Die Heimat ist dort, wo das Herz zuhause ist.


    Und die Liebe zur Wohnheimat ist tiefer verwurzelt als zu irgendeinem Partner.


    So ist es jedenfalls bei mir. Das weiß man aber erst, wenn man die Heimat verloren hat.

    Zitat

    Die Heimat ist dort, wo das Herz zuhause ist.

    und mein herz ist bei meinem mann zuhause!

    Zitat

    Und die Liebe zur Wohnheimat ist tiefer verwurzelt als zu irgendeinem Partner.


    So ist es jedenfalls bei mir. Das weiß man aber erst, wenn man die Heimat verloren hat.

    oder wenn man seine große liebe noch nicht gefunden hat?

    @ Rübensüßchen

    Zitat

    das war auch nur eine Idee

    Und das war nur meine Meinung dazu. ;-)



    Zitat

    Die Heimat ist dort, wo das Herz zuhause ist.

    Für den einen ist das eben eine Person, für den anderen ein Ort.

    Zitat

    Und die Liebe zur Wohnheimat ist tiefer verwurzelt als zu irgendeinem Partner.

    Ansichtssache und nicht allgemein gültig.

    Ich glaube, dass man das alles gar nicht einschätzen kann wenn man noch nie weiter weg gezogen ist. Ich war auch immer der Meinung, meine Heimat werde ich nie verlassen.


    Aufgrund eines Jobs meines Partners hab ich es dann unter vielen Tränen doch gemacht. Und was soll ich sagen? Ich hätte es ja nie gedacht, aber in der neuen Heimat fühle ich mich angekommen, zu Hause. Ich würde nie wieder zurück wollen.


    Deshalb mein Tipp: ausprobieren. Zieht dann so um, dass deine Familie trotzdem noch erreichbar ist. Und in der neuen Heimat habt ihr ja dann seine Familie als Hilfe.

    Ich bin damals mit meiner Frau aus der gemeinsamen Heimatstadt weggezogen. Ich wollte es mehr als sie (wir hätten theoretisch auch bleiben können, auch wenn es etwas umständlich gewesen wäre). Aber schon nach 5 Jahren haben wir uns hier so wohl gefühlt, dass wir hier in der Region nach einem Eigenheim Ausschau gehalten haben. Schlussendlich fanden wir sogar genau in der Stadt, wo wir damals hingezogen sind, unser Plätzchen für immer. Mittlerweile leben wir länger hier als in unserer ursprünglichen Geburtsstadt, die uns zwischenzeitlich fremd geworden ist. Hier sind wir zuhause, weil wir es zu unserem Zuhause gemacht haben.

    Danke für eure Antworten! @:)


    Ich fange mal oben an und gehe größtenteils als Text auf eure Beiträge ein, einiges überschnitt sich ja :-) :


    Wir sprechen über das Thema, aber mein Partner hat da halt nicht so viel Spielraum was den Berufsort angeht. Er ist jetzt seit 3 Jahren ungefähr hier oben von seiner Firma aus eingesetzt worden, das läuft aber so langsam aus und vermutlich würde er spätestens Ende des Jahres woanders eingesetzt werden, wenn es ganz dumm läuft schon im Spätsommer. Das kann deutschlandweit sein und würde ziemlich sicher auch auf eine Wochenendbeziehung rauslaufen. Ihm gefällt aber weder sein Arbeitsort, noch seine eigentliche Firma (mehr), sodass er woanders fest arbeiten möchte, was ich sehr gut verstehen kann. So oder so geht die Zeit hier oben langsam zu Ende, sofern er nicht vorher festangestellt irgendwo unterkommt, was aber einem kleinen Wunder gleichen würde. Kompromisse gibt es in der Hinsicht nicht, er hat das studiert und seinen Dipl.-Ing. darin gemacht.


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    Von NRW nach Ostfriesland ist es ein Katzensprung.

    Nein, das ist eine Autofahrt von drei Stunden. Das ist für mich kein Katzensprung, erst recht nicht wenn man freitags 3 Stunden fahren muss und sonntags auch schon wieder. Furchtbar viel verschwendete Lebenszeit... Dazu kommt, dass wir zwei Hunde haben, die müssten jedes mal mit und die Strecke fahren.

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    Um welche Region geht es denn genau?

    Bei Detmold ist das. Die Nähe zur Niedersachsengrenze ist für mich aber kein Trost, falls das jetzt kommt. ;-D Klar ist NRW auch schön, gerade die "Berge" gefallen mir zeitweise, aber es ist für mich ein sehr seltsames Gefühl nicht so weit gucken zu können. Wirklich, ohne dass ich mich jetzt anstelle oder so. Es fühlt sich für mich einengend an zwischen den Bergen (für mich sind es welche) da zu leben. Ans Radfahren mag ich da gar nicht erst denken... :-o


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    Mit "Wasser" meinte ich das Meer und die Strände. x:)


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    Vielleicht kann er Dich finanziell unterstützen, oder das Bahnticket übernehmen oder Spritkosten.. oder wie auch immer.

    Das ist kein Thema, wir teilen unser Geld nicht auf. Ich muss aber auch nicht allein auf 120 qm wohnen bei einer Miete, die fast mein Einkommen verschlingt. Und wenn er da unten auch eine Wohnung braucht...


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    Wer weiß wie lange ihr in NRW bleibt, (und wo vorallem NRW ist rieeeeesig) sei etwas offener neuen Möglichkeiten gegenüber. Hinterher fahrt ihr euch im Norden nach ein paar Jahren fest und bereut es.

    Davor habe ich Angst. Ich möchte meinem Partner keine Chance verbauen, meinen Job dagegen könnte ich überall ausüben... Soweit der Verstand. Das Herz sagt aber etwas anderes und dann bekomme ich ein schlechtes Gewissen.


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    Er will nen neuen Job, weil er sich in seinem aktuellen nicht wohl fühlt, bei dir stimmt alles...

    Ja, bis auf den kleinen Teil, dass mein Gehalt im Gegensatz zu seinem lächerlich ist und man darauf kein Leben aufbauen kann. Es geht bei uns nicht ums Geld, aber Tatsache ist nun einmal, dass er der Hauptversorger ist, wenn man es so nennen möchte. Ich arbeite derzeit allerdings auch nicht 40 Stunden, das haben wir gemeinsam so beschlossen. Aber auch bei 40 Stunden wäre mein Gehalt noch hart an der Grenze.


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    Eine Trennung kommt nicht infrage und daran habe ich auch nicht eine Sekunde lang einen Gedanken verschwendet. Mir würde es das Herz brechen meinen Partner ganz ziehen zu lassen, selbst eine Wochenendbeziehung ist für mich kaum vorstellbar. Wir leben seit mehreren Jahren zusammen, ich empfinde es ja schon als schlimm wenn er mal am Wochenende weg ist oder unter der Woche zu einem Seminar.


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    Ich glaube, dass man das alles gar nicht einschätzen kann wenn man noch nie weiter weg gezogen ist.

    Ich bin für die Ausbildung 100 km weggezogen. Ich wurde hier an meinem jetzigen Wohnort geboren, dann sind meine Eltern als ich ein Kleinkind war mit mir die 100 km weggezogen, und ich bin erst mit der Ausbildung allein zurückgekommen. Hier lebt aber der Rest meiner Familie, es war mir also nicht gänzlich fremd.


    Was meinen Freund angeht, er hat hier keine Familie, aber Bekannte und meine Familie vergöttert ihn quasi. Meine Familie ist seine Familie, das sehen alle so. Einen großen Freundeskreis haben wir beide nicht, ist auch nicht so unser Ding, aber Bekanntschaften und Sozialkontakte haben wir durchaus.


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    Aber schon nach 5 Jahren haben wir uns hier so wohl gefühlt, dass wir hier in der Region nach einem Eigenheim Ausschau gehalten haben.

    Wir haben uns hier eigentlich auch schon Häuser zum Kauf angeguckt... Das richtige war aber noch nicht dabei. Nun sucht er da unten schon mal ein bisschen rum.


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    Ich bin so zerrissen... Ich könnte ihn nie alleine lassen bei seinem Neustart, aber der Gedanke hier wegzuziehen verursacht mir jedes Mal einen dicken Kloß im Hals. Ist das schon ein First-World-Problem? :°(

    Ja gut, also was soll man da noch sagen ? Du willst nicht aus deiner Heimat weg, sagst aber auch das es keinen Kompromiss bei seinem Job geben kann und das ne Trennung nicht in Frage kommt. Bleibt also nur das du völlig zurück steckst und mit ihm umziehst in der Hoffnung das du dich daran gewöhnst / damit abfindest und du dort nicht all zu unglücklich bist.


    Oder du redest eben doch mit ihm und stehst für das ein was du fühlst (nämlich das du dort wohnen bleiben möchtest) und das er sich in dem Fall bewegen und an einer Lösung mitarbeiten muss.

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    Und die Liebe zur Wohnheimat ist tiefer verwurzelt als zu irgendeinem Partner.

    Nein ist sie nicht. Das mag stimmen, solange man die Partner wechselt wie seine Hemden. Wenn man mit dem "Einen" zusammenlebt, schafft man neue Wurzeln und der gemeinsame Ort wird zur Heimat.

    Zitat

    Ist das schon ein First-World-Problem?

    Was ihr jetzt habt ist ein Konflikt, den viele Paare kennen, die sich ein gemeinsames Leben aufbauen wollen. Die Frage ist ja, was ist in so einer Konstellation das kleinere Übel. Da hilft nur reden, reden, reden und alle für und wider abwägen, wenn dein Freund meint, was gefunden zu haben. Hört sich bescheuert an, aber die anstehende Entscheidung kann Euch niemand abnehmen.


    Ich wünsche Euch, dass ihr beide ein Plätzchen (und Jobs) findet, mit dem ihr beide leben könnt.

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    Ist das schon ein First-World-Problem?

    Irgendwie schon. Ich kenne viele Menschen, die sich nochmal 100km oder mehr aus der Heimat wegbewegt haben, bevor sie wirklich sesshaft wurden. Manche überschreiten gar Grenzen und Kontinente. Eine solche Entscheidung sollte natürlich gut überlegt sein - aber gerade wenn man noch jung ist, ist dies eine Chance. Mehr zu sehen, mehr zu kennen, sich auch strategisch besser für das Leben aufzustellen (z.B. guter Job, Infrastruktur, Wohnkosten). Man fängt zwar von vorne an, aber wenn man noch 50 Lebensjahre vor sich hat (oder mehr) ist das doch kein Problem. Ab dem 40. Lebensjahr oder wenn man immobil geworden ist, wird so etwas immer schwieriger. Wenn, dann überlegt jetzt, wo ihr eure Zukunft verbringen möchtet. Und nicht in 10 Jahren.

    Die Antwort hast du dir doch schon gegeben. Du willst dich nicht trennen, also wirst du wohl deinem Freund folgen müssen, wenn er mehr Geld verdient als du, sollte das ausschlaggebend sein für ein gemeinsames Leben mit Kindern und Co.


    Hier wirst du viele Antworten bekommen, der eine findet NRW Klasse, andere nicht, da ist wie der eine mag lieber Schokolade und der andere Gummibärchen.


    Ich komme auch aus dem ganz hohen Norden und weiß was du meinst. Ich bin Reisemäßig schon unterwegs gewesen in Deutschland, es gibt vieles tolle Ecken wo ich mich gerne aufhalte. Aber ich vermisse jedesmal die Küste, es ist ein komisches Gefühl, zu wissen es gibt hier keinerlei Möglichkeiten ans Meer zu fahren-München z.B, Sachsen Anhalt usw. die Sommer sind unerträglich heiß, ein wahnsinns Unterschied, hier im Norden haben wir frische Luft, woanders ist es so stickig und hitzig. Das sind jedesmal meine Gedanken, ohne das ich bewusst dran denken möchte, mir fällt es einfach auf in meiner Wahrnehmung, Körperlich.