Klar,...

    ... aber generell finde ich, daß jeder Mensch das Recht auf den Freitod hat. Wer mit seinem Leben partout nicht mehr klarkommt, den soll die Gesellschaft nicht daran hindern, aus ersterem zu scheiden. Erschweren - okay, aber wer wirklich mit dem Leben abgeschlossen hat, dem ist nicht zu helfen.


    Daß dies nicht für hormongeplagte Teenies gelten sollte, versteht sich von selbst - wenn jeder Teenie einen suicide switch hätte, wäre die Menschheit binnen einer Generation ausgerottet... ;-D

    ......

    Zitat

    wäre die Menschheit binnen einer Generation ausgerottet...

    was mich bei den meisten nicht besonders traurig stimmen würde ;-D


    Mein voriger Text bezog sich übrigens darauf, eine Freundin zu finden.

    Wenn

    die Entscheidung denn das Ergebnis längerer "Überlegung" ist, sehe ich das ganz ähnlich. Dennoch bin ich grundsätzlich sehr dafür, es dem Selbstmordkandidaten auszureden. Wer von uns hatte nicht mindestens einmal im Leben eine Zeit, die so deprimierend war, daß man die Lust am Leben verloren hat, und war später heilfroh, diese Zeit ausgestanden zu haben?


    Ist jemand mit aller Kraft und nicht kurzschlüssig entschlossen, so soll er es tun.


    Das allerletzte ist aber, andere mit der Androhung des Selbstmordes unter Druck zu setzen. Ist einer Bekannten von mir kürzlich passiert. Am liebsten hätte ich da geholfen, das Schießeisen zu positionieren.

    Monsterthread und Freitod

    Wahnsinn, dieser Thread! Da sollte einer zwischendurch eine Zusammenfassung schreiben!


    Freitod: In meinen Augen ist die Möglichkeit, den eigenen Tod zu wählen, ein Zeichen einer reifen Gesellschaft. Da der Tod unausweichlich ist, darf er nicht verschwiegen und verdrängt werden wie andere Themen, die eben nicht 100% sicher sind. Ich finde, die Leute sollten sich nicht von den Brücken stürzen dürfen wie die Fliegen auf die Autobahn, aber unter gewissen "terminalen" Umständen (Depression ist keine davon, wenn ihr mich fragt) sollte das friedliche Einschlafen dem jahrelangen Pflegefall ermöglicht werden.


    Aus dem Stand fallen mir zu diesem Thema nur ein paar Tips ein:


    Film: Flucht ins 23. Jahrhundert (Logan's Run)


    TV: Futurama (Suicide Booths, "serving America since 2008")


    Buch: Arthur C. Clarke. Arthur C. Clarke und nochmals Arthur C. Clarke. Der Mann ist genial! Er hat mal eben die Satelliten erfunden! Also, nicht einen Satelliten, sondern das ganze Prinzip erst auf die Beine gestellt. Er ist Physiker, der Romane schreibt, alle eher technisch, aber dennoch - und gerade - realistisch. Zukunftsvisionen meistens, interessant ist hierbei jedoch, daß Teile seiner wirren Ideen aus Büchern von 1950 heute zutreffen! Hat mich jedenfalls schwer beeidruckt. Ein guter Einstieg für Clarke ist zum Beispiel "Rendezvous mit Rama" oder "Der Hammer Gottes" (das Buch, aus dem Armageddon und Deep Impact hervorgegangen sind). Jedenfalls kommen in den Visionen von Mr. Clarke auch soziologische Strukturveränderungen der Zukunft vor, das Thema Freitod wird da auch aufgegriffen.


    CF.

    um mal wieder

    den bogen zum ursprungsthema zu spannen: Kennt ihr Michel Houellebecq (hoffentlich richtig geschrieben)? Der Thematisiert das Problem "Ewige Jungfrauen" in seinem Roman a´"ausweitung der Kampfzone".Und zwar sehr explizit. Und kommt zu einem extrem ernüchterndem Ergebnis.


    Kann ich eigentlich nicht empfehlen. Zumindest nicht an Leute die sich NICHT schlechter fühlen wollen.


    Dass er nebenbei die Hippies für die existenz von kinderschändung und sexualmorden verantwortlich macht, könnte man mal in einem extra forum diskutieren.

    Houellebecq ist genial.

    Habe das Buch auch im Regal - gerade an der Stelle, an der des Protagonisten Kollege beinahe zum (Serien-)Mörder wird, habe ich mit einer morbiden Kuriosität immer weitergelesen, die mich nachträglich selbst angewidert hat...


    Irgendwann ahnt man, in welche Richtung sich alles bewegt - und gerade deshalb läßt einen das Buch so schnell nicht los.


    Da er allerdings ein wirklich extremes Bild der archetypischen ewigen (männlichen) Jungfrau zeichnet, rate ich niemandem zu vorschneller Nachahmung - es gibt noch Hoffnung...! ;-)

    Houellebecq

    Houellebecq ist ein JUDE. Wer ihn kritisiert macht sich dem Antisemismus schuldig. Er ist genial! Die beste Lietarur! Stamft Goethe ein, verbrennt Schiller,verbietet Storm und Fontane! Houellebecq ist der beste!

    @DJ Magister:

    Bin kein Sportmediziner, aber selber trainiere ich immer bis es weh tut (und dann noch ein bisserl) - und da läßt sich ein Muskelkater nicht ganz vermeiden.


    Gerade wenn's nur ein leichter ist, kannst Du IMO bedenkenlos weitermachen - Dein Körper wird sich melden, wenn's zu viel wird... ;-)


    Frag' mich nicht nach Langzeitschäden - wer mit zu viel Gewicht trainiert oder sich nicht langsam heranarbeitet, der zahlt AFAIK irgendwann mit Sehnen- und Gelenkschäden, also nicht unsinnig trainieren. Wenn Dich die Sache mit dem Bauchmuskelkater stört, nimm heute halt ein paar andere Muskelgruppen in die Mangel oder setz' einen Tag aus.


    An alle anderen: Wo steht, daß Houellebecq ein Jude sei? Was seinen Kommentar zum Islam angeht - wo er Recht hat, hat er Recht... ;-)