Hochzeit oder Trennung

    Hallo liebes Forum,


    ich habe sehr lange darüber nachgedacht, ob ich das hier alles mal niederschreibe und ob ihr mir helfen könnt. Ich versuche es einfach mal.


    Ich bin mit meinen Mann seit 3,5 Jahren zusammen. Wir waren am Anfang sehr glücklich und keiner hat an uns geglaubt, weil wir sehr unterschiedlich sind. Wir waren aber glücklich und haben nach einem guten Jahr standesamtlich geheiratet, ich war im sechsten Monat mit unserem kleinen Wunschkind. Da wir wenig Zeit hatten uns als Paar zu finden bevor wir Eltern geworden sind, gab es immer wieder Konflikte. Einige konnten wir lösen und es kamen neue hinzu. Es ist so, dass wir uns "organisatorisch" einig sind. Jeder hat Freiräume und wir teilen uns die Aufgaben mit unserem Sohn und den Haushalt gut auf. Allerdings bin ich nicht wirklich glücklich. Ich fühle mich nicht geliebt. Wir streiten oft über absolut belanglose Dinge. Ich finde er kann nicht "streiten", sobald wir bei einem Thema unterschiedlicher Meinung sind, artet es aus und wir werden sehr unfreundlich zueinander. Ich bin aktuell einfach unglücklich. Wir sind uns aber beide einig, dass wir als Paar und Familie zusammen bleiben wollen (wollen auch demnächst ein zweites Kind), wenn da nicht auf meiner Seite diese Zweifel wären.


    Das große Problem aktuell: In vier Wochen werden wir kirchlich heiraten mit allem was dazu gehört. Ein Teil von mir freut sich auf die Feier, ich habe ein wunderschönes Kleid, alle unsere Freunde werden kommen und ich denke es wird einfach alles perfekt. Kann ich aber wirklich am Altar JA sagen? Ich habe jetzt schon viel gelesen "Wenn du zweifelst, sag alles ab". Wenn ich das aber mache, kann ich mich gleich trennen und das nicht im Guten, das weiß ich. Mein Mann sieht übrigens kein Problem, für ihn ist alles gut, nur ich "meckere" so viel. Dabei habe ich gar nicht das Gefühl, dass ich so viel meckere, lasse ihn die meiste Zeit eigentlich so machen, wie er es für richtig hält (auch, wenn ich es falsch finde).


    Ich schreibe gern noch mehr, aber jetzt lasse ich den Eingangsbeitrag mal nicht zu lang werden ;-)

  • 50 Antworten
    Zitat

    Da wir wenig Zeit hatten uns als Paar zu finden bevor wir Eltern geworden sind, gab es immer wieder Konflikte.

    OK, nun sind Konflikte gerade in solch einer Situation nichts ungewöhnliches. Es kommt ja darauf an, wie man sie austrägt. Du schreibst; es artet aus und ihr werdet sehr unfreundlich, lässt aber offen, was das heißt und wer sozusagen mit dem "pöbeln" anfängt. Du schreibst auch, dass Dein Mann kein Problem sieht und für ihn alles gut wäre, wenn Du nicht soviel meckern würdest.


    Erstens: Wenn man aber unglücklich oder unzufrieden ist, dann nörgelt man eben mehr. Was genau macht Dich denn unglücklich?


    Zweitens macht Dein Mann sich die Sache etwas einfach. Wenn er salopp gesagt aussagt: Mit mir hat das alles nichts zu tun; wenn Du nicht so eine unausstehliche nörgelnde Zicke wärst, wäre alles gut, hat er schnell eine "Schuldige" gefunden und kann jede Verantwortung von sich weisen. So einfach ist es aber nicht. Zum vernünftig Streiten gehören zwei.


    Drittens: Du stehst vor einem großen Schritt und schließt einen "Bund fürs Leben" vor höchster Instanz. Bis das der Tod euch scheidet, wird der Pfarrer sagen. Alle Gäste werden eine glücklich lächelnde, perfekt gekleidete und gestylte Braut erwarten. Das man da unter erheblichem Druck steht, ist nicht verwunderlich.


    Ich hätte sicher noch ein paar weitere Anmerkungen und Fragen, aber wir fangen erstmal an.

    Danke Baldurhh,


    dann fangen wir mal an :)


    Wer mit dem pöbeln anfängt ist schwer zu sagen. Ich würde sagen: Ich bleibe ruhig und er zickt plötzlich rum. Aber das sagt vermutlich jeder von sich (deswegen hatte ich es auch nicht hingeschrieben). Gestern Abend haben wir über eine neue Anschaffung für den Kleinen gesprochen (nur am Telefon weil er derzeit die Woche über weg ist). Es ging eine Weile hin und her und für mich total plötzlich hat er total unfreundlich gesagt, dass er jetzt langsam mal schlafen müsste, er hat ja morgen einen sehr anstrengenden Tag vor sich, ich hab dann versucht das Gespräch zusammenzufassen und zu beenden, aber plötzlich haben wir uns nur gegenseitig Vorwürfe gemacht. Ich: "Ich konnte ja nicht wissen, dass du müde bist." Er: "Ich hab mich extra nochmal rangesetzt etwas raus zu suchen, wenn du das schon nicht hinbekommst und blind dem Verkäufer vertraust" (Ich hatte mich beraten lassen, aber ja noch nix gekauft, hatte halt nur einen Wunsch). Dabei hätte das Gespräch locker auch am Wochenende gereicht. Es sind noch über zwei Wochen bis zum Geburtstag.


    Zu erstens: Ich denke am meisten unglücklich macht mich, dass ich nicht das Gefühl habe, dass er das Familienleben will. Er nimmt mir den Kleinen ab und geht mit ihm raus/zur Oma/bringt ihn ins Bett, also alles möglich. Aber für ihn ist das alles ein Muss. Er macht das weil er es muss, weil es eben dazu gehört. Für ihn ist es absolut unverständlich, dass man gerne Zeit mit der Familie verbringt. Wenn wir uns am WE mit anderen Eltern auf dem Spielplatz treffen wollen, möchte er nicht mit, weil ja "eine Person zur Betreuung absolut ausreicht". Er will lieber zuhause gammeln. Das habe ich inzwischen verstanden und versuche auch nicht ihn zu überreden. Er kommt dann halt manchmal mit, um mir einen Gefallen zu tun, dafür will er dann aber auch Anerkennung und direkt danach an PC und zocken während ich mit dem Kind alleine esse. Er hat ja schließlich schon den ganzen Nachmittag mit uns verbracht. Ich weiß nicht, ob rüberkommt, was ich sagen wollte. Hab es jetzt einfach mal frei raus geschrieben.


    Zu zweitens: Ja, damit macht er es sich einfach und sieht keinen Grund zu handeln, aber was kann ich da machen?


    Zu drittens: Klar erwarten das alle, ich auch :-D und irgendwie freue ich mich ja auch. Aber, ach menno ich weiß es nicht.

    Zitat

    Wir sind uns aber beide einig, dass wir als Paar und Familie zusammen bleiben wollen (wollen auch demnächst ein zweites Kind), wenn da nicht auf meiner Seite diese Zweifel wären.

    Das verstehe ich nicht - ihr seid euch einig, aber du hast Zweifel? Das geht nicht. Ist es eher ein Beschluss, zusammenzubleiben (und du zweifelst, ob das dich glücklich machen würde), oder wollt ihr wirklich an euch arbeiten und euch ein Leben als Paar ermöglichen?


    Bei euch ging wirklich alles sehr schnell, die Hochzeit, das erste Kind ... natürlich hat man so keine Zeit, sich in einen gemeinsamen Alltag einzufinden, denn das Kind bringt euch in eine völlig andere Rolle. Aber augenscheinlich wart ihr mal glücklich (auch du), denn ihr habt sehr früh geheiratet und du schreibst selbst, dass ihr glücklich wart.


    Ich glaube, ein bisschen mischt sich Panik in dein Gefühl. Vor diesem "großen Schritt" (dabei ist es eigentlich kein großer, denn verheiratet seid ihr schon - es ist eher die Symbolträchtigkeit). Von außen fällt es natürlich nicht leicht, das zu dividieren - also was tatsächlich dich gefühlsmäßig mit ihm belastet, und was einfach nur der großen Trauung geschuldet ist. Daher kann ich dir nur den Rat geben, auch tief in dich reinzuhören. Was sind die Dinge, die dich wirklich stören? Kommt deine Unzufriedenheit tatsächlich nur durch ihn, oder vielleicht auch durch die rasche Mutterrolle und den veränderten Alltag? Hat ihn irgendetwas verändert, was dich damals glücklich machte und heute eben nicht mehr?


    Die Entscheidung musst du allein fällen. Jeder, der da von außen reinredet, kennt deine Geschichte nur vom Hörensagen. Darauf würde ich nicht viel geben. Da müsste jemand viel tiefer einsteigen, als es jetzt im Freundeskreis oder im Forum möglich ist (und die Gefahr ist groß, dass man den falschen Rat gibt).


    Ich kenne tatsächlich eine Bekannte, die kurz vor der Hochzeit alles abgesagt hat. Sie hat aber einen anderen geliebt und hätte diesen Schritt viel früher gehen müssen.

    Zitat

    Gestern Abend haben wir über eine neue Anschaffung für den Kleinen gesprochen (nur am Telefon weil er derzeit die Woche über weg ist).

    Ist er beruflich neben er Familie stark eingebunden?


    Bist du sicher, dass für ihn alles in Ordnung ist, so wie du ganz oben schreibst?


    Vielleicht solltet ihr neben dem Plan, zusammenzubleiben, auch nochmal offen miteinander reden, welche Bedürfnisse für euch dazugehören. Wenn jemand sagt, für ihn wäre alles in Ordnung, aber dann schnell gereizt ist, dann ist ja eigentlich nicht alles in Ordnung. Konfrontiere ihn mit deinen Gedanken und Sorgen (ohne Vorwürfe) und sprich es an, wo ihr euch mehr öffnen und den anderen wahrnehmen müsst. Vereinbart Regeln, Dinge in Ruhe aussprechen zu dürfen. Und spare nicht an Fairness und Selbstkritik, damit er sich nicht als Buhmann fühlt. Aber zu letzterem gehört, nochmal in Ruhe in dich zu gehen, wie ich empfohlen habe.

    Hallo Comran,


    ich denke es ist eher das letztere "Es ist ein Beschluss zusammenzu bleiben und ich zweifel, ob es das richtige ist und mich glücklich macht".


    Es ist mir absolut klar, dass man das hier nicht gut beurteilen kann. Ich wollte es aber versuchen und ich denke es werden auch einige gute Anmerkungen kommen. Ein paar Anstöße sind für die Grübelei ganz gut.


    Was mich wirklich stört habe ich eben Baldurhh geschrieben (hat sich überschnitten), alle anderen Kleinigkeiten würden dann glaub von allein kommen.


    Meine Unzufriedenheit kommt mit Sicherheit nicht mit der Mutterrolle. Er ist aktuell nur am WE da, ich bin also "allein erziehend" und in der Zeit bin ich tatsächlich viel glücklicher. Mein Sohn ist das Beste was mir je passiert ist. Ein großer Punkt ist mein Job, prinzipiell mag ich ihn, bin aber derzeit so wahnsinnig unmotiviert, dass ich mich selber kaum leiden kann. Ich weiß nur nicht, was Ursache und was Wirkung ist (Beziehung -> Job, Job -> Beziehung) oder ob beides doch gar nicht zusammen hängt.


    Verändert hat sich die gemeinsame Zeit (ist ja ein Stück weit klar mit Kind), wir machen zur Zeit kaum noch was zusammen, er hat dazu meistens keine Lust. Er spielt abends lieber, als einen Film zu schauen und zusammenspielen macht keinen Spaß weil ich einfach viel schlechter bin und keinen Ehrgeiz dafür habe. Zusammen etwas unternehmen fühlt sich auch meist eher an, als hätte er die Pflicht dazu, wie ich zuvor schon schrieb. Er findet das aber normal, dass ihm "alleine Sachen" mehr Spaß machen, als zusammen. Weiß auch nicht, wann das so geworden ist. Irgendwie verstehe ich manchmal nicht, warum er mit mir zusammen ist/eine Familie hat, so eine richtige Antwort außer "ich will halt" habe ich darauf auch bisher nicht wirklich bekommen.


    Ich bin sehr gespannt auf das WE, wir fahren gemeinsam (das erste mal) zu einem Fußballspiel von seinem Verein. Haben also inkl. Fahrt sehr viel Zeit zusammen :)

    Zitat

    "Wenn du zweifelst, sag alles ab"

    Uns genügt seit 32 Jahren das Standesamt. Es sei denn, Ihr habt soviel Geld, dass Ihr es aus dem Fenster raus werfen oder verbrennen müsst. Ich empfehle jedem Paar vor der Hochzeit mal eine Trennung auf Probe - erst dann sieht man den wahren Charakter des Partners.

    Er ist noch in der Ausbildung, also entweder Schule (bis um zwei) oder Schichtdienst (früh/spät), Betrieb scheint zufrieden und Noten sind gut ohne, dass er sehr viel machen muss. Er hat also sehr viel Freizeit, deutlich mehr als ich. Aktuell ist er 6 Wochen in einem Praktikum und kommt nur am WE. Also er ist derzeit sehr eingespannt und hat wenig Freizeit, aber das war ja vorher schon genauso.


    Naja, sicher bin ich mir nicht. Aber wenn ich sage, ich bin unglücklich und was mir nicht passt, dann sagt er, dass für ihn alles passt. Männer reden ja nicht so viel und so wirklich weiß ich eben nicht, wie es ihm gerade geht. Wie rede ich offen mit einem Mann, für den alles ok ist? Genau das was du schreibst stimmt und ich werde es mir nochmal genauso vornehmen. Bin mir grad nicht sicher, ob die Autofahrt dafür der richtige Zeitpunkt ist.


    Ja, er ist zur Zeit wirklich schnell gereizt ("weil ich immer so blöde Entscheidungen treffe, kann man ja nur gereizt sein"). Ich glaube ich werde vor dem Gespräch noch Xmal deine "Gesprächsvorschäge" lesen und verinnerlichen, danke dafür

    @ onodisep:

    schön, dass euch das Standesamt genügt, wir wollten immer kirchlich heiraten. Eine Trennung auf Probe? Also auseinander ziehen und mal 1 Woche, 1 Monat oder was auch immer allein leben? Finde ich persönlich ja großen Quatsch. Aber wenn man es genau nimmt, ist es ja derzeit so. Er kommt nur am Wochenende und in der Woche telefonieren wir täglich kurz. Was genau soll ich daran erkennen? Oder meinst du, man soll durchspielen, wie man bei einer Trennung reagiert, wer was behält? Verstehe es leider immer noch nicht.

    @ an_re:

    Ich glaube genau vor solchen Posts hat mich comran eben gewarnt ;-). Ich bin auf der Suche nach Denkanstößen, da hilft mir dein Rat leider gar nicht weiter. Wenn ich die Hochzeit absage, können wir gleich die Scheidung einreichen. Wir hätten dem Kind die Familie genommen ohne es ernsthaft probiert zu haben. Und es ist ja nicht alles schlecht, wir zoffen uns halt nur gerade regelmäßig und ich bin nicht so ganz glücklich. Also das ist für mich jetzt eigentlich wirklich keine Möglichkeit.


    Ich denke die Hochzeit findet auf jeden Fall statt. Ich will bis dahin nur die Fragezeichen und Zweifel in meinem Kopf verkleinern.

    Hallo Technickerin,


    Ich finde eure Situation sehr schwierig und wie oben schon genannt, wird dir hier im Forum kaum einer den perfekten Lösungsweg zeigen können.


    Einerseits schreibst du:

    Zitat

    Wir sind uns aber beide einig, dass wir als Paar und Familie zusammen bleiben wollen (wollen auch demnächst ein zweites Kind), wenn da nicht auf meiner Seite diese Zweifel wären.

    Andererseits:

    Zitat

    Zusammen etwas unternehmen fühlt sich auch meist eher an, als hätte er die Pflicht dazu, wie ich zuvor schon schrieb. Er findet das aber normal, dass ihm "alleine Sachen" mehr Spaß machen, als zusammen.

    Das passt nicht zusammen. Er sieht die Familie als Last, wieso will er dann noch ein Kind?


    Hast du ihn das mal gefragt?


    Wenn man, wie ihr, wegen so vielen Kleinigkeiten streitet, dann kann irgendwas nicht stimmen und er sollte sich nicht immer rausreden, dass bei ihm alles "okay" wäre. Denn augenscheinlich ist das ja nicht so, sonst würde er nicht so pampig reagieren.


    Ihr solltet wirklich nochmal in Ruhe miteinander reden und alle Karten offen auf den Tisch legen.

    Gut, Comran hat ja schon Anregungen gegeben, die ich richtig und sehr bedenkenswert finde.


    Man kennt ja immer nur eine Seite, nämlich Deine und aus Deinem Text lese ich heraus, dass Du kritisierst, dass er mit zuwenig Herzblut bei der Kinderbetreuung ist. Er bringt den Kleinen zwar zur Oma und geht mit ihm raus, tut das aber notgedrungen und ohne wirkliche Begeisterung.


    Ich kenne einige Männer, die mit richtig kleinen Kindern nicht soviel anfangen können/konnten, aber wenn der Sprössling erst zum Fussballspielen geht, oder ähnliches, sind sie mit Leib und Seele Vater. Ich persönlich würde auch nicht in Begeisterung ausbrechen, wenn es darum ginge, eine vollgekackte Windel zu wechseln. Und mein Vergnügen darüber, dass Mutti X damit prahlt, dass ihr Sohn im zarten Alter von 18 Monaten schon Differentialgleichungen lösen kann, hält sich ebenfalls in Grenzen.


    Aber eine Belohnung zu erwarten, bloß weil er mit dem Kind rausgeht, klingt schon ein wenig merkwürdig.


    Also wie Comran schon sagt, möglichst frei von Vorwürfen Bedürfnisse formulieren und klare Regeln aufstellen, wie miteinander gesprochen wird.

    Zitat

    wenn du das schon nicht hinbekommst und blind dem Verkäufer vertraust"

    Bei so einem Satz würde ich mir auch blöd vorkommen. Das sagt ja eigentlich: Du bist zu doof, um Dir ein eigenes Urteil zu bilden und hörst immer auf die Meinung von Verkäufern, die Dir sowieso alles andrehen wollen. Fair klingt anders.


    Ist das auch der Grund dafür, dass Du Dich nicht geliebt fühlst?

    Zitat

    Wir waren aber glücklich und haben nach einem guten Jahr standesamtlich geheiratet,

    ok

    Zitat

    In vier Wochen werden wir kirchlich heiraten mit allem was dazu gehört

    Bist du nun verheirate oder nicht? Standesamt ist doch auch verheiratet??

    Ich heirate selbst in wenigen Wochen (auch nur standesamtlich, aber ich bin auch nicht religiös und aus kirchlichem Segen mache ich mir nichts).


    Wozu möchtet ihr noch einmal nach 2,5 Jahren kirchlich heiraten? Ist euch das wichtig? Seid ihr gläubig? Oder möchtet ihr das als eure Zeremonie?


    Die kirchliche Trauung hat keinerlei rechtliche Relevanz. Ihr seid ja schon verheiratet, es wird sich durch den kirchlichen Segen bei euch theoretisch überhaupt nichts ändern.


    Wenn du also gerade wirklich nicht nochmal dein Trauversprechen erneuern willst, weil du das Gefühl hast, dass es nichts rund läuft, dann lass es lieber.


    Wenn ihr das nochmal als magische Grenze seht, von der an alles besser und harmonischer laufen soll, tut es doch. Das meiste ist ja wahrscheinlich eh schon geplant und teilweise auch bezahlt.


    Vielleicht nimmt dein Mann ja auch mit dem Segen von oben sozusagen auch seine Pflicht als Familienvater ernster. Solche Leute kenne ich durchaus.


    Was ich persönlich denke: ihr habt das alles doch wirklich sehr schnell durchgezogen. Nach einem Jahr schon die Heirat, dann direkt das Kind, Familienpflichten usw. Ihr seid ja schon verheiratet, dementsprechend kannst du ganz frei entscheiden, ob du das ganze Procedere nochmal macht. Das hängt davon ab, wie gläubig Uhr seid und was die kirchliche Trauung für euch bedeutet.


    Ich persönlich hätte in so einer Situation keine Lust auf eitel Sonnenschein zu machen, wenn da im Hintergrund solche Probleme sind. Aber ich möchte ja auch so oder so keine Kirche, deswegen wäre mir persönlich das alles nicht so wichtig.

    Hallo Regenbogen,


    genau das verstehe ich auch nicht. Er will mit mir zusammen sein und noch ein Kind (eigentlich will er vier), aber am liebsten sitzt er am PC und zockt. Spielplatz -> langweilig, mit mir Film schauen -> langweilig, zusammen kochen -> lieber was bestellen und dann noch zocken/feiern, spazieren gehen geht sogar seit Pokemon Go :-/ . Er versteift sich dann immer auf später. Wenn die Kinder mal groß sind wird das alles besser, da kann man dann auch was mit ihnen anfangen. Naja, der Kleine wird bald zwei und er schiebt immer weiter auf später. Klar, gibt es spannenderes als dem Kind beim spielen zuzuschauen (unserer spielt bisher nur allein und nur sehr selten mit uns), aber trotzdem verstehe ich es nicht.


    Ich denke auch, dass wir am WE mal ausführlich reden müssen. Dafür habe ich ja hier schon einige Anregungen bekommen. Bin halt nur gespannt, ob er auch mit mir redet, oder einfach immer noch alles OK ist.


    Ich halte euch auf dem Laufenden und vielen Dank schonmal :)

    Ui, hier ist ja jetzt richtig was los. Ich versuche mal auf alle einzugehen.

    @ Baldurhh

    Ich hoffe halt auch auf später, wenn der Kleine groß ist, den Papa einfordert und sie wirklich was zusammen machen können. Außerdem wäre ja dann ein zweites Kind da, wir hätten weniger Zeit und er müsste halt mehr mit anpacken. Was er ja durchaus kann und macht. Es ist auch schon lange klar, dass er die Elternzeit nimmt, da freut er sich auch schon drauf. Also ich würde max. 6 Monate (eher vier) zuhause bleiben.


    Ja klar, wenn ich halt ständig alles falsch mache und er lieber was allein macht, als mit mir sind das die Hauptgründe, warum ich mich nicht geliebt fühle. Auch über kleine Aufmerksamkeiten würde ich mich sehr freuen, da hat er mir gesagt, dass er das wohl nicht macht, weil wir ja verheiratet sind und er sich sicher fühlt. Na schönen Dank auch

    @ Lucy und fussel

    Klar sind wir verheiratet, aber gefühlt "nur auf dem Papier". Das ist für mich nichts anderes als ihn als Vater unseres Sohnes einzutragen und geteiltes Sorgerecht zu haben. Die kirchliche Hochzeit wollten wir beide immer (sind auch gläubig), war halt nur zu kurzfristig und nicht planbar mit der Schwangerschaft. Das die Hochzeit theoretisch keine Rolle spielt ist mir schon klar, für mich persönlich aber halt doch.


    Vielleicht hast du Recht und er nimmt die Rolle als Familienvater danach ernster, die Idee gefällt mir :)z

    @ Technikerin

    Fangen wir mal hiermit an:

    Zitat

    Ich bin mit meinen Mann seit 3,5 Jahren zusammen. Wir waren am Anfang sehr glücklich und keiner hat an uns geglaubt, weil wir sehr unterschiedlich sind.

    Ich kenne diese große Unterschiedlichkeit aus eigenem Erleben. Ich sehe sie ausschließlich als Herausforderung. Aber an beide. Das klappt bei euch offensichtlich nicht. Also leidest du anscheinend mehr unter der Unterschiedlichkeit als er. Richtig? Es geht also darum, diese Last besser zu verteilen.

    Zitat

    Wir waren aber glücklich und haben nach einem guten Jahr standesamtlich geheiratet, ich war im sechsten Monat mit unserem kleinen Wunschkind.

    Das bedeutet, dass ihr euch ein gutes halbes Jahr nach dem Kennenlernen für ein Kind entschieden habt. Das ist außergewöhnlich schnell und sehr häufig ist es so, dass der Kinderwunsch zur Verbesserung der Beziehung instrumentalisiert werden soll. Kannst du das im Nachhinein noch beantworten? War es so, dass die Beziehung nach der Verliebtheit – das entspricht ja etwa dem Zeitraum – erste Sollbruchstellen zeigte? Und kann es sein, dass das gemeinsame Kind "als Projekt" dazu dienen konnte, die Beziehung auf eine andere und stabilere Ebene zu heben?

    Zitat

    Da wir wenig Zeit hatten uns als Paar zu finden bevor wir Eltern geworden sind, gab es immer wieder Konflikte.

    Die hätte es vermutlich auch ohne Kind gegeben, nur ward ihr durch das Kind mehr aneinander gebunden, die Fluchtmöglichkeiten fielen aus und die Probleme mussten gelöst werden. Das fühlt sich bei den meisten Paaren in der Findungsphase anders an, weil sie sich leichter wieder trennen könnten, auch wenn sie das nicht tun.

    Zitat

    Allerdings bin ich nicht wirklich glücklich. Ich fühle mich nicht geliebt.

    Genau diesen Satz sollte dein Mann kennen, und zwar ungeschönt. Hast du ihm den schon so gesagt? Einmal oder öfter? Wie reagiert er darauf?

    Zitat

    Wir streiten oft über absolut belanglose Dinge. Ich finde er kann nicht "streiten", sobald wir bei einem Thema unterschiedlicher Meinung sind, artet es aus und wir werden sehr unfreundlich zueinander.

    Diese Eigenschaften entdecken Partner in den ersten ein bis zwei Jahren in ihrer ganzen Tragweite. Und wenn sie die entdecken und damit unglücklich sind, hat die Beziehung entweder keinen Bestand, oder sie lernen beide damit konstruktiv umzugehen.


    Vor dem Hintergrund, dass derjenige, der sich "totargumentiert fühlt" dann darüber nachdenkt, die Beziehung zu beenden, hat derjenige, der so handelt, den Anreiz, über sein verhalten nachzudenken und es innerhalb seiner Möglichkeiten zu verändern. Klartext: in den ersten zwei Jahren werden die Eckpfosten eingeschlagen, man erkennt, wie der andere wirklich ist und man kann dann entscheiden, ob man sich damit arrangieren kann, ob man dem anderen klarmacht, dass er etwas ändern muss oder ob man geht. Das alles fiel bei euch wegen des frühen Kinderwunsches in dieser Form weg.

    Zitat

    Ich bin aktuell einfach unglücklich.

    Ein Zustand, den dein Mann unbedingt kennen sollte, bevor ihr euch noch einmal ein Ja sagt. Es ist ja ein endgültiges Ja. Das Ja in der Kirche ist nicht rückgängig zu machen, es bindet bis zum Tod. Daran lässt die Kirche keinen Zweifel. Wem Glaube und Kirche also wichtig ist – und man sollte wirklich nicht kirchlich heiraten, wenn einem das unwichtig ist – der muss sich unbedingt darüber klar sein, dass die katholische Kirche (bei den Protestanten ist das anders) jedem Geschiedenen, der eine neue Beziehung beginnt, auf Lebenszeit die Absolution verweigert. Es gibt keine Vergebung mehr, man kann weitestgehend am sakramentalen Leben der Kirche nicht mehr teilnehmen. Das sollte einem klar sein.

    Zitat

    Wir sind uns aber beide einig, dass wir als Paar und Familie zusammen bleiben wollen (wollen auch demnächst ein zweites Kind), wenn da nicht auf meiner Seite diese Zweifel wären.

    Hier springt mich der Gedanke an, dass durch die nächsten Projekte eine Art Langzeitnarkose angelegt werden soll. Denn in Projekten seid ihr gut, das schweißt zusammen, da zeigt sich Einigkeit und das betäubt die empfindlichen Stellen in der Gefühlswelt.


    Der Klassiker ist: Verlobung, Hochzeit, Kinder und Haus. Dann gehen den meisten die Projekte aus und die Betäubung lässt nach. Und ich habe unendlich viele Trennungen begleitet, die dadurch zustande kamen, dass beide plötzlich – nach dem Planen und Durchführen dieser Projekte – den jeweils anderen als inkompatibel erkannt hatten. Sie waren ein tolles Team, aber sie liebten sich nicht.

    Zitat

    Kann ich aber wirklich am Altar JA sagen? Ich habe jetzt schon viel gelesen "Wenn du zweifelst, sag alles ab".

    Es ist unwichtig, was du liest. Ich hatte diese Zweifel bei meiner ersten Hochzeit vor 45 Jahren auch. Ich habe trotzdem geheiratet, es nicht bereut und immerhin hat diese Ehe 27 Jahre gehalten und sehr viel Gutes gebracht, auch drei Kinder.


    Es ist also weniger wichtig, was andere erlebt haben oder raten. Es ist wichtig, wie es in dir aussieht und wie es zwischen euch aussieht. Noch wichtiger ist allerdings, welchen Stellenwert die kirchliche Hochzeit für euch hat. Wenn sie nur der Deko dient, dann ist es letztlich unwichtig, denn rechtliche Konsequenzen hat sie nicht (nur kirchenrechtliche). Aber dann bleibt fraglich, warum man es überhaupt macht.

    Zitat

    Wenn ich das aber mache, kann ich mich gleich trennen und das nicht im Guten, das weiß ich.

    Wenn dieser Satz stimmen sollte, dann solltest du unbedingt die Notbremse ziehen. Es bedeutet nämlich, dass du nicht freiwillig vor dem Altar stehst, sondern weil dein Mann von dir erwartet, dass du es tust und dich "bestrafen würde", wenn du es nicht tust. Das wäre übrigens sogar kirchenrechtlich ein Grund, diese Ehe später annullieren zu lassen. Aber leichter wäre es, sie gar nicht erst zu schließen.

    Zitat

    Mein Mann sieht übrigens kein Problem, für ihn ist alles gut, nur ich "meckere" so viel. Dabei habe ich gar nicht das Gefühl, dass ich so viel meckere, lasse ihn die meiste Zeit eigentlich so machen, wie er es für richtig hält (auch, wenn ich es falsch finde).

    In diesen kurzen Sätzen steckt ganz viel Problematik. Denn wenn du das tust, was in dem zweiten Satz steht, fehlt euch die Ebenbürtigkeit, die Augenhöhe. Du planst also, euer ganzes Leben darauf zu gründen, dass du dich zurücknehmen wirst und ihm Recht geben, damit Ruhe herrscht. So machte man früher mal, ja. Da hat man dann einfach ausgehalten, ging irgendwie, machte ja jeder. Ich glaube nicht, dass du das wirklich willst. Und wenn du es nicht wirklich willst, dann solltest du es auch nicht tun.


    Dein Mann hat also ein Recht darauf zu erfahren, wie ernst die Lage ist. Das ist nicht einfach, aber alles andere ist nur ein Vertagen des Bombeneinschlags.

    Zitat

    Gestern Abend (…..) Dabei hätte das Gespräch locker auch am Wochenende gereicht. Es sind noch über zwei Wochen bis zum Geburtstag.

    Nun, Sätze mit "hätte" bringen niemanden weiter. Aber man kann daraus lernen, dass es schlechte und gute Zeitpunkte für Gespräche gibt. Und dann kann man lernen, ein Gespräch mit dem Satz zu beenden "Du, das führt jetzt zu nix, darüber reden wir am Wochenende in Ruhe. Ich merke schon, dass du wieder sauer wirst, und dann kommen wir eh nicht weiter!" Dein Mann müsste also lernen, solche Bemerkungen zu akzeptieren und du müsstest lernen, sie ohne Angst auszusprechen. Er muss also damit konfrontiert werden, dass er dazu neigt, unhöflich oder bestimmend zu werden und dass du das an ihm nicht magst. Nur so kann Augenhöhe bestehen bleiben (oder auch erst entstehen)

    Zitat

    Ich denke am meisten unglücklich macht mich, dass ich nicht das Gefühl habe, dass er das Familienleben will.

    Wenn du solch einen Satz schreibst, wie kannst du dann kurz vorher noch schreiben, das ihr ein zweites Kind wollt? Gegensätzlicher geht es doch nicht.

    Zitat

    Für ihn ist es absolut unverständlich, dass man gerne Zeit mit der Familie verbringt. Er will lieber zuhause gammeln.

    Nochmal: Und mit diesem Mann willst du weitere Kinder? Und diesem Mann willst du vor dem Altar das Ja sagen?

    Zitat

    …dafür will er dann aber auch Anerkennung und direkt danach an PC und zocken während ich mit dem Kind alleine esse.

    Und ein drittes Mal: Sollen so deine Kinder aufwachsen? Ist es das, was du "ein Leben lang" (kirchliche Hochzeit) willst?

    Zitat

    Klar erwarten das alle, ich auch und irgendwie freue ich mich ja auch. Aber, ach menno ich weiß es nicht.

    Niemand kann dir diese Entscheidung abnehmen, aber dein Mann sollte unbedingt deine Gedanken und Gefühle kennen, bevor ihr diesen wichtigen Schritt macht (wenn es ein wichtiger Schritt für euch ist). Er sollte wissen, wie es in dir aussieht. Er muss es wissen, damit er auch mit den Konsequenzen umgehen kann. Du hast geradezu die Pflicht, ihn an deinen Zweifeln teilhaben zu lassen. Dann kann er sie entweder mit ausräumen oder aber dahinter stehen, wenn es zur Absage kommt.


    Und ich erinnere dich noch mal an den Satz zu Beginn: "Ich fühle mich nicht geliebt!" Sagt man vor dem Altar zu einem Mann das uneingeschränkte JA, wenn man sich nicht geliebt fühlt???


    Ich hoffe, ich war nicht zu hart in meinen Formulierungen.

    Mit der Hoffnung auf später ist das ja so eine Sache........!


    Das Gespräch am Wochenende ist ein wichtiger erster Schritt. Ausreden lassen, ernst nehmen, Bedürfnisse formulieren.


    Ich habe schon ein wenig Verständnis für ihn. Vor der Hochzeit und dem Kind hatte er nur die Verantwortung für sich und nun seid ihr zu dritt. Es fällt manchen Männern eben nicht leicht, sich umzustellen. Gemeinsame Unternehmungen können ja auch darin bestehen, dass ihr zusammen zockt, aber auch spazieren geht, kocht oder ähnliches. Wichtig ist, dass ihr euch auf etwas einigt.

    @ technikerin89

    Puuh, nach 6 Monaten schwanger und nach einem Jahr Hochzeit! Das wäre mir Alles viel zu schnell gegangen.


    Ich verstehe deine Zweifel, insbesondere wenn er Familienleben als Pflicht sieht und es ihm keinen Spaß macht mit der Familie Zeit zu verbringen.


    Wie sieht eure Zukunft aus? Wenn ein zweites Kind da ist wird er automatisch mehr machen müssen außer du gibst dich ganz auf. Hinzu kommen die Kommunikationsprobleme. Wobei ich das was du als Beispiel geschrieben hast ehrlich gesagt nicht als drammatisch ansehe, wenn dies nicht jeden Tag oder jede Woche vorkommt.


    Deine Zukunftsplanung ist: Eine Familie, bei der sich auch dein Mann gerne, um die Kinder kümmert, dir von sich aus Freiräume ohne Kinder schafft, sich auf den gemeinsamen Familienurlaub freut etc.


    Eine Ehe sollte auf einem gemeinsamen Lebensentwurf gründen, bei der jeder seine Freiheiten hat sich zu entfalten ,aber die gemeinsame Zeit als Kern sieht. Es sollte der Wunsch sein großen Teil seiner Zeit mit seiner Familie zu verbringen.


    Dein Satz ihr seid euch organisatorisch einig klingt im Zusammenhang einer Ehe furchtbar. Natürlich muss man sich organisaotorisch einig sein, wenn man zusammenlebt aber das Meiste was man tut, sollte man doch freiwillig und mit Freude machen. Man muss doch nicht regeln, wer in der Freizeit am Wochenende was wann mit dem Sohn macht. Das macht man doch zusammen. Als Mann gehört da auch dazu seine Hobbies etwas zurückzuschrauben wenn die Kinder klein sind, weil man sich freut mit dem Sohn zu spielen, rauszugehen Zeit mit der Familie zu haben etc.


    Deinen Eingangsfrage musst du dir selbst beantworten, denn wir kennen deine genauen Lebensumstände nicht.

    Zitat

    Ich bin aktuell einfach unglücklich. Wir sind uns aber beide einig, dass wir als Paar und Familie zusammen bleiben wollen

    Dieser Satz klingt für mich wie: Wir lieben uns zwar nicht mehr aber wir haben uns entschlossen eine Zweckgemeinschaft zu bleiben.


    Du schreibst, dass du dich nicht geliebt fühlst!. Hast du ihm das schon mal gesagt? Wie hat er oder wird er darauf reagieren?


    Auf der anderen Seite hast du auch nicht geschrieben, dass du ihn (noch) liebst.


    Was die Hochzeit anbelangt kann ich dir nur raten es nur zu tun, wenn du dir 100% sicher bist. Ansonsten kann aus dem schönsten Tag deines Lebens der schrecklichste Tag deines Lebens werden.


    Noch ein paar Fragen zum Abschluß. Du schreibst, dass Andere eurer Beziehung keine Chance gegeben haben, weil ihr so unterschiedlich seid. Worin besteht denn die Unterschiedlichkeit?


    Habt ihr vielleicht deshalb so schnell ein Kind bekommen und geheiratet, um es dann anderen zu beweisen, dass ihr doch zusammen passt?