Hausbau, aber unterschiedliche Finanzen

    Hallo zusammen,


    hier geht es gar nicht so wirklich um mich. Es ist so, dass ein bekanntes Pärchen Ende 30 ein Haus kaufen möchte. Sie verdient weitaus weniger als er und hat auch weniger auf der hohen Kante. Beide träumen schon länger davon, ein Haus zu bauen. Jetzt wollten sie demnächst damit anfangen, aber er ist wieder zurückgerudert. Eigentlich war er länger einverstanden damit, dass er wohl mehr investieren wird als sie, aber dass beide im Grundbuch stehen als gleichberechtigte Besitzer. Wo das Projekt immer näher rückt, möchte er wohl laut ihr wieder zurückrudern, weil er es zu ungerecht fände.


    Aus dem Anlass frage ich mich, wie andere das so machen? Ich muss sagen, die meisten Paare, die ich näher kennengelernt habe, verdienten unterschiedlich. Sie weniger, er mehr, aus welchen Gründen auch immer. Ist das immer noch so, dass überwiegend der Mann die Kosten für den Hausbau trägt? Oder zahlen beide gleich viel rein? Wie habt ihr das für euch gelöst bzw. wie würdet ihr das angehen? Unterschiedliche Finanzen okay, oder lieber gar kein Hausbau, weil man es unfair findet, dass beide unterschiedlich zahlen? Bin gespannt auf eure Erfahrungen bzw. Meinungen. :)

  • 46 Antworten

    Entweder man baut sich etwas gemeinsam auf, dann aber mit allen Konsequenzen.
    Man steht füreinander ein, auch finanziell.

    Was soll diese Aufrechnerei? Ich persönlich finde das popelig.

    Da stimme ich dir zu, aber ich fand es halt interessant, Einblick in andere Situationen gewährt zu bekommen. Ist halt glaube ich dann auch ein Zeichen dafür, dass man den anderen vielleicht nur als Übergangspartner/in betrachtet, aber nicht als jemanden, mit dem man seine Zukunft verbringen möchte.

    Kommt doch auch sehr drauf an, wieso jemand weniger verdient als der andere. Sind Kinder im Spiel, die betreut werden müssen? Arbeitet die weniger verdienende Person auch weniger oder ist sie in einem Niedriglohn-Sektor unterwegs?

    Ich sehe oft Kaufverträge, wo dann das Wohneigentum den Kaufenden nicht unbedingt 50/50 gehört. Ist doch auch kein Problem, oder?

    Wenn sie weniger verdient weil sie wegen Kindererziehung weniger arbeitet, finde ich auch 50/50 total ok. Wenn nicht, sollen sie es halt anders aufteilen.

    blingblong schrieb:

    Kommt doch auch sehr drauf an, wieso jemand weniger verdient als der andere. Sind Kinder im Spiel, die betreut werden müssen? Arbeitet die weniger verdienende Person auch weniger oder ist sie in einem Niedriglohn-Sektor unterwegs?

    Also in den Fall ist es so, dass er in einer hohen Position in einem MINT-Beruf arbeitet (soweit ich weiß, macht er oft Überstunden, arbeitet also mehr als die 160 Std. monatlich), sie arbeitet als Krankenschwester (160 Std.). Kinder wollen beide nicht bekommen. Es ist aber wohl so, dass er schon früh angefangen hat, fleißig zu sparen, bei ihr sieht das nicht so aus.

    blingblong schrieb:

    Kommt doch auch sehr drauf an, wieso jemand weniger verdient als der andere. Sind Kinder im Spiel, die betreut werden müssen? Arbeitet die weniger verdienende Person auch weniger oder ist sie in einem Niedriglohn-Sektor unterwegs?

    :)z


    Ich rechne auch nicht jeden Euro gegen. Schon gar nicht, wenn es einen guten Grund für Gehaltsunterschiede gibt (generell schlecht bezahltere Branche, Teilzeit wegen Kinderbetreuung oder oder oder).
    Verstehen kann ich ein zurückrudern, wenn das zweite niedrigere Gehalt sehr unsicher ist und evtl. ganz wegbrechen könnte (oder andersherum) oder wenn der Wenigverdiener sich einfach gernen nen faulen Lenz macht.

    zu früh losgeschickt:


    Kommt doch auch sehr drauf an, wieso jemand weniger verdient als der andere. Sind Kinder im Spiel, die betreut werden müssen? Arbeitet die weniger verdienende Person auch weniger oder ist sie in einem Niedriglohn-Sektor unterwegs? Wenn jemand weniger verdient, weil er/sie nebenher die Kinder betreuen muss oder halt das Pech hat, bei gleich viel Arbeitsaufwand einen niedrigeren Lohn zu haben, fände ich es befremdend, bei einem Hauskauf auf gleiche Teile zu bestehen. Anders sieht es aus, wenn jemand weniger arbeitet und mehr Freizeit hat. In so einem Fall würde ich mir als Mehrverdiener schon fragen, ob ich Lust hätte, sehr viel mehr Geld reinzubuttern.


    DancingKitty schrieb:
    blingblong schrieb:

    Kommt doch auch sehr drauf an, wieso jemand weniger verdient als der andere. Sind Kinder im Spiel, die betreut werden müssen? Arbeitet die weniger verdienende Person auch weniger oder ist sie in einem Niedriglohn-Sektor unterwegs?

    Also in den Fall ist es so, dass er in einer hohen Position in einem MINT-Beruf arbeitet (soweit ich weiß, macht er oft Überstunden, arbeitet also mehr als die 160 Std. monatlich), sie arbeitet als Krankenschwester (160 Std.). Kinder wollen beide nicht bekommen. Es ist aber wohl so, dass er schon früh angefangen hat, fleißig zu sparen, bei ihr sieht das nicht so aus.

    Als Krankenschwester hat sie ja auch nicht so viele Sparmöglichkeiten.

    Wie leben sie denn aktuell zusammen? Da muss ja auch einer mehr zahlen oder wie läuft das?

    Menschen sind heute so raffgierig und geizig.

    Am besten das Geschirr aufteilen.

    Und was ist wenn einer erst mehr Klopapier nutzt ":/

    DancingKitty schrieb:

    Also in den Fall ist es so, dass er in einer hohen Position in einem MINT-Beruf arbeitet (soweit ich weiß, macht er oft Überstunden, arbeitet also mehr als die 160 Std. monatlich), sie arbeitet als Krankenschwester (160 Std.). Kinder wollen beide nicht bekommen. Es ist aber wohl so, dass er schon früh angefangen hat, fleißig zu sparen, bei ihr sieht das nicht so aus.

    Wenn man viel verdient ist fleissig sparen ja auch einfacher und auch befriedigender, weil man nicht zwingend auf Annehmlichkeiten verzichten muss. Aber wenn er sich deswegen unsicher ist, dann vielleicht doch lieber in einer Mietwohnung bleiben? Klingt ja nicht grade nach einer gemütlichen Situation. Zumindest ich würde mir gut überlegen, ob ich mit so einem Partner überhaupt ein Grossprojekt würde angehen wollen.

    mnef schrieb:
    DancingKitty schrieb:
    blingblong schrieb:

    Kommt doch auch sehr drauf an, wieso jemand weniger verdient als der andere. Sind Kinder im Spiel, die betreut werden müssen? Arbeitet die weniger verdienende Person auch weniger oder ist sie in einem Niedriglohn-Sektor unterwegs?

    Also in den Fall ist es so, dass er in einer hohen Position in einem MINT-Beruf arbeitet (soweit ich weiß, macht er oft Überstunden, arbeitet also mehr als die 160 Std. monatlich), sie arbeitet als Krankenschwester (160 Std.). Kinder wollen beide nicht bekommen. Es ist aber wohl so, dass er schon früh angefangen hat, fleißig zu sparen, bei ihr sieht das nicht so aus.

    Als Krankenschwester hat sie ja auch nicht so viele Sparmöglichkeiten.

    Wie leben sie denn aktuell zusammen? Da muss ja auch einer mehr zahlen oder wie läuft das?

    Naja, kommt auf den Lebensstil an.. Ich vermute, dass sie auch nie richtig sparen wollte.. Sie verdient jetzt nicht nur 1200€, aber sie wünscht sich halt eine gewisse Lebensqualität und hatte eigentlich nie im Sinn, soweit ich weiß, auf ein Haus zu sparen. Hat sich eher Geld zurückgelegt, was mal was wichtiges ansteht (kaputter Waschmaschine, Auto, etc.). Vom Traum vom Haus erzählte sie nur hin und wieder, seit sie ihn kennt.

    Die beiden wohnen seit ca. 3 Jahren in einer normalen 2 Zimmer Wohnung. Kein Wohnloch, aber auch nichts besonderes. Ich denke, die können sie sich gut zu zweit aufteilen, habe aber nicht nachgefragt.

    _Chipsy_ schrieb:

    Menschen sind heute so raffgierig und geizig.

    Am besten das Geschirr aufteilen.

    Und was ist wenn einer erst mehr Klopapier nutzt ":/

    Naja, einerseits nachvollziehbar, wenn man nicht sehr viel mehr in das gemeinsame Haus investieren will - also ganz nüchtern betrachtet mal. Andererseits ist das aber auch nicht sehr partnerschaftlich..

    Tory80 schrieb:

    Ich sehe oft Kaufverträge, wo dann das Wohneigentum den Kaufenden nicht unbedingt 50/50 gehört. Ist doch auch kein Problem, oder?

    Wenn sie weniger verdient weil sie wegen Kindererziehung weniger arbeitet, finde ich auch 50/50 total ok. Wenn nicht, sollen sie es halt anders aufteilen

    Seh ich ganz genauso :-)


    Seh das Problem auch nicht. Wenn mein Mann 300.000 reinmuttert und ich 150.000, dann gehört mir eben nur ein Drittel, is doch kein Ding.


    Wer damit ein Problem hat, muss sich eben nach was umsehen, bei dem beide den gleichen Anteil zahlen können :-)

    Ich finde es frech, ihm irgendetwas zu unterstellen. Wie gut kennst du sie denn? Es gibt 1000 Gründe, warum er nicht mehr will.


    Wenn keine Kinder gewünscht sind, finde ich eine gemeinsame Immobilie schwierig. Damit schafft man sich doch nur Probleme und Ärger, wenn man sich trennen will. Vielleicht ist ihm das auch aufgefallen und nimmt deswegen Abstand von seinen ursprünglichen Plänen.


    Sind sie verheiratet?