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    Ich habe Lust, nur leider nicht auf meinen Mann...

    Hast du denn Lust auf dich selbst? Bist du mit dir selbst im Reinen und akzeptierst dich mit Seele und Körper? Kannst du mit dir selbst mehr Lust empfinden als mit deinem Mann?


    Oder wünschst du dir lediglich einen anderen, der dir Erregung und Befriedigung verschafft?


    Die Frage ist durchaus ernst gemeint. Weil ich verstehen möchte, ob du für dich selbst auch die Verantwortung übernehmen kannst, deines Glückes Schmied zu werden. Solltest du dich selbst neutral wahrnehmen und einfach bei anderen Männern das Kribbeln verspüren, dann befürchte ich, dass du einfach nur Schuld und Verantwortung verteilen möchtest. Wenn es aber so ist, dass du mit dir Eins, und dir auch im Zweifel selbst genug bist, dann erlöse deinen Mann von dieser Ungewissheit und gib ihn frei. Dann ist da nichts zu retten. :-/

    ralflinden, wieso denkst du, dass diese Geste meinem Mann Überwindung gekostet hat? Über unsere Gefühle können wir offen und ehrlich miteinander reden und ich nehme meinen Mann auch in den Arm wenn er weint und in dieser Situation habe ich seine Hand genommen und gedrückt, ihm gedankt und mich entschuldigt, dass ich es nicht zurückgeben kann.


    Ich hab nicht gesagt "ist ja süß", aber ich empfand es halt nur süß und nicht hilfreich um in der Beziehung weiterzukommen.


    Dass er mich liebt und keine andere jemals so lieben kann etc pp, das hat er mir oft genug gesagt. Aber eigentlich setzt es mich nur unter Druck.


    "Mit seinen Gefühlen stimmt ja alles, er liebt mich bedingungslos." -> nur bei/mit mir läuft was falsch, also muss ich was ändern.


    Und den Schuh zieh ich mir nicht mehr an!


    Comran, ich weiß genau was und wie du es meinst. Aber wie gibt man jemanden frei, der nicht freigegeben werden will? Es ist ja nicht so, dass ich ihm falsche Hoffnungen mache. Im Grunde haben wir uns schon vor einem Jahr getrennt, aber er will mich einfach nicht loslassen. Auch wenn er mich nicht mehr berühren kann, Hauptsache ich bleibe bei ihm...

    Ich hab jetzt nicht den ganzen Faden gelesen, aber schon auf der Seite hier stehen wichtige Angaben.


    Kern meiner These ist, dass ihr nur zwei wirklich zukunftsfähige Optionen habt. Ihr trennt euch, was früher oder später mit mehr oder weniger Drama passieren wird, oder ihr versucht wenigstens, über eine Paartherapie am eigentlichen Problem zu arbeiten. Die Beziehung so weiterzuführen wird kaum eine grosse Chance haben, einer wird kaputtgehen, infolge dessen der andere später. Ihr seit völlig in ein andere verschmolzen, der eine kann ohne den anderen nicht, zusammen geht es ebenso wenig.


    Aus meiner Sicht und eigenen Erfahrung habt ihr nicht ein Problem als Paar, ihr habt die Ursachen dafür in euch, jeweils ganz individuell, selbst. Du hattest eine emotional besuch....e Kindheit und Jugend, Urvertrauen scheint da ein Thema gewesen zu sein (und ist es womöglich heute noch). Er scheint in einer geradezu gegenteiligen Welt mit fürsorglichen und lebenden Eltern aufgewachsen zu sein. Wenigstens schon mal diese beiden Perspektiven kollidieren bei euch. Bei ihm scheint es mir aber auch so zu sein, dass er sehr bemüht ist, eine Fassade aufrecht zu halten. Warum sollte er ansonsten an einer unerwiderten Liebe festhalten, die nur noch vordergründiges Theater ist, gleichzeitig ist er (noch) nicht bereit, sich auf eine Therapie einzulassen, die aber das Problem manifestieren würde.


    Ihr steckt, in meinen Augen (kann da auch total daneben liegen), in einer tiefen Identitätskrise. Das ist erstmal sehr unangenehm, aber auch eine gewaltige Chance. Voraussetzung dafür, dass ihr die Chance nutzen könnt, sehe ich allerdings in einer gemeinsamen Therapie. Meine (unsere!) Erfahrung war, dass getrennte Therapeuten und eigene Sitzungen, und dann gemeinsame Paartermine ganz wesentlich gewirkt haben. Das ermöglicht die individuellen Themen zu bearbeiten, ohne dass der Partner mit am Tisch sitzt, individuelle Themen, individuelle Lösungen. Auf der Basis dann in die Paarsitzung gehen, die Perspektive von Ich auf Wir, ermöglicht es an beiden Themenfeldern getrennt und doch nicht losgelöst zu arbeiten. Das bietet Entwicklungsraum für die Personen individuelle und für die Beziehung. Die Beziehung ist nichts anderes als das, was beide Partner mit einbringen, je individueller und mit voller Identifikation, je besser. Euere Beziehung heute ist ein künstliches Formalkonstrukt und nicht mehr Ausdruck euerer inneren Empfindungen.


    Dein Mann will nicht in eine Therapie mit dir. Hat er dir mal gesagt warum nicht? Ist er sich damit bewusst, dass er dadurch für den Erhalt dieses "so tun als ob" mit verantwortlich ist? Es geht bei der Veränderung euerer Situation nicht um Schuldfragen, um Verantwortung geht es aber ganz bestimmt. In der Schuldfrage wäre es hilfreich, wenn keiner von euch fremdgegangen wäre (was ja wohl auch so ist), weil es dann keine Schulddiskussion geben müsste. In der Verantwortungsfrage dagegen muss man mal die Frage stellen, warum keiner fremdgegangen ist, dass ihr beide so wenig Verantwortung für euch selbst übernehmt, dass ihr nicht mal mehr für die Befriedigung euerer eigenen sexuellen Bedürfnisse einsteht, dass ihr euch, nur um keine "Schuld" auf euch zu laden, selbst verhindert. Ich denke, er will deshalb nicht in eine Paartherapie, weil er Angst davor hat, dass eine Trennung als Lösung dabei herauskommt. Verständlich, aber damit scheut er die Verantwortung vor sich selbst und auch dir gegenüber.


    Ihr habt beide für euch selbst Verantwortung (zu übernehmen), und dem Partner gegenüber, wenn euer Kommittiert lautet, dass euere "Beziehung" monogam sein soll. Unsere heutige Kultur ist sehr schuldfokussiert, es steht die frage im Raum, ob mein Verhalten einer "öffentlichen Moral" entspricht, ob "man das ... tun darf", und so weiter. Das ergibt Gebots- und Verbotskonstrukte, die mehr verhindern den ermöglichen. Die Verantwortungsfrage dagegen ermöglicht ganz andere Konstellationen. Ich übernehme Verantwortung dafür, dass es mir gutgeht (was absolut nicht mit Egoismus gleichzusetzen ist, man kann das ohne Rücksichtslosigkeit!), und wenn ich in einer Beziehung lebe, die bestimmte Regeln haben soll, dann übernehme ich auch die Verantwortung, dass sich der Partner selbstverantwortet darin entfalten kann. Alles andere ist mehr oder weniger ein Gefängnis. Um aus diesem Gefängnis herauszukommen muss man für sich selbst Verantwortung übernehmen (können), und zu erst an sich selbst arbeitet. Soll die Beziehung fortbestehen, dann müssen das beide. Dann haben beide die Chance auf Augenhöhe einen Neuanfang zu gestalten.


    Bei mir/uns hat das funktioniert, das oben ist keine völlig praxisfremde Theorie.

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    Aber wie gibt man jemanden frei, der nicht freigegeben werden will? Es ist ja nicht so, dass ich ihm falsche Hoffnungen mache. Im Grunde haben wir uns schon vor einem Jahr getrennt, aber er will mich einfach nicht loslassen. Auch wenn er mich nicht mehr berühren kann, Hauptsache ich bleibe bei ihm...

    Das klingt unglaublich selbstzerfleischend. Dass man eine Beziehung retten will und nicht aufgibt, ist ja verständlich. Ich verstehe auch deinen Mann, dass er sich nicht direkt auf eine Trenung einlässt. Aber nach so langer Zeit ... hat er da immer noch Hoffnung, oder "braucht" er dich einfach auf einer anderen Ebene? Hat er noch genügend Selbstachtung, oder würde er von deiner Seite jedes Verhalten tolerieren, solange du bleibst?


    Er scheint mir da gefangen, aber irgendeiner von euch beiden muss den Knoten ja auflösen.

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    hat er da immer noch Hoffnung, oder "braucht" er dich einfach auf einer anderen Ebene? Hat er noch genügend Selbstachtung, oder würde er von deiner Seite jedes Verhalten tolerieren, solange du bleibst?

    Er hat mal geäußert, dass er hofft, dass sich nach dem Umzug "alles" zum besseren wendet. Ich habe ihm hingegen schon klargemacht, dass sich an meinen Gefühlen ihm gegenüber nichts ändern wird, auch wenn wir uns in einer neuen Umgebung wohler fühlen werden (hoffentlich).


    Brauchen...? Die Abhängigkeit voneinander aufgrund der Kinder spielt bestimmt auch eine Rolle. Er hat mich schon auch mal gefragt, wieviel Unterhalt er wohl zahlen müsste, wenn wir uns trennen.


    Tja das mit der Selbstachtung weiß ich nicht. Eigentlich sagt er, es wäre sofort aus, wenn ich nen anderen hätte. Kürzlich hat er mich ja aber gefragt, ob ich denn nun eine Affäre hätte. Schwer zu sagen. Ich habe aber noch genug Respekt ihm gegenüber es nicht herauszufinden/herauszufordern.


    Mein "Plan" ist nun, den Hausverkauf in Ruhe über die Bühne zu bringen und ihn dann zur Paartherapie zu schleifen bzw. irgendwo an einem neutralen Ort zu besprechen, wie es nun weitergehen soll.

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    und ihn dann zur Paartherapie zu schleifen bzw. irgendwo an einem neutralen Ort zu besprechen, wie es nun weitergehen soll.

    Das mit dem Gespräch ist eigentlich schon total überfällig. Willst du damit echt bis nach dem Hausverkauf warten?


    Anscheinend ist dein Mann grad in so einer "ist mir doch alles egal Phase" oder "wie es kommt, kommt es halt". Er hat aufgehört um dich und eure Ehe zu kämpfen. Vielleicht genau aus dem Grund, weil er nicht sieht, das es dir wichtig wäre - was du ja auch grad nicht so richtig beurteilen kannst.


    Echt blöde Situation. Ich wünsche euch viel Kraft, das ihr eine gemeinsame Lösung findet

    Dankeschön ralflinden @:)


    Ich weiß, ich finde immer wieder etwas, wonach ich es aufschiebe, aber mir ist jetzt einfach wichtig, dass diese Auflösung des gemeinsamen Eigentums reibungslos über die Bühne geht.


    Danach kann man auch viel einfacher getrennte Wege gehen...

    Überlege dir mal: dein mann lässt ein Affäre zu aus lauter Verzweiflung damit er dich halten kann wenn das nicht liebe ist ....und das du es nicht machst finde ich gut....ist das nur aus respekt oder weil du ihn noch liebst

    Ich weiß, wie sehr mich mein Mann liebt, glaube mir Ewok. Dass ich ihn nicht ebenso zurücklieben kann hat mich lange Zeit sehr gequält, bis hin zum Selbsthass, was aber auch nicht Sinn der Sache sein kann.


    Ich liebe ihn als Menschen. Er ist Teil meiner Familie. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen ihn leidenschaftlich mit Zunge zu küssen oder sonstwie intim mit ihm zu werden. Es fühlt sich falsch an. Als ob er mein Bruder wäre.


    Dabei würde ich mir das schon wünschen, meine Sexualität irgendwie ausleben zu können. Ich bin noch zu jung, wir sind noch zu jung um so ein Leben zu führen.


    Nach einem kurzem Gespräch heute denke ich allerdings nicht, dass er zulassen könnte, die Ehe zu öffnen. Ich habe ihm sogar vorgeschlagen, dass ich erstmal treu bleibe und er dieses Angebot für sich wahrnehmen soll. Nein, dafür ist er nicht der Typ und er braucht das nicht.


    Ich habe erneut eine Paartherapie vorgeschlagen und er hat wieder gesagt, er hat Angst "vor dem Ergebnis"...

    ich weiss das du in liebst und nicht nur als bruder sonst hättes du nicht 6 jahre lang andauernd von einer eheberatung gesprochen mach nägel mit köpfe und nicht nur ein hin und her ...denk mal logisch nach ....nicht böse gemeint .....ist aber so .


    Welcher mensch würde das so lange mit machen nur der liebt von herzen

    Ich habe gerade gelesen das du noch in ein anderen forum gepostet hast,da schreibst du das ist dein mann und ihr sagst du das du in wie ein bruder siehst und dann noch mit seinen vater ein Geheimnis hast .....nicht sexuell..


    Ich wäre froh wenn ich so ein partner hätte der zu mir steht.....mach deine augen auf nicht jeder hat so ein glück :-) :-) :-)

    Sorry aber das hilft mir nicht.


    Weißt du, warum ich nicht Nägel mit Köpfen gemacht habe und diese Situation seit 6 Jahren aushalte, ist ziemlich einfach zu erklären: weil da zwei Kinder sind, für die ich mir, auch aufgrund meiner eigenen Erfahrungen in der Kindheit, ein intaktes Elternhaus und Harmonie gewünscht habe. Damit sie nicht leiden müssen, halte ich das aus.


    Und da ist ein gemeinsames Haus, in das man sehr viel Arbeit gesteckt hat, das ich mir alleine aber nicht leisten kann und das nicht infolge eines Rosenkriegs oder aus finanziellem oder Zeitdruck verschleudert werden soll.


    Und ja, da ist auch Respekt, ich will meinem Mann nicht wehtun, aber Liebe, auf freiwilliger Basis oder wie man so schön sagt "auf Augenhöhe" ist es leider nicht. Wären die Kinder und das Haus nicht, wären wir schon lange getrennt.


    Das Ganze mit Liebe erklären zu wollen, ist zwar romantisch, aber leider an der Realität vorbei.


    Ich habe mir viele Jahre mantramäßig gesagt, wie schlecht ich nur sein kann, dass ich einen Mann, der mich so sehr liebt, nicht zurücklieben kann und mich zum Sex mit ihm gezwungen, der teilweise nur mit Alkohol möglich war und ich hatte zwischendurch auch immer mal wieder Suizidgedanken...das ist falsch und ungesund und ich muss anfangen, auch mal an mich zu denken.


    Dass mein Mann mir nun gesagt hat, dass es ihm sehr schlecht geht, macht es natürlich nicht besser. Er sagt, sein Leben läuft aus dem Ruder. Er hasst seine Arbeit, seine Ehe läuft beschissen und nun hat er die Sache mit seinem Vater/seinen Eltern erfahren; das einzige, von dem er dachte, es sei beständig, über 45 Jahre Ehe und dann so etwas.


    Er hat davon gesprochen, sich nach den Weihnachtsferien einweisen zu lassen.


    Wenn es ihm hilft, ihn stabilisiert, dann sollte er das wirklich tun. Vielleicht tut ihm auch der Abstand zu mir auch ganz gut.

    Warum tun sich Menschen so etwas an? Gegenseitig. Du tust das wegen der Kinder? und dem Haus?. Denkst du wirklich, dass die Kinder euer Vabanque-Spiel nicht mitbekommen? Eure völlig zerstörte Welt?


    Du wirst dir irgendwann die Frage von ihnen gefallen lassen müssen, warum zum Teufel ihr euch das angetan habt. Ich denke, dass dein Mann die Situation begriffen hat und letztendlich handeln wird. Weil einer handeln muss.

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    Denkst du wirklich, dass die Kinder euer Vabanque-Spiel nicht mitbekommen? Eure völlig zerstörte Welt?

    Ja sie bekommen mit, dass ihre Eltern irgendwie nicht ganz glücklich sind und es wird Zeit, dass sich daran etwas ändert.


    Ich versuche nur die bestmögliche Lösung für alle zu finden bzw. alles am Laufen zu halten.

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    Ich denke, dass dein Mann die Situation begriffen hat und letztendlich handeln wird. Weil einer handeln muss.

    Hier würde ich ja fast lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Mein Mann und handeln? Wenn ich böse wäre, würde ich sagen, er läuft davon, weil er es nicht wahrhaben will. Aber ich bin nicht böse, kann ihn sogar sehr gut verstehen.

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    Du wirst dir irgendwann die Frage von ihnen gefallen lassen müssen, warum zum Teufel ihr euch das angetan habt.

    Ich habe immer den Vergleich, was meine Eltern sich und vor allem uns Kindern angetan haben und muss sagen, dass ich die Sache wesentlich schlechter angehen könnte.

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    Ich habe immer den Vergleich, was meine Eltern sich und vor allem uns Kindern angetan haben und muss sagen, dass ich die Sache wesentlich schlechter angehen könnte.

    Ja. Und wenn dein Mann in der Klapse ist wird alles besser. Du gehst die 'Sache' so gut an, dass sich am Ende alles komplett im Chaos auflöst. Dann hast du für dich, für euch und für die Kinder, den Worst-Case schlechthin. Nur weil du 'auf_Teufel_komm_raus' alles zusammen halten wolltest. Was ist denn, wenn dein Mann dann nicht mehr arbeiten kann und alles hinwirft? Weil alle Entscheidungen bis zum Sanktnimmerleinstag herausgezögert wurden?