wenn der Vater nicht zahlt, springt doch in der Regel das Jugendamt finanziell ein?


    Freunde von mir haben ebenfalls W&T gemacht, kommen weder aus gut betuchtem Elternhaus, noch hatten sie ein großes Startkapital. Wichtig war der Flug und die erste Nacht, danach lag viel an der Selbstorganisation.


    Hast Du die Möglichkeit, Dich ausführlich beraten zu lassen? Einen Einzeltermin beim Jobcenter, bei dem Du die Bedenken schilderst und Deine Situation erklärst. Ich verstehe, wenn Du nicht gerne hingehst, vllt. habe ich auch etwas von einem Kontakt Deinerseits seiten des JCenters überlesen. Dennoch nützt es nichts, Deine Situation zu beklagen, weil Du Dich selbst in eine Rolle stilisierst, die Du nicht haben musst. Werde aktiv und nerve die Leute auf den Behörden so lange, bis sie Dir Abhilfe leisten.


    Dein Sohn kann selbst aktiv werden und sich informieren, wie es mit evtl. Zuschüssen, whatever zwecks seines Traums aussieht. Warum soll das an Dir hängenbleiben?


    Ich wünsche Dir viel Kraft :)* und glaube, wenn Du beginnst, die Baustellen in Deinem Leben zu minimieren, ergibt eines das andere ;-)


    Viel Glück @:)