Hallo Regenbogen,


    genau das verstehe ich auch nicht. Er will mit mir zusammen sein und noch ein Kind (eigentlich will er vier), aber am liebsten sitzt er am PC und zockt. Spielplatz -> langweilig, mit mir Film schauen -> langweilig, zusammen kochen -> lieber was bestellen und dann noch zocken/feiern, spazieren gehen geht sogar seit Pokemon Go :-/ . Er versteift sich dann immer auf später. Wenn die Kinder mal groß sind wird das alles besser, da kann man dann auch was mit ihnen anfangen. Naja, der Kleine wird bald zwei und er schiebt immer weiter auf später. Klar, gibt es spannenderes als dem Kind beim spielen zuzuschauen (unserer spielt bisher nur allein und nur sehr selten mit uns), aber trotzdem verstehe ich es nicht.


    Ich denke auch, dass wir am WE mal ausführlich reden müssen. Dafür habe ich ja hier schon einige Anregungen bekommen. Bin halt nur gespannt, ob er auch mit mir redet, oder einfach immer noch alles OK ist.


    Ich halte euch auf dem Laufenden und vielen Dank schonmal :)

    Ui, hier ist ja jetzt richtig was los. Ich versuche mal auf alle einzugehen.

    @ Baldurhh

    Ich hoffe halt auch auf später, wenn der Kleine groß ist, den Papa einfordert und sie wirklich was zusammen machen können. Außerdem wäre ja dann ein zweites Kind da, wir hätten weniger Zeit und er müsste halt mehr mit anpacken. Was er ja durchaus kann und macht. Es ist auch schon lange klar, dass er die Elternzeit nimmt, da freut er sich auch schon drauf. Also ich würde max. 6 Monate (eher vier) zuhause bleiben.


    Ja klar, wenn ich halt ständig alles falsch mache und er lieber was allein macht, als mit mir sind das die Hauptgründe, warum ich mich nicht geliebt fühle. Auch über kleine Aufmerksamkeiten würde ich mich sehr freuen, da hat er mir gesagt, dass er das wohl nicht macht, weil wir ja verheiratet sind und er sich sicher fühlt. Na schönen Dank auch

    @ Lucy und fussel

    Klar sind wir verheiratet, aber gefühlt "nur auf dem Papier". Das ist für mich nichts anderes als ihn als Vater unseres Sohnes einzutragen und geteiltes Sorgerecht zu haben. Die kirchliche Hochzeit wollten wir beide immer (sind auch gläubig), war halt nur zu kurzfristig und nicht planbar mit der Schwangerschaft. Das die Hochzeit theoretisch keine Rolle spielt ist mir schon klar, für mich persönlich aber halt doch.


    Vielleicht hast du Recht und er nimmt die Rolle als Familienvater danach ernster, die Idee gefällt mir :)z

    @ Technikerin

    Fangen wir mal hiermit an:

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    Ich bin mit meinen Mann seit 3,5 Jahren zusammen. Wir waren am Anfang sehr glücklich und keiner hat an uns geglaubt, weil wir sehr unterschiedlich sind.

    Ich kenne diese große Unterschiedlichkeit aus eigenem Erleben. Ich sehe sie ausschließlich als Herausforderung. Aber an beide. Das klappt bei euch offensichtlich nicht. Also leidest du anscheinend mehr unter der Unterschiedlichkeit als er. Richtig? Es geht also darum, diese Last besser zu verteilen.

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    Wir waren aber glücklich und haben nach einem guten Jahr standesamtlich geheiratet, ich war im sechsten Monat mit unserem kleinen Wunschkind.

    Das bedeutet, dass ihr euch ein gutes halbes Jahr nach dem Kennenlernen für ein Kind entschieden habt. Das ist außergewöhnlich schnell und sehr häufig ist es so, dass der Kinderwunsch zur Verbesserung der Beziehung instrumentalisiert werden soll. Kannst du das im Nachhinein noch beantworten? War es so, dass die Beziehung nach der Verliebtheit – das entspricht ja etwa dem Zeitraum – erste Sollbruchstellen zeigte? Und kann es sein, dass das gemeinsame Kind "als Projekt" dazu dienen konnte, die Beziehung auf eine andere und stabilere Ebene zu heben?

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    Da wir wenig Zeit hatten uns als Paar zu finden bevor wir Eltern geworden sind, gab es immer wieder Konflikte.

    Die hätte es vermutlich auch ohne Kind gegeben, nur ward ihr durch das Kind mehr aneinander gebunden, die Fluchtmöglichkeiten fielen aus und die Probleme mussten gelöst werden. Das fühlt sich bei den meisten Paaren in der Findungsphase anders an, weil sie sich leichter wieder trennen könnten, auch wenn sie das nicht tun.

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    Allerdings bin ich nicht wirklich glücklich. Ich fühle mich nicht geliebt.

    Genau diesen Satz sollte dein Mann kennen, und zwar ungeschönt. Hast du ihm den schon so gesagt? Einmal oder öfter? Wie reagiert er darauf?

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    Wir streiten oft über absolut belanglose Dinge. Ich finde er kann nicht "streiten", sobald wir bei einem Thema unterschiedlicher Meinung sind, artet es aus und wir werden sehr unfreundlich zueinander.

    Diese Eigenschaften entdecken Partner in den ersten ein bis zwei Jahren in ihrer ganzen Tragweite. Und wenn sie die entdecken und damit unglücklich sind, hat die Beziehung entweder keinen Bestand, oder sie lernen beide damit konstruktiv umzugehen.


    Vor dem Hintergrund, dass derjenige, der sich "totargumentiert fühlt" dann darüber nachdenkt, die Beziehung zu beenden, hat derjenige, der so handelt, den Anreiz, über sein verhalten nachzudenken und es innerhalb seiner Möglichkeiten zu verändern. Klartext: in den ersten zwei Jahren werden die Eckpfosten eingeschlagen, man erkennt, wie der andere wirklich ist und man kann dann entscheiden, ob man sich damit arrangieren kann, ob man dem anderen klarmacht, dass er etwas ändern muss oder ob man geht. Das alles fiel bei euch wegen des frühen Kinderwunsches in dieser Form weg.

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    Ich bin aktuell einfach unglücklich.

    Ein Zustand, den dein Mann unbedingt kennen sollte, bevor ihr euch noch einmal ein Ja sagt. Es ist ja ein endgültiges Ja. Das Ja in der Kirche ist nicht rückgängig zu machen, es bindet bis zum Tod. Daran lässt die Kirche keinen Zweifel. Wem Glaube und Kirche also wichtig ist – und man sollte wirklich nicht kirchlich heiraten, wenn einem das unwichtig ist – der muss sich unbedingt darüber klar sein, dass die katholische Kirche (bei den Protestanten ist das anders) jedem Geschiedenen, der eine neue Beziehung beginnt, auf Lebenszeit die Absolution verweigert. Es gibt keine Vergebung mehr, man kann weitestgehend am sakramentalen Leben der Kirche nicht mehr teilnehmen. Das sollte einem klar sein.

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    Wir sind uns aber beide einig, dass wir als Paar und Familie zusammen bleiben wollen (wollen auch demnächst ein zweites Kind), wenn da nicht auf meiner Seite diese Zweifel wären.

    Hier springt mich der Gedanke an, dass durch die nächsten Projekte eine Art Langzeitnarkose angelegt werden soll. Denn in Projekten seid ihr gut, das schweißt zusammen, da zeigt sich Einigkeit und das betäubt die empfindlichen Stellen in der Gefühlswelt.


    Der Klassiker ist: Verlobung, Hochzeit, Kinder und Haus. Dann gehen den meisten die Projekte aus und die Betäubung lässt nach. Und ich habe unendlich viele Trennungen begleitet, die dadurch zustande kamen, dass beide plötzlich – nach dem Planen und Durchführen dieser Projekte – den jeweils anderen als inkompatibel erkannt hatten. Sie waren ein tolles Team, aber sie liebten sich nicht.

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    Kann ich aber wirklich am Altar JA sagen? Ich habe jetzt schon viel gelesen "Wenn du zweifelst, sag alles ab".

    Es ist unwichtig, was du liest. Ich hatte diese Zweifel bei meiner ersten Hochzeit vor 45 Jahren auch. Ich habe trotzdem geheiratet, es nicht bereut und immerhin hat diese Ehe 27 Jahre gehalten und sehr viel Gutes gebracht, auch drei Kinder.


    Es ist also weniger wichtig, was andere erlebt haben oder raten. Es ist wichtig, wie es in dir aussieht und wie es zwischen euch aussieht. Noch wichtiger ist allerdings, welchen Stellenwert die kirchliche Hochzeit für euch hat. Wenn sie nur der Deko dient, dann ist es letztlich unwichtig, denn rechtliche Konsequenzen hat sie nicht (nur kirchenrechtliche). Aber dann bleibt fraglich, warum man es überhaupt macht.

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    Wenn ich das aber mache, kann ich mich gleich trennen und das nicht im Guten, das weiß ich.

    Wenn dieser Satz stimmen sollte, dann solltest du unbedingt die Notbremse ziehen. Es bedeutet nämlich, dass du nicht freiwillig vor dem Altar stehst, sondern weil dein Mann von dir erwartet, dass du es tust und dich "bestrafen würde", wenn du es nicht tust. Das wäre übrigens sogar kirchenrechtlich ein Grund, diese Ehe später annullieren zu lassen. Aber leichter wäre es, sie gar nicht erst zu schließen.

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    Mein Mann sieht übrigens kein Problem, für ihn ist alles gut, nur ich "meckere" so viel. Dabei habe ich gar nicht das Gefühl, dass ich so viel meckere, lasse ihn die meiste Zeit eigentlich so machen, wie er es für richtig hält (auch, wenn ich es falsch finde).

    In diesen kurzen Sätzen steckt ganz viel Problematik. Denn wenn du das tust, was in dem zweiten Satz steht, fehlt euch die Ebenbürtigkeit, die Augenhöhe. Du planst also, euer ganzes Leben darauf zu gründen, dass du dich zurücknehmen wirst und ihm Recht geben, damit Ruhe herrscht. So machte man früher mal, ja. Da hat man dann einfach ausgehalten, ging irgendwie, machte ja jeder. Ich glaube nicht, dass du das wirklich willst. Und wenn du es nicht wirklich willst, dann solltest du es auch nicht tun.


    Dein Mann hat also ein Recht darauf zu erfahren, wie ernst die Lage ist. Das ist nicht einfach, aber alles andere ist nur ein Vertagen des Bombeneinschlags.

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    Gestern Abend (…..) Dabei hätte das Gespräch locker auch am Wochenende gereicht. Es sind noch über zwei Wochen bis zum Geburtstag.

    Nun, Sätze mit "hätte" bringen niemanden weiter. Aber man kann daraus lernen, dass es schlechte und gute Zeitpunkte für Gespräche gibt. Und dann kann man lernen, ein Gespräch mit dem Satz zu beenden "Du, das führt jetzt zu nix, darüber reden wir am Wochenende in Ruhe. Ich merke schon, dass du wieder sauer wirst, und dann kommen wir eh nicht weiter!" Dein Mann müsste also lernen, solche Bemerkungen zu akzeptieren und du müsstest lernen, sie ohne Angst auszusprechen. Er muss also damit konfrontiert werden, dass er dazu neigt, unhöflich oder bestimmend zu werden und dass du das an ihm nicht magst. Nur so kann Augenhöhe bestehen bleiben (oder auch erst entstehen)

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    Ich denke am meisten unglücklich macht mich, dass ich nicht das Gefühl habe, dass er das Familienleben will.

    Wenn du solch einen Satz schreibst, wie kannst du dann kurz vorher noch schreiben, das ihr ein zweites Kind wollt? Gegensätzlicher geht es doch nicht.

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    Für ihn ist es absolut unverständlich, dass man gerne Zeit mit der Familie verbringt. Er will lieber zuhause gammeln.

    Nochmal: Und mit diesem Mann willst du weitere Kinder? Und diesem Mann willst du vor dem Altar das Ja sagen?

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    …dafür will er dann aber auch Anerkennung und direkt danach an PC und zocken während ich mit dem Kind alleine esse.

    Und ein drittes Mal: Sollen so deine Kinder aufwachsen? Ist es das, was du "ein Leben lang" (kirchliche Hochzeit) willst?

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    Klar erwarten das alle, ich auch und irgendwie freue ich mich ja auch. Aber, ach menno ich weiß es nicht.

    Niemand kann dir diese Entscheidung abnehmen, aber dein Mann sollte unbedingt deine Gedanken und Gefühle kennen, bevor ihr diesen wichtigen Schritt macht (wenn es ein wichtiger Schritt für euch ist). Er sollte wissen, wie es in dir aussieht. Er muss es wissen, damit er auch mit den Konsequenzen umgehen kann. Du hast geradezu die Pflicht, ihn an deinen Zweifeln teilhaben zu lassen. Dann kann er sie entweder mit ausräumen oder aber dahinter stehen, wenn es zur Absage kommt.


    Und ich erinnere dich noch mal an den Satz zu Beginn: "Ich fühle mich nicht geliebt!" Sagt man vor dem Altar zu einem Mann das uneingeschränkte JA, wenn man sich nicht geliebt fühlt???


    Ich hoffe, ich war nicht zu hart in meinen Formulierungen.

    Mit der Hoffnung auf später ist das ja so eine Sache........!


    Das Gespräch am Wochenende ist ein wichtiger erster Schritt. Ausreden lassen, ernst nehmen, Bedürfnisse formulieren.


    Ich habe schon ein wenig Verständnis für ihn. Vor der Hochzeit und dem Kind hatte er nur die Verantwortung für sich und nun seid ihr zu dritt. Es fällt manchen Männern eben nicht leicht, sich umzustellen. Gemeinsame Unternehmungen können ja auch darin bestehen, dass ihr zusammen zockt, aber auch spazieren geht, kocht oder ähnliches. Wichtig ist, dass ihr euch auf etwas einigt.

    @ technikerin89

    Puuh, nach 6 Monaten schwanger und nach einem Jahr Hochzeit! Das wäre mir Alles viel zu schnell gegangen.


    Ich verstehe deine Zweifel, insbesondere wenn er Familienleben als Pflicht sieht und es ihm keinen Spaß macht mit der Familie Zeit zu verbringen.


    Wie sieht eure Zukunft aus? Wenn ein zweites Kind da ist wird er automatisch mehr machen müssen außer du gibst dich ganz auf. Hinzu kommen die Kommunikationsprobleme. Wobei ich das was du als Beispiel geschrieben hast ehrlich gesagt nicht als drammatisch ansehe, wenn dies nicht jeden Tag oder jede Woche vorkommt.


    Deine Zukunftsplanung ist: Eine Familie, bei der sich auch dein Mann gerne, um die Kinder kümmert, dir von sich aus Freiräume ohne Kinder schafft, sich auf den gemeinsamen Familienurlaub freut etc.


    Eine Ehe sollte auf einem gemeinsamen Lebensentwurf gründen, bei der jeder seine Freiheiten hat sich zu entfalten ,aber die gemeinsame Zeit als Kern sieht. Es sollte der Wunsch sein großen Teil seiner Zeit mit seiner Familie zu verbringen.


    Dein Satz ihr seid euch organisatorisch einig klingt im Zusammenhang einer Ehe furchtbar. Natürlich muss man sich organisaotorisch einig sein, wenn man zusammenlebt aber das Meiste was man tut, sollte man doch freiwillig und mit Freude machen. Man muss doch nicht regeln, wer in der Freizeit am Wochenende was wann mit dem Sohn macht. Das macht man doch zusammen. Als Mann gehört da auch dazu seine Hobbies etwas zurückzuschrauben wenn die Kinder klein sind, weil man sich freut mit dem Sohn zu spielen, rauszugehen Zeit mit der Familie zu haben etc.


    Deinen Eingangsfrage musst du dir selbst beantworten, denn wir kennen deine genauen Lebensumstände nicht.

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    Ich bin aktuell einfach unglücklich. Wir sind uns aber beide einig, dass wir als Paar und Familie zusammen bleiben wollen

    Dieser Satz klingt für mich wie: Wir lieben uns zwar nicht mehr aber wir haben uns entschlossen eine Zweckgemeinschaft zu bleiben.


    Du schreibst, dass du dich nicht geliebt fühlst!. Hast du ihm das schon mal gesagt? Wie hat er oder wird er darauf reagieren?


    Auf der anderen Seite hast du auch nicht geschrieben, dass du ihn (noch) liebst.


    Was die Hochzeit anbelangt kann ich dir nur raten es nur zu tun, wenn du dir 100% sicher bist. Ansonsten kann aus dem schönsten Tag deines Lebens der schrecklichste Tag deines Lebens werden.


    Noch ein paar Fragen zum Abschluß. Du schreibst, dass Andere eurer Beziehung keine Chance gegeben haben, weil ihr so unterschiedlich seid. Worin besteht denn die Unterschiedlichkeit?


    Habt ihr vielleicht deshalb so schnell ein Kind bekommen und geheiratet, um es dann anderen zu beweisen, dass ihr doch zusammen passt?

    Unser Start war ähnlich. Das erste Kind beziehungstechnisch einfach zu früh, dadurch eine ziemlich stressige und frustige Anfangsphase mit dem Kind. Wenig Entlastung auch diesbezüglich, was sich einfach als Belastungsprobe herausgestellt hat. Aber das wird besser, wenn das Kind älter wird und man wieder mehr Zeit füreinander hat. Ich an deiner Stelle würde nicht aufgeben, denn ihr seid Eltern und so schlecht hört sich das alles gar nicht an.

    Ganz vielen Dank für eure Beiträge. Ihr seid natürlich nicht zu hart zu mir gewesen ;-) . Ich habe schließlich im Forum nach Hinweisen und Meinungen gefragt, dann muss ich auch damit leben können. Vieles war mir so auch schon irgendwie bewusst, es ist aber noch mal eine ganz andere Hausnummer das dann hier von anderen zu lesen.


    Ich brauche jetzt erst mal ne Weile zum nachdenken, wundert euch also nicht, wenn ich morgen erst antworte. Habe ja auch einen schönen Nachmittag mit meinem Sohn vor mir :-)

    Manchmal muss man einfach akzeptieren, dass nicht jeder für jede Aufgabe geeignet ist. Und irgendwie muss man sich eine Aufgabenteilung schaffen, wo beide Partner mit klar kommen.


    Mein Mann liebt unsere Kinder nicht weniger, als ich. Er hat sie als Baby gewickelt, gewaschen, gefüttert, in die Krippe gebracht. Aber auch nur irgendwas mit ihnen unternehmen und sie betüdeln (Spielplatz, Zoo, Kinderveranstaltung, Kino, Malen, Basteln, Spiele spielen …) das hat er absolut widerwillig und nur im Notfall erledigt. Das war einfach nicht seins. Er hätte sie liebend gern nur vor dem Fernseher geparkt.


    Dafür hat er für sie besorgt, erledigt was immer auch zu erledigen war und über viele Jahre den Fahrdienst übernommen. Auch heute noch erfüllt er ihnen jeden Wunsch, sobald sie ihn nur andeuten.


    Vielleicht kann dein Mann stattdessen mehr andere Aufgaben übernehmen und dich somit entlasten?


    Ich sehe nicht, dass ihr am Ende seid.

    @ Technikerin,

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    Irgendwie verstehe ich manchmal nicht, warum er mit mir zusammen ist/eine Familie hat, so eine richtige Antwort außer "ich will halt" habe ich darauf auch bisher nicht wirklich bekommen.

    Dann frage ich doch mal, warum DU mit IHM zusammen bist. ???


    Irgendwie verstehe ich eure ganze Beziehung nicht!? ":/

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    Weiß auch nicht, wann das so geworden ist.

    Er wird wahrscheinlich schon immer so gewesen sein. Ihr kennt Euch ja offensichtlich kaum... :-|


    Und zu dem hier

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    In deiner Situation würde ich die kirchliche Hochzeit absagen.


    an_re

    @ an_re:

    Ich glaube genau vor solchen Posts hat mich comran eben gewarnt ;-). Ich bin auf der Suche nach Denkanstößen, da hilft mir dein Rat leider gar nicht weiter. Wenn ich die Hochzeit absage, können wir gleich die Scheidung einreichen.

    Du fragtest doch genau danach...und das sogar schon in der Überschrift??


    Also ich rate definitv auch zur Trennung! ??Nur um nochmal auf die ursprüngliche Intention deines Beitrags einzugehen.??

    Sorry, aber ohne viel gelesen zu haben....


    Allein der Titel diese Sendung wird auf eine Trennung rauslaufen. An welches Märchen wird geglaubt, wenn jetzt schon irgendwas schief läuft?


    Und dann auch noch an ein 2. Kind zu denken.


    Unglaublich.

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    am liebsten sitzt er am PC und zockt. Spielplatz -> langweilig, mit mir Film schauen -> langweilig, zusammen kochen -> lieber was bestellen und dann noch zocken/feiern, spazieren gehen geht sogar seit Pokemon Go :-/

    Bist du dir sicher, dass der "Mann" nicht noch in der Pubertät steckt?

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    Es ist auch schon lange klar, dass er die Elternzeit nimmt, da freut er sich auch schon drauf.

    Das glaube ich gern. Dir ist schon klar, warum? Dann wird der Kleine geparkt und er hat viel Zeit zum zocken.

    Mein Mann und ich hatten in letzter Zeit auch ein paar Probleme. Mir hat es ziemlich gut getan mal mit ihm alleine zu sein (ist bei uns sehr schwierig mit Babysittern). Da war der ganze Kinder-Versorgungs-Stress mal beiseite und wir konnten uns uns als Paar widmen. Mir hat das sehr geholfen zu merken, dass es "unsere" Beziehung auch noch gibt.


    Diese Chance habt ihr auch am Wochenende. An deiner Stelle würde ich das Gespräch auf nach dem Spiel verschieben und die Zeit bis dahin nutzen um zu fühlen, ob es noch euch als Paar gibt (ob du seine Gesellschaft genießt, ob ihr gemeinsame Themen habt, ob auch eine Stille zwischen euch angenehm sein kann usw.). Deine Erkenntnisse kannst du ja auf der Rückfahrt ansprechen ("es war schön, mal wieder mit dir allein zu sein, mit dir Zeit zu verbringen" oder halt in die Richtung "ist da überhaupt noch was zwischen uns oder sind wir nur noch eine Zweckgemeinschaft").

    Ich glaube, der wirkliche Anstoß dieses Beitrags ist die knappe Zeit zur Hochzeitsfeier. Hier wurden Dinge aufgeschoben bzw. haben sich angesammelt, und Technikerin merkt zusehends, dass die Beziehung Schulden auftürmt, während das symbolische Ja-Wort immer näher rückt.


    Deswegen finde ich es nach wie vor nicht unplausibel, dass hier vielleicht zu bewältigende Problemchen vorliegen, mit denen man sich einfach zu wenig beschäftigt hat. Nun ist die Zeit natürlich zusehends eng und der "Haufen" scheint auf einmal nicht zu bewältigen. Zumal Er ja auch oft nicht zuhause ist und die gemeinsamen Zeiten sicherlich auch in anderem Interesse genutzt wurden, als nach dem Übertreten der Schwelle erst einmal Probleme zu wälzen.


    Aber sie müssen gewälzt werden - und eher heute als morgen. Die zeitweise Abwesenheit macht es nicht einfacher. Schlimmstenfalls brauchen sie mehr Zeit dafür als die verbleibenden 4 Wochen. Auf jeden Fall würde ich mit dem zweiten Kind erst einmal warten. Das hat keinen Termin und damit würde ich mir gar keinen Druck machen. Aber hier fehlen noch ganz viele Gespräche, um das Gefühl der Sicherheit zu bekommen (in die eine oder andere Richtung). Sie müssen sich unbedingt öffnen und das auch länger und vielleicht sogar mit externer Hilfe. Da kann ich diese Torschlusspanik verstehen. Aber für mich wäre die erste Panik nicht das Ob, sondern das Wann. Das ist hier leider zusehends verzerrt und der Alltag deckt sich nicht mit den Lebenswünschen.

    Ich verstehe hier halt die Extreme nicht. Zwischen Trennung und kirchlicher Hochzeit inkl allem Tamtam gibt es ja noch den ein oder anderen Zwischenweg.


    Ganz ehrlich: wenn es in meiner Beziehung so schlecht laufen würde wie bei euch, dann würde ich den Teufel tun und das ganze Hochzeitsheckmeck durchmachen. Das käme mir vor wie ein Theater, während hinter der Bühne alles schief geht.


    Andererseits: Eine Hochzeit ist ja immer auch sehr emotional und bringt so einiges wieder hoch. Vielleicht kommt ihr so nochmal zusammen, schwebt wieder auf Wolke 7, reißt euch komplett zusammen und alles wird wieder toll.


    Da ich persönlich ungern auf Luftschlösser baue, würde ich selbst eher auf Griesgram-Lösung Nr 1 setzen. Und wenn sich all dies nicht erarbeiten lässt, erspart man sich wenigstens dieses "Wieso haben die sich denn getrennt, die haben ja nicht einmal ein Jahr Ehe ausgehalten!".


    Da muss wirklich ein klärendes Gespräch her. Und zwar schnell.