Fe. Bis Hannover wird Landstraße gefahren, müssen wir auch, wenn wir seine Eltern besuchen. Ätzend, aber nun ja...


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    Ich finde gar nicht dass die Leute da unten zu uns Fischköppen passen. Die reden viel zu viel und für ein Moin wird angeguckt wie ein Alien. Ich war mal mit den Schwiegereltern spazieren und wir haben diverse Leute getroffen und es wurde herzlich gegrüßt und geredet und ich war völlig verwirrt dass die sich da alle kennen. Und dann kam der Hammer: TUN DIE GAR NICHT!! :-o Bei uns im schönen Ostfriesland hätte man sich in dem Fall zugenickt, besonders Gesprächige hätten Moin gesagt. Und die da unten labern einem ne Frikadelle ans Ohr von wegen wie sonnig doch das Wetter wäre und schönes Wochenende und son Kram... :|N


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    L.vanPelt: Aber da unten gibt es kaum Kühe... Nur Wiese, manchmal Wald und manchmal ein Rapsfeld. Von der großen Überraschung hinter dem nächsten Berg konnte ich da nix feststellen.


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    Wir haben eben nochmal etwas geredet und es ist definitiv nicht so, dass er wegen seiner Familie zurück möchte. Ihm gefällt die Stelle dort sehr gut (ist bei der Stadt) und prinzipiell wäre es ihm egal wo es hingeht. Mein Herz schlägt natürlich für Hamburg, aber da findet man derzeit nix unbefristetes in seinem Beruf. Und mit einer befristeten Stelle ist nix gewonnen, er ist ja derzeit unbefristet bei seinem Haupt-Firma eingestellt.


    Nun ja, auf jeden Fall konnte ich schonmal klar machen, dass wir nirgends hin ziehen wo Geschwäbelt oder Gesächselt wird, aber die Sache mit NRW ist natürlich noch recht offen.

    Ach so, dass man die Sache in zwei Jahren neu betrachtet wäre natürlich eine Möglichkeit. Nur ändert sich an der Häufigkeit seines Berufes nix. Ist ein bisschen Glücksspiel...


    Tja, und wenn wir ein Kind bekommen ist da unten niemand in der Nähe... Ich bin jemand der nicht gern bei Freunden nach Hilfe fragt. Wurde so erzogen und es lässt sich schwer ablegen. Mangels Familie bleiben dann nur Leute, die man bezahlt... ":/

    Zitat

    Ich finde gar nicht dass die Leute da unten zu uns Fischköppen passen. Die reden viel zu viel und für ein Moin wird angeguckt wie ein Alien.

    Mit "da unten" scheinst du die Gegend um Hannover zu meinen. Und da bist du ja auch ein Alien :-)

    Zitat

    Ich war mal mit den Schwiegereltern spazieren und wir haben diverse Leute getroffen und es wurde herzlich gegrüßt und geredet und ich war völlig verwirrt dass die sich da alle kennen. Und dann kam der Hammer: TUN DIE GAR NICHT!! :-o Bei uns im schönen Ostfriesland hätte man sich in dem Fall zugenickt, besonders Gesprächige hätten Moin gesagt. Und die da unten labern einem ne Frikadelle ans Ohr von wegen wie sonnig doch das Wetter wäre und schönes Wochenende und son Kram... :|N

    lol... ja, ich verstehe dich bestens, aber wenn das so ist, passt du bestens zu den Westfalen. Da ist ein wortloses Zunicken auf 5 m Entfernung schon eine besonders intime Form der Begrüßung unter guten Freunden, und euer "Moin" haben wir auch schon importiert, auch wenn wir denken, das heiße "Morgen" und uns daher scheuen, das nach 16 Uhr noch anzubringen. Wenns aber einer tut, fällt das auch keinem auf.


    Aber Vorsicht, die Rheinländer ticken da anders, dieses "gut zu Fischköppen passen" dürfte echt mehr für die Westfalen gelten als für die Rheinländer.


    Aber wie ist das mit den Ostwestfalen bzw. den Lippern? (oder wie heißen die?)


    Ich kann nur sagen: Keine Ahnung. Ich komm da ja mangels gebauter A33 nie hin, nicht mal dann, wenn ich ausnahmsweise mal will :-) Nach der Tortur von Fahrtstrecke achte ich nicht mehr darauf, wie die Leute drauf sind.


    Aber von der wenigen Kenntnis der Leute dort vermute ich, dass das auch wohl Westfalen sind. Wenn auch Ostwestfalen :-) aber da merkt man so viel nicht von.

    Naja, meine Schwiegis kommen aus Höxter, da ist man ein Alien mit Moin. Zu jeder Tageszeit...


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    Lipper werden von denen aufgrund des Autokennzeichens LIP als Low Intelligence People bezeichnet. Da können wir nicht hinziehen.

    Mein Vorschlag wäre jetzt auch gewesen, dass man erstmal einen Versuch startet und sagt, man bleibt meinetwegen 2 Jahren und bewertet dann die Situation noch einmal neu.


    Es ist und bleibt halt ein Dilemma und einen Tod muss man sterben, da führt wohl kein Weg dran vorbei :-/


    Ich bin übrigens so absolut gar nicht mit dem Ort und der Gegend verbunden in der ich aufgewachsen bin und immerhin die ersten 22 Jahren meines Lebens verbracht habe. Ich habe die erstbeste Gelegenheit genutzt um dort wegzuziehen und es war klar, dass ich niemals nie wieder dorthin ziehen werden. Würde nie zufällig meine Familie noch in der Gegend wohnen, ich wäre seit meinen Wegzug nicht mehr dagewesen. Soviel zum Thema "Wohnheimat".


    Heimisch geworden bin ich erst in der Stadt, in der ich dann gelebt habe. Ist zwar immer noch dasselbe Bundesland aber andere Gegend, andere Menschen, andere Welt. Wenn mich heute jemand fragt, wo ich herkomme, nenne ich immer diese Stadt und nicht die Gegend, in der ich ursprünglich aufgewachsen bin.

    Zitat

    Ich finde gar nicht dass die Leute da unten zu uns Fischköppen passen. Die reden viel zu viel und für ein Moin wird angeguckt wie ein Alien. Ich war mal mit den Schwiegereltern spazieren und wir haben diverse Leute getroffen und es wurde herzlich gegrüßt und geredet und ich war völlig verwirrt dass die sich da alle kennen. Und dann kam der Hammer: TUN DIE GAR NICHT!! :-o Bei uns im schönen Ostfriesland hätte man sich in dem Fall zugenickt, besonders Gesprächige hätten Moin gesagt. Und die da unten labern einem ne Frikadelle ans Ohr von wegen wie sonnig doch das Wetter wäre und schönes Wochenende und son Kram... :|N

    Das Problem hab ich genau umgekehrt ;-D Ich bin im weitesten Sinne Rheinländerin und war für zwei Jahre in Niedersachsen im Exil ??jaaa, genauso hat es sich angefühlt!! ?? %:| . Obwohl ich im Rheinland sicher nicht als Stimmungskanone durchgehen und wohl eher zu den ruhigeren Zeitgenossen gehöre, bin ich mit den Niedersachsen nie warm geworden. Denen war ich immer zu laut, zu albern, zu gesprächig. Da wunder mich auch nicht, dass es die Nordlichter in NRW schrecklich finden ]:D Himmel, was war ich froh, dass ich da wieder weg konnte. Und dass mich eine schicksalhafte Wendung noch davon abgehalten hat, noch weiter in den Norden zu ziehen... ;-) Mittlerweile bin ich übrigens im Ruhrpott

    und finds grandios hier. Hier fühle ich mich nach 6 Monaten heimischer als in Niedersachsen nach 2 Jahren.


    Und freu mich über jeden, der mir eine Frikadelle ans Ohr labert ;-D

    Nachtrag:

    Zitat

    Naja, meine Schwiegis kommen aus Höxter, da ist man ein Alien mit Moin. Zu jeder Tageszeit...


    Lipper werden von denen aufgrund des Autokennzeichens LIP als Low Intelligence People bezeichnet. Da können wir nicht hinziehen.

    Also bei uns im Rheinland darf man Moin sagen ;-) Mach ich auch immer^^


    Wobei Höxter wirklich schrecklich ist, da wollte ich nichtmal begraben sein %:|


    Aber was die Autokennzeichen angeht: da kann ich dir aus so ziemlich jeden Kennzeichen mit 3 Buchstaben so einen Spruch machen, die gibts überall ;-)

    Zitat

    Lipper werden von denen aufgrund des Autokennzeichens LIP als Low Intelligence People bezeichnet. Da können wir nicht hinziehen.

    lol... aber Detmold hat doch LIP, wo wollt ihr denn dann hinziehen?


    Nach Höxter zu den Schwiegereltern? Wäre sicher gut, was Kinderbetreuung angeht.

    Ich muss gerade schmunzeln... NRW und labern? Ich habe in Münster studiert, bei den "sturen Westfalen". Bin wg. meinem Partner nach HH gezogen vor zwei Jahren (und gewöhne mir noch das "Moin" an). Der kommt übrigens aus Ostfriesland und hält die Hamburger für ehe runterkühlt. Erzählt zumindest immer, wie offen und freundlich in Ostfriesland alle sind. Wir waren neulich da, sind mal in einem Örtchen um den Hafen gelaufen. Er grüßte ständig wildfremde Menschen - und die grüßten zurück! Erlebe ich in HH weniger - und bei den Westfalen wird man für mehr als ein Kopfnicken merkwürdig angeguckt.


    Letztlich ist es eine schwere Entscheidung. Ich bin ja nun seit 2 Jahren hier. Mag es irgendwie - aber irgendwie auch nicht. Im Herbst nächsten Jahres laufen meine Stellen wieder mal aus; Verlängerung zumindest in dem einen Job unrealistisch. Nun hätte ich eine Chance mit quasi "Lebensperspektive" (mein Freund arbeitet überregional danach kann ich nicht gehen. Einsatzgebiet pendelt sich gerade auf Ruhrgebiet und Ostfriesland ein. Immer scön via A31. Meine Jobchance ist wieder NRW. Wieder Münsterland. Mittig zwischen Studienort und Heimatort in Niedersachsen. Dreiländereck quasi (NRW). Ich werde das Meer (okay, Elbe bzw. eine Stunde Fahrtzeit) extremst vermissen. Ich mang nach Umzug mit Katastrophnewohnung und Endlosrenovierung nicht wieder umziehen. Aber ich mag auch nicht arbeitslos sein und ich weiß, dass die wenigen Jobs in meinem Bereich hier bei anderen Arbeitgebern als dem jetzigen einfach eine schlechte Alternative wären.


    Aber:


    So schlimm ist NRW nicht. Da gibt es für mein Empfinden auch eine Menge unterschiedlicher Regionen (Münsterland, Sauerland, Ruhrpott, Eifelregion, Niederrhein). Ja "gebirgig" ist bspw. für mich auch schon das Sauerland (Münsterland ist PLATT!). Und naja... Sauerland ist echt nicht so meins. Anderseits it man schnell überall.


    Und die Sprüche mit den Kennzeichen... die gibt's überall. In Münster gibt's den "ABC-Alarm": Autos aus Ahlen & Coesfeld. In meiner Heimatregion in Niedersachsen hat man nicht viel übrig für die EL-Kennzeichen.


    Gibt es denn gar keinen Kompromiss? Neustart würde ich aber auch nur bei gutem Job und unbefristet wagen...

    Bzgl. HH: Klar, hat was.


    Aber: Die Mieten sind teuer, die Wohnungssuche der Horror. Und wenn ich Landei mir die Kinderbetreuung angucke: KiTas in altem Ladenlokal, an Hauptstraßenkreuzung und neben Internetcafe: Keine Seltenheit. Garten? Auslauf? Längst nicht üblich. Bei mir in der Straße sind gleich 3 KiTas einfach in Wohnungen im Erdgeschoss. Ohne Garten oder Balkon. Wäre nicht meine Idealvorstellung. Und ohne Doppeleinkommen kann man sich hier auch eher schlecht eine familiengerecht Wohnung leisten. Also muss Kind quasi ganzätig in eine gruselige KiTa.

    Zitat

    Ausgerechnet Detmold... das ist zwar NRW, aber weder Rheinland noch Westfalen, grenzt allenfalls an Ostwestfalen

    Bei mir wars genau umgekehrt: Ich habe lange in Paderborn gewohnt - einer sehr schönen Stadt mit viel Uni-Flair, fand ich - die ist gar nicht so weit weg von Detmold, das im übrigen auch recht nette Ecken hat. Heute wohne ich der Liebe wegen im Norden. Ich lebte dort gern, ich lebe hier gern.


    Ich würde dir zuraten, Mut zu fassen, leg deine Ängste getrost ab und möglichst auch deine Vorurteile - nette Menschen gibts überall und auch nette Örtlichkeiten.

    Zitat

    Und die da unten labern einem ne Frikadelle ans Ohr von wegen wie sonnig doch das Wetter wäre und schönes Wochenende und son Kram...

    Dann zieht in die Düsseldorfer Ecke, da sindse genauso unfreundlich wie die Fischköppe :-p


    Nee, im Ernst - ich war bei der Bundeswehr in Lüneburg und Hamburg und kann bestätigen, dass Rheinländer und Nordlichter bestens miteinander klarkommen können. Kleine Anekdote am Rande: die Kaserne war etwa je zur Hälfte mit local boys und Rheinländern besetzt. Zu Weihnachten und Silvester haben die Hamburger Jungs freiwillig die Bereitschaftsdienste übernommen, damit wir Rheinländer über die Feiertage heim fahren konnten. Eine großartige Geste, die ich nie vergessen werde, und seitdem haben die Fischköppe bei mir einen dicken Stein im Brett :)^ ("Stein" hier bitte mit stilecht gezüngeltem"S" lesen ;-D ).


    "Moin" ist hier übrigens inzwischen total geläufig - die Globalisierung ist einfach nicht aufzuhalten ;-D




    Klar ist es keine Kleinigkeit, die angestammte Heimat zu verlassen. Aber wie Ihr gerade seht, ist die Welt derzeit so beschaffen, dass Mobilität nicht immer zu umgehen ist, und als ehemaliger Auswanderer kann ich sagen, dass man sich fast überall schnell zuhause fühlen kann, wenn man es mit einer offenen, positiven Einstellung angeht und der "neuen Heimat" eine faire Chance gibt. Ich will nicht behaupten, dass es überall schön ist, aber fast überall lässt sich eine Ecke finden, in der man sich wohlfühlen kann. Auch soziale Kontakte sind schnell geknüpft, wenn man nicht gerade bekennender Misanthrop ist.


    Daher wäre mein Rat: Nur Mut, geh es an und sieh zu, was es an Positivem bringen kann! ;-)