Ich würd wohl auch erstmal schauen, wie sich das Kennenlernen weiter entwickelt.


    Wenn es alles persönliche abblockt, wäre bei mir schnell Schluss. Würde er mit 40 noch im Kinderzimmer leben, dann auch.


    Aber das weißt du ja alles noch nicht, also warum nicht einfach mal schauen, wie es sich entwickelt?

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    Für mich gäbs übrigens überhaupt keinen akzeptablen Grund weswegen ein potenzieller Partner bei seinen Eltern wohnt.

    Ich kann mir da einige vorstellen - Familieneigentum, eigene Wohnung unter einem Dach mit den Eltern, Angehörige, die gepflegt werden, Selbstständigkeit im Familienbetrieb.


    Mit den Eltern zusammenzuwohnen heißt für mich nicht automatisch, dass es ein verwöhntes Muttersöhnchen ist, das sich bekochen lässt, keine Wäsche waschen kann oder bei jeder Ausgabe die Eltern um Freigabe bittet.

    Ich würde ihn auch erstmal näher kennenlernen - wenn er aber alle persönlichen Fragen so abblockt, fände ich ihn ohnehin seltsam, unabhängig davon, wo er wohnt ":/


    Es gibt eine Reihe von Gründen, die ich nachvollziehen könnte - er war schon mal fest liiert, und ist nach einer Trennung als Zwischenlösung erstmal wieder zu Hause eingezogen. Er hat dort eine Einliegerwohnung, in der er völlig eigenständig wohnt. Seine Eltern brauchen Hilfe im Alltag, und das geht einfacher, wenn er in ihrer Nähe ist.


    Inakzeptabel fände ich die Variante, dass er mit 40 noch im Kinderzimmer wohnt, Mama das Essen kocht, die Wäsche macht und das Bad putzt. Aber das müsstest Du ja relativ schnell herausfinden können.

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    Für mich gäbs übrigens überhaupt keinen akzeptablen Grund weswegen ein potenzieller Partner bei seinen Eltern wohnt.

    Hab ich auch immer gesagt .... und dann mein altes Haus abgerissen um eine neues zu bauen und währenddessen 6 Monate bei meinen Eltern im Keller gewohnt ;-D

    Zitat

    Ihn so direkt zu fragen wäre mir unangenehm.

    Was ist da unangenehm daran? Das ist eine durchaus legitime Frage.

    Es ist eindeutig seltsam.


    Ich gehe mal davon aus - das ist von der TE nicht klar dargestellt - dass es eher so eine "Kinderzimmersituation" ist. Alle vernünftigen Gründe (eigene Wohnung im Mehrfamilienhaus, ...) wäre nicht seltsam und hätten wohl nicht zu den Bedenken der TE oder dem Faden hier geführt?!


    Ich hab in der Familie "so einen". Mein Bruder. Schon Mitte vierzig und lebt eben im berühmten "Kinderzimmer". Was für ein Lebensmodell. Natürlich Dauersingle. Komische Interessenlagen. Komischer Kommunikationsstil. Definitiv kein "Beziehungsmaterial", wie auch?! So ein Lebensmodell prägt halt.


    Ich kann das verstehen, dass die TE Bedenken hat. Und dann der Unwille, darüber zu reden, einerseits verständlich, wer will schon beim Date eingestehen, dass er ein verkorkstes Leben hat. Andererseits, ein klares Zeichen. Wenn das nicht alles falsche Annahmen meinerseits sind, eindeutig alle Warnlampen an.

    Es macht - für mich - einen Unterschied, ob jemand bei seinen Eltern "im Kinderzimmer" wohnt und mit den Eltern Küche, Bad und anderen Wohnraum teilt ODER ob jemand in einer eigenen Wohnung im Zweifamilienhaus bei den Eltern wohnt und seinen eigenen Haushalt führt. Und bevor ich das nicht weiss, kann ich mir auch gar kein Urteil erlauben. :=o

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    Ich verstehe einfach nicht warum er bei seinen Eltern wohnt.

    Das wirst du im Laufe des Kennenlernens schon noch erfahren. Oder du kürzt es eben ab, indem du kurzerhand fragst. Unangenehm hin oder her.


    Wie lange trefft ihr euch schon?

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    Das finde ich seltsam.

    Seltsam finden kannst du es, wenn du die genauen Umstände kennst. Von Mehrgenerationenhau über Pflege eines Elternteils bis hin zu Klischee-Muttersöhnchen ist alles offen.

    Danke für eure Antworten.


    Ich kenne ihn seit 3 Wochen, wir haben uns bis jetzt 2mal getroffen. Beim letzten Treffen habe ich ihn gefragt wie und wo er wohnt. Ich habe schnell gemerkt, dass ihm das Thema unangenehm war. Ich habe erfahren, dass er mit seinen Eltern in einem Einfamilienhaus wohnt. Deshalb nehme ich an es ist ein gemeinsamer Haushalt. Und da habe ich mich gewundert aber nicht weiter nachgefragt. Er hat dann angefangen über ein anderes Thema zu sprechen.


    Ich denke ihr habt recht. Ich weiß noch zu wenig um ihn richtig einschätzen zu können. Mal sehen wie ich es beim nächsten Treffen anfange ihn genauer zu fragen.

    Du könntest unverfänglich Aufenthalten ausserhalb des Elternhauses ins Spiel bringen. "Wo fährst Du denn gerne im Urlaub hin? Ich würd ja total gerne mal einen Monat nach ... fahren" etc. Mal schauen, ob er sowas auch mag, oder ob da dann ein Widerstand ist.

    Zitat

    Ich habe erfahren, dass er mit seinen Eltern in einem Einfamilienhaus wohnt. Deshalb nehme ich an es ist ein gemeinsamer Haushalt.

    Das war bei meinem Freund, als ich ihn kennengelernt habe, genauso...Eltern haben Haus, er wohnt dort, haben gemeinsamen Haushalt...


    Als ich nach 3 Jahren Beziehung zu ihm gezogen bin, war fast komplett umgebaut (er hat alles mit seinem Vater alleine gemacht und ich musste mich auf seinen Geschmack verlassen)...seine Eltern die untere Etage und wir die 2 Oberen.


    Am Anfang mussten wir noch die Küche gemeinsam nutzen, was aber nur daran lag, das wir vorher 600 km auseinander gewohnt haben und die Küche zusammen aussuchen wollten. Das ging nur eben nicht so einfach, als wenn man gemeinsam in der Nähe wohnt.


    Wir haben allerdings nie wirklich darüber gesprochen, sondern für meinen Kerl war das selbstverständlich.


    Vielleicht ist es bei dem Mann genauso, oder vielleicht ist er wirklich Muttersöhnchen.


    Das wirst du aber nur erfahren wenn ihr darüber sprecht.

    Zitat

    (er hat alles mit seinem Vater alleine gemacht und ich musste mich auf seinen Geschmack verlassen)...

    Ein Traum :)^


    Ich mag den Ausdruck :)z


    Früher war es doch auch normal, dass doe Frau in den Haushalt der Familie des Mannes zog.


    Bei den Amisch und Mormonen ist das ja auch noch so.


    Also muss das doch gut sein.


    Du müsstest auch sicher nicht mehr deinem Job nach gehen, sondern könntest dich mit der Mutter zusammen und später den Töchtern voll und ganz dem Leibeswohl der Männer im Haus widmen.


    Das hat auch nichts mit Muttersöhnchen zu tun, wenn der Mann im elterlichen Haushalt bleibt und sich und seiner Frau ein Nest im Anbau schafft.


    Das wird dann auch ganz toll, wenn die Kinder da sind. :-D


    Oma ist dann immer da und kann dir die Kinder abnhemen und dich warnen, wenn du etwas mal nicht richtig mit den Kindern machst oder das Essen das du zubereitest nicht nahrhaft genug ist.


    Das spart ganz viel Zeit, da man nicht so viel denken muss.


    Und die Enkelsöhne können dann auch alle im Haus bleiben und die Männer können dann nich weiter ausbauen, damit diese ihre Frauen bringen können und dann hat Urgrossmutter auch ein Auge auf die und stellt sicher, dass die Familientraditionen gewart werden.


    Und wenn man dann eh schon beieinander ist, dann haben die Kinder es auch einfacher. Die müssen dann nicht mehr in die Welt und Partner suchen. Da sind ja dann die Cousinen und Cousins und dann bleibt wenigstens alles in der Familie.


    Ist doch schön. ich verstehe die Kritiker echt nicht. :|N