"Heikles" Problem mit Freundin

    Hallo liebe Forumsgemeinde,


    ich würde mich freuen, wenn ich zu einem bestimmten Thema eure Meinungen hören könnte.


    Im Endeffekt ist es auch gar nicht schlimm, nur etwas heikel.


    Ich (30) bin seit zwei Monaten mit meiner Freundin (28) zusammen und es läuft sehr gut, wir verbringen sehr viel Zeit miteinander, reden sehr viel und über alles Mögliche, haben Spaß zusammen und es ist alles richtig toll und wir sind glücklich.


    Nun ist es aber so, dass jeder seine Vergangenheit hat, wir haben beide schon einige richtig schlechte Erfahrungen gemacht.


    Wir sind uns natürlich schon näher gekommen, hatten aber noch keinen Sex und haben auch noch nicht beim anderen übernachtet oder so. Außer küssen war bisher nicht viel, aber es stört mich auch nicht. Es wäre natürlich schön, aber ich will sie da nicht drängen, ist alles in Ordnung so.


    Nun ist es so, dass sie mir vor kurzem etwas, das ihr schwerfiel, erzählt hat. Ihr letzer Exfreund (das ganze ist fast 2 Jahre her) hat sie ganz übel hintergangen und betrogen, so übel, dass es eine Art Schockerlebnis war und sie aus allen Wolken gefallen ist.


    Seit diesem Zeitpunkt, also fast 2 Jahre, hat sie ihre Regel nicht mehr bekommen. Sie war schon öfters beim Frauenarzt, der meint, dass sie eine psychische Blockade erlitten hat durch eine Art Schockerlebnis, weil körperlich alles in Ordnung ist.


    Vor kurzem sagte sie mir auch, dass sie vor 3 Wochen, also als wir gut ein Monat zusammen waren, ganz leichte Blutungen bekommen hat und dass es vielleicht wieder "normal" wird. Es ist aber nicht normal geworden bislang.


    Das ist wohl auch der Grund, warum es ihr so schwer fällt und warum das Thema Sex usw. sehr heikel für sie ist.


    Ich habe da auch vollstes Verständnis für sie, dass sie sich da unsicher ist und will sie wirklich nicht drängen, aber hat schonmal jemand irgendwelche Erfahrungen mit sowas gemacht? Lösungen gibt es da vermutlich keine, man muss einfach abwarten und hoffen, dass sich alles mal normalisiert, oder?


    Wäre euch über ein paar Meinungen dankbar :).

  • 60 Antworten
    Zitat

    Das ist wohl auch der Grund, warum es ihr so schwer fällt und warum das Thema Sex usw. sehr heikel für sie ist.

    Das hängt aber davon ab, wieviel Sex sie vorher hatte.

    Zitat

    Ihr letzer Exfreund (das ganze ist fast 2 Jahre her) hat sie ganz übel hintergangen und betrogen, so übel, dass es eine Art Schockerlebnis war und sie aus allen Wolken gefallen ist.

    Was ist denn der Grund gewesen, warum ihr Ex-Freund fremdgegangen ist? Vielleicht war zu wenig Sex der Grund.

    Zitat

    Lösungen gibt es da vermutlich keine, man muss einfach abwarten und hoffen, dass sich alles mal normalisiert, oder?

    Weißt du denn was für deine Freundin "normal" heißt? 2x im Jahr Sex ist völlig normal. 2x am Tag aber auch. Ist grad nicht alles normal bei euch, irgendwann schlaft ihr auch mal im gleichen Bett, aber vielleicht findet deine Freundin die Sexfrequenz eigentlich auch ganz tofte. ;-)


    Wenn man nach 2 Jahren ein fremdgegangenen Partner nicht verdaut hat und nicht mehr in der Lage ist, mit seinem neuen Partner Sex zu haben hilft nur eine gute Psychotherapie. Aber auch nur wenn sie das will oder wenn sie ein Problem sieht. Warten und drauf hoffen das irgendwann die Sonne wieder scheint hilft da nicht.

    Zitat

    Wenn man nach 2 Jahren ein fremdgegangenen Partner nicht verdaut hat und nicht mehr in der Lage ist, mit seinem neuen Partner Sex zu haben hilft nur eine gute Psychotherapie.

    Seh ich auch so, wenn da nicht mehr als "nur" fremdgehen und belügen passiert ist dann ist die Reaktion darauf, sorry, völlig übertrieben.


    Ich würde irgendwo auch erwarten das sich ein gesunder, erwachsener Mensch nach einiger Zeit mit so einem Problem auseinander setzt denn ja, Sex ist ein wichtiger Faktor in einer Partnerschaft solange nicht beide Willens sind abstinent zu leben.

    Ich glaube, die Frau hat einfach keine Lust auf Sex. Ihr seid beide erwachsen, seit zwei Monaten zusammen, normalerweise vergeht man da doch vor Lust aufeinander?

    Zitat

    Seit diesem Zeitpunkt, also fast 2 Jahre, hat sie ihre Regel nicht mehr bekommen. Sie war schon öfters beim Frauenarzt, der meint, dass sie eine psychische Blockade erlitten hat durch eine Art Schockerlebnis, weil körperlich alles in Ordnung ist.

    Das klingt ausgesprochen merkwürdig. Ich glaube, da ist noch mehr im Argen.

    Danke schonmal für eure Antworten.


    Dass es fehlende Lust ist, könnte sein, glaube ich aber irgendwie nicht. Wir haben wirklich sehr ausführlich über die Vergangenheit usw. gesprochen.


    Ich sollte vielleicht noch anfügen, dass das das zweite Mal war, dass sie betrogen wurde und dass es vor allem diese Tatsache ist, die sich so negativ und schlimm auf sie ausgewirkt hat. Mit dem einen war sie 4 Jahre zusammen, mit dem anderen 3. Beide haben den Seitensprung inzwischen geheiratet. Sie hat sich in den letzten 2 Jahren aus Selbstschutz auf so gut wie keine Männer eingelassen und alles schon im Vorhinein abgeblockt.

    Das emotionaler und seelischer Betrug in jungen Jahren für ein junges Mädchen im Übergang zum Erwachsenenalter sehr prägend sein können, mag verständlich sein. Ob allerdings einzig daran ihr Verhältnis zum Sex allein festgemacht werden kann, ist von außen schwierig zu beurteilen.


    Hier wäre mehr die Frage, ob Deine Freundin unabhängig von den Betrugshandlungen der Ex-Partner jemals ein positives Gefühl bei körperlicher Annäherung und beim Schmusen, Küssen, Streicheln und beginnendem Sex empfunden hat.


    Da jeweilse beide Ex-Freunde ihre ehemaligen Affärenfrauen geheiratet haben, spricht dafür, dass diese Männer durchaus bindungsfähig sind, und es nicht einzig am Seitensprung selbst gelegen haben muss, dass die Beziehungen jeweils durch den körperlichen Betrug gescheitert sind.


    Vielleicht gibt es die Chance zwischen euch, über Gespräche mit viel Fingerspitzengefühl und Verständnis heraus zu finden, ob es vielleicht schlechte Erfahrungen mit dem ersten Sex ursächlich sein könnten, dass Deine Freundin sich nicht innerlich für körperliche Liebe öffnen kann. Es in ihr eine innree Blockade gibt, weil sie sich vor Schmerzen fürchtet oder sich zu sehr an die ersten schlechten Erfahrungen erinnert und aus reinem Schutz die Betrugshandungen der Ex-Partner vorschiebt, um nicht in diese Situation zu kommen, wieder Sex mit einem Mann haben szu müssen.


    So wie Du sie beschreibst, scheint sie auf der rein emotionalen Ebene zugänglich und offen zu sein, und es wäre mit viel Geduld vielleicht möglich sie mit empathischer Zuwendung über Küsse, Kuscheln, das Streicheln wieder für die körperliche Liebe zu erwärmen. Aber es klingt nach einem längeren Weg, der sich nicht über kurzfristige Lösungen erreichen lässt. (nach dem was Du von ihr beschreibst).


    Wichtig wäre zudem auch, dass sich ihr Zyklus wieder regelmäßiger einstellt, und ihr Hormonspiegel fachärztlich überprüft wird, ob darin die Ursache für die momentan fehlende Libido liegt.

    Dass das Ende einer Beziehung, egal wie traumatisch das war, zu einem jahrelangen Ausbleiben der Monatsblutung führt, finde ich erstmal sehr seltsam bzw es fällt mir schwer, das zu glauben. Das würde ja bedeuten, das der Hormonhaushalt sich komplett verändert hat, Eisprung nicht stattfindet etc. Dies nun auf eine unschöne Trennung zu schieben- das kann man für ein paar Monate sicherlich tun, aber über Jahre? Da sollte sie ggf den Arzt wechseln.....

    Ich halte sowohl die körperliche Reaktion (Zyklus) als auch die psychische Reaktion (Ablehnung von körperlicher Nähe) für nachvollziehbar und möglich. Mir ist schon einmal ähnlich ergangen und ich habe schlagartig 5 Kilo abgenommen, mir sind die Haare ausgefallen und auch mein Zyklus war kurzfristig durcheinander. Allerdings hat das Ganze eher ein halbes Jahr als 2 Jahre gedauert. Wie widerstandsfähig Menschen diesbezüglich sind, ist aber eben genauso unterschiedlich wie die Frage, wie lange ein Schnupfen bei jedem dauert, bis er weg ist. Ein Besuch beim Endokrinologen wäre aber wahrscheinlich doch mal anzuraten, wenn der Gynäkologe da nix findet.


    Ich bin ja der Meinung, dass jede Frau, wenn sie denn verständnis- und liebevoll behandelt wird, Sex genauso mag und braucht wie Männer. Also würde ich an Deiner Stelle so gut wie es geht vermitteln, dass Du nicht vorhast, sie genauso zu enttäuschen, am Besten wäre natürlich, wenn Du da auf Deine Vergangenheit verweisen könntest und die frei von solchen Dingen ist. Du wirst keine andere Wahl haben als langsam ihr Vertrauen zu gewinnen. Dass das mühsam und natürlich nicht so unbeschwert und zügellos sein dürfte wie ggf. mit weniger vorbelasteten Frauen, ist klar, aber ich wünsche Dir, dass es das wert ist. Alles Gute. @:)

    Menschen, die sich frisch getrennt haben sind oftmals beziehungsunfähig, bis sie das verarbeitet haben. Ein Trostpartner für zwischendurch, das geht schnell schief. Durfte ich selbst schmerzhaft erfahren. Insofern bin ich kein Freund davon, als neuer Partner erst einmal alte traumatische Erlebnisse aus alten Beziehungen aufzuarbeiten, das belastet das neue Glück ungemein. Bettgeschichten mit dem Ex will ich gar nicht kennen.


    Das würde bedeuten, dass ich einfach mal versuchen würde, sich da auch körperlich näher zu kommen. Zwei Monate zusammen und noch kein Sex... Ist ja nun mehr als ungewöhnlich. Wer weiß, vielleicht fallen mit den Hemmungen auch die anderen Probleme weg? Aber wenn es nun tatsächlich auch langfristig keinen Sex gibt, weil der an irgendwelchen Vorgeschichten scheitert, muss man dann mal gucken, ob man so eine Partnerschaft führen will. Wenn ja, würde ich dringend mal versuchen zu ergründen, wie das mit dem Sex in den beiden Beziehungen davor aussah. War der fehlende Sex da der Auslöser für den Betrug und die Trennung oder ist er das Resultat davon?

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    Hier wäre mehr die Frage, ob Deine Freundin unabhängig von den Betrugshandlungen der Ex-Partner jemals ein positives Gefühl bei körperlicher Annäherung und beim Schmusen, Küssen, Streicheln und beginnendem Sex empfunden hat.

    Das kann ich leider nicht beurteilen bzw. da habe ich nicht drüber gesprochen. Bei den Ex-Partnern ist natürlich nicht nur Sex das Problem gewesen, da hat es dann auch aus anderen Gründen schon jeweils länger nicht mehr gepasst und das war dann nur die Spitze des Eisbergs.

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    So wie Du sie beschreibst, scheint sie auf der rein emotionalen Ebene zugänglich und offen zu sein, und es wäre mit viel Geduld vielleicht möglich sie mit empathischer Zuwendung über Küsse, Kuscheln, das Streicheln wieder für die körperliche Liebe zu erwärmen.

    Das stimmt schon, sie ist auf der emotionalen Ebene schon zugänglich und sie vertraut mir auch. Wir küssen uns auch sehr oft und tauschen schon Zärtlichkeiten aus, nur auf sexueller Ebene eben nicht. Es ist aber auch so, dass ich da bislang noch wenig bis nichts bei ihr probiert habe, weil ich eben den Eindruck habe, dass das alles sehr heikel ist und so. Sie ist auch nicht verklemmt oder so, ich denke, dass sie da einfach nur seeeeehr vorsichtig ist, bis sie sich wieder auf "sowas einlässt". Kann mich natürlich auch täuschen. Aber von ihrer Seite kommt auf sexueller Ebene bislang schon gar nichts, also wirklich gar nichts, das muss ich schon ehrlich zugeben.

    Kann es sein, dass sie asexuell ist? Finde es toll, welche Geduld du für sie hast, so könnte das Problem in den Griff gebracht werden. Wurde sie mit einer Verwandten/Freundin betrogen? So etwas ist doppelt hart und kann einem schon den Glauben und Vertrauen in die Menschen zerstören. Wenn es "nur" ein normaler Betrug war, finde ich die Reaktion von über zwei Jahren schon sehr heftig. Da müsste doch mal die Wut auf den Ex-Partner kommen und danach würde es ihr besser gehen.

    Nach fast einem halben Jahr melde ich mich hier wieder...


    Wir sind inzwischen ein gutes halbes Jahr zusammen und na ja. Sie ist für mich weiterhin toll, sie ist einfühlsam, hört mir zu, hat ein gutes Herz, ich hab sie auch sehr lieb und alles, wir verstehen uns gut.


    Aber das mit dem Sex...insgesamt hatten wir in den letzten 6 Monaten jetzt inzwischen 9x Sex. Es geht sozusagen IMMER von mir aus, wenn wir im Bett liegen, dass ich mich ihr annähere, ab und zu (neunmal ist für mich persönlich ultra wenig, das sind alle 3-4 Wochen einmal) lässt sie sich darauf ein, wir küssen uns, sind schon intim miteinander und haben dann auch Sex. Wenn "das eine Mal" dann rum ist, war es das dann aber auch. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass sie es nur mir zuliebe macht. Dann ist wieder wochenlang nichts, von ihr kommt sowieso gar nichts dann.


    Irgendwann, obwohl ich wirklich versuche, geduldig zu sein, halte ich es aber nicht mehr aus. Verhalte mich lieb zu ihr und so, aber dann werd ich nach einer gewissen Zeit "nachdenklich, deprimiert" usw. Sie merkt das auch und fragt, was los ist.


    Gestern habe ich wieder versucht, ihr das zu erklären, dass es mir so sehr abgeht, ihr nahe sein zu können, dass ich das brauche und ich mich deswegen schlecht fühle. Aber ich versuche, dagegen anzukämpfen und sie braucht sich keine Sorgen zu machen. Ich erzählte ihr auch schon öfters von einem Freund von mir, der mit seiner Freundin täglich mehrfach Sex hat, den nimmt sie nicht für ernst, laut ihr will der nur obercool sein und das ist alles nicht normal usw. Bei anderen spiele das alles auch keine so große Rolle.


    Wenn wir im Kaufhaus scherzen und uns schwarze Spitzenunterwäsche ansehen, kommen teilweise so Kommentare wie "Die kauf ich mir nicht, dann fällst du wieder über mich her", zwar schon im Scherz, aber na ja, irgendwie kommt es immer so rüber, dass ich mich wie einer fühle, der was schlechtes will oder tut, dabei will ich ihr ja nur nahe sein und intime Momente teilen. Die schwarze Spitzenunterwäsche zieht sie dann trotzdem oft an, aber meistens ändert das auch gar nix.


    Wenn ich ihr das dann sage, dass mir die Nähe usw., dann sagt sie, dass sie da nunmal anders sei, dass es auch nix ändern würde, wenn wir uns öfters sehen würden (also kein häufigerer Sex sozusagen). Näher geht sie darauf auch nicht ein, sie sei da eben anders und nicht so offen.


    Irgendwie habe ich mich bei meinen Gedanken auch schon ertappt, dass ich gedacht habe, dass ihre Exfreunde ihr gerade DESWEGEN jeweils fremd gegangen sind, weil sie "anders" ist und sie aktuell nicht so ist, weil sie verschlossen geworden ist oder so (ich war wirklich sehr geduldig und es hat sich gar nix geändert, eher im Gegenteil). Würde sie da aber nie drauf ansprechen oder ihr das mal so erklären.


    Was unterscheidet uns von Bruder und Schwester oder guten Freunden?


    Ich leide sehr darunter, will sie aber nicht verlieren. Merke, dass ich zunehmend negativer denke und schlecht drauf bin. Aber so kann es doch auch nicht weitergehen.


    Was soll ich nur tun?

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    Wenn wir im Kaufhaus scherzen und uns schwarze Spitzenunterwäsche ansehen, kommen teilweise so Kommentare wie"Die kauf ich mir nicht, dann fällst du wieder über mich her", zwar schon im Scherz,

    Sicher, dass das ein Scherz war?


    Kann es sein, dass sie das im Nachhinein als Scherz deklariert hat?


    Dass sie dich zwar liebt, aber eben Null Bock auf Sex hat?


    Irgendwie klingt es für mich, als wenn sie dich alle Jubeljahre mal ran lässt,


    um dann wieder einige Wochen Ruhe zu haben.


    Dafür spricht meiner Meinung nach dass sie keinerlei Eigeninitiative startet und das Ganze schnell vorbei ist.


    Meiner Meinung nach gibt es hier nur zwei Möglichkeiten, bei ihr bleiben und vor die Hunde gehen,


    oder dir eine andere Partnerin suchen die öfters Sex möchte.

    Zitat

    Was soll ich nur tun?

    Na ja, sie hat mehrmals deutlich gemacht, dass sie in Sachen Sex ganz anders ist.


    Für sie ist das überflüssig.


    Ich glaube, du verschwendest deine Lebenszeit mit dieser Frau.


    Das habe ich übrigens schon bei deinem ersten Beitrag im Juni gedacht.