Wobei ich das Erwerbsunfähigkeit grad gar nicht so ein schlechter Anhaltspunkt ist. Aber auch hier bin ich recht unerfahren. Warst du denn kürzlich mal beim Arzt für einen Gesundheitscheck?

    Alias, hast Du inzwischen mit Deinem Sohn gesprochen?


    Vielleicht wäre es hier geschickter gewesen, die Fragestellungen zu trennen, denn jetzt konzentrieren sich die Beiträge darauf, Dir einen Job zu schmackhaft zu machen; um da aber gezieltere Vorschläge zu machen, gibt es von Dir zu wenig konkrete Angaben - z.B. was Du gelernt hast etc.

    Ich fange mal am Ende an. Mariposa, ich weiß nicht, wann du hier in den Faden eingestiegen bist. Meinen Werdegang habe ich hier schon erzählt. Mein Sohn meinte heute, wenn es mit Australien nicht klappt, dann eben Marokko! :=o Ähm, das sind ja Welten. Er könnte nach Australien als Aupair, Freiwilligendienst, all das habe ich ihm vorgeschlagen, da gibt es etwas Taschengeld und ist schon mal versichert, spart Geld. Den Flug kriegt er zusammen und das Visum auch. Beim Freiwilligendienst kriegt er sicherlich auch Essen und Unterkunft und könnte das Taschengeld sparen und danach 3 Monate reisen. Oder was auch immer. Es gibt als nicht nur Work and Travel. Ich hoffe, wir finden was, womit er leben kann.


    Zum Thema Verkauf etc. Ich kann nicht lange stehen, nach einer Stunde habe ich am nächsten Tag im ganzen Körper schmerzen, insbesondere in den Beinen ( vom Rücken gar nicht zu sprechen ) und Bücken ist halt ein Problem, ich kriege schon mit der Spülmaschine ausräumen die Probleme. Also Erwerbsunfähigkeit ist noch kein Thema, habe ja nur Rücken und 2 chronische Erkrankungen. Ich bin geistig ja noch fit ;-D und ohne was, würde ich eingehen.


    Lillien, da kam nichts vom Amt. Die Stellen kann man selbst im Netz auf deren Homepage finden, aber das es mit der Weiterbildung nicht klappt..Die investieren eben nicht mehr, lohnt nicht. Die sehen aber, ich bemühe mich selbst, habe mehrfach wegen Weiterbildung angefragt, den Bundesfreiwilligendienst gesucht und schreibe viele Bewerbungen. Die denken sich, die schafft das alleine. Mich muss man ja auch nicht nötigen, ich will ja. Habe nicht mal eine EGV jetzt bekommen ( kriege ja einen Teil ALG1 und einen Teil H4, wobei die Summe am Ende des Tages die gleich ist ). Hoffe, ich habe keinen vergessen!

    Nach Möglichkeit sollte es eine Arbeit sein die man noch ungefähr 10 Jahre machen kann. 910 € Miete, so viel hatte ich fast Netto in Vollzeit gehabt.

    criecharlie

    Gratuliere, 450 € für 13,5 Stunden . Toller Stundenlohn ;-D


    Für mich freue ich mich neben der Rente noch den Nebenverdienst zu haben. Endlich mal genug Geld.


    Das was ich mache ist körperlich nicht so sehr anstrengend, aber die ganze Zeit laufen und stehen ,dann viel bücken und immer die Zeit im Nacken weil das Essen rechtzeitig auf den Tisch kommen muß und dann wieder viel laufen und bücken bis zum Feierabend. Keine Ahnung ob das besonders schlecht für den Rücken ist, ich merke es an den Füssen ;-D , die ersten Monate waren schlimm. Ich war davor Handnäherin, also etwas völlig anderes. Ich bin aber auch Dankbar für diesen Einblick in diese Arbeit, hätte nicht gedacht das sie mich zufrieden stellt.


    Alias,welche Hobbys hast du? Vielleicht geht es in diese Richtung.


    Ich finde ,dein Sohnemann sollte sich die Reise für dieses Jahr abschminken, Wohnung und neue Arbeit geht vor. Er soll selbst sehen wie er die Reise erspart. Was meint er inzwischen? Hat er sich in allem erkundigt ?

    Ich glaube immer noch, dass Callcenter aufgrund ihrer ruhigen Art gut wäre. Da muss man mit Verbalattacken gut zurechtkommen. Und es ist sitzend. In meiner Stadt annoncieren sie ständig,es scheint Bedarf da zu sein.

    Zitat

    Möglicherweise sind arbeitslose Akademiker etwas variabler und fahren Taxi, während ein arbeitsloser Bauarbeiter verinnerlicht hat, nur nach Anweisung zu arbeiten, sonst gibt's Mecker. Aber keiner gibt das Kommando: Fahre Taxi.

    Wow, also hier muss ich mich mal kurz einklinken. Bin gerade erst auf Seite 14 oder so, wo eben dieser Beitrag gepostet wurde, und habe den Rest des Fadens noch nicht gelesen. Mir stehen grad alle Haare zu Berge, und gleichzeitig muss ich fast lachen. Du, lieber Verschwörungstheoretiker, hast leider mal absolut keine Ahnung wie sowas in der echten Welt funktioniert. Du hast dir das jetzt ganz nett zusammengereimt, von wegen Akademiker = generell flexibler im Denken = selbstständige Lösung des Problems.


    .... Das genaue Gegenteil ist der Fall. Doch, wirklich. Ich selbst bin Akademikerin, meine Familie besteht quasi aus Akademikern. Und dennoch arbeite ich in einem Beruf, in den du deinen "Bauarbeiter" stecken würdest. Und meine Lebenserfahrung zeigt eines: Akademiker sind generell sehr sehr viel festgefahrener in all ihren Belangen. Da spielt so vieles eine Rolle, vom Anspruchsdenken bis einfach "Ich hab' doch studiert, wieso soll ich was anderes machen?". Es sind genau deine "Bauarbeiter", die eben keine Anweisung "von oben" brauchen, um klar zu kommen. Die wissen, dass sie mit ihrer Hände Arbeit weiterkommen. Die kennen nichts anderes als Malochen für's Butterbrot. Akademiker halten sich leider viel zu oft für eine andere Liga (wie du hier quasi am eigenen Beispiel bestens vorführst) und haben in Wirklichkeit außer Lernen nichts gelernt. Irgendwann macht es freilich auch bei "denen" Klick, und in meiner Firma arbeiten außer mir auch andere "Ex"-Akademiker, die sich letztlich für einen soliden Handwerksberuf entschieden haben, weil die Theorie ihrer Ausbildung eben nur begrenzt durchs Leben trägt... doch meine Erfahrungen zeigen, dass es genau die "dummen Bauarbeiter" sind, die in solchen Lebenskrisen weitermachen. Die suchen sich etwas anderes, arrangieren sich, arbeiten hart. Akademiker hoffen in der Regel auf etwas "angemessenes" und wissen auch oft überhaupt nicht, wie man einfach anpacken und arbeiten kann. Du, mein Lieber, liegst völlig falsch.

    Zitat

    Ich glaube immer noch, dass Callcenter aufgrund ihrer ruhigen Art gut wäre. Da muss man mit Verbalattacken gut zurechtkommen. Und es ist sitzend. In meiner Stadt annoncieren sie ständig,es scheint Bedarf da zu sein.

    Klar, da gibt es immer Bedarf. Die Fluktuation ist sehr, sehr hoch. Man muss sich allerdings auch vor Augen halten, dass die Arbeit im CallCenter in der Regel bedeutet, den Leuten etwas vorzulügen. Auch ich habe das bereits hinter mir, man will ja schließlich irgendwie Geld verdienen. Und "mein" CallCenter war sogar noch eines der "Guten". Seriös, hauptsächlich Inbound ... und trotzdem war's der absolute Mist. Knapp über Mindestlohn, vertraglich jeden Samstag und jeden zweiten Sonntag mindestens 7 Stunden, normale Schicht 10 Stunden, eine Frühstückspause, die de facto nicht für's Frühstück genutzt werden konnte (Essen und Trinken am PC-Arbeitsplatz verboten, Wege zu lang, um innerhalb von 15 Minuten etwas zu essen). Kunden haben wir eiskalt belogen. Ich arbeitete mit Großkunden, denen ich dann genau das erzählen sollte, was sie erwarteten. Gut, ich musste keine Omas mit irgendwelchen Abos über den Tisch ziehen, aber es war einfach nur unehrlich. CallCenter zahlen doch nichts. Wenn überhaupt, dann kann man in der Service Hotline von Krankenkassen, großen Unternehmen, etc. sein Auskommen finden. Ansonsten bist du am Telefon die Frau/der Herr Sowieso von "großer deutscher Autohersteller" in "passende Stadt zum Autohersteller". In Wirklichkeit sitzt du ganz woanders und kriegst 9 Euro die Stunde für zwei freie Sonntage im Monat.

    @ Telefonelle

    Du magst in allem Recht haben und hast weitaus mehr Erfahrung als ich. Aber die TE kann ihr Leben momentan nicht alleine finanzieren. Und so hart es klingt, aber lieber schlecht verdienen als vom Amt Leben und abhängig sein oder?


    Jede Friseurin, Pflegerin usw. verdienen unter aller S... und das für so eine anstrengende und bewundernswerte Arbeit. Wenn es danach geht, dürfte keiner mehr in sozialen Bereichen morgens aufstehen.


    Ich denke auch für das Selbstbewusstsein und der Psyche ist es für die TE wichtig, wieder in einen Arbeitsalltag einzutreten. Und wenn es eben bedeutet, erstmal weniger zu verdienen.


    Zum anderen wird das Amt einen auch nicht mit mehr Würde behandeln. Sie muss alles offen legen und sich vermutlich ständig rechtfertigen. Ist am Ende natürlich Typsache. Ich persönlich würde lieber im Callcenter arbeiten für den Mindeslohn als beim Amt hängen zu bleiben.


    Es sind ja auch nur bsp und Vorschläge. Mir kam das callcenter eben auch als erstes in den Kopf weil es sitzend geht und gesucht wird.

    Um zumindest den Umzug in eine andere Stadt bezahlt zu bekommen, wäre Call Center jetzt nicht die schlechteste Variante.


    Aus einer Anstellung bewirbt es sich normalerweise auch besser als aus der Arbeitslosigkeit. Oder man geht zu einem der größeren Konzerne die CallCenter haben. Da kann man dann auch gucken ob nicht intern noch was möglich ist...

    Zitat

    Jess ( ich kürze das mal eben ab, hoffe ist ok ). Datev war ein 6 Wochenkurs, das war so gut wie nichts. Damit kann ich so nichts anfange, zumal ich überhaupt keine Ahnung von Buchhaltung habe. Ich habe nie in dem Bereich gearbeitet und Sekretärin ist nicht gleich Buchhalterin wo man Datev braucht. ":/

    Heutzutage musst du ja keine T Konten mehr buchen, das Ganze ist da schon einfacher geworden. Aber auch viele Sekretärinnen/Sachbearbeiterinnen haben jetzt 'Vorbereitende Buchhaltung' in der Stellenbeschreibung stehen. Das ist kein Hexenwerk, dafür musst du nicht studiert haben, aber bei der Masse an Bewerbungen stichst du dann mit dem Datev Zertifikat heraus. Selbst wenn du nicht fit bist, lernen kannst du das schnell.


    Genau wie die Office Programme wieder modern sind. Tabellen und Statistiken erstellen, Präsentationen, Word Dateien aufbereiten und konvertieren. Und laut meiner Sachbearbeiterin soll es da auf der Seite vom Amt auch die Online Kurse zu geben. Wollte ich auch mal gucken. ;-D

    Ich kann Office und Datev steht auch in meinem Lebenslauf, trotzdem stellt mich keiner ein,weil auf solche Stellen keine Ahnung wie viel Bewerber kommen. Nicht vergessen fast Mitte 50. So einfach, wie hier immer geschrieben wird ist es bei Weitem nicht. Ich denke es ist auch alles gesagt worden und ich habe hilfreiche Tipps bekommen und mache was damit. Diese Onlinekurse helfen aber nicht in Arbeit zu kommen. Ich habe auch einen Englischkurs bis Februar gemacht, hilft mir auch nicht weiter. Steht ja alles im Lebenslauf.

    Viele Häuser haben Einliegerwohnungen und die Hausbesitzer vermieten sie gerne an alleinstehende Frauen in deinem Alter, wenn sie ein bisschen im Haushalt hilft oder Mittagessen vorbereitet oder Babysitting macht. Gib doch mal eine Anzeige auf. Und wenn dein Sohn aus dem Ausland wieder zurück kommt, kann er bestimmt so lange bei dir bleiben bis er was gefunden hat. Also, wenn ich in meinem gelernten Job nichts finden würde, würde ich auf jeden Fall schauen, ob ich vielleicht im Haushalt was finde.

    Diese Wohnungen stehen dann aber auch in den Zeitungen/Onlineportalen. Ich habe schon in diversen Netzwerken inseriert. Zeitungsanzeige ist momentan nicht drinnen. Ich glaube, ich kaufe mir eine Hängematten, ein Flugtickt oneway und esse Kokosnüsse.