Nein für mich gibt's kein Zurück.


    Aber es wird leider alles andere als leicht, weil er es nicht wahrhaben will.


    "Wir kriegen das zusammen hin" ist seine Devise momentan.


    Ich sage, wir müssen uns überlegen, wie wir die Wohnsituation gestalten. Er meint daraufhin, was er mir getan hat, dass ich ihn rausschmeiße. Ja nichts, ich will auch keinen Rausschmiss, sondern eine gute Lösung, vor allem der Kinder wegen und ich liebe ihn nicht mehr und will allein sein, mich selbst finden.


    Er entgegnet, dass ich mich selbst doch auch finden kann, wenn wir zusammen bleiben.


    Wie um Himmels Willen soll ich ihm klarmachen, dass es so für uns beide so besser ist?


    Ich muss ihm das Herz brechen oder? Ich muss knallhart und ehrlich sein richtig?


    Ich habe nicht vor, eine neue Beziehung gleich einzugehen, aber wenn sich die Gelegenheit bietet, werde ich flirten, vielleicht auch mehr. Ich möchte nicht länger liiert sein, ich möchte frei sein und mich frei fühlen und dazu gehört auch in gewisser Weise, zu tun wonach mir gerade ist, ohne Rücksicht darauf ob das die Gefühle eines Partners verletzt.


    Ich frage mich, wie ich ihm gegenüber das formulieren soll? Genau so? Seine Eifersucht ist stark. Ich will nicht alles noch schlimmer machen, aber anders wird es nicht gehen oder?


    Er wird wütend auf mich sein müssen, um sich von mir lösen zu können oder?

    Du musst es genau so ihm gegenüber kommunizieren wie Du es geschrieben hast. Knallhart, kompromisslos was Deine Entscheidung angeht. Es wird ihm vermutlich das Herz brechen. Das ist zwar hart, ist aber so und gehört zum Leben dazu. Das mit dem gelegentlichen Flirt (und auch mehr) würde ich nicht erwähnen. Muss nicht sein. Genieße und schweige, sollte es mal soweit kommen.

    So also ausgesprochen ist es.


    Jetzt muss nur noch die Wohnsituation geklärt werden. Er möchte die Kinder und Haustiere "behalten". Ich soll mir eine Wohnung suchen, denn ich bin ja auch diejenige, die sich trennen will und er sieht nicht ein darunter leiden zu müssen.


    Ich weiß nicht mehr weiter.

    Na, das würde ich mit dem Jugendamt/Beratungsstelle und Anwalt klären. Da könntet ihr ja auch zusammen hingehen damit niemand das Gefühl hat ausgebotet zu werden sondern alle gleich von Anfang an mit im Boot sind. Eigentlich ist man bestrebt die Kinder zumindest am Anfang in ihrem Umfeld zu belassen, was den Wohnort angeht, aber auch was die Hauptbetreuungsperson angeht. Später wird dann soweit möglich und gewünscht die Betreuungszeit aufgeteilt, idealerweise natürlich 50/50. Aber was das angeht können die euch sowohl bei Beratungsstellen wie proFamilie als auch beim Jugendamt beraten. Ich würde aber erstmal bei ProFamilia anfragen, Jugendamt ist ziemlich ausgebucht und das hatt auch immer sowas bedrohliches. Am Ende werden die aber ja eh bei Fragen des Umgangs zuständig, aber wenn man sich da vorher schon einigen konnte erleichter das sicher einiges.


    Und deinem noch Mann würde ich mal sagen das es gerade einen Scheiß um ihn geht sondern darum was für die Kinder am besten ist denn die leiden darunter ohne eine Entscheidung treffen zu können. Er ist zumindest auf dem Papier erwachsen, auch wenn er sich wohl gerne mal wie ein jauliges Kind benimmt, aber jetzt hat er erwachsen zu sein, für die Kinder.

    Zitat

    Ich soll mir eine Wohnung suchen, denn ich bin ja auch diejenige, die sich trennen will und er sieht nicht ein darunter leiden zu müssen.

    Ein bisschen hat er mit der Wohnung Recht. Wenn sich meine Frau von mir trennen wollte (aus welchen Gründen auch immer) dann ist sie diejenige, die gehen möchte, also würde ich keine Anstalten machen, mich zuerst aus dem gemeinsamen Haus zu entfernen. Ob man das Haus allein halten kann ist dabei zweitrangig und wäre dann allein mein Problem (natürlich mit Finanzausgleich an den ausziehenden Partner).


    Über die Kinder hingegen hat er keine "Basta"-Befugnis. Das ist vermutlich ein Druckmittel. Aber schlimmstenfalls müsst ihr darüber streiten und eine andere Stelle entscheiden lassen, wie das Aufenthalts- und Sorgerecht gestaltet wird.

    Das sehe ich anders. Am Ende ist das gemeinsame Projekt Ehe gescheitert. Man ist zusammen angetreten und ist zusammen gescheitert. Egal ob das nun daran liegt das man sich zu Anfang den und die Falsche augesucht hat oder weil man es nicht geschafft hat die Entwicklung beider aufeinander abzustimmen. Ansonsten könnte sowas ja glatt zum Wettstreit im Aussitzen verkommen. Ne, gemeinsam hat man etwas gewagt, gemeinsam ist man gescheitert und gemeinsam zahlt man dann die Rechnung. Nur die Kinder, die haben gar keinen Anteil und deshalb sind die auch zu schützen und dafür müssen die Erwachsenen dann eben auch unbequemens aushalten.


    In diesem Fall war er wohl arbeiten und sie hat die Hauptbetreuungszeit mit den Kindern abgeleistet. Für die Kinder ist eine Trennung am Besten zu verkraften wenn möglichst viel beim Alten bleibt. Also das eigene Kinderzimmer, die bekannten Betreuungspersonen in einer bekannten Verteilungsrate. Das bedeutet in diesem Fall das er ausziehen muss, zumindest am Anfang, damit die Kinder so wenig als möglich verlieren.


    Es geht hier nämlich nicht darum ihr oder ihm was wegzunehmen, sondern den Kindern. Denen nimmt man ein zu Hause weg, eine Familie. Und das sollte doch bitte nicht noch in einem Rutsch geschehen.


    Wäre ja auch nicht so das sie dann alles hat und keinerlei Nachteile einstecken muss: Als Elternteil bei dem die Kinder in erster Linie leben tut man sich schwerer beruflich Fuss zu fassen, einen neuen Partner zu finden oder auch nur einen ONS oder eine Affaire zu erleben, die Kinder sollen sowas ja nicht mitbekommen und neue Partner erst kennenlernen wenn da Zeit ins Land gegangen ist und man sich sicherer ist. Man hat die Haupt-Trostarbeit und wird bei jedem Schritt an das erinnert was man erträumt aber verloren hat.

    Zitat

    Am Ende ist das gemeinsame Projekt Ehe gescheitert. Man ist zusammen angetreten und ist zusammen gescheitert.

    Echt toll geschrieben. Sie hat es sich ja nicht ausgesucht, dass sich die Gefühle so entwickeln...


    Ich denke er sucht nach jedem Weg um Dich zu halten. Und ist irgendwie aus seiner Sicht verständlich, dass er es über die Kinder probiert. Aber lass Dich nicht beirren, sonst wirst Du ewig darunter leiden, den Schritt nicht gewagt zu haben.

    @ danae87

    Zitat

    Das bedeutet in diesem Fall das er ausziehen muss, zumindest am Anfang, damit die Kinder so wenig als möglich verlieren.

    Ähm, und wie kommst du zu diesem Ergebnis?


    Wenn er ja angekündigt hat, dass er will, dass die Kinder bei ihm leben und die Trennung von ihr ausging, sollte doch sie zunächst fairerweise ausziehen und die Kinder bei ihm lassen.


    Sollte es dann zu einer anderen Entscheidung kommen, kann er immer noch ausziehen und die Kinder bleiben mit ihr weiter ihm Haus.


    Mir geht auch das Kinderwohl vor, aber ich hasse es wenn das Kinderwohl vorgeschoben wird, um eigene Interessen (im Haus bleiben) durchzusetzen.


    Ich stelle mich auf keine Seite aber wenn es zur Trennung kommt, sollte derjenige oder diejenige der es dann auch will, die Trennung in allen Konsequenzen durchdenken. Da bei der TE diese Gedanken ja nun nicht neu sind, hatte sie auch genügend Zeit dazu.

    Selbst wenn innerhalb der Ehe/Partnerschaft es so war, das die Frau sich mehr (auf die Zeit bezogen) um die Kinder gekümmert hat, so bedeutet das nicht das die Kinder automatisch nach der Trennung auch bei der Frau am besten aufgehoben sind. Der Mann tut gut daran, seine Wohnung und seine Kinder nicht einfach zurück zu lassen sondern darum zu kämpfen. Und so schlecht stehen die Chancen auch gar nicht.


    Die Kinder sind in einer Familie am besten aufgehoben. Wenn nun die Frau entscheidet die Familie aufzulösen, dann kann sie das natürlich tun und ausziehen. Aber wie kommt man darauf, das die Kinder automatisch bei der Frau bleiben?


    Ich finde die Motive der Trennung ziemlich zweifelhaft... aber gut wenn die Priorität auf Sex liegt dann muss man sich vermutlich trennen wenn das nicht mehr funktioniert. Das dabei mehere andere Menschen leiden (sowohl der ehemalige Partner als auch die Kinder) wird ja in Kauf genommen und weniger priorisiert als die eigenen Bedürfnisse. Warum jetzt noch den Kindern den Vater nehmen?

    Zitat

    Jetzt muss nur noch die Wohnsituation geklärt werden. Er möchte die Kinder und Haustiere "behalten". Ich soll mir eine Wohnung suchen, denn ich bin ja auch diejenige, die sich trennen will und er sieht nicht ein darunter leiden zu müssen.

    Seh ich auch so. Du willst anders leben und nimmst weder auf Kinder, noch Haustiere noch Ehemann Rücksicht. Warum soll er nun auch noch seine Kinder, seine Wohnung und seine Haustiere abgeben? Ich finde du verlangst sehr viel von ihm.


    Siehs doch mal positiv: wenn du deine eigene Wohnung ohne "Balast" hast, kannst du dich mal so richtig austoben. Darum geht es dir doch. Wäre auch für die Kinder besser, die müssen deine neuen Spielzeuge dann nicht dauernd kennen lernen.

    Zitat

    In diesem Fall war er wohl arbeiten und sie hat die Hauptbetreuungszeit mit den Kindern abgeleistet. Für die Kinder ist eine Trennung am Besten zu verkraften wenn möglichst viel beim Alten bleibt. Also das eigene Kinderzimmer, die bekannten Betreuungspersonen in einer bekannten Verteilungsrate. Das bedeutet in diesem Fall das er ausziehen muss, zumindest am Anfang, damit die Kinder so wenig als möglich verlieren.


    Es geht hier nämlich nicht darum ihr oder ihm was wegzunehmen, sondern den Kindern. Denen nimmt man ein zu Hause weg, eine Familie. Und das sollte doch bitte nicht noch in einem Rutsch geschehen.

    Die Kinder sind wohl 8 und 13. Damit sind die Kinder hauptsächlich in der Schule betreut und nicht mehr von der Mama. Viele Kinder in dem Alter sind erst ab 16 Uhr zuhause (Ganztagsschulen). Und diese Betreuung kann der Vater vielleicht genauso gewährleisten wie die Mutter.


    Ich finde diese Pauschalisierung, das Kinder eher auf den Vater als auf die Mutter verzichten können, furchtbar und es entspricht auch nicht der Realität sondern ist ein relikt aus alten Zeiten.


    Wichtig ist, das sich sowenig ändert wie möglich. Richtig. Da die Mutter einseitig (der Mann hat an der Familie festgehalten) die Familie auseinander reisst, dann kann sie auch die Konsequenzen ziehen. Wir sind doch schliesslich modern :) Aber vermutlich wird ihr der Gedanke auszuziehen, Vollzeit arbeiten zu gehen und ggfs. noch Unterhalt für ihre Kinder zu zahlen nicht gefallen. Schade aber auch, wo sie doch dafür ihre "Freiheit" gewinnt.

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