Hat dein Sohn keinen Vater zu dem er ziehen könnte? Dann wäre er raus aus der Bedarfsgemeinschaft.


    Ansonsten fällt mir jetzt nur Schwarzarbeit ein.


    Oder du suchst einfach mal woanders nach Wohnungen. Wenn dein Sohn jetzt mit der Schule fertig ist und dann vermutlich eh für ein Studium wegzieht dann wärst du ja nicht mehr ortsgebunden. Anscheinend gibt es ja an deinem jetzigen Wohnort auch nicht genug Arbeit, wen du schon so lange suchst. Von daher wäre es doch sogar sinnvoll sich mal woanders nach Arbeit umzusehen.


    Und ohne Sohn kannst du ja jetzt auch entspannt nach 1-2 Zimmer-Wohnungen suchen.

    Liebe Alias,


    wie mans dreht und wendet... es läuft alles drauf hinaus, dass Du dringend einen Job und eine Wohnung brauchst, die du auch mit einem niedrigen Einkommen plus Wohngeld alleine bezahlen kannst.


    Weil, egal was Dein Sohn nach dem Abi macht. Du bekommst Schwierigkeiten finanzieller Art.


    Macht er Work an Travel, hast Du ein Problem, weil sein Regelsatz Dir fehlt.


    Studiert er, ist er von Leistungen nach dem SGB II ausgeschlossen, außer er bekommt Bafög und wohnt noch bei dir, aber dann wird das Bafög angerechnet und als Freibetrag hat er 100 Euro. Das heißt er muss bis auf 100 Euro das ganze Geld dir geben, na, das wird ihm nicht gefallen.


    Macht er eine Ausbildung, wird sein Einkommen bei ihm angerechnet. Das heißt bis auf die Freibeträge von dem Ausbildungsgehalt wird er auch das ganze Geld Dir geben müssen. Da hast Du dann zuhause den Haussegen schief hängen.


    Das heißt so oder so läuft es darauf hinaus, dass eine billigere Wohnung oder/ und ein Job her muss.


    Wenn das bei Euch in der Stadt beides nicht geht, dann musst Du da weg. Komm doch ins Ruhrgebiet. Die Wohnungen sind da schon billig zu bekommen, es gibt noch genug Leerstand und "irgendeinen" Job findest du hier bestimmt auch.

    Annabanani, die Vermieter haben ein Bild vor Augen von Hartz4ern, denn Sie sehen im TV ja nur die schlimmen Assis, die wirklich ekelhaft sind. Und/oder sie haben generell schnell schlechte Erfahrung gemacht, sind auf der Miete hängengeblieben. Ein Vermieter sagte mal, nachdem ich mitteilte die Miete wird doch vom JC übernommen und kann direkt an Sie angewiesen werden, da sagte er, na, wenn sie eine Sanktion bekommen, bekäme er auch nichts. Ich habe halt immer den Fehler bisher gemacht, direkt Klartext geredet. In Zukunft werde ich hingehen und erst, wenn es nicht mehr anders geht davon erzählen. Der Vater wohnt etwas weiter weg, mein Sohn hat hier Freunde und Freundin. Und ich glaube, das würden beide nicht wollen.


    Schwarzarbeit? Das ist nicht mein Ding, da bin ich viel zu schissig, dass das auffliegt.

    Pfefferminzbonbon hat es eigentlich wunderbar zusammengefasst. Dein Sohn ist im Umbruch, für ihn ändert sich jetzt einiges und es wird Zeit, dass du planst, wie es für dich alleine weitergeht. Ich würde an deiner Stelle auch mal nach Wohnungen schauen, die weiter weg sind, denn ein Umzug wird dir doch vom Amt bezahlt oder? Du hast doch keine finanziellen Nachteile, solltest du jetzt hundert Kilometer weiter weg ziehen, wo eine Wohnung generell günstiger ist. Nimm die Situation doch als Chance wahr, nicht als Hindernis.


    Und von Schwarzarbeit lass die Finger!!!! Wenn das Amt das raus bekommt, und das tun die immer, bist du erledigt. Dann lieber ein bisschen putzen gehen oder was ehrenamtlich machen.

    Zitat

    Der Vater wohnt etwas weiter weg, mein Sohn hat hier Freunde und Freundin.

    Diese Verbindungen lösen sich doch jetzt eh auf. Die meisten werden zum Studium oder für die Ausbildung wegziehen. Wäre ja auch ne Überlegung ob dein Sohn dann mit seiner Freundin zusammenzieht. Von 2 Ausbildungsgehältern sollte man sich ne kleine Wohnung erlauben können.

    Braunledersofa, ich suche ja eine kleine Wohnung und er müsste zur Not auf dem Sofa schlafen. Zum Thema Umzug gezahlt durch Jobcenter habe ich schon mehrfach geantwortet. So einfach ist das nicht. Nein, Schwarzarbeit, schrieb ich ja, nein, keine Option. Bin doch nicht Lebensmüde..


    Internetproblem, mein Sohn wird nicht hier wegwollen und mit seiner Freundin zusammenziehen, ist auch keine Option für Ihn, sie geht noch zur Schule ein Jahr und ich glaube das will meiner nicht, dazu hängt er zu sehr an seiner Freiheit. Umziehen andere Stadt, Richtung Norden sagte ich bereits. Das Jobcenter zahlt dort ja logischerweise halt statt jetzt 670,- dort vielleicht 400,- warm. Der Regelsatz ist gleich. Nur da oben ist keiner, davor habe ich ein wenig Angst, man wird ja nicht jünger und der Sohn ist auch dann weg, wenn mal was sein sollte. Ich werde mich mal umschauen nähe Strand ( max. eine Stunde fahrt ). Die Luft ist besser, die Sommer nicht so heiß und und und.....Ich muss mich nur trauen.

    Zitat

    Ein Vermieter sagte mal, nachdem ich mitteilte die Miete wird doch vom JC übernommen und kann direkt an Sie angewiesen werden, da sagte er, na, wenn sie eine Sanktion bekommen, bekäme er auch nichts. Ich habe halt immer den Fehler bisher gemacht, direkt Klartext geredet.

    Ich glaube, dass kannst du nicht so pauschalisieren. Bei uns ist der Wohnungsmarkt auch echt knapp. Als ich meine erste Wohnung gesucht habe als Studentin, wurde mir von einem Vermieter gesagt, dass er lieber Hartz4 Empfänger als Studenten nimmt, weil er sich da sicher sein kann, dass das Geld pünktlich vom JC kommt. Ich glaube bei einer kleinen Einraumwohnung, wenn dein Sohn dann ausgezogen ist, stehen deine Chancen gar nicht so schlecht.

    Zitat

    um dort in der Altenpflege zu arbeiten

    Das kann sie nicht, nicht nur wegen dem Rücken. Ich arbeite als Präsenzkraft in einem Heim , nur für 450 € also etwa 4 1/2 Std Schicht . Abends habe ich Schmerzen von der Anspannung. Man muß ganz schön auf Trab sein bei der Arbeit. Ja, diese Kräfte in den Hausgemeinschaft Küchen fehlen auch sehr, nicht nur Pfleger. Pfleger brauchen eine Ausbildung und das ist auch nichts für jeden, man muß die Leute waschen und anziehen, Medikamente verteilen und ja , man muß auch mal Scheiße wegwischen . In den Heimen sind fast nur noch Menschen die nicht mehr alleine Zuhause leben können.


    Es gibt dann noch soziale Dienste, da wird mit den Leuten gesungen, vorgelesen und gemalt. Ausflüge machen und so. Aber ganz ohne Ausbildung geht das auch nicht. Zumindest in dem ich arbeite wird auf Fortbildung geachtet. Versuchen kann man das, diese Jobs wurden mir auch immer angeboten vom Jobcenter.


    Ich habe eine Kollegin die sich mit putzen bei alten Menschen selbstständig gemacht hat, bei ihr wird mehr angefragt als sie schaffen kann. Vielleicht sowas finden. Alte Menschen möchten außer saubere Wohnung auch noch ein bischen Unterhaltung haben.

    Weil hier immer wieder Callcenter kam, ich hab in 2 als Teamleiter gearbeitet, wenn du Infos möchtest, sag Bescheid.


    Ich komme nicht aus dem Norden, eher dem Westen ;-) und hier sind CallCenter wie Sand am Meer. Auch Wohnungen....


    Im Alter möchte man vielleicht nicht mehr soviel hin und her ziehen, aber sich jetzt auf den Norden zu beschränken....

    Andersrum wird ein Schuh daraus. Wenn die Te sich entscheidet in einer anderen Gegend Deutschland zu arbeiten und zu leben, dann braucht sie da vor Ort einen Arbeitsvertrag, denn dann zahlt das Amt ihr einen Umzug in jedem Fall. Da würde auch ein Job an der Kasse bei Rossmann oder so reichen, hauptsache Arbeit.

    Darum macht es ja auch Sinn zu schauen, wo es bezahlbare Wohnungen gibt UND Jobmöglichkeiten.


    Rossmann etc stellen aber auch nicht mehr nur zum Kassieren ein. Die müssen auch packen :( bzw ist die Frage, warum nicht im jetzigen Ort so eine Stelle auffindbar ist :/

    Das stimmt, aber bei Rossmann hebt man ja tendentiell nicht so schwere Dinge. Vielleicht ginge das ja eher. Aber es wäre auch erstmal egal, ob man den Job länger machen kann. Hauptsache wäre, dass man ihn hat, damit der Umzug läuft. Das klingt zwar doof, aber anders als bei Schwarzarbeiten oder Kindergeld schummeln, hätte der Steuerzahler ja hier selbst dann eine faktische finanzielle Erleichterung, wenn die Te den Job wieder aufgeben müsste, weil sie es doch nicht schafft. Denn er zahlt faktisch weniger Miete und hat weniger Bearbeiter-tanz, als wenn sie Kostenübernahmen und soweiter beantragen und gar einklagen müsste, um nicht in die Obdachlosigkeit zu rutschen.


    Also fände ich es hier durchaus zulässig einen JOb anzunehmen bei dem man nicht weiß, ob man ihn weiter ausüben kann, wenn dafür ein Umzug in eine dauerhaft auch mit Harz4 haltbare Wohnung möglich wäre.