Ich bin eventuell ihr Prüfer - trotzdem nach Date fragen?

    Hallo,


    ich promoviere gerade an einer Uni. Habe dort eine tolle Frau kennengelernt. Sie ist Studentin und ich habe sie bei ihrer Bachelorarbeit betreut...Nun ist sie damit fertig. Wollte sie eigentlich nach nem Date fragen. Habe allerdings erfahren, dass ich sie eventuell noch als Beisitzer prüfen muss. Ich weiß, ich kann mit jemand tauschen, der sie dann prüft. Dazu müsste ich mich aber zu ihr bekennen vor meinem Prof. Das will ich allerdings vermeiden, das wäre mir sehr unangenehm. Wer weiß, was dann mein Chef von mir denkt. Mir ist mein Job sehr wichtig und möchte unbedingt weiter kommen.


    Was würdet ihr tun? Soll ich bis nach der Prüfung warten bzw. warten bis ich weiß, ob ich sie prüfen muss?

  • 21 Antworten

    Hi Alexka,


    wann wäre die Prüfung denn? Lässt sich das nicht überbrücken?

    Zitat

    Ich weiß, ich kann mit jemand tauschen, der sie dann prüft. Dazu müsste ich mich aber zu ihr bekennen vor meinem Prof. Das will ich allerdings vermeiden, das wäre mir sehr unangenehm. Wer weiß, was dann mein Chef von mir denkt. Mir ist mein Job sehr wichtig und möchte unbedingt weiter kommen.

    Also ich würde das als sehr professionell empfinden. Wovor hast Du denn Angst, was soll Dein Chef von Dir denken?

    Als Chef würde ich denken: "Wo ist die Reife für ein Arbeitsleben?" Persönliche Beziehungen zu einer Person, die man in einer Prüfung beurteilen muss, egal ob man sich dabei zurückhält oder nicht, sind tabu. Kommt alles mal raus, dann wird das Ergebnis der Prüfung angezweifelt und den Schaden hat der Prüfling, nämlich sie und nicht der Prüfer. Die Zeit bis nach der Prüfung wird sich wohl auch ohne Date überstehen lassen und wenn sie dann vergeben ist, dann gehört das unter die Rubrik "Lebenserfahrung"!

    Sobald du sie um ein Date fragst wirst du dich, sollte es später dann zum tatsächlich zum Beisitzer kommen, zurückziehen müssen. Egal ob sie dir nen Korb gibt oder ja sagt, 'befangen' bist du dann (biste jetzt auch schon, aber es weiß ja noch niemand). Denke da kann dir niemand einen Rat geben. Hast du selbst in der Hand, was man auch als Vorteil sehen kann ;-)

    Bis nach der Prüfung warten mit der Datenanfrage. Wäre jetzt der einfachste Weg. Einfach Zeit verschwinden lassen und auch nach der Prüfung noch etwas Zeit damit lassen.


    Ich hoffe natürlich das du trotz aller Befangenheit, richtig beurteilen kannst was die Beisitzung betrifft und auch nicht extra Würste ausgibst ;-).


    Solltest du nicht machen, egal wie gut sie dir gefällt, denn ob sie das Date annimmt und ob überhaupt etwas aus euch werden wird, weiss man vorher dann zum Glück nicht.


    Wenn du dich gedanklich ansonsten zu sehr quälst, dann musst du wohl zum Prof und ihm mitteilen das du tauschen möchtest.

    Zitat

    wann wäre die Prüfung denn? Lässt sich das nicht überbrücken?

    Im Herbst, also dauert noch ein bisschen:(

    Zitat

    Ich kenne das so, dass du als Beisitzer ja nur das Protokoll führst und nicht aktiv an der Prüfung beteiligt bist. Das ist doch dann kein Problem.

    Ich führe schon das Protokoll. Es kommt dennoch oft vor, dass ich mich aktiv an der Prüfung beteiligen muss. Mein Prof neigt dazu uns Beisitzer aufzufodern auch Fragen zu stellen...

    Zitat

    Ich kenne das so, dass du als Beisitzer ja nur das Protokoll führst und nicht aktiv an der Prüfung beteiligt bist. Das ist doch dann kein Problem. ":/

    Das Protokoll nicht, wohl aber die Tatsache, dass der Beisitzer meistens vorher über die Prüfungsinhalte informiert ist und auch an der Notenfindung beteiligt ist.


    Bis zum Herbst ist es ja noch lange hin, da ist gegen ein Date nichts einzuwenden, aber ich würde rechtzeitig den Prof über die Befangenheit informieren. Das ist nämlich professionelles Verhalten!

    @ -vietnamesin-

    Zitat

    Bis nach der Prüfung warten mit der Datenanfrage. Wäre jetzt der einfachste Weg. Einfach Zeit verschwinden lassen und auch nach der Prüfung noch etwas Zeit damit lassen.

    Der Zug kann bei so was aber jederzeit abfahren, da die Dame nicht im luftleeren Raumen lebt. Ich würde von vornherein auf Transparenz setzen und so jeden Verdacht auf gegenseitige Gefälligkeiten vermeiden. Ein Nachbessern ist da vergleichsweise schwierig.

    Also jedem Prof. sollte doch klar sein, dass man nach 6 Wochen zusammen arbeiten sich durchaus anfreunden kann (egal ob noch eine Sex- oder Beziehungskomponente dazu kommt). Wenn man dann einfach sagt "Hey Chef, wir haben mitlerweile auch privat Kontakt und ich habe Angst um meine Objektivität." sollte doch jeder normale Prof entweder einen anderen Beisitzer wählen oder dich aus der Prüfung raushalten.


    Ich habe mich während meiner Bachelorarbeit auch mit einem Kollegen dort angefreundet. Als ich meinen Prüfungstermin dann hatte, haben wir festgestellt dass er Beisitzer wäre. Nach einer kurzen Mail an den Chef war das Thema auch erledigt und es war dann ein anderer Beisitzer. Als Prüfer sollte man froh sein, wenn einem seine Angestellten solche Informationen geben, damit man nicht später in Schwierigkeiten kommt.