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    Warst Du denn zwischenzeitlich nochmal bei der Nachkontrolle?


    Manchmal muss bei der Gabe des Thyroxin ja evtl nochmal etwas angepasst werden, wenn Du Dich wieder schlechter fühlst?

    Ja war ich. War auch meine Hoffnung dass man da nurn bissl an der Dosis nachjustieren müsste. Die Werte waren aber in Ordnung.

    Ein Update:


    Ein paar Sachen von meiner Liste habe ich jetzt inzwischen umgesetzt:


    *Ich habe die Selbsthilfegruppe (Essstörungen) kontaktiert und bereits letzte Woche (und diese Woche) an den Gruppentreffen teilgenommen. Vor der ersten Teilnahme gab es ein Vorgespräch, wo mir geraten wurde, ich sollte mich ärztlich mal durchchecken lassen, also Blutbild, Überprüfung der Schilddrüse, Untersuchung von Mund und Rachen beim HNO-Arzt sowie Kontakt zu einer psychologischen Beratungsstelle aufnehmen.


    *Ich habe bei der psychologischen Beratungsstelle angerufen, und stehe jetzt erstmal auf der Warteliste. Sollte das klappen und ich mehrere Termine bekommen, wäre das absolut toll, denn aus beruflichen Gründen kann ich es mir nicht leisten, einen Vermerk über psychische Probleme in meiner Krankenakte zu haben. Bei der Beratungsstelle wäre das alles nicht gegeben, und trotzdem wird einem dort geholfen. :-)


    *Ich habe gestern ein großes Blutbild (auch mit Augenmerk auf Schilddrüsenerkrankungen) machen lassen und heute die Ergebnisse bekommen: alle getesteten Werte sind 100%ig. Die Ärztin meinte sogar am Telefon, sie sehe es selten, dass jemand so Top-Werte in allen Bereichen habe. - Wie das zustande kommt, kann ich mir so ganz nicht erklären. Mir ging's die letzten Wochen teilweise so mies, dass ich bis auf das Frühstück alle Mahlzeiten ausgek..... habe. ":/ Aber nun. Ich will mich dann mal freuen, dass mein Körper das verzeiht.


    *Ich habe zu einer Kollegin Kontakt aufgenommen. Ich will meinen alten Job wiederhaben; davon verspreche ich mir, dass ich durch den Kontakt mit der Arbeitswelt wieder in mein Masterthema reinfinde. Leider hat sie sich noch nicht bei mir gemeldet. Das ist einigermaßen komisch, aber ich vermute, dass gerade beruflich bei ihr der Bär steppt. Ich warte also noch ab.


    *Meine finanzielle Situation hat sich gebessert. Ich habe es tatsächlich geschafft, ein paar Schulden einzutreiben, und jetzt ist mein Konto in einem seeehr erfreulichen Plus. ;-D Jetzt geht es nur darum, noch ein wenig hauszuhalten und dann bin ich - nach Weihnachten- sehr wahrscheinlich saniert.


    * Last but not least: Ich habe mich ja längere Zeit nicht bei meinem "Schwarm" gemeldet, und so kam er auf mich zu. Wir hatten eine ganz gute Unterhaltung. Und ich glaube, ich fange an, das Ganze zu verdauen.


    *Ich habe ein paar Schritte unternommen, alte Kontakte wieder aufzunehmen. Hier darf ich jetzt nur nicht wieder die Puste verlieren.


    Ja. Ich hab ein paar Sachen geschafft. Jetzt muss es mir nur psychisch wieder besser gehen. Das will irgendwie immer noch nicht so ganz, aber es geht mir schon besser als vor 3 Wochen.

    Hallo :-)


    da warst Du ja sehr erfolgreich und finde, Du kannst stolz auf Dich sein :)^


    Ich wünsche Dir, dass die Gruppentreffen Dir etwas helfen (wie ist denn Dein Gefühl zu der Gruppe?) und dass Du auch schnell ein paar Termine bei der psychologischen Beratungsstelle bekommst.


    Es ist bemerkenswert, dass bei Dir körperlich alles in allerbester Ordnung ist - oft kommen psychische Probleme tatsächlich daher. Aber sieh es positiv, es ist doch auch schön zu wissen, dass Du gesund bist. Das ist eigentlich sowieso das Wertvollste....


    Drücke Dir auch dafür die Daumen, dass Du Deinen alten Job wieder bekommst. Der scheint ja wirklich wichtig gewesen zu sein. Glaube aber auch, dass viele Menschen so kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel nochmal richtig im Stress stecken...muss also nichts Negatives heißen :-)


    Würde mich freuen, wenn Du uns weiter auf dem Laufenden hältst @:)

    Hallo StatusQuoVadis,


    jetzt hat es doch wieder etwas gedauert, bis ich mich melde.


    Es ist gerade so komisch. Es läuft eigentlich alles ganz gut:


    *Wie es aussieht werde ich im Neuen Jahr wieder in meinem Job anfangen können - meine Kollegin, die ich diesbezüglich kontaktiert habe, schrieb mir sogar, dass ich gefehlt habe. :-)


    *Meine Eltern bestärken mich darin, mir einen Hund anzuschaffen, wo sie sonst eher der Meinung sind, ich sollte mich in erster Linie auf mein Studium/Arbeit konzentrieren, den Spaß hinten anstehen lassen.


    *In der Gruppe wird mir konstruktiv geholfen, ich habe nicht mehr das Gefühl komplett allein dazustehen. ABER: ich bin mit meinen 28 Jahren teilweise doppelt so alt wie die anderen Teilnehmerinnen; bisher stört mich der Alterunterschied inhaltlich kaum - es gibt zwei psychologisch geschulte Moderatorinnen und eine Ehemalige/"Geheilte", die ihre Erfahrungen/Ratschläge/Beobachtungen mit einbringt, alle Drei zusammen verstehen es sehr gut, die Gruppe souverän zu leiten, sie sind eingespielt. Wir sind somit überaus gut betreut. :)z


    Was nun dennoch einen gewissen Wermutstropfen für mich darstellt: die Mädels dort wissen meinen angestrebten Beruf, in dem ich durchaus eine "Vorbildfunktion" für junge Menschen haben sollte. Und dann bin ich in dieser Gruppe, 28-jährig, und zeige mich "schwach", krank, nicht selbstbewusst. Insgesamt glaube ich auch, dass ich die verkorksteste Person in der Gruppe bin, das ist natürlich nur ein Eindruck. Aber so mache ich mir auf der einen Seite irgendwie Vorwürfe, dass ich die Hoffnung der Mädels auf eine Genesung mit meinem Beispiel hemme/nehme. :|N Und auf der anderen tue ich mich auch verdammt schwer damit, mich "schwach" zu zeigen, wo ich doch selbstbewusst auftreten müsste. :-/


    Ich überlege, ob es nicht besser ist, meine Gedanken etc. nur in "zensierter" Weise zu äußern.


    Vielleicht klingt es blöde, vielleicht ist das auch verkehrt so zu empfinden/denken, aber irgendwie ist dieses Teufelchen immer unterschwellig im Raum.


    Ich werde wohl nochmal privat mit den beiden Leiterinnen darüber kommunizieren...

    Ich habe jetzt mal konkreter darüber nachgedacht, warum es mir aktuell so besch... ging/geht.


    Sehr komprimiert dargestellt, läuft so ziemlich alles auf meine momentane Lebenssituation und meine Partnerschaft hinaus.


    Wir sind seit fünfeinhalb Jahren zusammen, und ich habe das Gefühl, dass keine weitere Entwicklung mehr möglich ist, wir uns in und auswendig kennen, es nichts Neues, keine Überraschungen mehr gibt. Hinzu kommen ein paar charakterliche und alterstechnische Unterschiede zwischen uns, die es zumindest für mich unvorstellbar machen, gemeinsam etwas für die Zukunft zu planen. Wenn ich ehrlich bin...wusste ich das schon bevor ich mich auf ihn eingelassen habe, ich habe ihn damals schon nicht "geliebt". Jedenfalls nicht so. Ich mochte ihn, er hat mich fasziniert, ich mag ihn immer noch (sehr). Aber die Beziehung fühlt sich an wie ein zu kleiner Schuh, wenn ich das mal mit einem Bild umschreiben darf.


    Warum ich dann noch immer bei ihm bin? - Aus berechnendem Egoismus. :|N:-(


    Mir fehlt das soziale Netz, das mir den Rücken stärken würde, ohne dieses habe ich Angst, dass ich es nicht schaffe.. Ich habe zwar einige Kontakte und Bekanntschaften, aber keine/r davon wird dem Anspruch an eine Freundschaft gerecht, es fehlen mir die Vertrauensbasis, die Tiefe, die "Wellenlänge". Mein Partner ist somit mein einziger "wirklicher" Kontakt, ihm konnte ich ein paar Sachen erzählen, was ich bei anderen nicht konnte, nicht mal meinem Therapeuten. Wenn es ihn nicht mehr gibt, bin ich allein, so sieht meine pessimistische Fantasie das (und ganz so weot hergeholt ist es nicht). Und so verharre ich (noch eine Weile) in dieser schwer erträglichen Situation, aus Feigheit, Bequemlichkeit.


    Und dann kam der andere. Der mich auch ungemein fasziniert hat, einen frischen Wind in mein Leben gebracht hat, wo ich mich der Hoffnung hingegeben hatte, dass es eine "Freundschaft" werden könnte, denn eine Freundschaft wünsche ich mir wirklich sehr. Das zu hoffen, war natürlich absoluter Blödsinn, es sprechen zu viele Dinge dagegen, allein die Distanz von mehreren hundert Kilometern. Aber vor allem, stelle ich momentan - und das sehe ich ganz klar - nicht gerade eine attraktive Persönlichkeit dar, mit der man gerne befreundet sein möchte.


    Und dennoch habe ich mich da dankbar in etwas reingesteigert, ich habe geschwärmt, weil es so schön war.


    Schon bei meinem Eingangspost hatte ich das unterschwellig im Hinterkopf, und inzwischen bin ich so weit, dass ich weiß, meine "Schwärmerei" galt nicht ihm als Person, sondern ist meiner Lebenssituation geschuldet, in der ich nach einem "Strohhalm" gesucht habe. :-/


    Mit dieser Erkenntnis bin ich einen Schritt weiter, aber ich habe das Gefühl, dass sich jetzt eine ziemlich negative Seite von mir offenbart. Damit muss ich mich auseinandersetzen.

    Zitat

    Mit dieser Erkenntnis bin ich einen Schritt weiter, aber ich habe das Gefühl, dass sich jetzt eine ziemlich negative Seite von mir offenbart. Damit muss ich mich auseinandersetzen.

    selbsterkenntnis ist der erste schritt zur besserung :)z ;-) *:)