Tut mir leid, aber von dem was Du da schreibst, klingt nichts danach, dass er mehr als freundschaftliche Gefuehle fuer Dich hegt.


    Er geniesst die Vertrautheit und Geborgenheit, die er bei Dir erlebt. Aber solange Du Dir dabei Hoffnung auf mehr machst, ist dies reines Gift fuer Dich!

    Er hat dir jetzt mehrmals klar und eindeutig gesagt, dass er keine Beziehung mit dir möchte - für Kuscheln und Sex bist du ihm jedoch weiterhin "gut genug". Ich finde, du solltest dich nicht so unter Wert verkaufen und weiterhin sein Betthäschen spielen.

    Das was Du beschreibst klingt nach einer gegenseitigen Abhängigkeitsgeschichte. Dein Problem ist, dass Du Liebe mit körperliche Nähe und Vertrautheit verwechselst.


    Was ich vermisse, dass Du Freunde und für Dich eigene, sowie gemeinsame Unternehmungen mit ihnen erwähnst. Du hast einen früheren Partner gegen einen Mann eingetauscht, der Dich als Freizeitgefährtin sehr nett und angenehm findet, aber nicht romantisch in Dich verliebt ist.


    Wenn ihr beide erwachsen werden wollt, ist der Zeitpunkt gekommen für sich selbst Verantworung zu übernehmen. Es scheint so, dass dieser "Kuschelkumpel" sich davor drückt eine klare Entscheidung zu treffen. Du machst es ihm damit leicht, in dem Du Zeit und Gefühle investierst, und hoffst dafür "belohnt" zu werden mit Verbindlichkeit.


    Ihr focusiert euch beide auf die falschen Dinge. Reduziert eure Freizeit offenbar nur auf euch selbst, weil es zu wenig Energie für Außenreize gibt sich weiter zu entwickeln. Das ist wenig konstruktiv und zwar für euch beide.


    Das Gefühl der Nähe und viel der freien Zeit miteinander zu verbringen muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass sich daraus eine tragende Bindung entwickelt.


    Welche konkreten Ziele, Zukunftsträume, gemeinsame Projekte verbinden euch miteinander? Er wird nur dann zugänglich und holt Dich mit kuschliger "Nähe" zu sich heran, wenn Du anfängst für ihn unbequem zu werden. Nörgelst, Verbindlichkeit einforderst und seine Haltung zu Dir hinterfragst.


    Kann es sein, dass ihr euch gegenseitig aneinander festhaltet, weil es sonst zu wenig in eurem Leben gibt was euch erfüllt und Weiterentwicklung eurer Persönlichkeiten ermöglicht?


    Was hindert Dich daran nicht seine 24/7 Freizeit-Verschönerin zu sein und Dein Leben für Dich selbst aktiver zu gestalten statt einer romantischen Illusion hinterher zu rennen?


    Nach Deiner Beschreibung klingt es nach zwei jungen Menschen, die wenig Energie aufwenden wollen um für sich Entscheidungen zu treffen. Die Angst davor haben mit sich allein zu sein, um sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen.


    Du bist praktisch, weil ständig abrufbar verfügbar. Das kannst Du jedoch nicht Deinem 'kuschelbedürftigem' Kumpel vorwerfen, sondern Du könntest anfangen auf Dein inneres ICH zu schauen. Vielleicht vereinfacht es den Weg für Dich, warum Du vordergründig in emotinaler Abhängigkeit an jemandem festhälst der offen zugibt, nicht in Dich verliebt zu sein.