Zitat

    Wieso ist er aber über diese Trennung schon hinweg? Brauch nicht jeder eine Trauerphase um das zu verarbeiten? Wieso geht das bei ihm so schnell?

    ..Deine letzten Beiträge machten wirklich einen tollen Eindruck. Du verarbeitest, Du reflektierst und ein Teil von Dir, schützt und distanziert sich auch. Aber dann wieder obiger Beitrag. Der gibt mir wirklich Rätsel auf. Wieso glaubst Du denn, dass er "schon darüber hinweg ist"? Welche Rolle spielt das? Und falls er "trauert" - das tut er nämlich gewiss, nur sicher nicht aus den Gründen, die Du Dir vielleicht wünschst. Und drüber hinweg sein? Ist er auch nicht, sonst käme das Nachtreten nicht, nur heißt das nicht, dass da positive Emotionen hinter stehen. Drüber hinweg sein heißt ja, Loslassen zu können, seinen Frieden damit zu haben. Er ärgert sich aber, dass Du nicht mehr nach seiner Pfeife tanzt.


    Was Du hier in den letzten Tagen über ihn und eure Beziehung preis gegeben hast, ist wirklich haarsträubend:


    - er liebt immer noch seine Ex


    - er hasst Frauen und will sich an ihnen rächen(?!)


    - Frauen, die nicht sofort die ihnen zugedachten Funktionen übernehmen, werden (wurden) sofort abserviert


    - Du bist sowieso nicht die Richtige, weil Du nicht blond bist


    - er hat sich mehrmals während eurer Beziehung getrennt und/oder sich bei Dating Portalen angemeldet


    - er hat Dich abserviert und wollte Dich aber noch ein paar Wochen für Dienstleistungen benutzen


    -...


    -...


    Das sind jetzt nur mal die Dinge, die mir spontan wieder einfielen. Du kannst die Liste wahrscheinlich endlos erweitern.


    Alle (oder die meisten) machen Fehler, was die Partnerwahl betrifft, wichtig ist halt nur, daraus dann auch zu lernen. Kürzlich hab ich hier im Forum einen ganz wichtigen Hinweis gelesen, über den ich lange nachgedacht habe und für extrem zutreffend befunden habe: wie der Mensch im sonstigen Leben ist, so ist er auch in der Beziehung. Denn das ist sein Charakter. Daher ist es auch so wichtig, sich Zeit zu nehmen, jemanden kennenzulernen und deswegen sind Online-Bekanntschaften womöglich auch oft solche Enttäuschungen, weil man sie nicht im realen Leben und ihrem alltäglichen Verhalten kennen gelernt hat.


    Mal ein paar Beispiele (die Du ja zum Teil bei ihm auch erlebt hast): Ist er ein Selbtdarsteller und Blender, kann man davon ausgehen, dass er auch in der Beziehung gerne mal zur Lüge greift oder sich Sachen zurecht biegt, wie es ihm gerade passt. Ähnlich sieht es bei jemanden aus, der zu (kleinen) Betrügereien oder Lügen greift, weil es für ihn grad so passt. Wieso sollte er sich in einer Beziehung anders verhalten? Verhält er sich rücksichtlos (beispielsweise im Straßenverkehr oder im alltäglichen Umgang mit Menschen), kann man davon ausgehen, dass er auch in der Beziehung gerne mal rücksichtslos ist. Oder nimm' mal als Beispiel seinen Kontrollwahn mit den Mietern - in eurer Beziehung hat er den ebenso ausgelebt.


    Ein Mann, der beispielsweise beim Kennenlernen Druck auf Dich ausübt, Dir seinen Willen aufzwingen möchte, wird auch in der weiteren Beziehung seine Interessen durchsetzen und Deine Bedürfnisse ignorieren.


    Wenn Du mal genau hinschaust, wirst Du viele Parallelen zwischen seinem Alltagshandeln und dem Beziehungshandeln feststellen. Bei all' diesen Punkten kannst Du also getrost davon ausgehen, dass er so ist. Das ist sein Charakter. Das hat nichts mit Dir zutun und der wird sich auch nicht ändern.


    Die Fragen, an die Du eigentlich wirklich ran müsstest (ggf. auch mit therapeutischer Begleitung): warum bist Du diese Beziehung eingegangen (und das so schnell und trotz einiger Warnsignale) und warum hast Du das solange mitgemacht?


    Ich wünsche Dir für Dein weiteres Leben ohne diesen Freak alles alles Gute. Gib' auf Dich acht! @:)

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    Wieso ist er aber über diese Trennung schon hinweg? Brauch nicht jeder eine Trauerphase um das zu verarbeiten? Wieso geht das bei ihm so schnell?

    Wenn Du aufmerksam sein Verhalten beobachtet hast und heute distanzierter reflektieren kannst, würde Dir auffallen, dass Dein Ex bereits vorher so gehandelt in Bezug auf Trennungssituationen.


    Frauen kommen und gehen in seinem Leben. Das war bereits nach der ersten kurzen Kennenlern-


    phase zwischen euch so. Du hattest es selbst beschrieben. Dein Ex neigt dazu sich schnell zu verlieben. Bei der in Frage kommenden Frau bietet er einen zeitnahen Umzug in seine Richtung an.


    Ihm der Sex enorm wichtig ist und das die potentielle Frau sich in sein vorgesehenes Funktionscorsett ergeben einfügt.


    Der Mann ist sich seit ihr euch kennt "treu" geblieben in seinem Verhalten. Warum sollte er dies plötzlich ablegen wollen, wenn es bisher für ihn soweit funktioniert hat?


    Durch die Zeit mit Dir hat er die Gewissheit gewonnen, dass es den Frauentyp gibt, der sich schnell lenken und unterdrücken lässt. Das gibt ihm genug Motivation so eine Situation, die ihm vorteilhaft nutzt schnell wieder herzustellen.


    Deine momentane Schwierigkeit liegt darin, dass Du für die Trennungssituation vordergründig Deinen Verstand benutzen musst. Während Deine Emotionen zur Zeit noch versuchen eure Beziehungszeit zu "relativieren". Sie nach den schönen Momenten suchen und dadurch die gemeinsame Zeit aufwertet.


    Nach 3,5 Jahren will man nicht alles als unnütze Zeitvergeudung sehen. Einen Ex-Freund nicht als durchgängigen Versager und emotionalen "Krüppel" empfinden. Das hat auch sehr viel mit dem eigenen Ego zu tun das stark verletzt wurde, weil man sich aussortiert fühlt.


    Aber nimm nur die Situation mit der Nachbarin, die Dein Ex ständig beobachtet und belagert hat, weil er bei ihr nicht selbst zum Zug gekommen ist. Du sein noch vorhandenes Interesse an ihrem Leben real live miterleben musstest. Das hätte bei Dir schon viel eher Zweifel aufkommen lassen müssen, wie ehrlich seine Gefühle für Dich gewesen sind.


    Ein liebender Mann verhält sich nicht so respektlos. Er hat Dir mit seinem demütigenden Benehmen oft bewusst das Gefühl vermitteln wollen die 2. Wahl zu sein. Warum konntest Du das so zulassen?


    Statt daraus für Dich die richtige Konsequenz zu ziehen, hast Du versucht ihm noch mehr zu gefallen. Wie war das in Deinen vorherigen Beziehungen? Gab es von Deiner Seite ähnliche Anpassungstendenzen in Bezug auf die Wünsche des Mannes?

    Mir fällt auf, dass du nach wie vor sehr stark um ihn kreist, was er tut oder nicht, ob er darüber hinweg ist oder nicht, ... Wie es dir geht, taucht viel weniger auf. Ich kann es insofern nachvollziehen, als dass ich mich bei meiner letzten Trennung genauso verhalten habe und es für Außenstehende befremdlich war. Was meiner Meinung nach aber auch einsetzen müsste, ist Selbstreflexion.


    L.vanPelt schrieb es schon

    Zitat

    Die Fragen, an die Du eigentlich wirklich ran müsstest (ggf. auch mit therapeutischer Begleitung): warum bist Du diese Beziehung eingegangen (und das so schnell und trotz einiger Warnsignale) und warum hast Du das solange mitgemacht?

    Das sollte meiner Meinung nach das Thema sein, das dich beschäftigt. Warum er sich wie verhält, wirst du nicht klären können. Und selbst wenn, es brächte dich kein Stück weiter.


    Also versuch doch mal mit dir zu klären, warum du diese Beziehung eingegangen und darin geblieben bist. Ohne Selbstzerfleischung, ohne Schuldzuweisungen an dich selbst. Sondern eine nüchterne Betrachtung, warum du so lange in einer solchen Beziehung warst, obwohl du gespürt und gewusst hast, dass sie dir nicht gut tat! Woher kommt das? Bist du darauf konditioniert, dass es schon gut wird, wenn du dich brav verhältst und doll anstrengst? Hältst du dich selbst für wenig liebenswert? Hast du gelernt, dass du dich auf dein Gespür nicht verlassen darfst? Hält man alles aus, weil man das in einer Beziehung so macht? ...?


    Was vielleicht auch erhellend sein kann, aber zunächst vielleicht verrückt wirkt, ist folgendes: Du führst mit dir ein Selbstgespräch. Einmal du als du selbst und einmal als neutrale Person, der du das erzählst. Such dir dafür zwei verschiedene Sitzgelegenheiten oder Orte und dann nimmst du wechselnd die Rollen ein. Zuerst erzählst du von der Beziehung, der Trennung, was dir so im Kopf rumgeht. Und dann fragt oder antwortet die andere Person, also wie deine Beziehung genau war, was du daran geschätzt hast, ob du glücklich warst, warum ihr euch getrennt hat, was man als interessierte unwissende Person halt fragen könnte. Die Person musst du dir zuvor vorstellen: wie ist sie? Nett, sanft, kritisch, ...? Wie ist die Körpersprache dazu? Du schlüpfst so gut du kannst in diese Rolle und schaust einfach mal was passiert. Das Gespräch geht so lange bis alles gesagt und gefragt ist.


    Ich hab das mal gemacht als ich ein Problem mit jemandem hatte und wusste, dass diese Person ein Stellvertreter für etwas ist. Ich kam aber nicht an die Problemlösung heran. Anfangs fand ich es total bescheuert und verrückt, aber es hat tatsächlich geholfen, weil mir ein paar Erkenntnisse kamen. Das wichtigste dabei war, dass es aus mir heraus kam, das Wissen war also da, konnte nur nicht zum Vorschein kommen.

    @ warumdenn77

    Habe jetzt gerade deine Beiträge der letzten paar Taage gelesen und bin erschüttert.


    Erschüttert darüber wie er dich behandelt hat und noch mehr erschüttert darüber, dass du an einen solchen Psychopaten auch nur noch einen Gedanaken verschweden kannst.


    Du bist immer noch abhängig. Solange er in deinen Gedanken eine Rolle spielt wirst du nicht zur Ruhe kommen. Du solltest in Betrahct ziehen psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.


    Man kann dir nur raten keinesfalls in die Stadt zu ziehen in der er wohnt. Eine nette Hausärztin ist jedenfalls in keinster Weise ein akzeptabler Grund dafür. Auch in anderen Staädten gibt es nette Ärzte.


    Auch das Treffen mit der Nachbarin. Was soll das? Über was werdet ihr reden? Über ihn den Psycho, hunderprozentig!


    Deine Fragen wrum er dir nicht nachweint oder trauert. Er tut es nicht weil er gestört ist.


    Hör bitte auch auf damit, auch wenn es schwer ist, Dingen wie einem Latttenrost nachzuweinen. Hast du nicht kapiert, dass es gerade seine Absicht war dir Dinge wegzunehmen, weil er wußte dass du dich darüber aufregst und er weiter Einfluß auf dich nehmen kann.

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    Erschüttert darüber wie er dich behandelt hat und noch mehr erschüttert darüber, dass du an einen solchen Psychopaten auch nur noch einen Gedanaken verschweden kannst.


    Du bist immer noch abhängig. Solange er in deinen Gedanken eine Rolle spielt wirst du nicht zur Ruhe kommen.

    Dass da noch viel über diesen Mann nachgegrübelt werden wird, halte ich übrigens für völlig normal und nachvollziehbar. Zum einen hat man ja nicht irgendwo nen Schalter, der die ganzen Gedanken und Gefühle abschaltet, zum anderen gbt's da ja auch ne Menge zu verarbeiten. Sich jetzt nicht mehr mit dem Mann und der Beziehung zu beschäftigen wäre ja reine Verdrängung. Daran hat man wohl eine Weile zu knappsen - und da kommen auch widerstrebende Gefühle auf.


    Liebe Warumnur77,


    ich möchte Dich wirklich nochmal darin bestärken, nun erstmal eine ganze Menge für Dich zu tun. In der Beziehung durftest Du ja nichtmal ein Buch lesen, da hatte er ja schon was gegen, weil es dann nicht mehr um ihn ging. Falls Du Dich womöglich lange über diesen Mann und über diese Beziehung definiert hast (eigentlich ließ er Dir ja kaum eine andere Möglichkeit), bleibt da natürlich erstmal eine riesige Leerstelle. Aber die kannst Du füllen, mit Dingen, die Dir gut tun, die Dir wichtig sind, Dich interessieren. Diese Trennung ist ganz ganz sicher das Beste, was Dir passieren konnte und ich glaube, (viele) Gespräche darüber werden Dir helfen, das zu erkennen.

    Ihr lieben, es tut so gut das zu lesen. Mir rollen sogar ein paar Tränen. Ich hatte heute einen langen Tag, heute morgen bei der Hausärztin, mein INR Wert ist bei 5,0 :[] Normal sind ca2,0-3,0. Mein Blut ist also viel zu dünn. Der ganze Stress trägt dazu bei. Muss Freitag wieder hin.


    Danach war ich in der Nachbarstadt, wollte dort einkaufen, das erste Mal dort allein hingefahren, sonst immer mit ihm. Ich war sehr stolz auf mich. :)^ Da das Geschäft noch nicht geöffnet hatte setzte ich mich die halbe Stunde in ein Café. Das tat mir richtig gut. :)z


    Ich kaufte mir dann nach einer tollen Beratung einer sehr freundlichen Angestellten ein sehr gutes und teures Make-up. Und ich kann mit Menschen, ich bin kein schlechter Mensch und ich kann auch offen auf Menschen zugehen. Ich habe es nicht "verlernt". Es tat mir sehr sehr gut.


    Dann sah ich mir eine Wohnung an. Ist noch komplett im Ausbau. Wir verblieben so, dass ich eine Mieterselbstauskunft ausfülle ind abwarte.


    Danach traf ich mich mit dieser ehemaligen Nachbarin. Aber neutral in einem Café. Auch das war toll und tat mir sehr gut. Ohne mein Zutun sagte sie mir, das sie sich von meinem Ex und auch seinem Vater beobachtet fühlt. Ja, aus einem dieser Gründe sind nämlich die anderen (alten) Mieter ausgezogen, weil sie sich beobachtet fühlten. Auch wurde ihrer Mutti durch meinen Ex es untersagt, auf der zur Wohnung gehörenden Terrasse zu rauchen. Da sagte die Mutti zu ihm; ich besuche meine Tochter und sitze auf ihrer Terrasse und hier darf und kann und werde ich rauchen.Und wenn er ein Problem damit habe, ist es eben sein Problem.


    Es war ein schöner Tag und da diese Mieterin auszieht bei ihm, da auch sie sich getrennt hat von ihrem Freund(er von ihr) bleiben wir in Kontakt.


    Nun zu euren lieben Zeilen. Ihr habt alle völlig recht, normalerweise ist er keine Träne mehr wert. Das ist mir heute nach einem sehr langen Gespräch mit meiner Mama klar geworden.


    Meine anderen Ex Beziehungen liefen nicht so ab. Da das FErnbeziehungen waren, war diese Abhängigkeit nicht da. Man freute sich aufs Wochenende. Auch wurde da von mir absolut nichts erwartet. Ich konnte im Prinzip tun und lassen was ich wollte. Da waren dann auch die Trennungen nicht so schwerwiegend. Bzw bin ich schneller darüber hinweg gekommen, lag aber auch an den Gründen, ich wurde beide Male betrogen.


    Natürlich lassen sich die Gefühle nicht so einfach abschalten. Das möchte ich eigentlich auch gar nicht.


    Ich wußte das mir die Beziehung nicht gut tut, das er mir nicht gut tut. Aber ich dachte halt, es wird wieder. Ich weiß es selber nicht, warum ich mich so klein machte. Vielleicht war ich nach all den Geschehnissen in meinem Leben froh, wieder jemanden zu haben. Das er mich nicht liebte, wußte ich bis heute nicht.


    Ich wollte einfach ankommen. Er gab mir ja Anfangs auch das GEfühl. Und streit gibt es ja überall mal. Als es das erste Mal zu solch einer "Phase" kam, der Grund war völlig banal, ich machte ihm sein Abendbrot, eine Tomatenschnitte. Ich schneide üblicherweise den grünen Strunken der Tomate raus, es war aber eine ganze minimal kleine Ecke grün noch an der Tomate. Das Theater war riesig danach. Er polterte los das ich nichts könne, und das es ein Versuch war aber es nicht geklappt hat und das ich mir was anderes suchen soll. Ich war völlig aufgelöst und weinte. Er schlief im Wohnzimmer. Am näächsten Morgen kam er, entschuldigte sich und wollte Sex. Und ich dachte das jetzt alles wieder gut sei. Nach solchen "Phasen" war ja auch einige Zeit alles wieder in Ordnung. Und mit der Zeit "lebte" ich mit diesen Phasen, versuchte ihn nicht noch am Tag zu "provozieren" ihm halt alles soweit recht zu machen. Aus Angst? Er sagte immer zu mir, das hier gemacht wird was er sagt. Daran müssen sich alle halten. Seine Partnerin, seine Eltern und auch die Mieter.


    Jetzt, im nachhinein weiß ich, das der Schritt, die Konsequenz zu gehen, richtig war. Und es mir irgendwann, Schritt für Schritt besser gehen wird. Ich brauche dazu auch solche Tage wie heute, wo ich etwas mache, was vorher in den 3,5 Jahren völlig undenkbar war. Und sei es nur sich in ein Café zu setzen und einen Kaffee zu trinken. Es hat mich sehr aufgebaut und ich konnte auch schon wieder lachen.


    Mir ist halt eben aufgefallen, das er in Stresssituationen die Beziehung beendete. Sei es wegen der Tomate das ihn nervte, oder im Urlaub weil Krach und Lärm ihn stresste, oder eben jetzt der Stress mit den Wohnungen. Ja aber da vergrault man doch nicht auch noch seine Partnerin und steht dann ganz alleine da. Auch die mieterin heute sagte, das sie schon gemerkt hat das seine Eltern sehr viel für ihn tun und den Finger draufhalten.... Ihr fiel auch auf, das ich kaum mal draussen war, tagsüber war sie ja zur Arbeit. Sie hatte schon öfter mal meinen Ex gefragt ob wir uns abends nicht mal daz usetzen wollen und ein bisschen reden. Da sagte er das er die Distanz Mieter-Hauswart/Hausverwalter wahren möchte und das nicht möchte. Mir haben oft solche Gespräche wie heute gefehlt. Vor zwei Wochen bin ich zu meiner Hausärztin weil ich einfach so fertig war und nicht wußte was ich machen sollte. Sie riet mir auch dringend aus dieser Beziehung zu gehen. Und da fasste ich dann den Entschluß. Es kommen schon noch die Zweifel, warum ich diese Umzugskartons gekauft habe, es hätte sich ja alles wieder eingerenkt. Und ich müßte mir keine Gedanken zur Wohnungssuche machen... Ich weiß, das es überhaupt nichts bringt so zu denken. Wer weiß was noch alles passiert wäre. Ich habe gerne gekocht und gebacken, mir macht das Spaß, aber es so zu sehen wie er es macht, das das meine Aufgabe sei, wertet sehr ab. Man macht es doch weil man Freude dran hat und weil man dem anderen eine Freude machen will.


    Ja er liebt seine Ex Freundin noch. Sie war wohl seine Traumfrau und hat ihm zusätzlich noch den gewünschten Sohn geschenkt. Er erzählte permanent von ihr. Ob beim Frühstück, Mittag oder nach dem Sex.... sie war ständig Gesprächsthema. Ich dachte immer, vielleicht hilft es ihm das besser zu verarbeiten,aber vergebens. Aber das hat er nicht nur bei mir gemacht, er redet mit jeder Person über sie so. Eigentlich erschreckend.


    Nun habe ich aber eine Frage. Wir bekamen anfang des Jahres eine Einladung von seinem Onkel zum GEburtstag (70) im September. Es wurde zugesagt von meinem Ex und demzufolge auch das Zimmer gebucht. Sage ich meine an mich gerichtete Einladung ab? Und was schreibe ich da?


    Ich danke euch für eure Hilfe und euren Zuspruch. Es können viele in meinem Bekanntenkreis nicht verstehen, das ich ihm so nachweine.

    was ich noch vergessen habe. Seine Ignoranz mir gegenüber wenn ich etwas falsch gemacht habe. Er ignorierte mich dann tagelang, meist machte ich den ersten Schritt. Ich fragte ihn mal, warum er das macht. Da kam von ihm, das er denjenigen damit bestrafen will, weil derjenige was falsch gemacht hat oder er nicht gehört hat auf ihn. Ich hab ihm gesagt das doch das wie Kindergarten sei und absolut albern. Da sagte er nur, das ich noch viel lernen müsse.


    Aber dieses Ignorieren, das tat verdammt weh. Ich konnte an diesen Tagen nichts essen usw. Es ging mir da richtig schlecht und ich war froh, als er dann wieder auf mich zukam. Er behandelte mich wie Luft, als wäre ich nicht existent gewesen.


    Ganz schlimm

    Erstmal: :)_


    Du schaffst das schon alles! Toll, wie Du Dich schön strukturiert hast! :)^

    Zitat

    Sage ich meine an mich gerichtete Einladung ab? Und was schreibe ich da?

    Nein. Das ist sein Problem - sein Familie.


    Er wird mitteilen müssen, dass er wieder solo ist, und alleine kommt.

    Ich finde, es ist normal, dass man erstmal nicht weiß, was los ist und man ständig emotional schwankt. So lange ist deine Trennung ja noch nicht her. Aber du schaffst das schon! :)* Es hilft immer, alles erstmal zu durchdenken und sich dann irgendwann bewusst zu entscheiden, dass man wieder glücklich werden und das abhaken will, aber das dauert eben ein bisschen, ist ganz normal.

    Ich vermute, dass Dein Ex in seinem Verhalten von heute vieles nachlebt, was er selbst als Kind und Jugendlicher zu Hause durchlebt hat. Der Umgang mit ihm selbst und auch den zwischen den Eltern hat ihm nicht ausreichend vermitteln können, wie die partnerschaftliche aber auch die allgemein-zwischenmenschliche Ebene mit Grenzsetzung funktioniert.


    Aber sollte Dich das in die Verantwortung nehmen all das ausbaden zu müssen? Nein. Es scheint fast so als ob er alle anderen Frauen dafür bestraft, dass er selbst die EINE nicht für die Dauer im Leben halten konnte. Möglich, dass er zu der Zeit noch etwas anders als heute reagierte. Denn mit einem so auffälligen charakterlichen Ekel wie heute wird kaum eine Frau bewusst ein Kind zeugen wollen.


    Du hast ihn sehr weit über Deine persönlichen Grenzen gehen lassen. Man kann nur hoffen, dass Du dieses Bewusstsein zunehmend bekommst. Schreib und rede Dir alles von der Seele, dass hilft Dir bewusster zu machen wie wenig Potential ihr beide als Paar zusammen hattet.


    Es ist seelisch nicht gesund sich innerlich der Haltung anzunehmen, besser so einen Mann als keinen. Es ist gar nicht so selten das einige Menschen das Gefühl allein zu leben nicht ertragen können und dafür jede Art von Kompromiss eingehen. Einen Teil Deiner Bedürfnisse konntest Du mit Deinem Ex ausleben. Du warst dankbar dafür, wenn er Zuwendung von Dir angenommen hat. Dadurch, dass er Dich immer um sich haben wollte konntest Du zumindest sicher sein, dass dieser Mann Dich nicht betrügen wird. (jedenfalls nicht körperlich)


    Aber er hat es auf viel subtilere Art dennoch gemacht.

    Zitat

    Ja er liebt seine Ex Freundin noch. Sie war wohl seine Traumfrau und hat ihm zusätzlich noch den gewünschten Sohn geschenkt. Er erzählte permanent von ihr. Ob beim Frühstück, Mittag oder nach dem Sex.... sie war ständig Gesprächsthema. Ich dachte immer, vielleicht hilft es ihm das besser zu verarbeiten,aber vergebens. Aber das hat er nicht nur bei mir gemacht, er redet mit jeder Person über sie so. Eigentlich erschreckend.

    Auf die oben erwähnte Art hast Du mit Deinem Ex eine latente "Dreiecksbeziehung" geführt. Seine "Traumfrau" war ständig präsent in seiner Gedanken- und Gefühlswelt. Und ich frage mich an dieser Stelle wie es eine Frau schafft, sich so weit zurück zunehmen als Mensch, um so ein Verhalten über lange Zeit aushalten zu können. Für mich hat das etwas von seelischer Selbstbestrafung. Es hat den äußeren Ansrich eine "Notlösung" für den Mann neben sich zu sein.


    Wenn Du der Ursache auf den Grund gehen kannst, was in Deiner Persönlichkeit ermöglicht hat, dieses Gefühl auszublenden - dann bist Du bereits ein ganzes Stück raus dieser Opferhaltung.


    Wie hättest Du gehandelt, wenn Dein Ex nicht so deutlich ausgesprochen hätte, dass er Dich seit über einem Jahr nicht mehr liebt, den Sex mit Dir nicht genießt und noch andere verletzende Aussagen?

    Zitat

    Es kommen schon noch die Zweifel, warum ich diese Umzugskartons gekauft habe, es hätte sich ja alles wieder eingerenkt. Und ich müßte mir keine Gedanken zur Wohnungssuche machen...

    Wirklich eingerenkt hätte sich nichts, er hat Dich nur neben sich geduldet, weil Du für ihn und seinen Alltag nütztlich warst. Und nur diese Frist hätte sich verlängert.


    Mit seiner "Traumfrau" hat er sich sogar eine Hochzeit vorstellen können. Ich habe fast den Verdacht, dass er mit dieser Frau nicht so respektlos umgegangen ist, zumindest nicht in dem Ausmaß wie bei Dir oder den Frauen vor Dir. Er hat sich von ihnen nur das genommen, was er für sich akzeptiert und positiv empfindet.


    Er hat mit Dir eine Form destruktive Mutter-Sohn-Beziehung geführt. Eine Frau die für ihn umfänglich sorgt, die ihm all seinen "Unfug" nachsichtig verzeiht. Die immer wieder von allein auf ihn zukommt, zu der er bockig und ignorant wie ein junges Kind sein darf. Und genauso reagiert er weiter in Bezug auf Dich.


    Eine "Mutter" die ihn verlassen hat, der ein Kind wütend hinterrufen darf wie mies und schlecht sie ist. Ihr Vorwürfe machend über ihr 'Fehlverhalten'. Du hast ihn genau wie seine Eltern für sein übergriffiges Verhalten belohnt, ein schlechtes Gewissen entwickelt und noch besser versucht auf seine Bedürfnisse einzugehen, wenn er nur wieder Aufmerksamkeit und Zuwendung in Deine Richtung zeigt.


    Damit hast Du Dir selbst jede Ebenbürtigkeit als Mensch und Frau genommen, die Augenhöhe zwischen euch einseitig aufgekündigt.

    Ich weiß selbst nicht warum ich das so lange mitgemacht habe. Warum ich mich so hab demütigen lassen.


    Bei seiner ex hat er auch dieses Verhalten gezeigt. Er hat ihr halt eben mal nichts zum Geburtstag oder Weihnachten geschenkt als Strafe für ihr Verhalten. Sie wollte nur ein Kind von ihm, denn als das Kind da war hat sie dann zu ihm gesagt, das seine Zeit abläuft und ersich was neues suchen soll.


    Auch sie hat wohl mehrfach zu ihm gesagt das er eine Therapie machen soll.


    Ich weiss das ich ihm im Prinzip mit meinem Verhalten keinen Gefallen getan habe sondern ihn weiter ermuntert habe weiter so zu sein.


    Ich bin und war sicher auch nicht immer einfach. Ich bin aucb mal zickig. Er sagte immer nur das er keine aufmüpfige Frau braucht.

    Zitat

    Ich bin und war sicher auch nicht immer einfach. Ich bin aucb mal zickig. Er sagte immer nur das er keine aufmüpfige Frau braucht.

    Bei dem was er für sich einfordert kann keine Frau ruhig ausharren und die Klappe halten. Es sei denn sie schlüpft in die passive Rolle eines Hundes, der auf seinen nächsten Befehl wartet und dafür dankbar mit der Rute wedelt.

    Zitat

    Ich weiß selbst nicht **warum ich das so lange mitgemacht habe. Warum ich mich so hab demütigen lassen.

    Wenn man jemand wie Du sehr liebt, hofft den Partner ändern zu können mit dieser Liebe lässt man vieles zu. Mit Beharrlichkeit daran arbeitend, dass er ein "besserer" Mensch wird. Verkennt dabei allerdings, dass charakterliche Anlagen die über lange Jahre entwickelt und verfestigt haben, kaum von außen beeinflussbar sind. Vorallem, wenn der Gegenüber selbst keinen Mangel deshalb empfindet und damit ein eigener Änderungswille entsteht.


    Zudem kam Deine Angst vor erneuter Veränderung in Deinem Leben dazu. Es gibt viele Menschen, die ungern aus einem vertrauten Umfeld wegziehen und sich noch einmal unbekannten neuen Bedingungen stellen müssen. Das betrifft auch andere Bereiche des Soziallebens, sei es Wechsel von Arbeitsplatz, Arzt, Umzug sympathischer Nachbarn uvm.


    Wichtig ist, dass Du für Dich erkennen lernst, dass dieser Mann keine gute Perspektive bietet im partnerschaftlichen Zusammenleben. Er hätte Deine Grenzen der Akzeptanz stetig weiter zu seinen Gunsten verschoben. Daran hätte Du mit ein wenig "Zickerei" kaum etwas ändern können. Noch siehst Du Dich im Modus "Eigenverschulden", hätte ich doch dies oder das unterlassen oder besser ausgehalten usw. Das klingt aus Deinen Beiträgen deutlich heraus. Noch. ;-)


    Wenn Du Deine neue eigene Oase bewohnst, innerlich zur Ruhe kommst wird es sich zunehmend positiv verändern. Viel Glück für den neuen Mietvertrag, Daumen drück. :)* @:)

    Danke!


    Diese on/offs damals, als wir noch nicht zusammen wohnten, er kam deshalb immer wieder bei mir an weil ihm der Sex mit mir gefallen hat. Bei den Frauen bekam er wohl nicht das was er wollte.


    Der Sex zwischen uns war in der letzten Zeit ziemlich wenig. Aber ich dachte halt durch den Streß bei ihm.Früh um 6 aaufstehen und abends um 9 ins Bett fallen. Sex gab es dann meist Samstag früh. Aber er war schön.


    Ach man