Bei so viel Flachserei hier: unsere TE schrieb von Detmold als Zielort. Da steht jeder unter Oberaufsicht, der große Hermann mit Schwert ist nicht weit! Und wer nicht aufpasst verläuft sich in diesen unaussprechlichen Steinen, etwas mit X. Berge und Täler mit Wäldern, Wiesen und Äckern sind in ausreichender Zahl vorhanden; Dörfer und Städte; Wege und Straßen - was gibt es sonst noch? Wer sucht der findet was er/sie braucht.

    @ TE

    ich bin in meinem Leben schon ein paar mal umgezogen. Kreuz und Quer durch Deutschland und das benachbarte Ausland. Ich bereue so einiges, was ich in meinem Leben falsch gemacht habe, aber nicht die Umzüge. Bei einem Umzug lernt man den vorherigen Ort erst richtig schätzen, oder man sieht auf einmal, dass der in mancher Hinsicht eigentlich gar nicht so toll war.


    Ihr seid noch jung: also zieht um! Macht das. Er bereichert und sonst verpasst Du etwas! Aber das wichtigste: es muss nicht für immer sein. Ihr könnt nach ein paar Jahre wieder an die Küste ziehen. So lange Ihr keine Kinder habt, oder die Kinder noch im Kindergarten- oder Grundschulalter sind, ist das kein Problem, noch mal umzuziehen. Irgendwo zwischen Emden und Greifswald wird es doch mal eine Stelle geben, oder?

    Choupette, ich bin auch aus dem Norden nach NRW gezogen, habe es für ein Semester als Zwischenstation probieren wollen - und ich bin hiergeblieben bzw. nach Zwischenstationen wieder hier gelandet; und zwar, weil es mir hier so gut gefällt.


    Und wenn man aus dem Norden kommt, findet man auch hier Berge. Alles eine Frage der Perspektive, vor allem, wenn man mit dem Fahrrad fährt. ;-D

    Log Lady:

    Zitat

    Ansonsten macht das mal. Nehmt euch mal ein verlängertes Wochenende Zeit, fahrt dort ein bisschen rum, schaut Euch mal an, wo Ihr es schön findet und wo eher nicht, wie weit der Weg zur Arbeit sein dürfte usw.

    Das würde ich sowieso machen, bevor man Gefahr läuft in die letzte Assi-Gegend zu ziehen (bezogen auf einen bestimmten Stadtteil, nicht dass hier jetzt ein Aufschrei kommt ich würde eine ganze Stadt abwerten ;-D ). Mit einem verlängerten WE sieht es zwar sehr mau aus, aber eine Nacht kann man das machen und dann bei seinen Eltern schlafen.


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    Mel:

    Zitat

    Schon mal darüber nachgedacht, dass Dein Partner das getan hat, er hat seine Heimat verlassen, seine Famillie und hat nun nur noch plattes Land vor sich.

    Ja, und? Er hat sich freiwillig damals dafür entschieden ohne irgendwelche Verpflichtungen oder Hintergründe. Wir kannten uns damals noch gar nicht und er kam durch seine Firma beruflich hier her, weil er sich "treiben lassen" hat.

    Zitat

    Wenn Du das nicht machen kannst, nicht Deinem Partner zu liebe, nach NRW ziehen kannst, dann liebst Du ihn nicht genug.

    Die Meinung darfst du gerne haben, die ist mir in diesem Falle aber viel zu platt. Hätte mein Partner Sehnsucht nach seiner Familie und/oder Heimat, dann wäre das etwas anderes. In diesem Falle findet er lediglich eine Stellenausschreibung super und wo die Stelle nun ist, ist ihm egal.


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    Sunflower:

    Zitat

    Es gibt letztlich nur die Entscheidung Fernbeziehung oder Umzug...

    Nee, eine Fernbeziehung kommt nicht infrage. Für ein paar Wochen bis alles organisiert wäre, okay. Aber nicht über Monate. Erst recht nicht wenn wir tatsächlich ein Kind bekommen und ich dann unter der Woche mit Baby und zwei Hunden allein dastehe. Die würd ich vermutlich alle drei nach maximal einem Monat zusammen im Park stehen lassen und nach Hause gehen...


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    Ich schreibe später nochmal. @:)

    Soo. Pf, meinte mein Chef eben doch tatsächlich mir Arbeit zukommen lasse zu müssen... ;-D


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    Mittlerweile ist das alles bei mir ein bisschen gesackt, seinen schlimmsten Schrecken hat das ganze verloren. Es ist richtig, dass ein Umzug jetzt wo wir noch keine (größeren) Kinder haben, quasi am besten wäre. Ich bedauere, meine Arbeitsstelle nicht mitnehmen zu können. Vielleicht hab ich ja auch mieses Karma, dass es mir nicht mal vergönnt ist ein Jahr lang diese Stelle genießen zu dürfen... Aber nun ja. In meinem Leben wird es sicher so oder so noch einige Arbeitgeber geben.


    Ich stehe der Sache geteilt gegenüber, aber den gröbsten Schrecken hat der Umzug verloren. Falls dieser nicht stattfindet, haut mich der nächste jedenfalls nicht so sehr um... ":/

    Hallo Choupette_Finnian!


    Hmmm...wir sollten evtl. die Partner tauschen. :P. Nein, nur Spaß.


    Ich gehe soeben den umgekehrten Weg - aus dem "Hochgebirge" auf unter Meeresniveau - und kann (zumindest glaube ich das) sehr gut nachempfinden, wie du dich fühlst. Der Grund ist ebenfalls die Liebe+Beruf und der Unwille, nach vielen gemeinsamen Jahren plötzlich auf eine Fernbeziehung umzusteigen.


    Ich bin in den letzten Wochen mehrmals in die betreffende Gegend gefahren und habe mir einige Arbeitsstellen angeschaut, bis ich eine gefunden habe, die mir ein wirklich gutes Gefühl gibt. Ich weiß nicht, ob ich sonst tatsächlich mitgegangen wäre. Irgendeinen Anker neben meinem Freund hätte ich auf jeden Fall für mich gebraucht, da ich Heimat, Land, Familie und Freunde 1000km zurücklasse. An manchen Tagen bin ich sehr wehmütig, an anderen freue ich mich auf die neuen Herausforderungen. Ich denke in einem Zeitraum von etwa zwei Jahren - das ist einerseits ein vernünftiger Zeitrahmen, der auch für einen Arbeitgeber vertretbar ist, der einen Mitarbeiter neu anlernen muss, andererseits ist diese Zeit für mich sehr überschaubar - nach dem (sehr negativ eingestelltem) Motto: "Zwei Jahre halte ich es überall aus". Wenn es bis dahin gut passt, kann man ja noch ein paar Jahre dranhängen, ansonsten orientiert man sich neu. Allerdings stehen bei uns akut auch noch keine Kinder auf dem Plan.


    Ansonsten möchte ich offen sein. Offen für die Menschen, die Sprache und die gelebte Kultur.

    Zitat

    Irgendeinen Anker neben meinem Freund hätte ich auf jeden Fall für mich gebraucht

    Bräuchte ich auch. Alleine die Liebe zu einem einzigen Menschen ist nicht genug, um mich glücklich zu machen. Wenn mein Leben nicht ohne diese Person auch schon glücklich ist, wird ihre Anwesenheit das nicht ändern.


    Ein Umzug in eine Gegend, in der ich nicht glücklich bin (und wenn ich meine jetztige Freizeit so angucke, wäre ein Ort ohne richtige Berge ganz schrecklich. Meine Hobbies haben nämlich die meisten grundsätzlich mit diesen Felsbrocken zu tun ;-)), wäre also, bei aller Liebe, ganz ganz fies. Kein eigenes Umfeld, ausser meinem Partner fände ich wirklich hart. Und ich bin sehr schlecht darin, Freunde zu finden. Ein lapidares "dann liebst du halt nicht genug" geht jedenfalls sehr fest an meiner Realität und meinem Leben vorbei.

    Oha, Hintermmond, das ist ja ein lustiger Zufall. :-D 1000 km sind es zum Glück nicht bei mir. Vermutlich zumindest, außer das klappt alles nicht und es verschlägt uns doch noch viel weiter weg.


    Ich bin da eurer Meinung, vor allem auch was die Arbeitsstelle anfeht. Dort verbringe ich so viele Stunden des Tages, da muss das irgendwie passen. Den "Luxus" kann ich mir zumindest hier oben gönnen und bin nicht darauf angewiesen dankbar für jedes Angebot zu sein.


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    Es ist schade alles aufzugeben was ich mir im beruflichen Umfeld allein erackert und erschleimt habe. ;-D Ich treffe viele unterschiedliche Menschen und Unternehmen und mittlerweile habe ich fast in jeder Richtung Vitamin B an der Hand. Günstigere Reparaturen, schnellere Termine beim Arzt... ;-D Aber gut, nach einigen Jährchen hat man das überall.