ich bin so anders als der Rest meiner Familie

    Hallo liebe Forenmitglieder,


    ich habe ein Anliegen bzw. mir ist mal wieder deutlich vor Augen geführt worden, dass ich anders bin als der Rest meiner Familie. Generell habe ich seit einigen Jahren begonnen das zu machen was ich möchte, ich genieße mein Leben, gehe gerne aus, unternehme was mit Freunden, feier gerne. ich hatte auch zu einer bestimmten Zeit in meinem Leben häufige Männerwechsel und ONS (natürlich mit entsprechender Verhütung). Ich möchte auch aus unserem Dorf weg, was von der Welt sehen, am liebsten in einer anderen Stadt leben, wo ich mehr erleben kann. Letztens hatte ich mit meiner Familie eine Diskusion darüber. Und ich muss sagen, ich bin da bei meinen beiden Geschwistenr die Einzige und meine Eltern konnte das alles auch nicht verstehen. Auch habe ich mehrere Tattoos und das käme sonst keinem in den Sinn, ich bin aus der Kirche ausgetreten, weil ich den katholischen Glauben nicht vertreten konnte. ich gehe natürlich auch arbeiten, man muss sich ja das schöne Leben auf fiananzieren können und sich auch im beruflichen Sinne immer weiterentwickeln. aber auch ich als Mensch möchte nicht still stehen. Ich habe manchmal das Gefühl, das ich das schwarze Schaf der Familie bin, obwohl mein Leben ist doch gar nicht so schlimm ist. ich habe bis auf Alkohol ab und an mal Wochenende noch nie Drogen genommen, habe eine gute Schulbildung, gehe Arbeiten, entwickel mich weiter und trotzdem scheint das alles für meine Familie schlimm zu sein. meine mutter war sogar richtig wütend und enttäuscht als sie erfuhr, dass ich unbedingt hier weg möchte. im Grunde weiß ich, dass ich gut bin so wie ich bin. Die Männergeschichten sind doch vorbei, ich habe einen Freund den ich sehr liebe und in dem Punkt bin ich jetzt endlich Erwachsen geworden. Aber ich bin doch noch so jung und mir stehen doch so viele Türen offen. Ich habe nur dieses eine Leben und das will ich genießen und so gestalten wie ich möchte. Nur aus meiner Familie will mich da so niemand verstehen. wenn sie glücklich mit ihrem für mich langweiligen Leben sind, bitte schön, das einzige was ich möchte ist so angenommen werden wie ich bin, ich mache es doch bei meinen Liebsten nicht anders :-(.


    Keine Ahnung warum ich das geschrieben habe. Einfach um es los zu werden. oder gibt es vielleicht noch jemanden der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und wenn ja, wie konntet ihr das "Problem" innerhalb der Familie lösen?

  • 7 Antworten

    Wenn du das "langweilige" Leben deiner Famile führst wirst du nie glücklich sein :-) ich kenne das, ich war auch mal in deiner Lage.


    Es hilft, sich einfach klarzumachen dass man nur dieses eine Leben hat und es so gestalten soll, dass man damit glücklich ist. Und dass man nicht auf andere Leute hören soll – auch wenns die eigene Familie ist. Ich würde in klarem aber freundlichem Ton mitteilen, dass man sich nicht einzumischen hat – und dann dein eigenes Ding durchziehen. Bei mir hat das bis auf einzelne Aussetzer meiner Mutter gut geklappt. *:)

    ich danke dir, für deine Antwort. ich dabei mein Leben so zu gestalten wie ich es gerne möchte. Meine Mutter akzeptiert das inzwischen auch bis zu einem gewissen Grad. Ich denke, dass meine Mum und ich uns auch sehr ähnlich sind. und sie im Grunde auch ein schöneres Leben möchte als ihr langweiliges Hausfrauenleben. Ab und an hat sie durchklingen lassen, dass sie nicht glücklich ist. und sie redet halt des öfteren mit mir über ihre Probleme. wenn ich weg bin hat sie eben kaum jemanden mit dem sie reden kann. Aber das ist doch im Grunde ihr Problem. Außerdem bin ich ja nicht aus der Welt und meine Family ist mir schon wichtig, sodass ich oft genug anrufe oder mal vorbei schaue. Ich denke sie muss erst sehen wie es, wenn ich nicht mehr um die Ecke wohne.

    Zitat

    meine mutter war sogar richtig wütend und enttäuscht als sie erfuhr, dass ich unbedingt hier weg möchte.

    Es kommt drauf an, wie du das gesagt hast. Wenn du sagst, dass du mehr willst und nicht so ein langweiliges Leben führen, bedeutet das im Umkehrschluss, dass du das Leben deiner Mutter für genau das hälst: langweilig. Und wenn du sagst, dass du dort, wo du aufgewachsen bist, keinesfalls leben und wegziehen willst, bedeutet dass für sie vielleicht mehr oder weniger offen Kritik an dem Ort, an dem sie euch großgezogen hat. Auch wenn du es nicht so meinst, kommt es halt immer darauf an, wie man etwas sagt und was das Gegenüber versteht.

    Hey ich kann mich völlig in deine Lage versetzten naja vieleicht ist es bei mir aber trotzdem noch mehr extremer als bei dir bin aber glaube ich auch ein enig jünger als du auf jeden fall kannste bei meinen beirgen einen ähnlichen beitrag finden nur nich das ich katolisch sondern babtistischen glauben ar und ausgetreten bin ich hatte viel stress schlimme zeiten und manchmal wusste ich einfach nich weiter warte die zeit ein wenig ab bei mir geht es mitlerweilen aber dennoch fühle ich mich ausgeschlossen das geht schon jetzt ein wenig über ein jahr so es ist ein schreckliches gefühl sich aus der familie ausgegrenzt zu fühlen ich weine mich auch sehr oft noch deswegen in den schlaf aber ich hoffe sie können es eines tages aktzeptieren und dir wünsche ich das auch liebe grüße Anite P.S wenn du fragen hast könnten ir gerne privat schreiben ürde mich freuen :)z :-)

    @ EmilieA:

    so habe ich das ja nie gesagt, der Ort an dem ich aufgewachsen bin ist für Kinder toll. Zumindest war er das als ich Kind war, kaum belebte Straße, Bauernhöfe, Wälder, eben perfekt um Kinder groß zu ziehen. Wir haben in einem Haus gewohnt, ich hatte was das angeht eine tolle Kindheit. Und damit hat das rein gar nichts zu tun, das weiß sie auch. Sie weiß aber auch, das ich unglaubliches Fernweh habe, was von der Welt sehen möchte und ich mir dieses Leben nicht vorstellen kann. Das hat nichts mit Kritik zu tun, denn ich habe meine Kindheit sehr genossen und das weiß sie auch. Ich bin eben anders, ich muss das wohl von meinem Opa haben, er war genauso und meine Mutter hat des öfteren unterschwellig andeuten lassen, dass sie auch viel mehr sehen möchte. Aber Angst davor hat neue Dinge zu probieren. ich habe ihr versucht zu helfen, aber man muss diese Hilfe auch annehmen.

    Ich finde es gut, dass du so konsequent deinen Weg verfolgst.


    Wenn ich das so lese, dann kann dich deine Mutter in ihrem Innersten ja sogar ganz gut verstehen, nur kann sie sich das vielleicht nicht so recht eingestehen, weil das ja bedeuten würde, dass sie was verpasst hat was du nicht verpassen wirst. Dass sie über deinen Wunsch wegzuziehen schockiert ist, kann einfach nur damit zusammenhängen dass es für Eltern meistens schwierig ist, wenn die Kinder weg wollen.


    Und was ist mit dem Rest deiner Familie? Wie wichtig und wie schlimm ist das, was du tust, für die?


    Mir war es egal, ob meine Familie das, was ich gut und toll finde, gut und toll findet. Das habe ich meiner Familie schon sehr früh "beigebracht". Meine Mutter kann das, was ich mache, gut akzeptieren, auch wenn sie selber ein komplett anderes Leben gewählt hat. Mein Vater würde Einiges davon sicher nicht gut finden, aber da ich keine Lust auf Diskussionen mit ihm hatte, habe ich ihm eben nicht alles auf die Nase gebunden.