Haus kaufen mit unterschiedlichen Vorraussetzungen

    Hallo zusammen,


    an die User die eine Immobilie mit unterschiedlichen Voraussetzungen gekauft haben.

    Wie habt ihr euch geeinigt und fühlt ihr euch bei der Entscheidung wohl?


    Konkret geht es darum, dass mein Partner und ich immer mal wieder darüber nachdenken einen Immobilie zu erwerben. Er hat ca 120.000 € Beiseite gelegt und ich habe etwa 20.000 €. Sein Gehalt liegt bei ca. 4.000 € uns meins 2.300 € netto. Wir sind nicht verheiratet, keine Kinder aber 1-2 wären bald schön.


    Bei einem Bekannten gehört ihm alles, er zahlt alles an Maßnahmen und sie zahlt Miete. Trennen sie sich gehört ihr nichts. Das kommt für mich nicht in Frage. Irgendwie zahlt man ja schon für was gemeinsames ab und hat am Ende gar nichts?!

    Nun weiß ich, dass man eine Immobilie in verschiedene Teil aufteilen kann. Aber wie wäre das gerecht?

    Ich finde es schwierig etwas einzufordern was mir nicht gehört. Wie kann er sich wohl dabei fühlen, so viel mehr vom erarbeiteten Geld zu investieren?


    @:)

  • 55 Antworten

    Ich persönlich würde unverheiratet keine Immobilien kaufen, eben genau weil ich dieses "meins" und "deins" beim Immobilienkauf sehr kompliziert finde. Auch aus einem emotionalen Sicherheitsbedürfnis würde ich keine solch weitreichenden finanziellen Entscheidungen mit einem Partner treffen, mit dem ich nicht verheiratet bin. Das ist aber nur meine eigene Einstellung.


    Welche Möglichkeiten es gibt, sich bei einer Immobilie im Grundbuch anders als 50/50 eintragen zu lassen, da muss dir jemand anderes Auskunft geben bzw. kann man das bestimmt ergoogeln.


    Nur soviel: Wir haben letztes Jahr ein Haus gekauft und hatten kaum Eigenkapitel, deshalb haben wir eine große Summe (6-stellig) als zinsloses Darlehen von meinen Eltern erhalten. Wir zahlen es monatlich zurück wie den Bankkredit.


    Das Darlehen meiner Eltern und auch den Bankkredit sind mit einer Risikolebensversicherung für den Fall eines vorzeitigen Todes von einem von uns abgesichert. Im Falle einer Zwangsversteigerung wg. Trennung würden wir in beiden Krediten 50/50 drin hängen. Dann wäre ein Teil der Rente meiner Eltern weg, das Risiko trage also eher ich/meine Familie, als mein Mann.


    Es kommt halt auch drauf an, ob ihr tatsächlich all euer Erspartes in den Kauf der Immobilie einbringen wollt, vll. auch weil es nötig ist finanziell, oder ob es reicht wenn er z.B. 2/3 des Eigenkapitels zuschießt und du 1/3, und man sich entsprechend ins Grundbuch eintragen lässt. Sehe dann aber die Schwierigkeit darin, beim Abbezahlen des Hauses auch wieder alles entsprechen aufzuteilen, wobei das natürlich möglich wäre, dass er 2/3 der Kreditrate bedient und du 1/3.


    Zitat

    Ich finde es schwierig etwas einzufordern was mir nicht gehört. Wie kann er sich wohl dabei fühlen, so viel mehr vom erarbeiteten Geld zu investieren?

    Das ist eben eine Gefühlsentscheidung und ich würde eher das Grauen kriegen, wenn ein Mann, der mit mir eine Immobilie kaufen will, da besonders kleinlich aufrechnet, da hätte ich Sorge, dass er innerlich bereits den Ausstieg plant. Sojemand kann aber eben auch einfach ein sehr rational veranlagter Mensch sein.


    Ein Immobilienkauf ist eine große Sache, finde ich, da sollte man sich recht sicher sein, dass man für die Dauer der Kreditlaufzeit, was ja mitunter mehrere Jahrzehnte beträgt, zusammen bleibt. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass in einer auf Dauer angelegten Beziehung/Ehe, das Geld nicht mehr zu streng in meins/deins eingeteilt wird sondern man gemeinsam wirtschaftet und Vermögen aufbaut.

    Gerade wenn dann Kinder da sind, kannst du ja kaum erwarten, dass der nicht arbeitende Elternteil den selben Anteil der Kreditrate übernimmt wie der Vollzeit arbeitende.


    Was sagt denn dein Partner dazu?

    Zitat

    er zahlt alles an Maßnahmen und sie zahlt Miete. Trennen sie sich gehört ihr nichts. Das kommt für mich nicht in Frage

    Warum eigentlich nicht? Alleine kannst du dir nichts kaufen, er schon. Miete müßtest du sowieso bezahlen wenn ihr woanders wohnt. Und bei Trennung gehört dir natürlich nichts, weil du auch nichts bezahlt hast.


    Klingt für mich fair. Ich bin irgendwann vielleicht in einer ähnlichen Situation wie du gerade, und fände es umgekehrt nicht gerecht wenn ich ein paar Kröten mit investiere und dafür erwarte am Eigentum beteiligt zu werden.


    Hat übrigens auch Vorteile. Wenn irgendwas am Haus zu machen ist, kannst du dich entspannt zurücklehnen und sagen "Mach mal" :-D

    Dein Gehalt ist ja auch nicht gerade niedrig. Da sollte es doch möglich sein, eine Hypothekenrate 50:50 zu bezahlen?


    Ansonsten finde ich, derlei Überlegungen in Bezug auf Geld sind schonmal kein gutes Zeichen für eine Beziehung. Ich bin selber in einer ähnlichen Situation, aber eins steht fest - sofern man sichmal streitet oder trennt, es wird kein Hickhack wg Immobilien/Geld geben. Soviel Respekt und Wohlwollen voreinander/füreinander ist auf jeden Fall vorhanden.

    roswitha84 schrieb:

    Nun weiß ich, dass man eine Immobilie in verschiedene Teil aufteilen kann. Aber wie wäre das gerecht?

    Ihr müsst gar nicht die Immobilie aufteilen, sondern könntet gemeinsam im Grundbuch stehen.

    Außerdem könntet ihr einen Vertrag bei einem Notar machen, wie ihr im Fall einer Trennung verfahren wollt.

    Ihr könnt berücksichtigen, wieviel jeder mitgebracht hat und auch die Wertsteigerung aufteilen.

    Wir haben auch vor kurzem ein Haus gekauft, sind aber verheiratet.

    Da ich wegen unserem gemeinsamen Sohn aktuell nur Teilzeit arbeite, zahlt mein Mann natürlich effektiv mehr vom Haus ab. Am Ende gehört es uns trotzdem jeweils zur Hälfte.

    Als er früher schlechter verdient hat als ich, habe ich die Miete komplett bezahlt, das blieb auch bis zur Elternzeit so. Für uns war das in Ordnung, weil es sich im Laufe der Beziehung ausgleicht und wir unsere Zukunft gemeinsam planen.

    Anteilig aufteilen kann man natürlich machen. Da ich ein Haus aber als langfristiges Projekt sehe, gehe ich davon aus dass sich die Beteiligung im Laufe der Jahrzehnte ausgleicht (nicht nur finanziell, sondern auch persönlich).

    Auch wenn jeder sein eigenes Konto und eigenes Einkommen hat, sehen wir uns finanziell aber als "wir" und würden da nicht mehr großartig in deins und meins aufteilen.

    Da bei euch die finanziellen Unterschiede sehr stark sind, könnte ich mir noch vorstellen, dass er nicht sein gesamtes Erspartes für den Hauskauf hernimmt, sondern ihr einen gemeinsamen Kredit aufnehmt.

    Roswitha,

    bei uns war es auch so, nur umgekehrt. Ich war die mit dem Eigenkapital. Wir haben es so gelöst, dass ich die Immobilie alleine gekauft habe. Habe auch alles alleine bezahlt. Er hat dann bei der Einrichtung dazu gesteuert. Er hat aber keine "Miete" bezahlt, sondern sich einfach mit Summe X an den Unkosten beteiligt. Das war als wir 2 Jahre zusammen waren, ich war damals 23. 10 Jahr später (wir waren noch immer nicht verheiratet), habe ich ein Grundstück gekauft und ein Haus gebaut. Die Eigentumswohnung habe ich dann vermietet und beim Haus hat er wieder nichts dazugetan - von den Mieteinnahmen hat er auch nix bekommen. Nach dem Einzug ins Haus hat er wieder seinen Teil zu den Unkosten dazu getan. Wir haben diese Summe X immer am Gehalt ausgemacht. Wir haben die Gesamtkosten genommen und ich habe 2/3 der Kosten getragen und er 1/3. So war das Verhältnis unserer Gehälter auch. Dann haben wir geheiratet und an der Kostenverteilung gab es nach der Geburt unseres Kindes dann die Veränderung, dass er mehr Kosten tragen muss. Aber finanzielle Sachen trennen wir noch immer.

    naja, es muss fair zugehen. Und bei nicht verheirateten Paar erst recht. Liebe TE, Deine Situation ist schwierig. Wenn man sich trennt muss klar sein, wie die Verhältnisse sind, sonst eskaliert die Situation noch weiter. Man kann nicht davon ausgehen, dass eine Trennung immer einvernehmlich und partnerschaftlich verläuft.

    Zitat

    Warum eigentlich nicht? Alleine kannst du dir nichts kaufen, er schon. Miete müßtest du sowieso bezahlen wenn ihr woanders wohnt. Und bei Trennung gehört dir natürlich nichts, weil du auch nichts bezahlt hast

    Volle Zustimmung: hinter her gehört einem nichts. In einer Partnerschaftempfinde ich das als nicht fair. Man schafft für den Partner Vermögen, das der im Fall einer Trennung ganz für sich alleine hat.

    Liebe TE, Deine Entscheidung, sich nicht darauf einzulassen ist vollkommen richtig.

    Schafft ein Vertragswerk, in dem die verhältnisse klar geregelt sind. Lasst Euch gemeinsam ins Grundbuch eintragen und legt fest, wie der Anteil verteilt ist und wie er sich mit der Tilgung verändert.

    Mein Partner und ich wollen bauen; das Grundstück haben wir schon gekauft. Er verdient deutl. weniger als ich und hat keine Reserven. Bei mir ist ein wenig vorhanden, der Kredit (letzlich Vollfinanzierung, da ich meine Ersparnisse gerne als Reserven lasse) nur noch Formsache.

    Unsere Kalkulation sieht so aus, dass ich (wie den Grundstückskauf) auch den Hauskredit alleine übernehme und somit alles "meins" wäre. Also die Konstellation, die Du nicht möchtest. Die Summe ist auch nur so hoch wie unsere aktuelle Kaltmiete, die ich auch alleine zahlen könnte. Somit sehe ich relativ wenig Risiko (von allg. Lebenskatastrophen abgesehen).

    Somit ist alles meins, aber ich trage auch das Risiko. Haus meins, Kredit meins. Mein Partner könnte sich theoretisch einfach vom Acker machen (das sollte man an der Seite "mir gehört nix" auf vor Augen führen: Keinerlei Verpflichtungen!). In unserem Fall wird mein Partner angemessene Miete zahlen. Langfristig würde ich ihn dann schon zur Hälfte ins Grundbuch eintragen, aber das ist erstmal nicht geplant. Für ihn ist es okay, denn ob man einem Vermieter Geld in den Rachen stopft oder die Partnerin bezuschusst und irgendwann davon profitiert: Ziemlich egal. Beim Partner besteht mehr Chance zu profitieren als bei einem Vermieter. Und wohnen kostet eh immer.

    Es ist absolut möglich, dass man mit unterschiedlichen Anteilen im Grundbuch steht. Z.B. 1/3 zu 2/3 oder 25/75%. Was bei euch fair wäre kommt drauf an wie viel das Haus kostet (plus Nebenkosten) und welche monatliche Darlehensrate geplant ist.


    Wenn ihr Kinder wollt, solltet ihr aber unbedingt vorher darüber nachdenken, wie die Raten bezahlt werden, wenn einer kürzere oder längere Zeit weniger Geld verdient. Unverheiratet ist so eine Konstellation mit Kindern halt immer ein Risiko im Falle der Trennung.

    Ich persönlich würde mir überhaupt kein Haus kaufen, wenn sich solche Fragen stellen.

    Wie teilt ihr denn die Kinder auf, wenn ihr euch trennt?;-) Und ernsthaft: Wie verteilt sich euer finanzieller Schlüssel, wenn du in Elternzeit bist? Oder sogar er?


    Ich bin ganz bestimmt nicht das Maß aller Dinge, aber ihr wollt eine Familie gründen und sprecht von unwohl fühlen, weil man mehr Geld investiert hat? Das passt mMn nicht wirklich. Entweder ist man eine Familie und teilt realistisch das Schöne und das Schlechte oder man geht eher vom Fall der Trennung aus (so klingt es bei dir) und sichert sich größtmöglich ab - aber dann würde ich keine Kinder in so eine Konstellation setzen.


    Unabhängig von einer Ehe kann man sich aber im Grundbuch eintragen lassen, die beiden Dinge haben nichts miteinander zu tun.

    So wie du schreibst - ich kann es ja auch fehlinterpretieren - würde ich aber wohl die Sache mit der Miete wählen. Du hast weiterhin dein Erspartes, hast mit Erneuerungen und Reparaturen nichts am Hut und wenn man sich trennt, läuft das ganze unkompliziert ab.


    Wo wohnt ihr denn eigentlich? Hier wo wir wohnen kann man mit 140.000 € Eigenkapital ein großes EFH mit schönem Garten bekommen, wo man maximal noch ein paar Tapeten tauschen muss. Also abbezahlt. Pack 20.000€ drauf und du hast was hübsches mit einer perfekten Energieklasse aus den 90ern.

    Da ich das Eigenkapital hatte, hab ich die Wohung alleine gekauft. Ich zahle auch alles für die Wohnung (Reparaturen, etc). Mein Freund zahlt mir etwas weniger als die hälftige Vergleichsmiete. Dadurch spart er im Vergleich zu seiner vorigen Wohung mehrere 100 € pro Monat, die er anderweitig als Pensionsvorsorge investiert. Für uns passt das so.

    that's the way it is schrieb:

    Warum eigentlich nicht? Alleine kannst du dir nichts kaufen, er schon. Miete müßtest du sowieso bezahlen wenn ihr woanders wohnt. Und bei Trennung gehört dir natürlich nichts, weil du auch nichts bezahlt hast.

    Eben, Miete müsstest du so ja auch zahlen. Und da gemeinsames Wohnen weniger kostet als alleine Wohnen, sparst du dir ja auch Geld, das du anderweitig anlegen kannst.

    rr2017 schrieb:

    Dein Gehalt ist ja auch nicht gerade niedrig. Da sollte es doch möglich sein, eine Hypothekenrate 50:50 zu bezahlen?

    Falls dir das aber nicht passt, müsst ihr die Kosten 50:50 teilen. Also du müsstest einen höheren Kredit als dein Freund aufnehmen. Wäre ich dein Freund, würde ich mich auf nichts anderes einlassen.


    Gerade wenn man gut verdient (wie ihr beide) sollte man Immobilien separat halten. Da spart man sich richtig richtig viel Ärger.

    Zitat

    Wo wohnt ihr denn eigentlich? Hier wo wir wohnen kann man mit 140.000 € Eigenkapital ein großes EFH mit schönem Garten bekommen, wo man maximal noch ein paar Tapeten tauschen muss. Also abbezahlt. Pack 20.000€ drauf und du hast was hübsches mit einer perfekten Energieklasse aus den 90ern

    Off topic:

    Wo wohnst du denn? :-o

    Ein EFH für 140.000 Euro? Aus den 90ern?

    Da kriegst du hier nicht mal eine 2 ZKB.

    Wir zahlen für ein RMH aus den 70ern inklusive Renovierung gut 350.000€. Und dabei hatten wir noch Glück.

    Zitat

    Ansonsten finde ich, derlei Überlegungen in Bezug auf Geld sind schonmal kein gutes Zeichen für eine Beziehung.

    Zitat

    Ich persönlich würde mir überhaupt kein Haus kaufen, wenn sich solche Fragen stellen.

    Wie teilt ihr denn die Kinder auf, wenn ihr euch trennt?;-) Und ernsthaft: Wie verteilt sich euer finanzieller Schlüssel, wenn du in Elternzeit bist? Oder sogar er?

    Zitat

    Ich bin ganz bestimmt nicht das Maß aller Dinge, aber ihr wollt eine Familie gründen und sprecht von unwohl fühlen, weil man mehr Geld investiert hat? Das passt mMn nicht wirklich. Entweder ist man eine Familie und teilt realistisch das Schöne und das Schlechte oder man geht eher vom Fall der Trennung aus (so klingt es bei dir) und sichert sich größtmöglich ab - aber dann würde ich keine Kinder in so eine Konstellation setzen.

    Ich sehe das genau so wie du/ihr, man muss aber immer auch die Hintergründe solcher "Überlegungen" verstehen.

    Ich selbst bin in einem Alleinverdienerhaushalt aufgewachsen, es war selbstverständlich, dass mein Vater das Haus alleine abbezahlt und meine Mutter sich um uns Kinder kümmert. Geld, Autos, Haus, alles gehörte beiden zu gleichen teilen. Meine Eltern sind heute noch glücklich zusammen und soetwas prägt sehr, was das Verständnis für Geld betrifft. Für mich ist "normal", das alles Geld in einer Ehe beiden gleichermaßen gehört.

    Eine Scheidung und die draus folgenden materiellen Katastrophenfälle sind in meiner "Gedankenwelt" so wahrscheinlich wie ein schwerer Autounfall - zwar möglich, aber ja doch recht unwahrscheinlich. Ich plane nicht für sowas.

    Bei meinem Mann war es in der Kindheit ähnlich und so haben wir ein gemeinsames Verständnis von Finanzen, es gibt kein "meins und seins", nur "unser".

    Früher dachte ich ebenfalls, dass man dran, wie mit Finanzen umgegangen wird, den Grad an Liebe und echter Verbindlichkeit in einer Beziehung messen kann, aber ich weiß es mittlerweile besser.


    Meine beste Freundin ist ebenfalls verheiratet, seit 14 Jahren mit ihrem Mann zusammen. Beides sind Scheidungskinder, mittlerweile haben sie ein gemeinsames Kind. Sie wohnen bis heute zur Miete, aus finanziellen Gründen aber auch aus Verbindlichkeitsgründen.

    Sie halten ihre Finanzen strickt getrennt, als sie in Elternzeit war und ihren "Anteil" an der Miete nicht mehr zahlen konnte, hat sie sich von ihren Eltern Geld geliehen um ihren Anteil an allem weiterhin 50/50 zahlen zu können. Sie arbeitet jetzt, mit Kleinkind, hart und viel, damit sie weiterhin finanziell absolut unabhängig ist.

    Ich kann das schwer nachvollziehen, aber wir haben viel darüber gesprochen, durch ihre eigene Kindheit ist Scheidung ein ständiges Damoklesschwert das über der Beziehung hängt. Sie lieben sich, unabhängig davon, dass sich ihre Ehe für beide wackelig und nie ganz sicher anfühlt, weil sie beide erlebt haben, das alle Beziehungen irgendwann enden und dann jeder für sich selbst verantwortlich ist.

    Ihre Ehe und Liebe ist nicht weniger intensiv oder ernsthaft als meine, aber die Angst vor der Trennung und den finanziellen Konsequenzen fühlt sich 200% realer an als für mich. Ich habe gelernt, das zu verstehen, auch wenn nicht wirklich nachvollziehen kann wie jemand sich lieber Geld von den Eltern leiht als den eigenen Mann mehr bezahlen zu lassen für eine Weile.


    So denke ich dass es Menschen gibt die ihre Beziehung sehr ernst nehmen, sich wirklich von Herzen wünschen für immer zusammen zu bleiben und dennoch ein Problem damit haben, einfach alles in einen Topf zu schmeißen.