Ich bin so traurig

    Hallo,


    ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Ich bin einfach so unendlich traurig, dass ich keine klaren Gedanken mehr fassen kann, ich nicht bündig beschreiben kann,w arum es mir so schlecht geht. Ich fühle mich nur gerade so unglaublich einsam, und gerade tut mir alles so weh, Körper, Geist, Psyche.


    Ich habe gerade das Gefühl, dass ich verspielt habe. Nichts mehr läuft...Uni nicht, Beziehung nicht, ich würde sie am liebsten beenden, damit das Leid ein Ende hat, aber dann würde ein neues beginnen, denn dann wäre ich wirklich komplett von allen verlassen, denn ich habe auch keine wirklichen Freunde mehr und meine Familie weiß von nichts, würde auch nicht verstehen. Und ich glaube, ich bin jetzt auch n9och unglücklich "verliebt". :°(


    Ich fühle mich so tot.


    Und gleichzeitig tut alles so unglaublich weh, dass ich mich am liebsten auf der Stelle ritzen würde, damit wenigstens das aufhört.


    Ich weiß auch nicht, ob man mir da jetzt raushelfen kann, denn ich glaub, ich befinde mich gerade in einem Zustand, wo mir Ratschläge, für deren Umsetzung ich mich anstrengen muss, nicht viel helfen, weil ich mich noch zu sehr im "Selbstmitleid" vergraben habe. Und ich gerade so unsäglich erschöpft bin von allem.


    Hat jemand Lust sich mit mir zu unterhalten, einfach über irgendein Thema, einfach so zur Zerstreuung? @:)

  • 36 Antworten

    Oh je, das sind ja wirklich ganz schön viele Baustellen im Moment bei Dir. Kann verstehen, dass Du Dich da überfordert fühlst :-(

    Zitat

    Ich weiß auch nicht, ob man mir da jetzt raushelfen kann, denn ich glaub, ich befinde mich gerade in einem Zustand, wo mir Ratschläge, für deren Umsetzung ich mich anstrengen muss, nicht viel helfen, weil ich mich noch zu sehr im "Selbstmitleid" vergraben habe. Und ich gerade so unsäglich erschöpft bin von allem.

    Kenne ich. Und es ist auch wichtig, dass Du Dir dieses Gefühl eine Zeit lang auch zugestehst. Es ist okay, wichtig ist nur, dass Du irgendwann dann auch wieder nach vorne schaust und versuchst, Lösungen zu finden - wenn Du wieder mehr Kraft hast.


    Worüber magst Du Dich denn gerne unterhalten :-)?

    Danke euch allen.

    @ StatusQuoVadis

    Zitat

    Und es ist auch wichtig, dass Du Dir dieses Gefühl eine Zeit lang auch zugestehst. Es ist okay, wichtig ist nur, dass Du irgendwann dann auch wieder nach vorne schaust und versuchst, Lösungen zu finden - wenn Du wieder mehr Kraft hast.

    Es ist phasenweise immer und immer und immer wieder so wie heute. Und zwischendurch denke ich mal, es ist besser, aber dann kommt wieder ein Tritt. Ich habe Angst. Vor der Zukunft, und dass es nie besser wird, trotz Therapie(n). Ich bin gerade so hoffnungslos. :°(

    Ich war in Therapie wegen Depressionen/Essstörungen/Ängsten usw, knapp 5 Jahre, die Stunden waren ausgeschöpft, eine Weile habe ich noch aus eigener Tasche bezahlt. Inzwischen könnte ich eine neue beantragen, aber ich halte die Wartemühle nicht aus...und ich habe aus beruflichen Gründen "Angst", eine weitere Therapie zu beginnen, weil das dann in meinen Akten vermerkt wäre. Außerdem...glaube ich nicht, dass ich besonders "therapiekompatibel" bin. :-(

    Ja, verstehe ich :-(. Es ist schrecklich, wie lange man hier in Deutschland so im Normalfall auf einen Therapieplatz warten muss.


    Mh, wäre vielleicht ein Therapeut / Coach etwas, den Du aus eigener Tasche zahlst? Das dürfte ja dann eigentlich nicht in den Akten vermerkt sein...oder. Habe ich mal eine kurze Zeit lang gemacht. Das wurde nach jeder Stunde bar bezahlt und im Prinzip wusste keiner was davon (also Krankenkasse oder so).


    Gibt es denn irgendwas in Deinem Leben, was gerade Positiv ist? Irgendwas Schönes? Irgendein kleiner Lichtblick?

    Zitat

    Mh, wäre vielleicht ein Therapeut / Coach etwas, den Du aus eigener Tasche zahlst? Das dürfte ja dann eigentlich nicht in den Akten vermerkt sein...oder. Habe ich mal eine kurze Zeit lang gemacht. Das wurde nach jeder Stunde bar bezahlt und im Prinzip wusste keiner was davon (also Krankenkasse oder so).

    Im Prinzip würde ich das sehr gerne so machen, nur geht es finanziell gerade eher schlecht, weil ich zurzeit mehr Kosten als Einnahmen habe (Jahresendabrechnung Strom/Gas, Reparaturen, Weihnachten, bald wieder Langzeitstudiengebühren...), zumindest geht das noch ein Weilchen so. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr in diesem Bereich besser wird.

    Zitat

    Gibt es denn irgendwas in Deinem Leben, was gerade Positiv ist? Irgendwas Schönes? Irgendein kleiner Lichtblick?

    Ja. Ich hab jetzt aufgehört zu heulen. :-)


    Mir fällt gerade auf, dass ich zuvor einen Teil deiner Fragen vergessen habe zu beantworten: ich habe - neben anderen Sachen - auch meine Schilddrüse im Verdacht, da einfach ein paar Symptome auf eine Unterfunktion hindeuten könnten (Stimmungsschwankungen, Frieren, trockene Haut, brüchige Haare). Seit etwa zwei Jahren will ich die mal checken lassen, kann mich aber nicht aufraffen, mich zu informieren und das ganze in die Wege zu leiten..

    Zitat

    Ich weiß auch nicht, ob man mir da jetzt raushelfen kann, denn ich glaub, ich befinde mich gerade in einem Zustand, wo mir Ratschläge, für deren Umsetzung ich mich anstrengen muss, nicht viel helfen, weil ich mich noch zu sehr im "Selbstmitleid" vergraben habe.

    Dann schreib einfach drauflos. Nimm deinen Faden als eine Art "antwortendes Tagebuch" und kotz dich aus.

    Zitat

    Ich habe gerade das Gefühl, dass ich verspielt habe. Nichts mehr läuft...

    ich denke solche Tage kennt jeder. Aber irgendwann geht es dann auch wieder besser.


    Was läuft in deiner Beziehung schief? Was macht dich da unglücklich?

    Zitat

    Im Prinzip würde ich das sehr gerne so machen, nur geht es finanziell gerade eher schlecht, weil ich zurzeit mehr Kosten als Einnahmen habe (Jahresendabrechnung Strom/Gas, Reparaturen, Weihnachten, bald wieder Langzeitstudiengebühren...), zumindest geht das noch ein Weilchen so. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr in diesem Bereich besser wird.

    Ja, es ist leider nicht ganz billig, das stimmt :-(


    Dann hoffe ich, dass Du das nächstes Jahr wirklich in Anspruch nehmen kannst :)*


    Dass Du Vitamin D nimmst, ist super! Ich glaube, es dauert aber ein bisschen, bis es wirklich wirkt.


    Und ja, die Schilddrüse kann auch für Depressionen verantwortlich sein.


    Einen guten Tipp, wie Du das nun endlich in Angriff nehmen kannst, habe ich aber leider nicht. Ich schiebe sowas leider selbst gerne sehr lange vor mich her. Da hilft leider wirklich nur "einfach machen".


    Hast Du denn einen Hausarzt? Oder Frauenarzt? Vielleicht würde es für's Erste reichen, wenn die mal testen. Und wenn wirklich etwas Auffällig sein sollte, kannst Du immer noch nach einem Facharzt schauen.

    Ich kann dir nur dringend empfehlen die Schilddrüse checken zu lassen...und alle andren blutwerte mit.


    Die Zeit muss man sich nehmen. Termin beim Hausarzt machen inkl. Blutabnahme und dann 1 Termin zur Auswertung. Das ist ca. 1 Stunde in 2-3 Wochen...die muss man sich nehmen.


    Wenn es die Schilddrüse ist, ist es nämlich sehr wahrscheinlich relativ leicht behandelbar und mit den richtigen Medikamenten fühlst du dich wie ein neuer Mensch.

    Zu Vitamin D siehe dir das an


    Meine Empfehlungen sind eigentlich ziemlich simpel und strengen auch nicht an: Gehe in den Wald (warm genug anziehen), setze dich irgendwo an einer Lichtung hin, wo genügend Licht auf deinen Körper scheint, schließe die Augen und höre die Geräusche der Bäume, höre die Vögel, dann irgendwann weiterspazieren und versuche Pflanzen, Tiere (auch Insekten, Vögel, ...), Pilze, ... zu beobachten. Wenn du in der Nähe eines Baches oder Sees wohnst, setze dich dort in der Nähe auf eine Bank und schließe die Augen- träume ...


    Oder lege dir Musik auf- kann auch laut sein- schließe die Augen.


    Ziehe dir Sportschuhe an und laufe irgendwo lang- nimm dir dabei nichts vor, wieviel du läufst und wie lange du läufst ist mehr oder weniger egal. Schwimmen ist auch gut oder einfach in die Sauna ...


    Viel Bewegung unter Tageslicht (auch wenn der Regen nieselt oder der Himmel bedeckt ist- UV-Strahlung geht durch die Wolken durch) ist gut und wichtig ...




    Beim Studieren kommt es nicht unbedingt darauf an, möglichst viel und lange zu arbeiten, wichtig sind vielmehr hinreichend lange und häufige Phasen der Spannung, der Konzentration auf das Lernen- gut ist, wenn man hinreichend neugierig dabei ist: wie ist das eigentlich und warum ist das so?


    Lerne nicht, weil du bestehen willst oder weil du eine bestimmte Note erreichen willst, sondern weil du es verstehen willst, weil du es wissen willst ...


    Wichtig sind aber auch hinreichend lange und häufige Phasen der Entspannung- Nichtstun, Umherschlendern, ablenken, Film gucken, lesen, schlafen und träumen (es wäre schön wenn, ...) ...




    Zum Geldproblem: Kannst du dir irgendwo einen Nebenjob suchen (Kellnern, Regale einräumen, Küchenhilfe, ...?


    Zum Liebesproblem: Das lässt sich schlecht lösen und da kann ich dir leider auch nicht weiter helfen ...

    Jetzt hat es doch ein bisschen länger gedauert.

    @ Xirain:

    Danke, dass du mir so Mut machst, indem du schreibst, was ich dafür tun muss. In meinem Kopf wurde selbst das zu einem Riesenakt. {:( Jetzt muss ich mir "nur" noch einen Hausarzt suchen.

    Zitat

    Wenn es die Schilddrüse ist, ist es nämlich sehr wahrscheinlich relativ leicht behandelbar und mit den richtigen Medikamenten fühlst du dich wie ein neuer Mensch.

    Hast du damit Erfahrung? Ist der "Wechsel" wirklich so krass?

    @ sensibelman

    Auch dir danke ich für deine Vorschläge.


    Leider ist die Doku momentan nicht verfügbar, aber vielleicht klappt es ja später. Ich werde darauf zurückkommen.

    Zitat

    Gehe in den Wald (warm genug anziehen), setze dich irgendwo an einer Lichtung hin, wo genügend Licht auf deinen Körper scheint, schließe die Augen und höre die Geräusche der Bäume, höre die Vögel, dann irgendwann weiterspazieren und versuche Pflanzen, Tiere (auch Insekten, Vögel, ...), Pilze, ... zu beobachten. Wenn du in der Nähe eines Baches oder Sees wohnst, setze dich dort in der Nähe auf eine Bank und schließe die Augen- träume ...

    Das ist etwas, das ich sehr gerne tue. :)z Am 24., nur wenige Stunden bevor es mir plötzlich so schlecht ging, war ich noch mit meinem Rad draußen und bin durch die Sonne gefahren. Momentan ist es ja eher neblig, aber auch das liebe ich, manchmal hilft ja schon die frische, kalte Luft, oder die Bewegung.


    Tagelang habe ich vergeblich versucht, mich zum Laufen zu bewegen - das tue ich normalerweise regelmäßig. Ich war zu lethargisch die Kontaktlinsen einzusetzen...konnte mich nicht aufraffen, mein Sportzeug zusammenzusuchen...


    Gestern Morgen habe ich es dann geschafft, weil ich mich anhand deiner Worte einfach dazu "gezwungen" habe. :-) Es war nicht mein schönster Lauf, es war teilweise echt anstrengend, weil die Psyche es mir schwer gemacht hat, in meinen üblichen "Meditationszustand" zu kommen, wo ich einfach laufe, laufe, laufe, ohne Erschöpfung.


    Ich bin durch den Matsch, über Schotter, durchs Laub getrampelt, die kalte Lust hat in der Lunge gezwiebelt, die Musik dröhnte bis zum Hirn, es hat lange gedauert bis die Muskeln warm wurden, ich habe eigentlich den ganzen Lauf unterschwellig gefroren, und als ich dann endlich unter der Dusche stand, fing die Haut durch die plötzliche Wärme fürchterlich an zu jucken.


    Und dann war ich ganz bei mir. ;-D


    Du hast absolut recht, Bewegung, egal ob langsam, moderat oder schnell, tut gut. Nur manchmal vergesse ich das, oder kann mich dennoch nicht motivieren.


    Jetzt muss ich nur den Dreh rauskriegen, und das auf meine Uniarbeit übertragen.

    @ all:

    Ich danke euch für eure Worte! @:) @:)

    Das habe ich vergessen:

    Zitat

    Zum Geldproblem: Kannst du dir irgendwo einen Nebenjob suchen (Kellnern, Regale einräumen, Küchenhilfe, ...?

    Normalerweise komme ich mit meinem Geld sehr gut zurecht. Ich hatte mir sogar ein Sicherheitsfinanzpolster angespart. Nur kamen in den letzten Monaten ein paar Kosten auf mich zu, mit denen ich nicht gerechnet hatte, z. B. plötzliche nötige Reparaturen, oder die Höhe meiner Jahresendabrechnung, oder es waren halt Posten, die auch für ein solides (Studenten-)Finanzpolster einfach hoch sind (Langzeitstudiengebühren). Ich werde das alles irgendwie wuppen können, nur wäre jetzt ein Psychotherapeutenhonorar nicht drin.


    Ich habe bis vor ein paar Monaten noch gearbeitet, wollte dann aber kürzer treten, damit ich mich voll und ganz auf meine Masterarbeit konzentrieren kann. So hatte ich schlagartig eine Menge Zeit, aber dann kam schleichend die Depression...weil ich durch die Arbeit Kontakte zur "Außenwelt" hatte, die mir jetzt total fehlen.


    Ich muss mich halt am Schopf packen.