Wenn ich darüber nachdenke, würde ich vermutlich nicht einmal aus meiner Heimatstadt wegziehen. Für mich ist Heimat da, wo ich mich wohl fühle, wo ich aufgewachsen bin und wo meine Familie ist. Einmal Ruhrpottkind -> immer Ruhrpottkind. :)z


    Wobei ich sagen muss, dass von der Mentalität her die "Nordlichter" und die "Pottler" ganz gut zusammen passen.


    Mein Rat ist: Wenn ihr euch beide dort oben im Norden wohl fühlt, dann würde ich eher beim Job Kompromisse eingehen, anstatt beim Wohnort.


    Darf man fragen, was dein Freund beruflich genau macht, dass es so schwer ist, bei euch in der Region eine Stelle zu finden?

    .. bei mir war es umgekehrt - allerdings nicht aufgrund einer Beziehung. Ich bin von NRW in den Norden gezogen. Am Anfang wurde mir ganz schwindelig von dieser Weite. ..Und der langweiligen Flora.


    Manchmal vermisse ich auch noch die Kurven und die Überraschungen, die nach jeder Kurve oder jedem Hügel auftauchen können. Jedes Mal ein ganz neues Bild. Hier, zumindest jenseits der Städte, weiß man ja schon 30min vorher, wer zu Besuch kommt. Und dann diese ganzen Patchwork-aneinander-gereihten Feld-Rechtecke.. *gähn*


    Aaaber: ich wohne inzwischen sehr gerne hier. Kann mir sowohl vorstellen, zu bleiben, als auch zurückzuziehen. Ich denke, es ist wichtig, positiv und offen zu sein und sich dort den Lebensmittelpunkt aktiv zu schaffen, wo man wohnt. Ich sehe es daher als eine Frage der Einstellung - und an der könntest Du arbeiten - ganz positiv als Möglichkeit gemeint. @:)

    Ausgerechnet Detmold... das ist zwar NRW, aber weder Rheinland noch Westfalen, grenzt allenfalls an Ostwestfalen, was ja auch, wie der Name schon sagt, eigentlich nix rechtes sein kann, weder Fisch noch Fleisch. Hinter der niedersächsischen Grenze hat man es nur zu Rattenfängern gebracht und die einzige größere Stadt in der Nähe existiert nur in einer Verschwörungstheorie.


    Im Norden existiert wohl die einzige Stadt, durch die man den Verkehr einer stark befahrenen vierspurigen Autobahn und europäischen Hauptverkehrsachse mitten durch die Stadt leitet, mit vielen Ampeln, und da seit Jahrzehnten nichts dran ändert, wahrscheinlich, weil sich einfach kein Schwein für diese Gegend interessiert, weder Rheinländer noch Westfalen. Ostwest-falen-Lippe halt, wer lebt da schon, wer will da etwa hin? Da will man nur durch... von Amsterdam, den Niederlanden und dem Ruhrpott nach Hannover, Berlin und Polen und retour.


    Im Süden gibts einen Flughafen, durchaus einer der mir am nächsten gelegenen, aber abgesehen davon, dass da nur alle Jubeljahr mal ein Flieger abhebt, käme ich nie auf die Idee, von da abzufliegen: Da komm ich ja besser nach Düsseldorf, Amsterdam, Hannover oder Bremen, zwar alles weiter weg, aber wenigstens erreichbar.


    Und damit sind wir wohl beim Hauptproblem: Den fehlenden Verkehrsverbindungen. Von dort aus kommst du wohl nach Hannover oder nach Dortmund, also in Ost-West-Richtung gehts (kein Wunder, grenzt ja an Ostwestfalen). Aber nach Norden, Richtung Fischköppe... ja wie denn?


    Vom Rheinland und Westfalen kommt man via A31 und A1 prima in den Norden, aber Detmold ist ja mitten zwischen A1 und A7, soll man da etwa die Landstraße hoch nach Norden?


    Wenn man die A1 erreichen will, etwa via A2 nach Bad Oeynhausen und dann auf der A30/E30 quer durch die Tausend Ampeln von Bad Oeynhausen quälen? Oey, da hätt ich aber keinen Bock drauf... Aber die A33 baut ja auch seit Jahrzehnten keiner fertig, wenn man da längs will, hat man den Kaffee schon nach den ersten 50 km auf, bevor man in Osnabrück die A1 erreicht.


    Luftlinie ist das nicht weit zur Nordsee, aber kein Wunder, dass du auf diese Weltreise, zu der das mangels Verkehrsverbindungen wird, keinen Bock hast.


    Nee, nee, nee... kein Wunder, dass die Bielefeldverschwörung sich auf Bielefeld bezieht, das ganze ist ne Gegend, da kommt man einfach nie hin, das kennt keiner, und wenn man doch mal hin muss, dann flucht man wegen der Verkehrswege, die noch weniger existieren als Bielefeld selber.




    OK, nun mal im Ernst: Ich versteh dich schon. Aber irgendwo muss die Kohle ja herkommen. Ich fürchte, in den sauren Apfel musst du beißen. Und ja, die Verkehrsverbindungen sind ätzend. Aber man muss sich da sagen, es ist halt nur eine Stunde nach Osnabrück. Zwar quälend langsam, ätzdende Fahrerei über völlig überlastete Landstraße, aber eigentlich auch nicht schlimmer als wenn du eine Autobahnstunde weiter im Süden wohnen würdest.


    Ich würd mich, wenn du Ostfriesischer Fischkopp bist, mal erkundigen, wie es deszeit um die Planungen zur Fertigstellung der A33 aussieht. Hab grad selbst unter https://www.strassen.nrw.de/pr…efeld-borgholzhausen.html nachgesehen, ein Teil soll dies Jahr noch fertig werden, aber ob das viel hilft, weiß ich nicht.


    Wenn die A33 mal wirklich fertig ist, wird der Weg nach Ostfriesland deutlich schneller und angenehmer.

    Vielleicht will er nur zurück in seine Heimat....hat vielleicht garnichts mit dem Job zu tun....Wie gesagt "vielleicht"


    Aber vom Norden weg ziehen aus diesem wunderschönen Gebiet ??? ich will niemand zu nahe treten aber glaube auf Dauer wird


    man da nicht wirklich glücklich.(meine Meinung)


    Aber wie sagt man no Risk no Fun....


    Versucht es klar warum nicht aber vorher mit den Jobs abchecken....


    Zurück könntest du ja bestimmt auch jede Zeit und du bist ne Erfahrung reicher...vielleicht willst du dann aber gar nicht mehr.


    Viel Spass ]:D

    Choupette, wäre es denkbar, dass Ihr Euch für den Aufenthalt in NRW eine Frist setzt?


    Ihr zieht beide erst mal hin, schaut Euch das Ganze ein, akklimatisiert Euch ein bisschen, schaut mal, wie sich das anlässt.


    Entweder geht es Dir besser damit als befürchtet - das wäre schön.


    Oder es geht Dir damit so schlecht wie befürchtet - dann könntet Ihr einen Backup-Plan vereinbaren. Etwas wie: Wir machen das hier 2 Jahre, und wenn es nicht geht, gehen wir zurück.


    Die Gefahr dabei ist, dass man sich vielleicht nicht so drauf einlassen kann, wenn man weiß, es könnte nach endlicher Zeit zurück gehen. Gleichzeitig ist eine solche Rückversicherung aber vielleicht auch eine Erleichterung und nimmt ein bisschen den Druck raus.


    Und selbst, wenn man das nicht so ausdrücklich vereinbart: Nichts ist in Stein gemeißelt. Die Möglichkeit, wieder woanders hinzuziehen, nimmt Euch ja keiner.

    @ Fe.

    :)^ ;-D


    Ich hätte es nicht so krass schreiben gewollt - aber bei der Region teile ich Deine Meinung. In Richtung Niedersachsen ist es einfach schon plattes Finsterland. Wie eben große Teile von Niedersachsen selbst. Wenn NRW, dann schon Ruhrpott (außer der Norden, denn da gilt quasi schon das gleiche), Bergisches Land, eifeler Gegend. Vom Sauerland bin ich auch kein wirklicher Fan, ist von der Mentalität her das Bayern des Ruhrgebiets.


    Aber, wer weiß, vielleicht findet man auch dort eine Heimat. (Oder es gibt Alternativen im doch recht großen und abwechslungsreichen NRW), daher finde ich den BackUp-Plan wirklich sehr sympathisch. Vorallem, weil es dann eine gemeinsam getragene Entscheidung ist und nicht nur einer in den sauren Apfel beißt.

    Fe., ;-D schöner Verriss ]:D. Den Wahrheitsgehalt kann ich nicht beurteilen, ich war (natürlich!) noch nie in der Gegend ]:D




    Ich denke, es gibt Dinge, die muss man einfach ausprobieren. Und in diesem Fall ist es ja auch keine Entscheidung fürs Leben ;-)

    Niedersachsen ist plattes Finsterland? Wo das denn? Niedersachsen ist richtig schön. Es gibt viele Waldgebiete und auch leicht bergig, so das man sich schon im Thüringer Wald glaubt ;-). Dann die Heidelandschaften, also ich finde es durchaus interessant, es ist voller Einsamkeit, aber schön, ruhig. Wer die Idylle sucht auf einem Heidehof mit Pferd und Hund..denkbar.

    Achja, es stimmt durchaus das man als Nordler mit den Nrwlern gut zurecht kommt. Ich hatte auch mal einen Partner von dort und bin da einiges rumgekommen, da war kein Problem mit der Kommunikation.

    Zitat

    Niedersachsen ist plattes Finsterland? Wo das denn? Niedersachsen ist richtig schön. Es gibt viele Waldgebiete und auch leicht bergig, so das man sich schon im Thüringer Wald glaubt ;-). Dann die Heidelandschaften, also ich finde es durchaus interessant, es ist voller Einsamkeit, aber schön, ruhig. Wer die Idylle sucht auf einem Heidehof mit Pferd und Hund..denkbar.

    Wer's mag. Für mich liest sich das noch schlimmer als der Text von Fe. über die Region Detmold... ;-D