temare

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    Ähm, und wie kommst du zu diesem Ergebnis?

    Weil die Kinder ihre Familie verlieren werden und alle anderen Parameter dann so stabil als möglich bleiben sollten. Das heißt, wenn Mama bisher nach der Schule da war und Mittag auf dem Tisch stand und dann zusammen Hausaufgaben gemacht wurden dann sollte das so bleiben. Was ist denn die Alternative? Sie geht und statt Mama und zu Hause steht der Hort an. Er arbeitet ja Vollzeit. Sie Kinder sollen also nicht nur ihre Familie verlieren sondern auch statt eines Elternteils und Hobbys und Freunden oder was Nachmittags so ansteht, in den Hort damit er abends in sein Haus kann und ihnen wie gewohnt gute Nacht sagen kann?


    Und das hin und her was du da vorschlägst ist auch alles andere als förderlich für Kinder. Ich sag ja gar nicht das sie das Haus für immer haben soll, nur am Anfang. Gut für die Kinder wäre: Erstmal geht er raus und sie sortieren das mit den Betreuungszeiten. Er organisiert das mit der Arbeit und übernimmt dann mehr und mehr Zeiten damit die Kinder sich daran gewöhnen können und die Trennung verdauen können. Derweil sorgt sie für Arbeit.


    Dann sucht sie sich eine Wohnung, er hat bei seiner Wohnungssuche hoffentlich darauf geachtet das sie ein Kinderzimmer hat und sie tut das auch, je nach Betreuungsmodell und was angesichts von Schule - Wohnort sinnvoll ist. Und dann wird das Haus verkauft, Schulden getilgt, Rest geteilt. Die Kinder wohnen so wie es für sie und Schulweg am besten ist und die Betreuungszeiten sind so aufgeteilt das es 50/50 so nahe wie möglich und gewünscht kommt.

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    Selbst wenn innerhalb der Ehe/Partnerschaft es so war, das die Frau sich mehr (auf die Zeit bezogen) um die Kinder gekümmert hat, so bedeutet das nicht das die Kinder automatisch nach der Trennung auch bei der Frau am besten aufgehoben sind.

    Also ich würde mich mal soweit aus dem Fenster lehnen und behaupten das es den Kindern bisher nicht schlecht ging, sonst hätte der Mann etwas entschieden vergeigt weil er die Frau mit den Kindern alleine gelassen und sie nicht geschützt hat. Und weil eben der Grundsatz gilt das den Kindern möglichst viel Kontinuität geboten werden soll wird es dann wohl auch noch eine Weile so gehen, bis man eben oben bei dem Umgewöhnen angekommen ist. Das ist ja kein Ex und Hopp Vorgang sondern im Sinne der Kinder ein Übergang von einer Lebensform in die andere der sich hinzieht.

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    Ich finde die Motive der Trennung ziemlich zweifelhaft... aber gut wenn die Priorität auf Sex liegt dann muss man sich vermutlich trennen wenn das nicht mehr funktioniert.

    Also ich habe da gelesen das der Sex ein Symptom ist. BlackSwan hat sich damals, in der akuten Situation und noch ein Teenager, einen Mann gesucht der wie ihr Vater war. Das ist ziemlich normal, aber eben ungünstig wenn man einen Vater hatte der für den Job und als Partner eigentlich nicht geeignet war. Das war bei ihr der Fall. Nun hat sie sich mittels Therapie von den alten Mustern gelöst, er hat es vorgezogen bei seinem alten Verhalten zu bleiben und so passen sie nun nicht mehr zusammen. Sie findet ihn unattraktiv, ja, aber das ist nur eine Folge der Probleme die sie sonst so haben. Sie erträgt sein Gejammer nicht mehr, sie erträgt nicht mehr das sie ihn immer wieder tragen und halten muss und selbst nur in absoluten Ausnahmesituationen mal halt bekommt. Sie erträgt nicht mehr das er sich eigentlich wie ein riesen Baby verhält. Das ist weit mehr als nur Sex.

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    Warum jetzt noch den Kindern den Vater nehmen?

    Gar nicht. Nur nicht mit dem Holzhammer alles ummodeln sondern langsam zu einem anteiligen Betreuungssystem finden und den Kindern Zeit geben sich an diese Veränderungen zu gewöhnen, reinzuwachsen.

    AufderArbeit

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    Da die Mutter einseitig (der Mann hat an der Familie festgehalten) die Familie auseinander reisst, dann kann sie auch die Konsequenzen ziehen. Wir sind doch schliesslich modern :) Aber vermutlich wird ihr der Gedanke auszuziehen, Vollzeit arbeiten zu gehen und ggfs. noch Unterhalt für ihre Kinder zu zahlen nicht gefallen. Schade aber auch, wo sie doch dafür ihre "Freiheit" gewinnt.

    Du kannst aber in einer Familie nicht nur einen die Konsequenzen tragen lassen, das tun zwangsläufig immer alle. Wenn du sie strafst, dann strafst du die Kinder mit. Ganztagesplätze sind eher rar in Deutschland, die Wahrscheinlichkeit das beide Kinder einen haben ist gering und selbst wenn kenne ich keinen der VZ arbeitet und Morgens Kinder gegen acht zur Schule bringen und dann um 16 Uhr schon wieder auf der Matte zum abholen stehen kann.

    @ danae87

    Zitat

    Du kannst aber in einer Familie nicht nur einen die Konsequenzen tragen lassen, das tun zwangsläufig immer alle.

    Du verlangst aber hier, dass der Mann, der die Trennung nicht will, die meisten Konsequenzen tragen muss.


    Dem stimme ich nicht zu. Ich bin sicher es gibt auch noch einen anderen für die Kinder schonenden Weg, bei dem er nicht die Hauptlast tragen muss.


    Dann soll sie sich doch bitte eine Wohnung in der Nähe suchen, wo die Kinder nach der Schule zu ihr kommen können und Abends gehen sie zu ihrem Vater zurück ins Haus.


    Das wäre fair!

    Stimmt, verlange ich und ich behaupte nicht das es fair ist. Aber was im Leben ist schon fair? Ist es fair für die Kinder das ihre Eltern sich nicht mehr vertragen? Nein, ist es nicht. Sie sind maximal ausgeliefert, ihr Vater hätte versuchen können an sich zu arbeiten.


    Eine Wohnung in der Nähe wäre dann eine Option wenn sie am Tag die Kinder im Haus betreuen könnte. Ansonsten haben die Kinder nicht ihre Zimmer zum arbeiten und spielen und zurückziehen. Dann würden sie wieder mehr bezahlen obwohl sie gar keinen Anteil haben.


    Ich bin Scheidungskind und getrennt und ich bin absolut kompromisslos den Erwachsenen gegenüber denn ich weiß aus eigener Erfahrung was Kinder alles aufgeben müssen ohne eine Wahl gehabt zu haben. Was anderes ist es wenn die Kinder schon erwachsen sind, aber diese Kinder sind davon noch ein gutes Stück entfernt. Also kann er sich in meinen Augen entscheiden: Seine Ex im Haus haben während er weg ist oder das Haus verlassen. Die Wahl würde ich aber in der Tat ihm zugestehen weil er der verlassene ist. Wenn sie es dann grauenhaft findet da immer als Betreuung zu Gast zu sein dann fände ich das als Rechnung aushaltbar. Und es ist ja nicht für immer.

    @ danae87

    Zitat

    Also kann er sich in meinen Augen entscheiden: Seine Ex im Haus haben während er weg ist oder das Haus verlassen. Die Wahl würde ich aber in der Tat ihm zugestehen weil er der verlassene ist. Wenn sie es dann grauenhaft findet da immer als Betreuung zu Gast zu sein dann fände ich das als Rechnung aushaltbar. Und es ist ja nicht für immer.

    Das find ich einen fairen Kompromiss. :)^

    Ich verstehe nicht warum sich der Partner ändern soll wenn man selbst mit diesem auf einmal unzufrieden ist. Sie hat sich doch einen falschen Partner erwählt der nicht zu ihr passt und mosert an ihm rum also soll sie auch ausziehen und sich was neues suchen. Die Kinder sind da zu schützen das ist klar. Aber den gesamten Rest von dem Beziehungschaos das man selbst angerichtet hat dann beim Partner abladen ist ja wohl mehr als unfair. Da würde ich auch erstmalig mit massivem Widerstand des Partners rechnen und das kann bis zur absoluten Ablehnung von Kooperation im Allgemeinen führen.

    Zitat

    Ich frage mich, wie ich ihm gegenüber das formulieren soll? Genau so? Seine Eifersucht ist stark. Ich will nicht alles noch schlimmer machen, aber anders wird es nicht gehen oder?


    Er wird wütend auf mich sein müssen, um sich von mir lösen zu können oder?

    Hallo BlackSwan,


    die vielen Fragezeichen lassen darauf schließen, dass diese Erwägungen auch noch in fünf Jahren aktuell sein werden. Meine Frage ist: Was hat dich bisher davon abgehalten, "Nägel mit Köpfen" zu machen? Das es schmerzhaft werden würde, war ja schon vor sechs Jahren klar...


    ???

    danae


    :)z :)^


    Zum Thema:


    "Sie will ja die Trennung - er nicht, also muß sie auch die Konsequenzen tragen".


    Das finde ich zu einfach, zu kurz gedacht.


    doomhide, Du schreibst:

    Zitat

    Ich verstehe nicht warum sich der Partner ändern soll wenn man selbst mit diesem auf einmal unzufrieden ist.

    Es geht mehr um eine insgesamte (Ver)Änderung der Beziehung, innerhalb der Beziehung.


    Wie heißt es noch so schön: "Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung".


    Wir Menschen verändern uns ständig, entwickeln uns (weiter), auch bis ins (hohe) Alter. Klar müssen das nicht immer so große Dinge sein die eine Beziehung stark verändern. Es sind oftmals nur kleine Dinge, kaum spürbar. Oder z.B. ein neues Hobby usw.. Und in den meisten (bzw. idealerweise) Fällen entwickelt man sich gemeinsam weiter, in einem Miteinander.


    Manchmal sind es aber auch große Entwicklungen, wie hier offenbar der Fall. Eine Entwicklung, die früher versäumt wurde aber nötig war. Und es ist ja nicht so, dass der Ehemann das nicht mitbekommen hätte, bzw. nicht hätte mitbekommen müssen. Es war ihm aber egal, er wollte es nicht, wollte sich nicht damit auseinandersetzen, wollte keine Kompromisse finden. Und diesbezüglich muß eben nun er die Konsequenzen tragen.

    doomhide


    Veränderungen heiratet man mit. Das wäre ja schauderlich wenn man immer so bleiben müsste wie bei der Hochzeit oder der Partner mit dem kompletten Stillstand einfach zuleben hätte. Gerade wenn man in so jungen Jahren heiratet wie hier ist doch völlig klar das da noch eine Menge Veränderung und Entwicklung in kurzer Zeit ansteht. Später dauert es vielleicht länger, aber auch da verändert man sich ja ständig durch Erfahrungen die man macht.


    Wenn der eine Partner aber geistig noch immer Anfang 20 ist während der andere nun inzwischen eher Mitte 30 ist, dann ist die Klufft dessen was man will und erträumt und erwartet irgendwann zu groß. "In guten wie in schlechten Zeiten" bedeutet eben nicht das man ewig alles aushalten muss weil der andere sich doof verhält sondern beinhaltet eben gerade den gemeinsamen Wandel weil man gute und schlechte Erfahrungen teilt. Hier wurde es aber offenbar verpasst sich gemeinsam zu entwickeln, was sicher keine einseitige Angelegenheit ist.


    Schuldfrage irrelevant. Bei der Frage wer wann wo und mit wem wohnt ist in erster Linie aus der Warte der Kinder zu betrachten und damit sind die Optionen eingeschränkt. Es gibt nicht nur eine Möglichkeit, haben wir hier ja gerade gesehen, aber gewisse Parameter sind einfach gesetzt.

    Danke an alle, die geschrieben haben.


    Es ist schon erstaunlich - in der Zeit, in der ich um Rat gefragt habe, was ich tun könnte um in der Ehe wieder glücklich zu werden, kamen bei weitem nicht so viele Beiträge, wie jetzt wo ich eine Entscheidung gegen die Ehe getroffen habe.


    Ja mein Mann arbeitet Vollzeit und Schicht, ich arbeite halbtags und bin größtenteils mit den Kindern und drei Hunden und 2 Katzen allein.


    Ich lebe seit etwa 6 Jahren gefühlsmäßig mit meinem Bruder in einer Ehe. Seine Eltern sind auch zu meinen Ersatzeltern geworden (siehe beschissene aber durch Therapie aufgearbeitete Kindheit meinerseits) und haben z.B. für uns damals entschieden, dass ein gemeinsames Kind (das fast 13-Jährige ist aus der Beziehung davor) reicht. Das hab ich ihm nie verziehen und uns die drei Ersatzkinder (Hunde) nach und nach zugelegt.


    Nein ich will mich in Zukunft nicht "austoben" - ich möchte einfach gerne meine eigenen Entscheidungen treffen dürfen und nicht in diesem emotionalen Gefängnis eingesperrt sein.


    Wenn ich nunmal Probleme mit Mädelsfreundschaften habe, möchte ich mit Männern befreundet sein dürfen.


    Wünsche und Vorstellungen, wie ich mein Haus bauen/einrichten will, möchte ich nicht ewig diskutieren müssen. Ich bin (eigentlich) ein Mensch, der sofort anpackt, nach Lösungen sucht. Mein Mann sitzt gerne aus oder lässt entscheiden (von seinen Eltern). Ich frage mich, wer von uns beiden noch in den Zwanzigern feststeckt...


    Ja und irgendwann mal vielleicht, ja da wäre ich echt gerne mal richtig verliebt, in einer Beziehung auf Augenhöhe, würde gerne mal jemanden küssen, mit dem es sich nicht falsch und komisch anfühlt, ich hätte gerne mal Sex mit Liebe und kein angewidertes Pflichterfüllen.


    Ich verhungere emotional, werde/bin psychisch krank, weil ich meinem Mann zuliebe, um ihn ja nicht zu verletzen und eifersüchtig zu machen, meine ganzen Sozialkontakte aufgegeben habe und alles andere auch hinten anstelle. Schließlich lebt er auch nur für die Familie und hat keine Freunde mehr - da brauch ich doch auch keine.


    Aber ja, ich ertrage das ganze jetzt schon so lange. Mein Mann hat mich auch gefragt, ob ich das nicht noch 5-10 Jahre durchhalten kann.


    Klar kann ich das. Was ist schon das Glück von einem im Gegensatz zu dem von 3 Menschen?


    Ich bin kein egoistischer Mensch. Ich tue alles für meine Kinder. Und für meinen Mann. Und für alle anderen.


    Mir/uns fällt momentan keine Lösung ein, die alle zufriedenstellt, die keinen oder nur wenig Schaden anrichtet.


    Mir fällt nur ein, dass im Sommer die 2-Jahresfrist in der Lebensversicherung, in der bei Suizid nicht geleistet wird, abläuft. Wär doch ein super Geschenk an meine Familie? Wenn ich ausziehe, verlieren sie mich ja auch, aber so kriegen sie noch ne Menge Kohle...


    Tut mir leid, ich bin grad nicht ich selbst und natürlich meine ich das nicht ernst.


    Ich weiß nur nicht mehr weiter.

    Ich kann mir nicht vorstellen, ohne meine Kinder zu sein. Das 8-jährige Kind kommt fast jede Nacht zu mir ins Bett gekrochen und ich finde das schön, im Gegensatz zu meinem Mann.


    Und ich kann verstehen, dass er nicht "zu Gast" sein und woanders wohnen will.

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    Aber bei dem was Du schreibst mußt Du Dich trennen. Ich fand den Vorschlag von danae eigentlich ganz gut, wenn die Kinder mit Deinem Mann im Haus bleiben und Du zur Betreuung mit dort bist. Daß Dein Mann nicht gehen will kann ich gut nachvollziehen. Meinst Du denn, Du kämst mit einer Zweitwohnung klar? Irgendwas kleines?


    Oder könntet Ihr es hinbekommen, daß er Dich "freigibt" (er muß ja wohl irgenwie einsehen, daß Du ihn nicht mehr liebst) und ihr weiterhin als WG für die Kinder funktioniert (wobei das Deine Probleme nur bedingt lösen würde, z.B. Einrichtung etc.).


    Es ist schwierig, aber wenn ich das so lese - Du mußt gehen! Wenn Du also das Wohl Deiner Kinder nicht wirklich real in Gefahr ist, dann laß sie doch erst mal bei Deinem Mann. Oder geht - bevor Ihr Euch räumlich trennt - zu einer Beratungsstelle.


    Aber ich kann mir vorstellen, wie schwer das ist, wenn einer das völlig blockiert. Und die Augen verschließt. :)_