Hm. Ich hätte an deiner Stelle auch keine Lust auf die Dame, aber ich als Bruder würde nicht zur Hochzeit kommen, wenn meine Freundin nicht erwünscht wäre... Blöde Situation. Ich denke, ich würde sie mir selber greifen und ihr sagen, dass sie sich zu benehmen hat. Im Idealfall mag sie dich dann noch weniger und kommt nicht. Im schlimmsten Fall kommt sie zum Trotz. Wenn dir dann auf der Feier was zu Ohren kommt, kannst du deinen Bruder bitten, ihr eine Ansage zu machen.

    Ich sehe das ganz anders, ich würde sie nicht einladen. Freundin meines Bruders Hin oder Her - wenn man sich nicht versteht, versteht man sich nicht. Zumal sie ja scheinbar eh gar keinen Bock auf solche Feiern hat und irgendwie nicht richtig in die Familie integriert ist.


    An so einem besonderen Tag würde ich mir aussuchen, wen ich genau dabei haben will und wen nicht.

    Puh...ich glaube ich würde sie nicht einladen. Ich würde mich eher fragen warum mein Bruder, darauf besteht dass sie auch eingeladen wird wenn er doch mitbekommen haben muss, wie ihr zueinander steht?


    Ich würde auf gesellschaftliche Konventionen nichts geben. Vor allem nicht bei so einer Person. Sollte dein Bruder darauf bestehen würde ich zähneknirschend ja sagen und ihm sehr deutlich machen dass sie sich zu benehmen hat und ansonsten gerne früher gehen kann.


    Eine Hochzeit soll der schönste Tag eures Lebens sein. Und nicht der von Tante Uschi aus Obertupfingen oder der Freundin deines Bruders.

    Ich habe noch eine kleine Anmerkung zur Tischordnung:


    Normalerweise sitzt der Trauzeuge sehr nahe bei der Braut. Bei der letzten Hochzeit, bei der ich war, saßen dirkt neben der Braut die Eltern und dann schon der Trauzeuge.


    Es wird also bei einer klassischen Tischordnung sehr schwer, der Freundin deines Bruders aus dem Weg zu gehen.

    Unter'm Strich würde ich sie wohl oder übel einladen. Aber die entsprechende Ansage machen - wer sich nicht benehmen kann, fliegt raus. Und im Vorfeld jemand suchen, der das übernimmt. Hätten wir bei meinem Schwager mit Frau so gemacht, die sind aber glücklicherweise in Urlaub gewesen. Da hätte ich absolut keinen Nerv für gehabt, vor allem bei etwa 30 Gästen nicht.

    Also wir haben den Bruder meines Partner ausdrücklich OHNE Partnerin eingeladen.


    Ich habe mal gelernt, wenn "Vorname Nachname" auf der Einladung steht und nicht "Name mit Begleitung", dann sagt man sehr höflich, aber bestimmt, dass eben der Partner nicht erwünscht ist.


    Wir haben unsere Gründe, die Partnerin nicht mit einzuladen und Ende. Da diskutiere ich auch gar nicht. Wenn es ihm nicht passt, kann er direkt auch mit wegbleiben. Unsere Hochzeit, unsere Entscheidungen. Basta.

    Wie anderen schon geschrieben haben, ist die gesellschaftliche Konvention, sie trotzdem einzuladen. Aber du musst dich dem ja nicht unterwerfen, wenn du so gar nicht willst. So wie du sie beschreibst, würde ich sie auch nicht einladen wollen - außer man sieht das mehr als Tag, der nicht für einen selbst ist, sondern für "die anderen"/Konventionen. Wie verstehst du dich denn mit deinem Bruder? Könntest du dem verständlich machen, warum sie nicht dabei sein soll oder hast du dann gleich eine Art internen Familieneklat?

    Ich finde, es kommt drauf an, wie der Bruder da ssieht, wenn er sagt, er versteht das, und kann es nachvollziehen, findet es aber schade, ist aber sonst deiner Meinung (bzgl. Tag nicht vermiesen), dann würde ich sie nicht einladen. Wenn dein Bruder quer schiesst, dann eben doch, ihm aber klar machen, dass sie sich zurück halten sollte.

    Ich finde es extrem unglücklich ausgerechnet deinen Bruder zum Trauzeugen zu machen. Du setzt ihn damit sehr unter Druck sich zwischen Familie und seiner Freundin entscheiden zu müssen und das finde ich nicht in Ordnung. Du kannst mit ihm sprechen und mit ihm das klären, aber wenn er uneinsichtig ist, wird das einen Keil zwischen euch treiben und eure Hochzeit belasten. Dann musst du schauen, ob du ihn weiter als Trauzeugen möchtest oder ihm die Wahl gibst, deiner Hochzeit fernzubleiben oder in den sauren Apfel beisst und sie doch einlädst.

    Zitat

    Ich muss noch dazu sagen..das sie seit knapp einem Jahr auch bei keiner Familienfeier dabei ist (Weihnachten, Geburtstag etc) :-| ???

    Wo ist dann das Problem? Was unterscheidet deine Hochzeit von diesen Familienfeiern?

    Zitat

    Ich finde es extrem unglücklich ausgerechnet deinen Bruder zum Trauzeugen zu machen.

    Allerdings.

    @ TE

    das sehe ich genau so wie gato und CoteSauvage und unter diesen Bedingungen dann den Bruder zum Trauzeugen zu machen, das war alles andere als gut durchdacht. Das Problem hätte man anders dann vielleicht wesentlich entschärfen können.


    Nun ja, jetzt ist es so und um den Bruder nicht völlig zu verprellen, wird man die Tuss dann auch wohl od. übel als Begleitung von ihm mit einladen müssen.


    Ich würde Bruderherz allerdings unter 4 Augen schon die deutliche Ansage machen, falls sie mitkommt und sich dann nicht zu benehmen weiß, dass er dann dafür sorgt, dass es nicht soweit kommt und falls doch, du keinen Wert darauf legst, dass sie weiter deine gute Laune und Hochzeit ruiniert. Wenn er nicht ganz doof ist wird er wissen, was du von ihm erwartest.

    Also ich gehe nächstes Jahr auch heiraten und bin der Meinung, dass man nur Leute einladen sollte, die man auch wirklich dabei haben will. Wir haben auch einige in der Verwandtschaft, bei denen ich mir vorstellen könnte, dass sie sich vor den Kopf gestoßen fühlen werden, weil sie keine Einladung bekommen, aber ich würde mir nicht DEN Tag vermiesen lassen, nur weil es die gesellschaftliche Konvention so vorsieht. Wir werden mit Sicherheit noch mehrere Sachen an unserer Hochzeit nicht nach Konvention gestalten, einfach weil es UNS so besser gefällt.


    Ist deinem Bruder denn überhaupt bewusst, dass ihr euch so gar nicht riechen könnt? Rede auf jeden Fall nochmal mit ihm über die Situation.

    Nä, ich seh das auch so wie einige andere: Es ist einfach schlecht, eine Person einerseits in eine ehrenvolle Position zu setzen (Trauzeuge) und sie gleichzeitig indirekt für die Partnerwahl abzuwerten. Das ist schon eine große Zwickmühle.




    übrigens sind solche Geschichten der Grund, warum ich nie groß heiraten möchte (eventuell aber irgendwann mit der Familie nachfeiern). Bei mir ist es die Schwägerin, die ich schon mag, die sich aber gerne wie ein dreijähriges Kind in der Trotzphase aufführt (u.a. bei der Hochzeit der Schwiegermutter vor ein paar Jahren erlebt). Nein, danke. :-X

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    Ich würde Bruderherz allerdings unter 4 Augen schon die deutliche Ansage machen, falls sie mitkommt und sich dann nicht zu benehmen weiß, dass er dann dafür sorgt, dass es nicht soweit kommt und falls doch, du keinen Wert darauf legst, dass sie weiter deine gute Laune und Hochzeit ruiniert. Wenn er nicht ganz doof ist wird er wissen, was du von ihm erwartest.

    So würde ich es auch sagen. Warum redet man nicht einfach mit ihm ? Er wird die aktuelle Situation ja mitbekommen, es betrifft ja offenbar sämtliche Familienfeiern. Entweder hält er sie unter "kontrolle" oder er überzeugt sie nicht auf die Hochzeit zu kommen.

    Zitat

    Er wird die aktuelle Situation ja mitbekommen, es betrifft ja offenbar sämtliche Familienfeiern.

    Aber da liegt ja auch ein Problem versteckt. Es ist ja anscheinend schon öfter vorgekommen, dass sich die Freundin des Bruders daneben benommen hat. Soweit sogar, dass die halbe Verwandtschaft ihren Senf dazu geben musste. Der Bruder scheint es ja nicht so zu sehen (oder ist blind vor Liebe). %:| Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass er auf einmal seine Freundin in die Schranken weist. ":/


    Wenn sich mein Freund in meinen Augen daneben benommen hätte, hätte ich ihn schon längst zur Seite genommen und mal ein paar Takte mit ihm geredet. Aber irgendwie scheint der Bruder da kein Problem zu sehen oder will sich da nicht einmischen. Da bezweifel ich, dass er dies nun vor der nächsten Hochzeit macht.